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Echter Horror ohne Blutbäder - unmöglich? Da muss erst ein schwedischer Regisseur kommen und mit für Hollywood-Verhältnisse winzigem Budget sowie einem Hauptdarsteller, der beinahe die gesamte Laufzeit in einem Hotelzimmer bestreitet, den Gegenbeweis antreten. Das Resultat: bravourös gelungen.
Zugegeben liest sich die Inhaltsangabe, zudem noch nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, recht unspektakulär: Mike Enslin, Autor von Haunted Hotel-Führern, checkt im Dolphin-Hotel ins ominöse titelgebende Zimmer ein und erlebt die furchteinflößendste Stunde seines Lebens. Statt Gruselschloss oder -hotel (siehe SHINING) zur Abwechslung mal ein verfluchter Raum. Ein Schriftsteller in Nöten - bereits in MISERY kongenial abgehakt. Was spricht also dafür, sich nach überwiegend durchwachsenen King-Verfilmungen eine weitere anzutun?

1. John Cusack: als langjähriger Fan des sympathischen Mimen, der sich von Teeniekomödien (DER VOLLTREFFER) über bessere Statistenrollen (CON AIR) zum Leading Man (bisheriger Höhepunkt: GROSSE POINTE BLANK) gesteigert hat, gehört die mit ZIMMER 1408 abgelieferte Überdosis Cusack für mich zu seinen eindrucksvollsten Arbeiten. Wo weniger talentierte Akteure angesichts unsichtbaren Schreckens leicht ins Grimassieren kommen und überagieren würden, durchlebt Cusack eine mimische Tour de force. Allein diese Performance ist das Eintrittsgeld wert.
2. Samuel L. Jackson: trotz der gefühlten Screentime von vielleicht 15 Minuten liefert Mr. Cool in der würdevollen und wichtigen Rolle des Hotelmanagers ein weiteres seiner mittlerweile unzähligen Kabinettstückchen ab, als er Enslin alias Cusack mit allen Mitteln vom Check-in abzuhalten versucht.
3. Kamera (Benoit Delhomme): selten wurde das eingeschränkte und vor allem beengte Setting eines Zimmers einfallsreicher und effektiver bebildert. Hinzu kommt, dass der Zuschauer mehr als einmal durch Einstellungen, die man aus ähnlichen Genrevertretern zu kennen glaubt, in die Irre geführt und dann aus völlig unerwarteter Richtung bis ins Mark erschreckt wird.
4. Sound: im Medium der bewegten Bilder eine selbstverständliche Größe, angesichts des akustisch eher unaufgeregt vermuteten Ambientes Hotelzimmer hier jedoch unbedingt eine Erwähnung wert. Die hervorragend zur Geltung kommende Soundkulisse, die für diesen Film kreiert wurde, ist atemberaubend. Neben Standards wie unterschwelliges Herzpochen und tieffrequentes, undefinierbares Brummen lässt das Publikum besonders eine Szene am eigenen Hörvermögen zweifeln, und zwar wenn Cusack einen gut zweiminütigen Hörsturz erleidet. Intensiver kann man nicht ins Geschehen einbezogen werden!

Spezialeffekte spielen bis auf den ersten (sic!) Showdown eine untergeordnete Rolle. Blut fließt gerade soviel wie nötig. Dennoch wird auch der abgebrühteste Horrorgourmet ein ums andere Mal heftig zusammenfahren. Und die Schlusseinstellung, garniert mit einem vielsagenden Blick John Cusacks, entlässt einen mit garantierter Gänsehaut aus der Düsternis des Dolphin-Hotel und sorgt bei manchem für kurzfristige Umdisponierung des anstehenden Hotelaufenthalts in einen vermeintlich ungefährlicheren Campingurlaub...
11 Kommentar| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2008
Nach dem Tod seiner Tochter stürzt der Autor Mike Enslin (John Cusack) in eine schwere Lebenskrise, die er mit Arbeit zu überwinden versucht. So reist er herum, auf der Suche nach Hotels in denen es spuken soll. Deren Geschichten und Erlebnisse dort er in einem Roman zusammenfassen will. Eines Tages erhält Mike eine Postkarte des Dolphin Hotels in New York. Auf der Rückseite der Karte steht nur ein Satz: "Betreten Sie nicht Zimmer 1408". Natürlich macht Mike Enslin genau das, was er nicht machen sollte und will im Dolphin das besagte Zimmer mieten. Auch der Hotelmanager des Dolphins (Samuel L. Jackson), der ihn von 56 Gästen berichtet, die in diesem Hotelzimmer unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen, kann ihn nicht davon abhalten, eine Nacht in diesem Zimmer zu verbringen...

