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Rebellische Städte (edition suhrkamp) Taschenbuch – 15. April 2013
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe283 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberSuhrkamp Verlag
- Erscheinungstermin15. April 2013
- Abmessungen11.3 x 1.7 x 17.8 cm
- ISBN-103518126571
- ISBN-13978-3518126578
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
» ... ein ausgesprochen anregendes Buch!« -- Helmut Schneider ― Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie
Über den Autor und weitere Mitwirkende
David Harvey, geboren in 1935, ist einer der einflussreichsten Sozialwissenschaftler der Gegenwart. Der überzeugte Marxist lehrte unter anderem in Oxford, an der Johns Hopkins University in Baltimore und an der London School of Economics. Er gilt als meistzitierter Geograf der Welt.
Yasemin Dinçer, geboren 1983, studierte Literaturübersetzen und hat u.a. Rebellische Städte von David Harvey ins Deutsche übertragen.
Produktinformation
- Herausgeber : Suhrkamp Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (15. April 2013)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 283 Seiten
- ISBN-10 : 3518126571
- ISBN-13 : 978-3518126578
- Originaltitel : Rebel Cities
- Abmessungen : 11.3 x 1.7 x 17.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 549,550 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 21 in Stadtgeschichte (Bücher)
- Nr. 178 in Bau- & Stadtplanungspolitik (Bücher)
- Nr. 357 in Soziale Gerechtigkeit
- Kundenrezensionen:
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Wohl um vertraute Vorstellungen zu retten, untersucht Harvey Wechselwirkungen von Kapitalismus und Urbanisierung, vergleicht die Unternehmen der Großindustrie mit der „Stadt“, fordert analog zum Recht auf Arbeit ein „Recht auf Stadt“ und projiziert das industrielle Proletariat auf das Prekariat moderner Städte.
Dabei fehlen – außer der Behauptung eines „Rechts“ – „gute Gründe“ für eine Verbesserung(!) der heutigen Situation für Benachteiligte in der Stadt, allenfalls dient die Forderung eines „Recht auf Stadt“ als Ausgangsbasis, um antikapitalistische Ziele als „Zweck“ zu erreichen; nicht deutlich wird aber, weshalb die Gesellschaft den städtischen Schutz dieses Prekariats übernehmen oder zulassen sollte, während die wichtigen, letztlich alle diese Symptome mit negativen Begleiterscheinungen auslösenden Super-Probleme - Bevölkerungsexplosion, Klimakatastrophe, berufliche Qualifikationen oder unvereinbare Ansprüche bzw. Ideologien - komplett ausgeklammert werden.
Harveys Beispiele beziehen sich historisch vor allem auf die Pariser Kommune, aktuell auf Südamerika, insbesondere auf Geschehen in Bolivien. Das Scheitern des „realen Sozialismus“ in Osteuropa als Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der mit ihr verbündeten Staatenunion wird dagegen gar nicht analysiert – vermutlich um nicht selbst belegen zu müssen, dass die eigenen Konzepte in der Regel scheitern, wenn die Phase des enthusiastischen Aufbaus in die Routine des Alltags übergeht, wo Fehler oder Mängel nicht mehr als Übergangserscheinungen klein geredet oder durch Widerstände und Sabotage kriminalisiert werden können, weil es – wie heute in Venezuela - ums Ganze geht.
Mir scheint das hier vorgestellte Konzept ein Beispiel für verfehlte, Vergangenheits-orientierte Sozialromantik zu sein, denn der Autor geht auf das geänderte Selbstverständnis der – insbesondere der in der Industrie beschäftigten - Menschen überhaupt nicht ein, erwähnt weder die sozialen Sicherungssysteme noch Visionen gesellschaftlicher Veränderungen wie das bedingungslose Grundeinkommen einerseits; andererseits werden die objektiven Veränderungen der Arbeitswelt in der globalisierten Welt fast vollständig ausgeklammert.
Man könnte das „Recht auf Stadt“ aus systemtheoretischer Sicht als Schaffung eines speziellen Schutzraumes „Stadt“ für das Prekariat verstehen, der innerhalb der Gesellschaft angelegt ist, um dem Mängelwesen Mensch in seiner Ausprägung „Prekariat“ auch unter erschwerten Bedingungen das Überleben zu ermöglichen:
Ein Schutzraum innerhalb des Schutzraumes!
