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Der bleiche König: Roman Gebundene Ausgabe – 7. November 2013

4.0 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»[...] wahr ist dieser Roman, auf eine erbarmungslose, grandiose, auch schmerzliche Weise [...].« (Thomas Steinfeld Süddeutsche Zeitung 2013-12-03)

»[...] selbst in seiner fragmentarischen Form ein großartiges literarisches Werk.« (Jutta Duhm-Heitzmann WDR 3 2013-11-12)

»Zweifelsfrei ist Der bleiche König Wallaces bester Roman.« (Juan S. Guse FAZ 2013-11-08)

»[...] ein herausragendes Stück Literatur [...]« (freitag.de 2013-11-07)

» Der bleiche König ist nicht nur der beste Roman, den Wallace geschrieben hat, sondern auch sein zugänglichster.« (Thomas von Steinaecker Die Welt 2013-11-02)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Foster Wallace wurde am 21. Februar 1962 in Ithaca, New York geboren. Er wuchs in Philo, Illinois, in einer Akademikerfamilie auf. Von frühester Kindheit an war er begeisterter Leser, sah aber auch gern fern und interessierte sich insbesondere für amerikanische Serien. An der Highschool spielte er erfolgreich Tennis und erklärte diesen Erfolg mit seinem überdurchschnittlichen mathematischen Verständnis. Schon als Kind und Teenager zeichnete sich Wallace durch hohe intellektuelle Begebung aus, die noch offensichtlicher wurde, als er im Herbst 1980 sein Studium der Logik, Philosophie und Mathematik am Amherst College in Massachusetts begann. Wegen einer schweren depressiven Phase musste Wallace Ende des dritten Semesters sein Studium unterbrechen, kehrte im Herbst 1982 aber auf den Campus zurück. Etwa ein Jahr später, Wallace hatte sich als Folge einer weiteren Depressionsphase vom Studium zurückgezogen, schrieb er eine seiner ersten Kurzgeschichten – Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache. Diese wurde später in der Amherst Review, dem Literaturmagazin von Amherst, veröffentlicht. Zum Ende seines Studiums belegte Wallace überwiegend Literaturkurse und Seminare zum Kreativen Schreiben, u.a. bei dem Schriftsteller Alan Lelchuk. 1985 schloss er das Bachelorstudium mit der Auszeichnung summa cum laude ab. 1987 beendete er auch das Masterstudium in Kreativem Schreiben an der University of Arizona. Seit 2002 war Wallace Professor für englische Literatur und Kreatives Schreiben am Pomona College in Claremont in Kalifornien. Der Schriftsteller war seit 2004 mit der Malerin Karen L. Green verheiratet. Am 12. September 2008 nahm sich David Foster Wallace in seinem Haus in Kalifornien das Leben.
WerkWallaces Arbeit als Schriftsteller wurde laut D.T. Max, der 2014 Wallaces Biografie veröffentlicht hat, insbesondere von den Schriftstellern der amerikanischen Postmoderne Donald Barthelme und Thomas Pynchon beeinflusst. Sein erster Roman, Der Besen im System, wurde in den USA von den Literaturkritikern mehrheitlich gelobt, doch erst mit dem Nachfolger Unendlicher Spaß wurde Wallace einer breiteren Leserschaft bekannt. Ins Deutsche wurde das Werk von Ulrich Blumenbach übersetzt, der etwa sechs Jahre (mit Unterbrechungen) an dem Roman arbeitete und dafür 2010 mit dem Leipziger Buchpreis für Übersetzung ausgezeichnet wurde. In seinen Romanen, Kurzgeschichten und Essays befasst sich David Foster Wallace mit dem modernen Alltag, mit all seinen Ablenkungs- und Freizeitmöglichkeiten auf der einen und der Monotonie und Langeweile auf der anderen Seite. Das Individuum ist bei Wallace nicht selten eine kleine Schraube im großen Getriebe – dem Staat, der Gemeinde oder einer Verwaltungsbehörde…David Foster Wallace gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen US-amerikanischen Literatur. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet; 2012 war er für den Pulitzer-Preis nominiert.
Auszeichnungen2000 Lannan Foundation Residency Fellow 1997–2002 John D. and Catherine T. MacArthur Foundation Fellowship 1997 Aga Khan Prize for Fiction für Brief Interviews With Hideous Men #61996 Time magazine’s Best Books of the Year (Fiction)1996 Salon Book Award (Fiction)1996 Lannan Literary Award (Fiction)1987 Whiting Writers' Award 1985 Gail Kennedy Memorial Prize für seine Bachelorarbeit über Modallogik