Alle paar Jahre ist es soweit, irgendein Regisseur greift sich eine (Kurz-)Geschichte des Bestseller-Autors Stephen King und setzt diese filmisch um. Waren die frühen Verfilmungen der King-Romane meistens enttäuschend (Ausnahmen sind dabei natürlich, bspw. "Shining" oder "Misery") oder sehr billig gemacht. So hat sich doch in den letzten Jahren eine kleine Wandlung bei den Verfilmungen der Romane von Stephen King vollzogen. Die Qualität der Filme ist definitiv in allen Belangen gestiegen. Die Storys sind für den Film ausgereift und spannend umgesetzt. Die Atmosphäre ist dabei meist bedrückend und super inszeniert (wie bspw. in "Der Nebel" oder auch "Zimmer 1408") und zudem auch mit grandiosen Darstellern besetzt ("The Green Mile" oder "Die Verurteilten". Somit kann man inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung haben, wenn mal wieder eine King-Verfilmung, denn Weg in die Kinos findet. So auch bei "Zimmer 1408", dass auf einer Kurzgeschichte des Horror-Autors basiert.

"Zimmer 1408" entpuppt sich schnell als ein amtosphärisch dichter Horror-Thriller, der mit John Cusack in der Hauptrolle mit einem sehr guten Schauspieler aufwartet. Erfreulich ist dabei, dass dieser Film von seiner subtilen Spannung und den gezielt eingesetzten Effekten lebt. So entwickelt sich schnell eine sehr angenehme Gänsehaut. Dieser überwiegende psychologische Grusel ist dabei das nonplusultra für einen gelungenen Film, denn nichts ist packender, als wenn sich der Horror im Kopf des Zuschauers abspielt.

Der Regisseur Mikael Häfström setzt dabei auf die Elemente, die schon andere King-Verfilmungen haben erfolgreich abschneiden lassen. Ebenso, wie in "Shining" oder "Misery", wird auch hier auf einen räumlich begrenzten Schauplatz gesetzt und einen Protagonisten der in einer solch klausotopischen Umgebung rasant an seine psychologischen Grenzen stößt. Ergänzt durch den Einsatz simpler Mittel, wie zum Beispiel einen Telefonanruf, der die Ausweglosigkeit aus diesem Zimmer noch einmal gekonnt suggeriert. So mag sich schnell die Frage auftun: Ist Zimmer 1408 wirklich so böse, oder wird Mike Enslin nur wahnsinnig? Dank der starken Leistung von John Cusack, eine Frage die bis zum Schluss offen bleibt. Der Schlussakkord liefert anschließend noch einmal Gänsehaut pur. Stark!
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Echter Horror ohne Blutbäder - unmöglich? Da muss erst ein schwedischer Regisseur kommen und mit für Hollywood-Verhältnisse winzigem Budget sowie einem Hauptdarsteller, der beinahe die gesamte Laufzeit in einem Hotelzimmer bestreitet, den Gegenbeweis antreten. Das Resultat: bravourös gelungen.
Zugegeben liest sich die Inhaltsangabe, zudem noch nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, recht unspektakulär: Mike Enslin, Autor von Haunted Hotel-Führern, checkt im Dolphin-Hotel ins ominöse titelgebende Zimmer ein und erlebt die furchteinflößendste Stunde seines Lebens. Statt Gruselschloss oder -hotel (siehe SHINING) zur Abwechslung mal ein verfluchter Raum. Ein Schriftsteller in Nöten - bereits in MISERY kongenial abgehakt. Was spricht also dafür, sich nach überwiegend durchwachsenen King-Verfilmungen eine weitere anzutun?

