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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 8. Juli 2014
Eine minutiöse Schilderung einer Familie während des Ausnahmezustands in New Orleans während des Katrina- Sturms, der die ganze Stadt unter Wasser gesetzt hatte. Ein syrisch- stämmiger Ehemann als einer der vielen Helfer, die in der Stadt geblieben waren, den völlig unerwartet einsetzenden Rassismus und die Hysterie in der Zeit nach dem Anschlag auf die Twin Towers. Statt den Ertrinkenden zu helfen, jagen Behörden in der überfluteten Stadt vermutete Terroristen und setzen arabisch anmutende oder schwarze Mitbürger in Hochsicherheitsgefängnissen fest. Das Buch ist eine beklemmende Studie über den politischen Irrsinn in Zeiten des Ausnahmezustands und die Brüchigkeit der amerikanischen Sozialgemeinschaft. Teilweise sind mir die religiösen Reflexionen der Protagonisten etwas langatmig erschienen, auch wenn die Authentizität der Darstellung sicherlich stimmig ist. Ein packendes Buch, trotz der genannten Längen.
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TOP 500 REZENSENTam 12. Juli 2012
Inhalt:
Dave Eggers erzählt in 'Zeitoun' von einer muslimischen Familie, die im Jahre 2005 in New Orleans lebt und deren Leben durch den Hurrikan Katrina aus den Fugen gerät. Während die Ehefrau Kathy die Stadt mit ihren Kindern verlässt, hält der Familienvater Abdulrahman Zeitoun die Stellung, kümmert sich um Haus, Firma und diverse Mietshäuser, versorgt Menschen und Hunde in Not. Doch dann wird er verhaftet und ist sich eigentlich keines Verbrechens bewusst.

Mein Eindruck:
Bereits der Einstieg ins Buch ist hervorragend gelungen, der Leser erhält detaillierte Informationen über die Familie Zeitoun, ohne mit unnötigen Beschreibungen überladen zu werden, und die Protagonisten wachsen dem Leser sofort ans Herz. Zudem wird auf wenigen Seiten eine enorme Spannung aufgebaut, so dass man gar nicht anders kann, als immer weiter zu lesen. Auch sprachlich ist das Buch sehr empfehlenswert, zwar anspruchsvoll, jedoch stets flüssig lesbar.

Sehr schön und spannend fand ich auch die Beleuchtung politischer Hintergründe und der weitreichenden Folgen des Hurrikans.

Mein Resümee:
Überzeugend, erschreckend, berührend. Eine absolute Leseempfehlung!
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TOP 500 REZENSENTam 29. September 2012
Dave Eggers’ faszinierende Dokumentation der Geschehnisse nach dem verheerenden Wirbelsturm Katrina ist eine schonungslose Abrechnung mit der inkompetenten, arroganten und menschenverachtenden Vorgehensweise der staatlichen Organe im Rahmen ihrer fragwürdigen und ineffizienten Hilfsaktionen. Kaum vorstellbar, dass eine andere demokratische Regierung nichts Besseres zu tun gehabt hätte, als praktisch das Kriegsrecht auszurufen und eine Guantanamo-Kopie für tatsächliche, aber eben auch vermeintliche Plünderer zu errichten, in der ihnen jegliche Rechtsmittel verweigert werden und Misshandlungen an der Tagesordnung sind.

In dieses System gerät Abdulrahman Zeitoun, ein Amerikaner syrischer Abstammung, der als einer von ganz wenigen Einwohnern in der überfluteten Stadt ausgehalten und es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen, vom Wasser eingeschlossenen Menschen zu helfen. Sein Einsatz findet ein jähes Ende, wenn er von der Armee aufgegriffen und festgesetzt wird. Was in den folgenden drei Wochen mit ihm passiert, geht entschieden über das Vorstellungsvermögen eines von einer rechtsstaatlich geprägten Exekutive verwöhnten Mitteleuropäers hinaus und beschreibt in aufschlussreicher Weise das paranoide Verhältnis der USA zu ihren muslimischen Staatsangehörigen.

