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am 3. Dezember 2008
Kristine von Soden, bekannt als Autorin kulturhistorischer Features und Reisereportagen, ist den Spuren von Malern, Schriftstellern, Schauspielern und Verlegern von den 20er bis zu den 60er Jahren gefolgt.
Erschienen ist das kleine gebundene Büchlein mit dem blauen Leinenrücken in der Serie Blue Notes der Edition Ebersbach. Blue Notes gehört zu den Buchreihen, die man sich am liebsten einmal komplett bestellen möchte, so ansprechend sind die Themen und die Ausstattung. Ähnlich wie die Blue Notes im Jazz widmen sie sich den eher schrägen und spannenden Zwischentönen der Literatur: Reportagen und Novellen, Briefwechsel, Biografien, Kochbücher. Hier jetzt flaniert die Avantgarde vergangener Zeiten im Inselparadies Sylt vorbei.
Anschaulich und beredt berichtet die Autorin von dem bunten Treiben "auf der wilden Windsbraut", die umarmt von den rauen Wogen der Nordsee vor der friesischen Küste liegt. Sie erzählt die Geschichte der Entdeckung dieser faszinierenden Insel im Ypsilon-Format, das immer mehr zum I-Format wird, berichtet von der Zeit während des Dritten Reiches, und auch, wo heute die Kunst auf Sylt Fuß fasst.
Die Essays basieren auf umfangreichen Recherchen, welche die Autorin auf Sylt und in den Archiven von etwa Max Frisch, dem Deutschen Literaturfond oder Privatbesitz unternommen hat. Sie enthalten zahlreiche Originalzitate der Künstler und Auszüge aus Veröffentlichungen, von den Illustrationen und Fotos war ja schon die Rede.
Die Quellen sind im Anhang dokumentiert und können gut als Ausgangspunkt genommen werden, möchte man sich mit dem einen oder anderen Künstler weiter beschäftigen.

Sehr gelungenes und unterhaltsames Buch über interessante Künstlerpersönlichkeiten sowie deren Urlaubsgewohnheiten, und eine spannendes Porträt einer Insel, die sogar zum Lebensgefühl einer Gesellschaftsschicht avancierte. Es stimmt gut ein auf die Epoche und den Zeitgeist der Kunstszene in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Deutschland. Es war die Zeit, bevor die Massen sich aufmachten nach Rimini oder Mallorca.
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am 30. Januar 2010
Warum Kampen das wurde, was Kampen heute ist erklärt eigentlich, neben dem Untertitel "wo die Avantgarde baden ging" schon das ganze Buch und die Geschichte Sylts (oder, besser gesagt: Kampens). Denn "Sylt" kommt eigentlich nur am Rande vor. Gelegentlicher Schwenk nach Westerland, dem ungeliebten "großen Bruder", oder nach Rantum, der "kleinen Schwester". Aber eigentlich dreht sich in den Schilderungen alles um Kampen, denn dort! ging "die Avantgarde" baden. Und, wenn man es ganz genau nimmt, dreht es sich noch nicht einmal wirklich um Kampen. Im Mittelpunkt stehen die Künstler und Kunstbegeisterten, die jedes Jahr auf "ihre Insel" kamen. Es begann schon Ende des 19. Jh. und dauerte bis Anfang der 70er. Mit dem Tode der "Katze von Kampen", Valeska Gert, endete für viele die Zeit ihres Sylts, ihres Kampens. Die Zeit der Künstler auf Sylt. Heute lebt Sylt vor allem von dieser Vergangenheit. Und dieses Buch macht genau das so verständlich.
Kleiner Wehrmutstropfen: es wäre schön gesen, wenn die zahlreichen Fotos aus dieser Zeit mit einem erklärenden Text versehen worden wären. Aber vielleicht lässt sich das ja in den folgenden Auflagen noch mit einflechten.
Für alle, die hinter die heutige Kulisse Sylts schauen wollen, die sich "wundern", warum gerade Kampen diesen ungeheuerlichen Ruf geniest, für all' diejenigen ist dieses Buch unverzichtbar.
Am besten setzt man sich in die Kupferkanne oder ans Rote Kliff, schmökert in dem Buch und lässt die Zeit Revue passieren.
Mein absoluter Tip für den nächsten Sylturlaub.
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