Erkenntnistheoretisch bewegt sich Harvey im Raum der Anschauungen linearer Kausalität: er berücksichtigt dabei nicht das nicht-linear dynamische Verhalten von Systemen in Form der Rückwirkungen der Ergebnisse auf die Ursachen, die die wirkenden Ursachen selbst verändern.
Und selbst Teilaspekte der „rebellierenden Städte“ werden nur unzureichend behandelt: die Revolten innerhalb dieser Städte führen nur selten zu den intendierten Ergebnissen, meist zu grundlegenden Veränderungen in überraschend anderen Richtungen, weil die bisherigen Strukturen - bis zu einer Aktivierungsschwelle destabilisiert - kontingenten Einflüssen mit ungewissem Ausgang unterliegen.
Das entspricht dem mutwilligen Test von Belastungsgrenzen, um revolutionäre Veränderungen mit Risiken bis zur Selbstzerstörung einzuleiten:
Man könnte diese Ausführungen auch als Versuch zur Wahrung der Interessen von Trittbrettfahrern funktionierender Gesellschaftssysteme bei grundsätzlichem Mangel an Weitsicht bezeichnen.
Das hat viel mit politisch korrekter bzw. ideologischer Gesinnung, sehr wenig dagegen mit verantwortungsvollem Handeln zu tun.
Das Buch hat mich inhaltlich-konzeptionell sehr enttäuscht!
David Harvey ist ein englischer Sozialwissenschaftler, der unter anderem in Oxford und an der London School of Economics lehrte.
REBELLISCHE STÄDTE ist ein ganz aktuelles Buch, in einer Zeit in der Städte in unterschiedlichen Regionen zu Chiffren von Rebellion und von Demonstrationen werden.
Der Syntagma-Platz in Athen, Tahrir-Platz in Kairo, die Placa Catalunya in Barcelona, Plaza del Sol in Madrid etc. waren öffentliche Plätze, die zu urbanen Gemeingütern wurden, als die Menschen sich dort im Protest versammelten.
Schon während der sogenannten Caracazo-Riots in Caracas, während der *Wasserkriege* von 2000 in Cochabamba, den Widerstandsbewegungen in El Alto auf der Hochebene über La Paz (die letzten Endes in den Sieg von Evo Morales mündeten), wurden der Widerstand der Bevölkerung und die blutige Unterdrückung durch die Ordnungskräfte in den Städten ausgetragen. Aber zentrale Plätze als Kulminationspunkt des urbanen politischen Widerstands sind auch in ihrer Häufigkeit eine höchst aktuelle Erscheinung.
David Harvey sieht das *Recht auf Stadt* als ein kollektives Recht, im Gegensatz zum vorherrschenden Recht auf Privateigentum und auf Profitrate, das im Kapitalismus andere Rechtsvorstellungen überdeckt:
*Das Recht auf Stadt ist weit mehr als das Recht auf individuellen oder gemeinschaftlichen Zugriff auf die Ressourcen welche die Stadt verkörpert: es ist das Recht, die Stadt nach unseren eigenen Wünschen zu verändern und neu zu erfinden. Es ist ein kollektives Recht, da das Neuerfinden der Stadt unvermeidlich von der Ausübung einer kollektiven Macht über Urbanisierungsprozesse abhängt*.
Einerseits sind die Atmosphäre und Attraktivität einer Stadt ein kollektives Produkt ihrer Bewohner, wie es Harvey ausdrückt, andererseits wird die Stadt verändert durch das Bestreben im Kapitalismus, profitable Terrains für die Produktion und Absorption von Kapitalüberschüssen zu finden.
Harvey geht nicht so sehr auf diese Widersprüche in den Städten im Einzelnen ein, sondern zieht einen weiten Bogen von den Kämpfen der Pariser Kommune in den Straßen von Paris 1871, bis zu den heutigen Besetzungen zentraler Plätze und den Demonstrationen vor den Glaspalästen von Banken in Europa.
Die zunehmende Rebellion macht nach Harvey die Stadt wieder sichtbar zum Gemeingut, auch wenn es derzeit nicht darum geht, eine Revolution anzuzetteln, sondern um Rechte einzufordern.
Insgesamt ein nützliches und interessantes Buch über die Orte an denen Rebellionen heute stattfinden, und gleichzeitig auch ein Buch über die Gründe WARUM sie dort stattfinden.
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