God bless America. It badly needs it.
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am 6. August 2011
Zahlreiche Leser werden sich noch des blindwütigen Hurrikans mit Namen Katrina erinnern, der 2005 ganz New Orleans zerstörte. Er brachte Chaos und Untergang für viele Bewohner dieser schönen Stadt im Süden der Vereinigten Staaten.

Unvorstellbar aber ist die Geschichte, die Dave Eggers nach einer wahren Begebenheit verfasst hat. Sie handelt von der Familie Zeitoun, die als wohlbestallte Handwerker ein ordentliches und auskömmliches Leben in der Stadt am Mississippi führte. Als sich die ersten Nachrichten über den anrollenden Hurrikan mehren, beschließt die junge Mutter Kathy mit ihren vier Kindern die Stadt zu verlassen und bei Verwandten in Phönix/ Arizona Unterkunft zu suchen. Die Familie Zeitouns ist groß, und einmal mehr lernt man den Zusammenhalt einer Großfamilie mit arabischen Wurzeln kennen. Der Familienvater selbst bleibt in der Stadt, um eigene Immobilien und den gut gehenden Malerbetrieb zu schützen. Auch kann er sich nicht vorstellen, wie groß das Unheil sein wird, das auf ihn zukommt.
Vor Jahren ist er aus Syrien nach Amerika eingewandert. Als tüchtiger, solider, und zuverlässiger Arbeiter ist er überall anerkannt. An seiner Frau Kathy hängt er in rührender Treue und bildet eine kameradschaftliche Arbeitsgemeinschaft mit ihr, die aus innerer Überzeugung zum Islamischen Glauben übergetreten ist.

In spannendem Ton und mit realistischen Bildern schildert Dave Eggers, wie es Zeitoun inzwischen ergeht, und was er in der Zeit seines Alleinseins in der Stadt erlebt.

Nachdem die Stadt total verwüstet ist, paddelt Zeitoun mit einem kleinen Kanu herum und hilft hier und da bei geschädigten Bürgern aus. Eines Tages und sehr unerwartet wird er aus seinem Haus heraus verhaftet und in ein berüchtigtes Gefangenenlager gebracht. Anfänglich noch überzeugt, dass es sich nur um einen Irrtum handeln kann, erfährt er sehr bald, dass auch Recht und Ordnung im allgemeinen Chaos untergegangen sind.

Dave Eggers hat einen packenden und wahrheitsgetreuen Bericht über die Erfahrungen Zeitouns geschrieben. Neben den eindrucksvollen Bildern der zerstörten Stadt bekommt man eine Vorstellung von der Gewalt der heranrollenden Flut- und Sturmwelle, die zuletzt fast alles mit sich reißt und unter sich begräbt. Was aber Zeitoun als Gefangener erlebt, das belegt den Zustand einer Zivilisation, in der Vorurteile und Rechtlosigkeit zuweilen ganz und gar überhand nehmen können! Unbeschreiblich ist das Leid der Familie, und unbeschreiblich ist die Ungerechtigkeit, mit der Bürger arabischer Herkunft seit den Terrorangriffen auf das WTC mit schnellen vorab Verurteilungen in die Mühlen der Justiz geraten können. Unweigerlich teilt man die Wut, Angst, Not und die Gefühle der Ohnmacht aller zu Unrecht Misshandelten.

Dave Eggers Verdienst ist es, die Schande dieser Verfolgungen aufgedeckt zu haben. Man kann den Bericht nicht aus der Hand legen, so spannend und eindringlich sind seine Schilderungen.

Im Nachtrag werden zahlreiche soziale Hilfsorganisationen aufgeführt, die sich in Amerika als Korrektiv zum allgemeinen Recht installiert haben. Rühmenswerter Weise gehen die Einnahmen aus dem Buch von Dave Eggers an eine Zeitoun Foundation, die sich dem Aufbau von New Orleans verschrieben hat und sich für die Achtung der Menschenrechte weltweit einsetzt.
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am 3. Januar 2016
...wie von Dave Eggers gewohnt.

