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Zerbrechliche Dinge: Geschichten und Wunder von [Neil Gaiman, Ruggero Leò, Hannes Riffel, Sara Riffel, Dietmar Schmidt]
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Zerbrechliche Dinge: Geschichten und Wunder Kindle Ausgabe

3,4 von 5 Sternen 18 Sternebewertungen

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Preis
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Kindle
9,99 €

Länge: 417 Seiten Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert PageFlip: Aktiviert

Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Kies auf der Straße der Erinnerung

Mir gefällt es, wenn das Leben wie eine Geschichte verläuft. Die Realität kommt dem allerdings nur selten nahe, von den seltsamen Ereignissen, mit denen wir immer wieder konfrontiert werden, ganz zu schweigen. Sie finden keinen richtig überzeugenden Schluss. Wenn wir über merkwürdige Dinge sprechen, ist das in etwa so, als erzählten wir einen Traum: Wir können vermitteln, was in dem Traum passiert ist, aber nicht, wie der Traum möglicherweise auf unseren ganzen Tag abfärbt.

Als Kind glaubte ich, dass es Orte gebe, wo es spukt - verlassene Häuser und Orte, die mir Angst einjagten. Nach Möglichkeit mied ich sie, was zur Folge hatte, dass meine Schwestern völlig überzeugende Geschichten über merkwürdige Gestalten erzählen konnten, auf die sie in den Fenstern leerstehender Häuser einen flüchtigen Blick erhascht hatten, und ich nicht. Daran hat sich nichts geändert.

Dies ist meine Gespenstergeschichte, und was soll ich sagen - sie ist nicht überzeugend.

Ich war fünfzehn.

Wir wohnten in einem neuen Haus, das im Garten unseres alten Hauses errichtet worden war. Das alte Haus vermisste ich noch immer: Es war eine große alte Villa gewesen. Wir hatten die eine Hälfte bewohnt. Die Leute, die die andere Hälfte bewohnten, verkauften sie an einen Bauunternehmer, und so verkaufte mein Vater unsere Haushälfte ebenfalls an ihn.

Das war in Sussex, ein Ort, durch den der Nullmeridian verläuft: Ich wohnte in der östlichen Hemisphäre und ging in der westlichen Hemisphäre zur Schule.

Das alte Haus war eine Schatzkammer merkwürdiger Dinge gewesen: Brocken glitzernden Marmors und mit flüssigem Quecksilber gefüllte Glaskolben; Türen, hinter denen Backsteinmauern zum Vorschein kamen; sonderbare Spielsachen; lauter Dinge, die uralt und in Vergessenheit geraten waren.

Es heißt, in meinem eigenen Haus - einem viktorianischen Backsteingebäude mitten in Amerika - spuke es. Das habe ich mir jedenfalls sagen lassen. Es gibt nur wenige Menschen, die noch bereit sind, hier eine Nacht alleine zu verbringen. Meine Assistentin erzählte mir von den Nächten, die sie hier zugebracht hat: von der Porzellanspieluhr, die plötzlich mitten in der Nacht anfing zu spielen, und wie sie völlig überzeugt gewesen sei, dass jemand sie beobachtete. Andere Leute brachten ähnliche Beschwerden vor, nachdem sie alleine in meinem Haus geschlafen hatten.

Mir ist hier noch nie etwas widerfahren, das mich beunruhigt hätte, aber ich habe hier auch noch nie eine Nacht allein verbracht. Und ich bin nicht sicher, ob ich das wirklich will.

»Wenn ich hier bin, begegnen mir keine Gespenster«, sagte ich einmal, als ich gefragt wurde, ob es in meinem Haus spuke.

»Vielleicht bist du es, der darin spukt«, gab jemand zu bedenken, aber das bezweifle ich ehrlich gesagt. Wenn wir denn hier ein Gespenst haben, dann ist es ein furchtsames Geschöpf, das größere Angst vor uns hat als wir vor ihm.

Aber ich wollte von unserem alten Haus erzählen, das verkauft und abgerissen wurde (ich konnte es damals nicht ertragen, es leerstehen zu sehen, aber ebenso wenig konnte ich es ertragen zuzuschauen, wie es zerstört und einplaniert wurde: Mein Herz hing an diesem Haus, und selbst jetzt noch höre ich nachts, bevor ich einschlafe, den Wind durch die Eberesche seufzen, die vor fünfundzwanzig Jahren vor meinem Kinderzimmerfenster stand). Und so zogen wir in das neue Haus, das, wie gesagt, im Garten unseres alten Hauses gebaut worden war, und einige Jahre vergingen.

Damals lag das Haus auf halbem Weg eine gewundene Kiesstraße hinunter, von Feldern und Bäumen umgeben mitten im Nirgendwo. Würde ich jetzt dorthin zurückkehren, so wäre die Kiesstraße bestimmt gepflastert, und wo sich früher Felder erstreckten, befände sich wohl eine endlose Wohnsiedlung. Aber ich werde nicht dorthin zurückkehren.

Ich war fünfzehn, dünn und schlaksig, und natürlich wollte ich unbedingt cool sein. Es war ein Herbstabend.