Publikationen
Romane und Kurzgeschichtensammlungen• Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache, zweisprachige Ausgabe Deutsch-Englisch, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2015. (OT: The Planet Trillaphon As It Stands In Relation To The Bad Thing, Amherst Review 1984) • Der Besen im System, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2004. (OT: The Broom of the System, Viking Penguin 1987)• Alles ist grün. Storys, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2011. (OT: Girl With Curious Hair, W. W. Norton & Company, 1989)• Kleines Mädchen mit komischen Haaren, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2002. (OT: Girl with Curious Hair (Stories), Norton 1989) • Unendlicher Spaß, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2009. (OT: Infinite Jest, Little, Brown and Company 1996) • Kurze Interviews mit fiesen Männern. Storys, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2002. (OT: Brief Interviews with Hideous Men (Stories), Little, Brown and Company 1999) • Vergessenheit. Storys, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2008. (OT: Oblivion (Stories),Little, Brown and Company 2004)• In alter Vertrautheit. Storys, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2006. (OT: Oblivion (Stories),Little, Brown and Company 2004)• Der bleiche König, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2013. (OT: The Pale King, Little, Brown and Company 2011)
Kurzgeschichten• Mr. Costigan in May, in Clarion 1985• Lyndon, in Arrival 1987• Here and There, in Fiction 1987• Other Math, in Western Humanities Review 1987• Say Never, in Florida Review 1987• Solomon Silverfish, in Sonora Review 1987 • John Billy, in Conjunctions 1988• Late Night, in Playboy 1988• Everything is Green, in Puerto del Sol 1988• Little Expressionless Animals, Paris Review 1988• Crash of 69, Between C&D 1989• Luckily the Account Representative Knew CPR, in GWCH 1989• Girl with Curious Hair, in GWCH 1989• Westward the Course of Empire Takes Its Way, in GWCH 1989• Church Not Made With Hands, in Rampike 1991• Forever Overhead, in Fiction International 1991• Order and Flux in Northampton, in Conjunctions 1991• Rabbit Resurrected, in Harper’s 1992• The Awakening of My Interest in Annular Systems, in Harper’s 1993• Several Birds, in The New Yorker 1994• An Interval, in The New Yorker 1995• Death Is Not The End, in Grand Street 1997• A Radically Condensed History of Postindustrial Life, in Ploughshares 1998• Brief Interviews with Hideous Men, in Harper’s 1998• Asset, in The New Yorker 1999• All That, The New Yorker 2009
Essays• Richard Taylor’s ‘Fatalism’ and the Semantics of Physical Modality, Abschlussarbeit 1985• Matters of Sense and Opacity, in New York Times letter 1987• Fictional Futures and the Conspicuously Young, in The Review of Contemporary Fiction 1988• Derivative Sport in Tornado Alley, in ASFTINDA 1990• E Unibus Pluram: Television and U.S. Fiction, in ASFTINDA 1990• Michael Martone’s Fort Wayne is Seventh on Hitler’s List, in Harvard Book Review 1990• The Empty Plenum: David Markson’s Wittgenstein’s Mistress, in The Review of Contemporary Fiction 1990• The Horror of Pretentiousness: ‘The Great and Secret Show’ by Clive Barker, in The Washington Post 1990• Exploring Inner Space: War Fever by J.G. Ballard, in The Washington Post 1991• The Million-Dollar Tattoo: Laura’s Skin by F.J. Fiederspiel, in New York Times Book Review 1991• Tragic Cuban Emigre and a Tale of ‘The Door to Happiness’: The Doorman by Reinaldo Arenas, in The Philadelphia Inquirer Book Review 1991• Presley as Paradigm: Dead Elvis: A Chronicle of Cultural Obsession by Greil Marcus, in Los Angeles Times 1991• Getting Away from Already Being Pretty Much Away from It All, in ASFTINDA 1993• Greatly Exaggerated, in ASFTINDA 1992• Kathy Acker’s Portrait of an Eye: Three Novels, in Harvard Review 