1. John Cusack: als langjähriger Fan des sympathischen Mimen, der sich von Teeniekomödien (DER VOLLTREFFER) über bessere Statistenrollen (CON AIR) zum Leading Man (bisheriger Höhepunkt: GROSSE POINTE BLANK) gesteigert hat, gehört die mit ZIMMER 1408 abgelieferte Überdosis Cusack für mich zu seinen eindrucksvollsten Arbeiten. Wo weniger talentierte Akteure angesichts unsichtbaren Schreckens leicht ins Grimassieren kommen und überagieren würden, durchlebt Cusack eine mimische Tour de force. Allein diese Performance ist das Eintrittsgeld wert.
2. Samuel L. Jackson: trotz der gefühlten Screentime von vielleicht 15 Minuten liefert Mr. Cool in der würdevollen und wichtigen Rolle des Hotelmanagers ein weiteres seiner mittlerweile unzähligen Kabinettstückchen ab, als er Enslin alias Cusack mit allen Mitteln vom Check-in abzuhalten versucht.
3. Kamera (Benoit Delhomme): selten wurde das eingeschränkte und vor allem beengte Setting eines Zimmers einfallsreicher und effektiver bebildert. Hinzu kommt, dass der Zuschauer mehr als einmal durch Einstellungen, die man aus ähnlichen Genrevertretern zu kennen glaubt, in die Irre geführt und dann aus völlig unerwarteter Richtung bis ins Mark erschreckt wird.
4. Sound: im Medium der bewegten Bilder eine selbstverständliche Größe, angesichts des akustisch eher unaufgeregt vermuteten Ambientes Hotelzimmer hier jedoch unbedingt eine Erwähnung wert. Die hervorragend zur Geltung kommende Soundkulisse, die für diesen Film kreiert wurde, ist atemberaubend. Neben Standards wie unterschwelliges Herzpochen und tieffrequentes, undefinierbares Brummen lässt das Publikum besonders eine Szene am eigenen Hörvermögen zweifeln, und zwar wenn Cusack einen gut zweiminütigen Hörsturz erleidet. Intensiver kann man nicht ins Geschehen einbezogen werden!

Spezialeffekte spielen bis auf den ersten (sic!) Showdown eine untergeordnete Rolle. Blut fließt gerade soviel wie nötig. Dennoch wird auch der abgebrühteste Horrorgourmet ein ums andere Mal heftig zusammenfahren. Und die Schlusseinstellung, garniert mit einem vielsagenden Blick John Cusacks, entlässt einen mit garantierter Gänsehaut aus der Düsternis des Dolphin-Hotel und sorgt bei manchem für kurzfristige Umdisponierung des anstehenden Hotelaufenthalts in einen vermeintlich ungefährlicheren Campingurlaub...
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am 2. Dezember 2016
Immer einen Tag dorthin 108 ein sehr spannender Gruselfilm und immer wieder kommen gruselige Sachen schade nur wie das Ende war das war nicht so schön aber abzusehen kann ich aber trotzdem empfehlen habe ich ausgeliehen bei Amazon Prime.
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am 11. Juni 2012
Unterschiede Buch/Film
Während das Buch direkt im Dolphin Hotel beginnt, hat der Film noch eine kleine Vorgeschichte, bei der Mike ein anderes Hotel besucht, auf einer Lesung mehr über seinen Job und Sichtweisen erzählt und wie er sich die jeweiligen Hotels, Häuser und Friedhöfe aussucht. Zwar ist dies sehr gut dargestellt und ich hatte einen guten Einblick in seine Arbeit, allerdings hab ich diese Szenen im Film nicht sonderlich vermisst. Dennoch ist man bei beiden Varianten schnell mitten im Geschehen.
Die Enden sind grundsätzlich verschieden, was ich ebenfalls nicht als schlecht empfunden habe, da ich mit beiden Varianten sehr gut leben kann. Allerdings gibt es beim Film gleich zwei Enden, denn im Director's Cut findet man noch ein alternatives Ende, was es ebenfalls in sich hat, jedoch gefällt mir das Ende der "normalen" DVD besser, da es dramatischer ist.
Was mir sehr gut gefallen hat: Die Dialoge zwischen Mr. Olin und Mike sind zum Großteil wortwörtlich aus dem Buch übernommen worden. Sowas finde ich persönlich immer sehr gut, vor allem, weil die Dialoge im Buch unglaublich gelungen sind und ich immer wieder eine Gänsehaut bekam.
Das Hotelzimmer, bzw. das Hotel allgemein wurde im Film genau so umgesetzt, wie es im Buch beschrieben wurde: Altmodisch, spärlich möbliert, aber immer mit einem gewissen Charme. Die spätere Veränderung in Zimmer 1408 wird ebenfalls gut umgesetzt. Zwar waren einige Spezialeffekte nicht nötig, aber dennoch durchaus sehenswert. Die Gruselmomente sind gut umgesetzt worden und die Spannung war nahezu unerträglich.

