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In die Suppe gespuckt: Von Sternen, Hauben und anderen Geschäften Unbekannter Einband – 2006

4.0 von 5 Sternen 10 Kundenrezensionen

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Vier Hauben, drei Sterne für diese "Metal Hammer" der Essens - und Restauarantkritik.
Hut ab vor dem Mut der beiden Autoren dieses Buches. Seit meinen Kindertagen und Karl Mays "Winnetou" habe ich kein Buch mehr in einer Nacht durchgelesen. Ein höchst lesenswertes Buch , wie aus Wolfram Siebecks besten Tagen...!
Es war ja auch aber an der Zeit, Christian Andersens Märchen : "Des Kaisers neue Kleider!" endlich einmal gastronomisch zu intepretieren.
Die Aufgabe des kleinen Buben der sich als Einziger laut zu rufen traut:" Der hat ja gar nichts an , der ist ja nackt "! haben nun
dankenswerterweise die Autoren mir ihrer fulminanten Abrechnung der Gastroszene übernommen.
Was für ein grandioser Gegensatz in Recherche, Stil, Kommentierung und Schlußfolgerung zu den vielen gastronomischen Analphabeten aus der schreibenden und fernsehproduzierenden Zunft die ihr meist kümmerliches Wissen, nach dem Motto - je dümmer desto lauter - von sich geben.
Diese Abschreib - und Gefälligkeitsjournalisten die ihre vielfach gesponserten und bestellten Ergüsse nicht bei sich behalten können und bei denen vor allem auffällt daß ihre geistige Diarrhöe sich mit einer kaum glaublichen Ignoranz verbindet.
Nicht wenige unserer Reise - und Gastrojournalisten, deren - berechtigtes - Schicksal ihre völlige Bedeutungslosikeit ist, werden sich seit Erscheinen dieses Buches irgendwo versteckt halten und hoffen, daß ihre Chefs nicht den Unterschied zwischen Gefälligkeitsjournalismus und fachgerechter Kritik und Bewertung erkennen mögen und sie in die Lokalredaktion abschieben.
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Format: Gebundene Ausgabe
Die Autoren (der eine Journalist und der andere Steuerberater und ehemaliger Tester für den Gault Millau Österreich) gewähren spannende Einblicke in die Mechanismen prämierter Küchen und die Welt der Gourmetführer.

Die abwechselnden Sequenzen der beiden Autoren (jeder schreibt einen Beitrag - dann kommt wieder der andere dran) sind zwar zu Beginn gewöhnungsbedürftig - ermöglichen jedoch insgesamt verschiedene Perspektiven.

Es werden verschiedenste Facetten des kulinarischen Betriebes in Österreich und darüber hinaus beleuchtet: die zum Teil fragwürdigen Arbeitsbedingungen in der Spitzengastronomie, die Verbindung von unabhängigen Restaurantführern mit den führenden Betrieben aus der Nahrungsmittelindustrie, die Mechanismen der Gourmetkritiker und das teilweise fragwürdige Zustandekommen von "objektiven" Beurteilungen. Aber vor allem die Abhängigkeit der Gastronomen von der Gourmetkritik. Und wie diese über Sein oder Nicht-Sein im täglichen, wirtschaftlichen Überlebenskampf der Spitzengastronomie entscheiden.

Auch sehr interessant einige Beispiele serviert zu bekommen, die sich diesem Kreislauf entzogen haben und ihren eigenständigen Weg gehen.

Ein äußerst unterhaltsames, lehrreiches und vor allem wachrüttelndes Buch durch welches sich die Wertungen der Gourmetführer wohl ziemlich relativieren.

Sollte eigentlich jedem Gourmetführer beigelegt sein ...
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Format: Gebundene Ausgabe
Es war immer ganz eindeutig. Gourmetführer waren dazu da die Spreu vom Weizen in der Gastronomie zu trennen. Das Buch beleuchtet auf schliche Art, von Kennern immer geahnte und den guten Köchen längst bekannte Auswüchse, wie Vorteilsnahme durch Testpersonen, oder Einflussnahme von Idustriekonzernen in das Verhalten von Restaurant Konsumenten. Des Feinschmeckers Nasenringerl, so nenne ich die Gourmetführer. Peter Gnaigers Buch ist keine Abrechnung wie es sich von Gourmetführer enttäuschte Köche wünschen, so etwas könnte natürlich nie gedruckt werden.

Peter Gnaiger geht in einer beobachtenden Weise an das Problem Gastronomiekritik heran, er beschreibt mit ausgezeichneter Sachkenntnis die Vorgänge hinter den Kulissen, die Entstehung von Küchentrends und den dazu gehörigen Markt.

Dieses Buch sollte zu jedem Gourmetführer dazugekauft oder geschenkt werden, es ist ein sachlich abgefasster Ratgeber der Sie an keinem Luxusrestaurant vorbeileitet, sie aber die Köche und deren Küche besser verstehen lässt.

Auf jeden Fall ein wunderbares Buch zum Schenken an interessierte Gutesser! Es gehört auch in jede Kochbüchersammlung !
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Interessant geschrieben und bietet Details über die Gastrowelt, die ich bisher nicht kannte. Phasenweise nur etwas langatmig geschrieben. Trotzdem ein Tipp.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich gebe zu, ich bin ein absoluter Genussmensch. Ich liebe die gute Küche, koche selbst gerne und gehe auch gern essen. Allerdings gehen mir so genannte Hauben-Sterne-Mützchen-Kringel-Restaurants ziemlich auf die Nerven. Trotzdem verschlagt es mich dann doch das eine oder andere Mal in einen solchen "Gourmet-Tempel", wo dann feinsinnige Damen ihre minimalen Portionen gleichmäßig am Teller hin und her schieben, behaupten köstlichst gespeist zu haben, während sich der frisch auf "Weinkenner" geschulte Ehemann mit dem Sommelier wichtig macht und mit seiner Zigarre herumfuchtelt. Soweit - so schlecht. Die beiden Autoren Gnaiger und Hoffmann erlauben uns nun endlich einen Blick in die geschundene Branche dieser ganzen Chi-Chi-Gesellschaft. Da kann einem schon der Appetit vergehen, wenn minutiös beschrieben wird, wie sie alle zu ihren Haubentrallala gekommen sind - oder eben nicht. Wohl denen, die auf diese ganzen Auszeichnungen pfeifen und einfach nur kochen - und das mit dem besten was unsere Regionen zu bieten haben und das ist doch schon allerhand. Kleiner Kritikpunkt, es ist sehr West-Österreich-lastig. Als eingebürgerte Ostösterreicherin hätte mich diese Region nicht nur periphär interessiert. Nicht nur ein Buch für Gourmets, sondern durchaus auch für diejenigen, die sich für solche halten!!!
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