1992• Iris' Story: An Inversion of Philosophic Skepticism: The Blindfold by Siri Hustvedt, in The Philadelphia Inquirer 1992• Mr. Cogito, in Spin 1994• Tracy Austin’s ‘Beyond Center Court: My Story’, in The Philadelphia Inquirer 1992• David Lynch Keeps His Head, in ASFTINDA 1995• Tennis Player Michael Joyce’s Professional Artistry as a Paradigm of Certain Stuff about Choice, Freedom, Discipline, Joy, Grotesquerie, and Human Completeness, in ASFTINDA 1995• A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again, in ASFTINDA 1995• God Bless You, Mr. Franzen, in Harper’s letter 1996• Democracy and Commerce at the US Open, in Tennis 1996• Impediments to Passion, in Might Magazine 1996• Quo Vadis – Introduction, in Review of Contemporary Fiction 1996• Joseph Frank’s Dostoevsky, in CTL 1996• Twilight of the Great Literary Beasts: John Updike, Champion Literary Phallocrat, Drops One; Is This Finally the End for the Magnificent Narcissist?, in New York Observer book review 1997• The Nature of the Fun, in Fiction Writer1998• Big Red Son, in CTL 1998• F/X Porn, in Waterstone’s Magazine 1998• Authority and American Usage (or, ‘Politics and the English Language’ is Redundant), in CTL 1999• Overlooked: Five Direly Underappreciated U.S. Novels >1960, in Salon 1999• 100-word statement, in Rolling Stone 1999• Rhetoric and the Math Melodrama, in Science 2000• The Weasel, Twelve Monkeys, and the Shrub, in Rolling Stone 2000• The Best of the Prose Poem, in Rain Taxi 2001• The View from Mrs. Thompson’s, in CTL 2001• Consider the Lobster, in CTL 2004• Borges on the Couch, in the New York Times Book Review 2004• Twenty-Four Word Notes, als Word Note, in Oxford American Writer’s Thesauraus 2004• Host, in CTL 2005• Federer as Religious Experience, NYTM: PLAY 2006• Deciderization 2007 – a Special Report, Essay als Einleitung in The Best American Essays 2007 • Just Asking, in The Atlantic 2007• It All Gets Quite Tricky, Harper’s 2008
Sachbuch• Signifying Rappers. Warum Rap, den Sie hassen, nicht Ihren Vorstellungen entspricht, sondern scheißinteressant ist und wenn anstößig, dann bei dem, was heute so abgeht, von nützlicher Anstößigkeit, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2014. (OT: Signifying Rappers Ecco Press 1990) • Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Marebuch 2008. (OT: A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again: Essays and Arguments, Little, Brown and Company 1997) • Georg Cantor: Der Jahrhundertmathematiker und die Entdeckung des Unendlichen, aus dem Amerikanischen von Helmut Reuter und Thorsten Schmidt, Piper 2007. (OT: Everything and More: A Compact History of Infinity, W. W. Norton & Company 2003)• Am Beispiel des Hummers, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2010. (OT: Consider the Lobster and Other Essays Little, Brown and Company 2005) • Das hier ist Wasser/ This is water Anstiftung zum Denken, zweisprachige Ausgabe Deutsch – Englisch, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2012. (OT: This is Water: Some Thoughts, Delivered on a Significant Occasion, about Living a Compassionate Life, Little, Brown and Company 2009)
Sonstiges• Fate, Time, and Language: An Essay on Free Will, D.F. Wallaces Bachelor-Abschlussarbeit über Richard Taylor, 2010.
Verfilmungen2009 Brief Interviews with Hideous Men2012 Simpsons- Folge A Totally Fun Thing That Bart Will Never Do Again, dt. Im Zeichen der Kreuzfahrt, basiert lose auf dem Essay A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again2014 The End of the Tour, basiert auf David Lipskys Buch Although of Course You End Up Becoming Yourself: A Road Trip with David Foster Wallace
Literatur• Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte: David Foster Wallace. Ein Leben, aus dem Amerikanischen von Eva Kemper, Kiepenheuer & Witsch 2014. (OT: Every Love Story is A Ghost Story: A Life of David Foster Wallace, Granta Publications 2012) • Although of Course You End Up Becoming Yourself: A Road Trip with David Foster Wallace, Broadway Books 2010.


Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Von Hamlet TOP 500 REZENSENT am 3. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Wie bereits das literarisches Schwergewicht "Unendlicher Spaß" (in der deutschen Übersetzung 2009 erschienen), bei über 1500 Seiten im wahrsten Sinn des Wortes, stellt auch "Der bleiche König", selbst für den geübten Leser, eine Herausforderung dar. Es ist ein Werk aus dem Nachlass, im Original "The Pale King. An unfinished novel" betitelt, denn der Autor David Foster Wallace nahm sich 2008 das Leben.

Das Thema des Romans ist die Langeweile und die Auswirkungen, die diese auf die Menschen, deren Intellekt und ihr Leben hat, und der Ort, an dem man dies beobachten kann, ist für Wallace die IRS, die Bundessteuerbehörde in Peoria, Illinois im Jahre 1985. Nicht unbedingt der Hot Spot des Landes, aber hier treffen die verschiedensten Menschen mit den unterschiedlichsten Biografien aufeinander, deren Dasein der Autor genauer unter die Lupe nimmt, ja fast schon mit dem Skalpell seziert.

David Foster Wallace beschreibt groteske Alltagssituationen, stellt philosophische Betrachtungen an und schiebt aber auch autobiografische Passagen über seinen eigenen Lebensweg sowie die Gedanken dazu ein.

Ich sträube mich, das Buch als Roman zu bezeichnen, denn auch wenn es eine Rahmenhandlung gibt, kommt es doch über weite Strecken eher fragmentarisch und mit zahlreichen Episoden, die nur im weitesten Sinne etwas mit der Grundidee zu tun haben, daher. Und dennoch, gerade diese Einlassungen und Anmerkungen zeigen die sprachliche Virtuosität auf, die Fähigkeit dieses Autors, Gedankengänge messerscharf zu formulieren und in den Text einzubringen, sodass der Leser immer wieder innehalten und das Gelesene reflektieren und für sich einordnen muss.
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Format: Gebundene Ausgabe
David Foster Wallace hat sich 2008 das Leben genommen. Er litt an unheilbaren Depressionen. Drei Jahre nach seinem Tod erschien in USA erstmalig sein nachgelassener Roman “Der Bleiche König“. Nun, weitere zwei Jahre später, ist der Roman auf Deutsch in der Übersetzung von Ulrich Blumenbach im Kiepenheuer& Witsch Verlag erschienen.

Sich mit diesem Roman zu befassen, bedeutet eine gewaltige Herausforderung.
Alleine die Seitenzahl könnte abschrecken: 640 eng beschriebene Seiten, klein gedruckt und zuweilen über viele Seiten ohne Absatz, Rede oder Gegenrede.

Wäre DFW nicht zu Lebzeiten ein Kultautor gewesen, könnte man sich leicht dem Text verweigern.

Fangen wir jedoch mit dem Nachtrag des Herausgebers an.

Die Witwe von DFW, Karen Green, bat Michael Pietsch, den Nachlass zu sichten.
Hier fanden sich eine Vielzahl von Zetteln, Romanfragmenten und Notizen aller Art. Aus einem Konglomerat dieser Aufzeichnungen gelang es dem Herausgeber Michael Pietsch, einen Roman zu konzipieren, wie ihn DFW möglicherweise geplant hatte.