Schauspielerische Leistung
Eine Meisterleistung!
John Cusack spielt die Rolle von Mike Enslin geradezu perfekt. Er schafft es, die Furchtlosigkeit, Entschlossenheit und Sprachlosigkeit, die seine Rolle ausstrahlt, perfekt auf die Leinwand zu übertragen. Mimik und Gestik sind ebenfalls der jeweiligen Situation angepasst und man muss einfach mit ihm mitfiebern und ihm die Rolle abkaufen. Ebenfalls perfekt sind die Dialoge zwischen John Cusack und Samuel L. Jackson. Die Mischung aus triefendem Sarkasmus, Respekt und Entschlossenheit wird von beiden Akteuren sehr gut dargestellt und es war eine wahre Freude, diesen beiden großartigen Schauspielern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Für beide Rollen hätte ich mir keine besseren Schauspieler wünschen können.
Oftmals fällt mir in Horrorfilmen auf, dass viel zu wenig auf die Mimik geachtet wird und man beim Schrei z.B. viel mehr auf die Kraft setzt als darauf, wie es letztendlich auf der Leinwand aussieht. Bei "Zimmer 1408" muss man jedoch sagen, dass die Mimik bei keiner einzigen Szene zu kritisieren ist. John Cusack ist allein für die Darstellung der Angst und der Verwirrung anbetungswürdig.

Soundtrack
Da gibt es nur einen instrumentalen Soundtrack, der von Gabriel Yared komponiert wurde. Gabriel Yared und "Zimmer 1408" passt zusammen wie die Faust aufs Auge. Jede Szene und jeder Schauplatz haben den perfekten Song erhalten, in der man die Dramatik und die Angst quasi spüren kann. Den Komponisten kennt man bereits durch seine Songs aus Filmen wie "Stadt der Engel", "Der talentierte Mr. Ripley" und "Der englische Patient".

Fazit
"Zimmer 1408" ist eine grandiose Literaturverfilmung, die mich schockieren und begeistern konnte. John Cusack bringt als Mime alles mit, was man sich bei einem Horrorfilm wünschen kann und hat mir 100 gruselige Minuten beschert. Dieser Film beweist, dass die Verfilmung manchmal tatsächlich besser als das Buch sein kann. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich mal wieder schocken und gruseln wollen.
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am 27. September 2013
Zum Film selbst möchte ich nur schreiben, dass er mir sehr gut gefallen hat.

Aufmachung:
Die Collector's Edition Blu Ray besitzt eine nicht ablösbare FSK 16 Kennzeichnung. Auf der Innenseite des Covers ist ein sehr stimmiges Bild zu sehen (kein Wendecover). So hat man auch beim Öffnen der Blu Ray etwas zu sehen und nicht wie üblich, den standardweißen Hintergrund. Es sind keine weiteren Materialien beigelegt.

Inhalt:
Die Collector's Edition kommt mit zwei Filmversionen daher, welche sich vor allem durch ihre unterschiedlichen Enden auszeichnen. So lohnt es sich wirklich einmal beide Versionen einer Blu Ray anzuschauen. Toll!
Die Extras gehen nicht über den Standard hinaus. Audiokommentare zu Film und entfallenen Szenen, Eindrücke der Premierevorführung, Trailer, usw. Unter dem Extra "Die Geheimnisse von 1408" hatte ich mir schon ein bisschen mehr erwartet. Insgesamt aber ok.

Der Griff zur Collector's Edition ist bei einem Preis von 9-12€ durchaus zu empfehlen. Mehr sollte man aber nicht bezahlen. Die Bildqualität ist spitze. Der Film ist mehr als der Trailer verspricht. 4 Sterne
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TOP 1000 REZENSENTam 21. September 2009
Zimmer 1408 - die Quersumme ergibt, wie auch die so mancher anderer in diesem Film genannten Zahl, 13. Und 13 ist gar nicht gut ...