Vor unserem Haus stand ein Laternenpfahl, der aufgestellt worden war, als das Haus gebaut wurde, und er war in dieser lampenlosen ländlichen Gegend ebenso fehl am Platz wie der Laternenpfahl in den Narnia-Geschichten. Es war eine Natriumlampe, die gelb leuchtete und alle anderen Farben verblassen ließ - alle außer Gelb und Schwarz.

Eigentlich war sie nicht meine Freundin (meine Freundin wohnte in Croydon, wo ich zur Schule ging, eine grauäugige Blondine von unvorstellbarer Schönheit, die, wie sie mir gegenüber oft klagte, etwas durcheinander war und nicht recht verstehen konnte, warum sie ausgerechnet mit mir ging), aber ich war mit ihr befreundet, und sie wohnte nur zehn Minuten zu Fuß von mir entfernt, auf der anderen Seite der Felder im älteren Teil des Ortes.

Ich wollte zu ihr hinüberlaufen, um Schallplatten anzuhören, rumzusitzen und zu quatschen.

Ich trat aus dem Haus, rannte die mit Gras bewachsene Böschung hinunter zur Auffahrt und blieb wie angewurzelt vor einer Frau stehen, die unter der Straßenlaterne stand und zu dem Haus hinaufstarrte.

Sie war angezogen wie eine Zigeunerkönigin in einem Bühnenstück oder wie eine maurische Prinzessin. Sie sah gut aus, ohne jedoch schön zu sein. In meiner Erinnerung war sie farblos, bis auf die allgegenwärtigen schwarzgelben Schattierungen.

Völlig überrascht darüber, jemandem gegenüberzustehen, wo ich niemanden erwartet hatte, sagte ich: »Hallo.«

Die Frau sagte nichts. Sie sah mich an.

»Suchen Sie irgendjemanden? «, fragte ich, oder etwas in der Art, und wieder sagte sie nichts.

Und sie sah mich immer noch an, diese Frau, die eigentlich nicht hätte da sein dürfen, mitten im Nirgendwo, gekleidet wie einem Traum entsprungen, und noch immer sagte sie kein einziges Wort. Allerdings lächelte sie jetzt, und es war kein nettes Lächeln.

Und plötzlich hatte ich Angst: maßlose, entsetzliche Angst, wie jemand in einem Traum, und ich ging davon, die Auffahrt hinunter und um die Ecke, während mir das Herz in der Brust pochte.

Ich stand dort, außer Sichtweite des Hauses, und schaute zurück, und es stand niemand unter dem Laternenpfahl.

Bis zum Haus waren es nur fünfzig Schritte, aber ich wollte und konnte mich nicht umdrehen und zurückgehen. Ich hatte zu große Angst. Stattdessen rannte ich die dunkle, von Bäumen gesäumte Kiesstraße hinauf in den Ort und eine weitere Straße entlang zu der Straße, an der meine Freundin wohnte, und als ich dort anlangte, war ich völlig außer Atem und brachte kein Wort heraus, ganz so, als seien alle Höllenhunde hinter mir her gewesen.

Ich erzählte ihr, was ich erlebt hatte, und wir riefen bei meinen Eltern an, die mir erklärten, es stünde da niemand unter dem Laternenpfahl, und einigermaßen widerstrebend sagten sie ja, sie würden mich mit dem Auto abholen, damit ich an dem Abend nicht nach Hause laufen musste.

Und mehr ist nicht dran an meiner Geschichte. Ich wünschte, es wäre anders: Ich wünschte, ich könnte euch von dem Zigeunerlager erzählen, das vor zweihundert Jahren an ebendieser Stelle niedergebrannt worden war - oder irgendetwas anderes, das diese Geschichte zu einem überzeugenderen Abschluss bringen könnte, irgendetwas, sodass es eine richtige Geschichte wäre -, aber ein solches Lager gab es nicht.

Und so habe ich auch, wie für die anderen seltsamen Ereignisse meiner Welt, für dieses Vorkommnis keine Erklärung. Es ist keine Geschichte mit einem runden Schluss.

Und in meiner Erinnerung bleiben mir nur ihr gelbschwarzes Lächeln und eine Ahnung der Furcht, die ich empfand. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Ein liegengebliebener Leihwagen auf einem einsamen Highway, ein düsteres Zirkuszelt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste in ihrer menschenfeindlichen Schönheit - egal, wohin Neil Gaiman seine Figuren führt, sie werden stets mit der Zerbrechlichkeit ihrer eigenen Welt konfrontiert - Abgründen, in denen manch Unglücklicher verloren ging.

Wo zum Beispiel bleibt die Vermisstenanzeige für die unglückliche Misses Finch, die während einer Zirkusnummer für immer verschwand? Und wer hat die Mitglieder des Clubs der Epikuräer je wieder gesehen, die sich der Suche nach noch nie gekosteten kulinarischen Genüssen verschrieben haben? Wohin ist der Junge auf der Party verschwunden, der endlich seine Angst vor Mädchen überwinden wollte?

Der Autor ist Träger sämtlicher Fantasy- Preise (Lokus-, Hugo-,World- Fantasy-Award u.a.) und Bestsellerautor der Comicserie »Sandman« und »American Gods«.

»Neil Gaiman ist schon lange ein Popstar der Fantasy.« Vanity Fair -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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