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Zum Klagen hatt' ich nie Talent Gebundene Ausgabe – Januar 2001

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Vorsatz bestand schon seit seiner Rückkehr aus der Emigration, als seine Verlagstätigkeit endgültig beendet war: "Wenn ich alle meine Verpflichtungen und Funktionen los bin, schreibe ich meine Lebensgeschichte", erzählte Wieland Herzfelde oft. Das Material dazu häufte sich auf der großen geschnitzten Truhe im Archivzimmer seiner Wohnung. ihm fielen täglich neue Titel für dieses Buch ein, so daß ich ihm vorschlug , "Meine gesammelten Titel" herauszugeben.

Eines Tages, da war er schon im 79. Lebensjahr, begann er endlich mit dem Diktat, mußte aber einsehen, daß er das Thema nicht mehr bewältigte. Er kam über den kleinen Jungen im blauen Samtanzug mit den Perlmuttknöpfen nicht hinaus. Aber nicht sein Gedächtnis ließ ihn im Stich, er konnte seine Erinnerungen nicht mehr formulieren. Es war für uns beide eine Qual, er mühte sich vergebens, seine Gedanken zu Papier zu bringen. Nach vier Wochen, in denen unzählige Blätter zerrissen und Sätze verworfen worden waren, sah er resigniert zu: "Es ist zu spät, ich habe zu lange gewartet". Den Titel, den er für sein Buch gedacht hatte, schenkte er dem Filmemacher Ullrich Kasten, der ihn für seinen Film zum 80. Geburtstag Wieland Herzfeldes verwendete:
Malik, meine Liebe.

Von dieser Zeit an begann ich, natürlich viel zu spät, vor allem ohne Herzfeldes Wissen, alles aufzuschreiben, was er seinen Gästen erzählte. Er sprach ja gern über seine Vergangenheit und die MALIKzeit, und wenn er über Erlebnisse sprach, die mir neu waren, schrieb ich sie sofort im Nebenzimmer in die Maschine, mit seinen Worten. Im Laufe der Zeit ergab das, chronologisch geordnet, auch seinen "Lebenslauf". Wenn man ihm glauben durfte, war sein ganzes Leben eine Aneinanderreihung von heiteren Episoden. Er hatte das Talent, selbst bedrohlichen Situationen noch eine heitere Seite abzugewinnen. "Nicht klagen", mahnte er auch andere, wenn sie von unerfreulichen Erlebnissen sprachen.

Als er 89 Jahre alt war und Fantasie und Wirklichkeit ihm immer öfter durcheinander gerieten, kam er in ein Seniorenheim. Die Besucher wurden seltener, seine körperlichen Kräfte ließen nach und die Verbindung zur Außenwelt war nur noch mit dem Rollstuhl und mir möglich. In dieser Zeit las ich ihm alles vor, was er geschrieben hatte, viele Male seine Gedichte, die Bücher seines Vaters Franz Held und endlich auch meine Notizen von seinen Erzählungen, nicht sicher, wie er darauf reagieren wurde. Er hörte lächelnd zu und erklärte - meine Möglichkeiten verkennend - "Du sorgst dafür, daß ich nicht vergessen werde."

Mit dem vorliegenden Büchlein habe ich versucht, anläßlich seines 100. Geburtstages die Erinnerung an Wieland Herzfelde wachzuhalten.

Auf eine Grafik, die die Weissenseer Malerin Linde Bischof von ihm anfertigte, schrieb er:

Mein Herz ist ein weites Feld,
auf dem wachsen viele Blumen.

Elisabeth Trepte
Berlin, im Februar 1996

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Format: Gebundene Ausgabe
Wieland Herzfelde, der Verleger des legendären Malik-Verlags, war zwar der Verfasser mehrerer Bücher, doch seine eigenen Lebenserinnerungen brachte er nicht zu Papier. Im hohen Alter begann er zwar mit dem Diktat, doch verließen ihn seine Erinnerungen in einem Maße, daß er das Vorhaben aufgeben mußte. Elisabeth Trepte jedoch schrieb die Episoden, Anekdoten und Erinnerungen auf, die Herzfelde gelegentlich seinen Besuchern zum Besten gab. Die vorliegende Sammlung „Zum Klagen hatt' ich nie Talent" faßt diese Aufzeichnungen zusammen; chronologisch angeordnet ergeben sie, so die Herausgeberin, den Lebenslauf des Verlegers. Unter den wiedergegebenen Episoden des (im übrigen schön gestalteten und einseitig bedruckte Seiten enthaltenden) Bandes betreffen viele über Herzfeldes frühe Jugend, danach - für den Verlagshistoriker besonders interessant - die Arbeit im Malik-Verlag und die Zeit im Exil in Amerika. Auch allgemeines über Kunst und Literatur und vereinzelte Gedanken über den Sozialismus kann man finden. Ein Nachwort von Heinz Knobloch sowie ein Angang mit einer Veröffentlichungsliste etc. ergänzen den Band. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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