Schriftsteller Mike Enslin (John Cusack) ist nach dem Tod seiner kleinen Tochter Katie ein verbitterter Mann geworden, der sich von seiner Frau getrennt hat und nun darauf spezialisiert ist, 08/15-Reiseführer über Orte zu schreiben, an denen es angeblich spukt. Er selbst allerdings glaubt kein bißchen an das Übernatürliche, zumal er mit dem Tode seiner Tochter auch den Glauben an Gott und den Sinn des Lebens verloren hat. Bei der Recherche zu einem neuen Buch checkt sich Enslin im New Yorker Dolphin-Hotel ein, in dessen Zimmer 1408 es seit Bestehen des Etablissements zu mehr als fünfzig mysteriösen Todesfällen gekommen ist. Trotz aller Bemühungen des Hotelmanagers (Samuel L. Jackson) besteht der Schriftsteller hartnäckig darauf, eine Nacht in dem Zimmer zu verbringen, in dem kein Gast länger als eine Stunde überlebt hat. Anfangs noch ganz in seinem zynischen Skeptizismus geborgen, muß Enslin jedoch schon nach wenigen Minuten in dem Hotelzimmer feststellen, daß dieser Raum wirklich von Mächten des Bösen heimgesucht wird - und daß er ihn nicht mehr einfach so verlassen kann.

Der 2007 erschienene Gruselfilm des schwedischen Regisseurs Mikael Hafström basiert auf einer Kurzgeschichte Stephen Kings, der ja schon einmal ein Hotel zum Schauplatz eines Alptraums werden ließ. An Kubricks "The Shining" reicht dieser Film zwar in keiner Weise heran, doch insgesamt kann ich sagen, daß ich "Zimmer 1408" durchaus beklemmend fand.

Es sind die vielen Kleinigkeiten, die - ganz im alten Stile handwerklich solider Gruselklassiker dargestellt - sich nach und nach zu einer Atmosphäre des Schreckens verdichten, wie z.B. Visionen von früheren Gästen, das Auftauchen von Geistern aus Enslins Vergangenheit oder das Zufallen einer Tür und merkwürdige, sich verändernde Bilder an der Wand. Besonders die Verschmelzung verschiedener Realitäten, die zur Unmöglichkeit, den Raum zu verlassen, führt, erschafft ein Gefühl der alptraumhaften Hilflosigkeit im Zuschauer. Allerdings - und damit möchte ich den abgezogenen Stern rechtfertigen - passiert nach den ersten Andeutungen zu rasch zu viel, so daß eher sich ein Gefühl des Stresses denn des wahren Grusels beim Zuschauer einstellt. Grusel aus der Stille, der Bewegungslosigkeit heraus, wie er etwa in den besten Geschichten Maupassants spürbar wird, gibt es in diesem Film nicht, bzw. nur ganz kurz zu Anfang. Oder, um im Filmressort zu bleiben: Das Hotel in "Barton Fink" mit den engen, dunklen Gängen, dem unterirdisch lebenden Pagen und den abblätternden Tapeten fand ich wesentlich gruseliger.

Die bizarre Achterbahnfahrt, auf die uns Hafström schickt, ist indes auch nicht zu verachten, zumal er ohne billige Splattereffekte auskommt, die wir aus "The Hills Have Eyes" kennen und die eher Ekel als Grusel hervorrufen. Auch finde ich es gut, daß wir eigentlich an keiner Stelle des Films erfahren, warum das Zimmer so mies ist, d.h. das Unheimliche wird nicht durch Pseudo-Erklärungen in den Alltag zurückgeholt, sondern bleibt unaufgelöst und damit potentiell nicht verhinderbar im Raum stehen.

