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Kommentar: 1. Aufl. kart. [München] : Ullstein, 2002. 504 S. ; 18 cm in gutem Zustand A3483 ISBN 354836389X Ein Rechnungsbeleg mit ausgewiesener MwSt. liegt der Sendung bei.
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Der diskrete Charme der DDR: Stasi und Westmedien Taschenbuch – Restexemplar, 1. November 2002

4.5 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Wer glaubte, die Stasi sei ein rein ostdeutsches Problem, der wurde spätestens beim Erscheinen von Hubertus Knabes beklemmender Studie Die unterwanderte Republik eines Besseren belehrt. Der Berliner Historiker hat sich seit langem der Erforschung der noch weitgehend unbewältigten Westdimension der Stasi verschrieben. Ein Thema, mit dem man nicht nur Freunde gewinnt, wie die Auseinandersetzung um seine Bücher zeigt.

Sein neuestes heißt Der diskrete Charme der DDR und handelt von den vielfältigen Stasi-Verstrickungen westdeutscher Journalisten. Neu ist das Thema nicht. Nach Öffnung der Archive wurden diverse Inoffizielle Mitarbeiter (IM) in bundesdeutschen Redaktionsstuben enttarnt, und ehemalige Stasi-Generale wie Markus Wolf rühmen sich öffentlich der Erfolge ihrer Desinformationskampagnen. Bei dem, was bislang bekannt geworden ist, handelte es sich jedoch nur um die Spitze des Eisbergs. Wie Knabes akribische Recherchen belegen, hatte der Staatssicherheitsdienst die Westmedien in vielfältiger Weise durchdrungen und beeinflusst. "Die Ebenen der Einwirkung reichten von systematischer Kontaktarbeit über langjährige vertrauliche Verbindungen bis zu unsichtbarer Propaganda in den westlichen Medien", resümiert Knabe, und auch "gezielte Aktionen gegen DDR-kritische Journalisten" gehörten zum festen Repertoire der Mielke-Truppe.

Das Entlarven der heimlichen Zuträger ist allerdings nicht das einzige Anliegen des Buches. Den Autor beschäftigt vor allem die Frage, welche Rolle das MfS beim Wandel des DDR-Bildes in den westdeutschen Medien spielte. Vieles deutet darauf hin, dass der Einfluss der Staatssicherheit über die reine Informationsbeschaffung und eine eher "begleitende oder stimulierende Rolle" hinausging. Doch erlaubt auch hier das vorhandene Material kein abschließendes Urteil.

Knabes Studie beweist anschaulich, dass es Verrat und Bespitzelung nicht nur im Osten Deutschlands gegeben hat. Und sein Buch wird entscheidend dazu beitragen, die gravierende Schieflage in der Auseinandersetzung um die Stasi-Vergangenheit zu beseitigen. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, ist wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Von 1992 bis 2000 war er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig. Er gehört zu den profiliertesten Historikern der Bundesrepublik, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur widmen. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Die Täter sind unter uns (2007) und Honeckers Erben (2009).