Worum geht es?

Im Jahr 1985 finden sich in einem IRS Regionalprüfzentrum in Peoria, Illinois, die Hauptfiguren in einem Stück, bei dem es um den Kampf im öden Alltag einer Steuerbehörde geht.
Hier finden Gespräche statt über Sinn und Unsinn unserer Welt und über die Regeln, unter denen wir zu leben haben, und die sich der homo sapiens selber gegeben hat.

Ob man mitten in einem Kapitel oder auf einer x- beliebigen Seite zu lesen beginnt: überall finden sich Fragmente von Gesprächen, Gedanken, Reflexionen und Taten der Protagonisten. Philosophisch hintersinnig erörtern sie das Wesen unseres Seins und Handelns.
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Von Peer Sylvester TOP 1000 REZENSENT am 12. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
The pale king zu bewerten fällt mir schwer. Auf der einen Seite gefällt es mir sogar besser als Infinite Jest: Es ist (etwas) zugänglicher, die Story ist kompakter und sogar noch deutlich origineller. Die Charaktere sind ungemein interessant. Insbesondere bewundere ich Wallace aber dafür, dass er es schafft ein Buch über das Thema Langeweile zu schreiben, dass witzig, treffen und vor allem nicht langweilig ist. Das Thema: Die Arbeit von Steuerfahndern in der amerikanische Steuerbehörde ist dabei ungemein gut gewählt - wird die Arbeit doch als so langweilig beschrieben, dass man spezielle Kurse braucht, um die zu überstehen. Originell, witzig und wie gesagt gut getroffen. Dass Wallace so tut, als wäre die Geschichte echt (und auch wahre Geschichten mit einfließen lässt - und sich sogar selbst auftreteten lässt) ist das Tüpfelchen auf dem "i".

Leider ist das Buch aber eben unvollendet und das merkt man auch. Ich schätze (was bei Wallace schwieirg ist), dass etwa 1/3 des Buches fehlt. So hört es praktisch da auf, wo die Story so richtig beginnt und viele lose Enden werden nicht aufgegriffen. Daher muss ich einen Stern abziehen. Schade, aber wer intelligente und originelle Bücher mag, sollte sich davon nicht abschrecken lassen!
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Von Felix Richter TOP 500 REZENSENT am 5. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Selten habe ich bei einer Rezension so viele Anläufe genommen wie diesmal. So viel Respekt habe ich vor dieser kauzigen Hommage an die wahren Helden der Arbeit, die fernab vom Rampen- und Sonnenlicht den Geldkreislauf der US of A am Rotieren halten, indem sie Stapel um Stapel von Steuererklärungen durcharbeiten, auf der Suche nach prüfenswerten Sündern, im permanenten Kampf um die nötige Konzentration und gegen die allesumfassende, allesdurchdringende, allesbetäubende Langeweile ihres Arbeitstages.

In neunundvierzig beinahe eigenständigen (und teilweise auch schon vorher veröffentlichten) Episoden erfahren wir, wie in aller Welt man so einen Job anstreben und ihn anschließend sogar noch erdulden kann. Wir befinden uns Mitte der 80er Jahre; der IRS (Internal Revenue Service) von Peoria, IL ist die Bühne, und eine Handvoll Neuzugänge sind die Hauptdarsteller, einer davon David Foster Wallace selbst, hinfort DFW genannt. Es ist ein Häuflein von Underdogs, deren seelische Besonderheiten Thema ausführlicher, teilweise sehr schmerzhaft zu lesender Betrachtungen und Rückblenden sind, und die im IRS eine Mischung aus Refugium und Berufung gefunden haben, mal mehr das eine, mal mehr das andere. So wie DFW die Welt durch ihre Augen betrachtet, so gelingt das wohl nur jemandem, der selbst von Ängsten besessen und gleichzeitig mit einer unglaublich scharfen Beobachtungsgabe gesegnet ist, und dazu noch mit einer schriftstellerische Bandbreite wie nur wenige seiner Zunft.
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