Zusammengefaßt: "Zimmer 1408" versucht, die gute alte Tradition des atmosphärischen Gruselfilms wiederaufleben zu lassen, kann aber nicht ganz an die Vorbilder des Genres (siehe etwa meinen Senf zu "Burnt Offerings") heranreichen.
88 Kommentare| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ich weiß gar nicht, wie viele Filme es gibt, die auf Romanen oder Kurzgeschichten von Stephen King basieren - aber es dürften sehr, sehr viele sein. Längst nicht alle davon sind gut, da ist eine ganze Menge Schrott dabei. Zimmer 1408, der 2007 unter der Regie des Schweden Mikael Håfström enstand, ist nicht nur ein jüngerer Vertreter der King-Verfilmungen, sondern ganz klar auch einer der besseren.
Es geht um den nicht allzu erfolgreichen Autor Mike Enslin (John Cusack), der durch die USA reist, um "Spuk-Hotels" zu testen. Soll heißen: Er übernachtet in Hotels, in denen womöglich Leute umgebracht wurden und in denen angeblich Geister ihr Unwesen treiben. Natürlich hat es bisher nie wirklich irgendwo gespukt, aber Enslin schreibt über die Gruselatmosphäre der Hotels und gibt Bewertungen dafür ab. Mittlerweile hat sich da bei ihm ein gewisser Sarkasmus eingeschlichen, da es ihn eigentlich nie wirklich gruselt. Eines Tages wird er auf das Dolphin Hotel in New York aufmerksam. Dort sollen in Zimmer 1408 schon 56 Menschen ums Leben gekommen sein - und kein Gast soll länger als eine Stunde in dem Zimmer überlebt haben. Enslin will also seinen ganz normalen Job machen und eine Nacht in dem Zimmer verbringen, doch der Hotelchef Gerald Olin (Samuel L. Jackson) will Enslin das ausreden. Erst denkt Ensiln, das sei nur eine Masche, um das Zimmer noch mysteriöser wirken zu lassen, doch Olin meint es wirklich ernst. Das Zimmer ist komplett für Gäste gesperrt, selbst das Hotelpersonal verbringt so wenig Zeit wie möglich darin. Ensiln schießt die Warnungen in den Wind und bezieht Quartier in Zimmer 1408. Auf den ersten Blick ist es nur ein ganz gewöhnliches Hotelzimmer. Doch schon nach kurzer Zeit geschehen seltsame Dinge in dem Raum. Und im weiteren Verlauf wird Enslin klar, warum dort keiner lange überlebt hat...

Zimmer 1408 ist aus meiner Sicht ein richtig guter Film. Alles beginnt harmlos und steigert sich Stück für Stück immer mehr in Richtung Horror, der aber nicht auf Gewalt oder pure Jumpscares setzt, sondern in erster Linie auf unheimliche Atmosphäre. Ich mag einfach diese übernatürlichen Inhalte bei Horrorfilmen, bei denen man sich als Zuschauer erst einmal fragt, was dort eigentlich vor sich geht. Leider wird so etwas oft durch eine dürftige Auflösung zerstört - bei Zimmer 1408 hingegen ist auch die Auflösung gelungen. Interessant ist zudem, dass sich der Großteil des Films wirklich nur in einem Hotelzimmer abspielt. Immer wieder geschehen mysteriöse, originelle und unvorhersehbare Ereignisse, die den Film interessant machen. Lediglich beim letzten Viertel geht Zimmer 1408 meiner Meinung nach ein bisschen die Luft aus, doch kriegsentscheidend ist das nicht. Für die Höchstpunktzahl reicht's zwar nicht, trotzdem ist Zimmer 1408 für mich einer der besten Horrorfilme der letzten zehn Jahre. Was auch daran liegt, dass in dem Zeitraum nicht besonders viele herausragende Horrorfilme erschienen sind, aber das steht auf einem anderen Blatt.
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am 18. September 2016
Es braucht absolut nicht viel Blut in einem Horror Film, damit er wirklich gut und interessant rüber kommt.

Handlung:
Es geht um einen Anfangs scheinbar erfolgloser Buchautor, der in der Vergangenheit seine Tochter an einer Krankheit verloren hat und darauf hin seine Frau verließ. Durch eine an ihn versandte Postkarte kommt er an den Hinweiß NICHT in ein Zimmer eines Hotels zu gehen. Darauf hin informiert er sich über dieses Hotel und erfährt das dort einige Morde auf seltsame Art und Weise geschehen sind. Da er ein neues Buch schreiben möchte, begibt er sich in dieses Hotel und verlangt das man ihn in diesem Zimmer wohnen lässt. Nach langer Überredungskunst darf er dort einziehen, wird aber davor ausdrücklich darauf hingewiesen das dort vieles in der Vergangenheit geschehen ist.
Nachdem einige Kleinigkeiten passieren und er nun doch ausschließen konnte das es sich hier um keinen Schwindel handelt, wie er glaubte, möchte er letztendlich doch wieder ausziehen, wird allerdings daran gehindert.... Nichts ist wie es scheint !