Einmal mehr hat sich Dave Eggers einer nicht alltäglichen Geschichte angenommen, die er halb als Reportage, halb als Roman ausarbeitet. Das gelingt auch hier gut; die Figuren sind greifbar und das Geschehen, das man sonst nur im Fernsehen gesehen hat, wird sehr greifbar.

FAZIT:
Ein guter Dave Eggers mit einem besonderen Thema.
Allerdings einen Stern Abzug, weil es am Ende so aussieht, als wären die Ideen ausgegangen; der Abschluss wirkte auf mich ein wenig "abgebrochen".
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am 28. November 2013
Ein Fels in der Brandung ist Abdulrahman Zeitoun für seine Familie und seine Nachbarn, besonders als Hurrikan Katrina die Stadt heimsucht. Zeitoun glaubt, Gott habe ihn dazu bestimmt, in dieser Situation nicht nur an sich zu denken: so bleibt er in der Stadt und hilft, wo er kann. Seine Ehefrau Kathy ist ausser sich vor Sorge, als er sich eines Tages nicht mehr meldet. Zu Recht, denn die sogenannte Obrigkeit hat ihn und andere Unschuldige ohne Grund weggesperrt und als aktiver Muslim hat Zeitoun nach 9/11 per se schlechte Karten. Die Armee errichtet auf dem Gelände der Überlandbus Gesellschaft Greyhound das Greyhound-Camp, ein grausames Guantánamo. Zuerst ist Zeitoun trotz allem zuversichtlich, doch allmählich kommen ihm Zweifel, ob er hier je wieder lebend wegkommt: denn niemand weiss, wo er ist.

Die Vorgeschichte läßt sich leicht lesen, Adulrahmans Kindheit bei seiner Familie in Syrien, wie und weshalb er in die Staaten kommt und die konvertierte Kathy kennenlernt, heiratet, mit ihr eine Familie gründet und eine Fima aufbaut. Als die Flut kommt behauptet sich Zeitoun, sein Glaube hilft ihm ruhig und besonnen zu handeln. In diesem Teil des Buches herrscht Erzählcharakter vor, die Sätze sind lang, es ist beschaulich.

Anders wird es als Zeitoun in in die Fänge der Staatgewalt gerät. Die Sätze sind nun knapper, wortkarg, reportageähnlicher. Und die Willkür der jedermann jederzeit ausgeliefert ist, wenn es „der Zufall“ so will, die sinnlose Gewalt und Unmenschlichkeit ist kaum zu ertragen, widerwillig blättere ich um, jeden Tag ein Dutzend Seiten und brauche ewig für das letzte Drittel. Wie widerwärtig das ist. Und wie widerwärtig, dass es eine wahre Begebenheit ist!

Wie kann dieses Buch gewertet werden? Es ist gut geschrieben, manchmal ist es zäh, der Materie entsprechend, z.B. wenn geschildert wird, wie oft Kathy versucht ihren Mann zu erreichen und wenn sie verzweifelt ist, ist auch der Leser verzweifelt, weil der Autor es nicht erspart, jeden! Anruf zu erwähnen. Sie ruft an, es klingelt, sie ruft an ...

Berechtigt auch das Anliegen, publik zu machen, wie häufig Muslime Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt sind, sobald ein Ausnahmezustand die Gesellschaft erschüttert. Doch im ersten Teil, als Kathy konvertiert, habe ich eine gerechte Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben vermisst. Hier positioniert sich das Buch sehr einseitig.

Fazit: Eine nicht leicht zu schluckende Lektion in Sachen Willkür, Staatsmacht und Obrigkeit. Ich hoffe vage, dass Greyhound-Camp nicht überall sein könnte, aber sicher bin ich da nicht.
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am 23. Oktober 2011
Ich habe die Geschichte gern und mehr oder weniger in einem Zug gelesen - und mich doch oft über sie geärgert.

Erzählt wird die "wahre" Geschichte einer muslimischen Familie, die den Hurricane in New Orleans miterlebt. Während Frau und Kinder die Stadt noch eben rechtzeitig verlassen, bleibt Familienoberhaupt Zeitoun in der Stadt zurück und erlebt dort den Sturm und seine Folgen. Mit Spannung verfolgt man Zeithouns Ausflüge durch eien überflutete Stadt und fragt sich, ob und wie die Familie wieder zusammenfinden wird.