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Top-Kundenrezensionen

Von Hubert Milz TOP 1000 REZENSENT am 13. Mai 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Der freiberufliche Journalist, der mir auch Uwe Krügers Buch "Meinungsmacht" zum Lesen zur Verfügung gestellt hatte, gab mir dieses Buch als Ergänzung zum Lesen - trotz des Alters von 12 Lenzen.
Der Autor hat längere Zeit für "die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen" (BstU) gearbeitet und veröffentlichte in diesem Buch auch einige unerquickliche Details zur Stasi und den alten westdeutschen Medienunternehmen und Parteien. Westdeutsche Medien und Parteien waren - so die Informationen in diesem Buch - von der Stasi sozusagen infiltriert worden; etwas was die SED für Denunziationen gezielt und gekonnt zu nutzen wusste.
Eine der beklemmenden Botschaften des Buches war für mich, dass gegen die DDR-Stasi-Mitarbeiter häufig vorgegangen wurde und wird, jedoch die alten westdeutschen Stasi-Leute in Amt und Würden verblieben sind und weitermachen konnten und können - als sei nichts gewesen.
Ob hier auch das von Uwe Krüger beschriebene "Netzwerk" erfolgreich tätig ist?
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Format: Gebundene Ausgabe
Hubertus Knabe schildert ein trauriges Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte - die freiwillige Indienststellung westdeutscher Journalisten und Medien in die Manipulationsstrategien der SED und der Stasi. Dass es eher ideologische Verblendung mehr noch als das Interesse an finanziellen Zuwendungen war, was namhafte Journalisten in die Arme der Stasi trieb, ist fast noch als zusätzlich belastend einzustufen. Knabe's Darstellung ist faszinierende Lektüre - gerade dort, wo er in sachlich-kühler, fast buchhalterischer Detailtreue die unterwürfige, anbiedernde Sprache von West-Journalisten gegenüber einem System beschreibt, dem Pressefreiheit im eigenen Verantwortungsbereich nichts bedeutete.
Hubertus Knabe hat eine wissenschaftlich vorzügliche und politisch hochrelevante Publikation vorgelegt. Dank oder auch nur Selbstkritik wird er von Medien wie "Stern", "Spiegel" oder bestimmten Magazinen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten kaum erwarten dürfen - eher noch Herunterreden oder Verschweigen.
Ausmaß und Dauer des Stasi-Einflusses auf westdeutsche Medien werden erst vollständig beurteilt werden können, wenn die US-Regierung die bei ihr befindlichen Agenten-Dateien frei gibt - und die deutsche Bundesregierung ihre Aufarbeitung und öffentlich Diskussion erlaubt. Mit beidem ist so bald leider nicht zu rechnen, aufgrund der Motivlage der Beteiligten. Bis dahin sind Bücher wie "Der diskrete Charme der DDR" oder auch "Die unterwanderte Republik" von Hubertus Knabe als schmerzhafte Protokolle des Versagens deutscher Eliten leider notwendig.
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Format: Taschenbuch
Hubertus Knabe hat sich der Mühe unterzogen, die noch vorhandenen Unterlagen über Stasi Mitarbeiter im Westen zu sichten und zu beschreiben, wie die Stasi mit tausenden von IM versuchte, Informationen "abzuschöpfen" und die Öffentlichkeit der Bundesrepublik zu beeinflussen.

So gibt das Buch eine gute Übersicht über Anwerbung von IMs, Taktiken, um Informationen abzuschöpfen und Versuche, mit "Desinformation" die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Dass die DDR in den Siebziger und Achziger Jahren nicht mehr so negativ gesehen wurde, wie in den Fünfzigern, sei, so die zentrale These des Buches, auf diese Aktionen der Stasi zurückzuführen. Doch stimmt das? Immerhin diente die "sogenannte DDR" in den Fünfzigern vor allem auch dazu, jede abweichende Meinung bereits im Vorfeld zu ersticken. Oft reichte der Hinweis darauf, dass etwas von der SED vertreten werde, bereits aus, um jede Diskussion im Keim zu ersticken. Eine Art formierte Gesellschaft, in der alle das gleiche sagen sollten, schien manchmal das Ziel, eine Art "Anti-DDR". Durchgesetzt werden konnte das natürlich nicht, die Bundesrepublik war immerhin eine Demokratie mit Meinungsfreiheit, aber, wie Knabe selbst am Beispiel Henryk Broders schreibt, diese politische Korrektheit führte nur dazu, dass viele junge Leute sich zu Fans der DDR wandelten. Wer lange genug "Der Wolf kommt" schreit, darf sich nicht wundern, wenn ihm irgendwann niemand mehr zuhört. Und wer versucht, Zeitschriften zu verhindern, einzig weil sie das "Verbrechen" begingen, das DDR Fernsehprogramm abzudrucken (Toto-Lotto-Express), der wird nicht als Verfechter der Meinungsfreiheit berühmt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Hubertus Knabe schildert ein trauriges Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte - die freiwillige Indienststellung westdeutscher Journalisten und Medien in die Manipulationsstrategien der SED und der Stasi. Dass es eher ideologische Verblendung mehr noch als das Interesse an finanziellen Zuwendungen war, was namhafte Journalisten in die Arme der Stasi trieb, ist fast noch als zusätzlich belastend einzustufen. Knabe's Darstellung ist faszinierende Lektüre - gerade dort, wo er in sachlich-kühler, fast buchhalterischer Detailtreue die unterwürfige, anbiedernde Sprache von West-Journalisten gegenüber einem System beschreibt, dem Pressefreiheit im eigenen Verantwortungsbereich nichts bedeutete.
Hubertus Knabe hat eine wissenschaftlich vorzügliche und politisch hochrelevante Publikation vorgelegt. Dank oder auch nur Selbstkritik wird er von Medien wie "Stern", "Spiegel" oder bestimmten Magazinen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten kaum erwarten dürfen - eher noch Herunterreden oder Verschweigen.
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