Ich habe den Film vor einigen Jahren zuletzt gesehen. Damals kam der Film erst rauß und ich wollte mir einfach mal meine Erinnerung wieder auffrischen. Toller Film, mit wirklich wenig Blut! Aber doch tollen Effekten! Viel Spaß beim schauen ;)
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am 11. Juni 2012
Unterschiede Buch/Film
Während das Buch direkt im Dolphin Hotel beginnt, hat der Film noch eine kleine Vorgeschichte, bei der Mike ein anderes Hotel besucht, auf einer Lesung mehr über seinen Job und Sichtweisen erzählt und wie er sich die jeweiligen Hotels, Häuser und Friedhöfe aussucht. Zwar ist dies sehr gut dargestellt und ich hatte einen guten Einblick in seine Arbeit, allerdings hab ich diese Szenen im Film nicht sonderlich vermisst. Dennoch ist man bei beiden Varianten schnell mitten im Geschehen.
Die Enden sind grundsätzlich verschieden, was ich ebenfalls nicht als schlecht empfunden habe, da ich mit beiden Varianten sehr gut leben kann. Allerdings gibt es beim Film gleich zwei Enden, denn im Director's Cut findet man noch ein alternatives Ende, was es ebenfalls in sich hat, jedoch gefällt mir das Ende der "normalen" DVD besser, da es dramatischer ist.
Was mir sehr gut gefallen hat: Die Dialoge zwischen Mr. Olin und Mike sind zum Großteil wortwörtlich aus dem Buch übernommen worden. Sowas finde ich persönlich immer sehr gut, vor allem, weil die Dialoge im Buch unglaublich gelungen sind und ich immer wieder eine Gänsehaut bekam.
Das Hotelzimmer, bzw. das Hotel allgemein wurde im Film genau so umgesetzt, wie es im Buch beschrieben wurde: Altmodisch, spärlich möbliert, aber immer mit einem gewissen Charme. Die spätere Veränderung in Zimmer 1408 wird ebenfalls gut umgesetzt. Zwar waren einige Spezialeffekte nicht nötig, aber dennoch durchaus sehenswert. Die Gruselmomente sind gut umgesetzt worden und die Spannung war nahezu unerträglich.

Schauspielerische Leistung
Eine Meisterleistung!
John Cusack spielt die Rolle von Mike Enslin geradezu perfekt. Er schafft es, die Furchtlosigkeit, Entschlossenheit und Sprachlosigkeit, die seine Rolle ausstrahlt, perfekt auf die Leinwand zu übertragen. Mimik und Gestik sind ebenfalls der jeweiligen Situation angepasst und man muss einfach mit ihm mitfiebern und ihm die Rolle abkaufen. Ebenfalls perfekt sind die Dialoge zwischen John Cusack und Samuel L. Jackson. Die Mischung aus triefendem Sarkasmus, Respekt und Entschlossenheit wird von beiden Akteuren sehr gut dargestellt und es war eine wahre Freude, diesen beiden großartigen Schauspielern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Für beide Rollen hätte ich mir keine besseren Schauspieler wünschen können.
Oftmals fällt mir in Horrorfilmen auf, dass viel zu wenig auf die Mimik geachtet wird und man beim Schrei z.B. viel mehr auf die Kraft setzt als darauf, wie es letztendlich auf der Leinwand aussieht. Bei "Zimmer 1408" muss man jedoch sagen, dass die Mimik bei keiner einzigen Szene zu kritisieren ist. John Cusack ist allein für die Darstellung der Angst und der Verwirrung anbetungswürdig.

Soundtrack
Da gibt es nur einen instrumentalen Soundtrack, der von Gabriel Yared komponiert wurde. Gabriel Yared und "Zimmer 1408" passt zusammen wie die Faust aufs Auge. Jede Szene und jeder Schauplatz haben den perfekten Song erhalten, in der man die Dramatik und die Angst quasi spüren kann. Den Komponisten kennt man bereits durch seine Songs aus Filmen wie "Stadt der Engel", "Der talentierte Mr. Ripley" und "Der englische Patient".

Fazit
"Zimmer 1408" ist eine grandiose Literaturverfilmung, die mich schockieren und begeistern konnte. John Cusack bringt als Mime alles mit, was man sich bei einem Horrorfilm wünschen kann und hat mir 100 gruselige Minuten beschert. Dieser Film beweist, dass die Verfilmung manchmal tatsächlich besser als das Buch sein kann. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich mal wieder schocken und gruseln wollen.
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