Eben jene Streifzüge durch eine evakuierte, überflutete Stadt machen die besten Passagen des Buches aus. Der Leser wird in eine Stadt geführt, die er sich so bisher nicht vorstellen konnte. Die Szenen sind oft grotesk und eröffnen eine völlig neue Perspektive.

Demgegebenüber stehen die vielen anderen Intentionen, die Dave Eggers mit dem Buch zu verfolgen scheint. Die Geschichte wird immer wieder als eine wahre ausgewiesen, aber nicht, um einfach eine "wahre" Geschichte zu erzählen, sondern um mit ihr zu zeigen wie falsch in New Orleans mit dem Sturm umgegangen wurde und wie falsch Amerikaner über muslimische Mitbürger denken. Deswegen gerinnen die Figuren zu Typen. Die muslimische Familie Zeitoun MUSS eine vorbildliche Familie sein, so vorbildlich, dass sie unglaubwürdig wird. Diese Vorbildlichkeit der Familie, die immer wieder vom Autor zu Vorurteilen gegenüber Menschen muslimischen Glaubens ins Verhältnis gesetzt wird, disqualifiziert die Geschichte als eine "wahre" Geschichte. Für eine "wahre" Geschichte ist der Verhältnis der Hauptfiguren zueinander, aber auch zu anderen Figuren, zu reibungslos.

Als Roman, ohne den Anspruch auf "Wahrheit" und den erhobenen Zeigefinger, hätte diese Geschichte womöglich besser funktioniert. In der vorliegenden Form kann "Zeitoun" weder als Fiktion noch als Reportage überzeugen. Vielmehr bleibt das Buch auf halber Strecke stehen und kann dadurch weder den Ansprüchen an das eine, noch den Ansprüchen an das andere Genre genügen.
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am 28. Mai 2012
Ein unglaublich berührendes und fesselndes Buch, ohne ins Kitschige abzudriften. Großartig erzählt Dave Eggers die Geschichte der Familie Zeitoun vor, während und nach dem Hurricane Katrina. Es liest sich flüssig, ist durchgehend spannend und man kann so richtig in das Buch eintauchen.
Unfassbar, was der Familie widerfahren ist ... allein deshalb lohnt es sich schon, dieses Buch zu lesen! Absolut empfehlenswert!
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am 11. Mai 2014
Ich habe es gelesen, nachdem es von Denis Scheck in seiner Sendung Druckfrisch empfohlen wurde. Es ist ein Buch, das einem zum Denken anregt, ohne mit dem Finger zu zeigen oder irgendwem die Schuld in die Schuhe zu schieben.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. September 2011
Zeitoun ist die wahre Geschichte des Muslimen Zeitoun, der in New Orleans lebt. Als Hurrikan "Katrina" die Stadt trifft, bleibt er zurück - seine Frau und seine Kinder verlassen aber die sinkende Stadt. Nach einigen Tagen wird er plötzlich grundlos verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Der eigentliche Alptraum beginnt...
Zeitoun ist gut erzählt, keine Frage. Aber der richtige Schocker ist eben, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Ist die persönliche Beschreibung der Katrina-Auswirkungen interessant, so sind doch die Wirkungen auf das Justizsystem empörend. Ohne Verfahren, ohne Anklage wurden zahlreiche Bürger für Wochen in Gefängnisse gesteckt und nicht einmal die Angehörigen wurden informiert. Ein wirklicher Skandal!
Mir hat das Buch ausserordentlich gut gefallen, allerdings gibt es zwei Kritikpunkte: Der erste Teil ist etwas lang geraten. Auch wenn mit den familiären Anekdoten aus der Kindheit des Protagonisten Sympathie geweckt werden soll, sind sie einfach etwas unnötig. Auch der letzte Teil ist etwas unbefriedigend. Zwar ist es ein bisschen "was danach geschah", aber eben sehr ungeorndet. Aber der spannende Mittelteil macht dieses Manko wieder wett.
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