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Zeit zu sterben
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 2. Oktober 2011
Habe diese Autorin - nachdem ich alles von anderen Krimitautorinnen, die ich mag, durchhatte - erst vor Kurzem entdeckt. Dieser Roman ist nicht aus Perspektive der Polizistin Maria Kallio erzählt, wie die anderen Romane, die ich gerade dabei bin, einen nach dem anderen zu lesen, sondern aus der Perspektive der Mitarbeiterin eines Frauenhauses. Sie erlebt täglich, wie wenig wirklich gegen häusliche Gewalt gegen Frauen unternommen werden kann. Und beginnt damit, der Bestrafung der Täter nachzuhelfen. Das passiert, wie soll ich sagen, voll durchkomponierter innerer Logik, dass man rasend gespannt weiterliest ... und dann ein ziemlich überraschendes Ende!
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am 10. März 2012
Whow, was für ein buch, ich kenne ja nun einige aus der Kallio-Reihe, aber das hat mir mit Abstand am besten gefallen, Säde, die "Mörderin" erzählt ihre geschichte und Kallio und Co. erscheinen immer nur am rande, aber klasse erzählt, warum Säde diese Menschen alle ermordet . Unbedingt lesen, man glaubt sogar wieder ein bisschen an Gerechtigkeit , wenn man dieses Buch zu Ende gelesen hat.
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am 14. Februar 2014
Hab das Buch als Geschenk gekauft, hab es selbst auch zuhause. Mag ihren Schreibstil sehr gerne. Die Geschichte in diesem Fall ist irgendwie traurig, aber dennoch sehr "kräftig". Konnte es nicht weglegen, weil ich immer wissen wollte wie es denn nun weitergeht.
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am 2. Oktober 2017
In diesem Buch spielt Maria Kallio eigentlich gar nicht mit. Die Bezeichnung Der xte Maria Kallio Fall ist falsch, völlig im Gegensatz zu den anderen Büchern.
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am 4. November 2015
Ein Superbuch. Erst am Ende versteht man die Zusammenhänge. Das einzige Buch, wo ich aus ganzem Herzen sage, das es ein offenes Ende haben muss, weil es für manche Situationen eben keine guten Lösungen mehr gibt.
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am 2. Januar 2017
Entgegen der Darstellung bei Amazon bei Amazon handelt es meines Erachtens sich NICHT um den 11. Band der Reihe "Maria Kallio ermittelt" sondern um ein früheres Buch bei der Maria Kallio (Dr. Ausgabe von 2002) nur am Rande als Polizeikommissarin auftritt.
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am 19. Februar 2011
Säde ist fast 36 Jahre alt, unverheiratet, klein, unauffällig und piepsig und findet, dass sie einen zu dicken Hintern hat.
Was sollte also der 1,90 große, verflixt gutaussehende Nachbar Kalle an Säde finden? Warum interessiert er sich für die unattraktive Sozialarbeiterin, die in einem Frauenhaus arbeitet?
Säde hat im Laufe ihrer Kariere gelernt, misstrauisch zu sein, erst recht, als sie merkt, dass Kalle ein Strafentlassener ist. Sein Vergehen: Totschlag!
Im Frauenhaus hat Säde jahrelang Frauen Zuflucht vor häuslicher Gewalt geboten. Der Leiter Pauli steht hinter dem Grundsatz, dass jede Familie eine Chance haben muss, neu anzufangen. Deswegen hält man dort nicht viel von Anzeigen bei der Polizei, aber viel von Therapien und Gesprächen.
Säde aber spürt, dass ihr die Zeit davon läuft. Als schließlich eine der Frauen zu Tode geprügelt wird, beschließt sie, ihre Hilfe für die Frauen etwas konkreter werden zu lassen. Sie verändert sich, wird forscher, mutiger, klarer. Dann beginnt sie zu handeln.
Mal löst sie die heimlich Isolierung eines Rasierapparates ab, mal lässt zeigt sie einen betrunkenen Mann an, der bei Verfolgungsjagd durch die Polizei schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, mal lockt sie einen gewalttätigen Mann auf einen vereisten Aussichtsturm. Sie mordet nicht direkt, aber beschleunigt ein paar Entscheidungen des Schicksals und schafft verwirrte, aber glückliche Witwen und Waisen.
Bei ihrem letzten Einsatz aber bringt sie Kalle ungewollt in Schwierigkeiten, denn der Mann, der ständig seine eigene Mutter zusammengeschlagen hat und nun tot unter einem Sendemast liegt, war Kalles Bruder. Kalle wird des erneuten Totschlags verdächtigt.
Und Säde spürt, dass die Zeit gekommen ist, nun auch ihrem eigenen Schicksal einen kleinen Stups zu geben.
Schließlich muss jede einmal sterben. Davor aber sollte sie wenigstens gelebt haben.
Ein köstlicher Roman!
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am 8. November 2005
Ein sehr nachdenklich stimmender Aspekt dieses Buches ist die recht eingehend beschriebene Gewalt, die tätliche Männer ihren Ehefrauen und Partnerinnen antun. Die meisten dieser Schilderungen erfolgen zwar rückblickend und im Rahmen von Erzählungen, aber gerade dadurch, dass sie nicht maßlos übertrieben sind, bekommen sie eine beklemmende Glaubwürdigkeit. Als Mann musste ich mich an manchen Stellen des Buches schon für das sogenannte "starke Geschlecht" schämen, weil man sich irgendwo bewusst wird, dass solche und ähnliche Geschehnisse mit Sicherheit täglich tausendfach auf der Welt vorfallen.
Säde, die Hauptfigur des Buches, arbeitet in einem Frauenhaus und muss sich tagtäglich mit dieser traurigen Realität auseinandersetzen. Im Laufe des Buches beginnt die sonst sehr scheue und zurückhaltende Säde, sich einiger besonders brutaler und unverbesserlicher Männer anzunehmen und sorgt für deren Ableben. Säde ist dabei keine Killerin im klassischen Sinne. Sie geht nicht eiskalt, geplant und berechnend vor, sondern hilft eher dem Schicksal ein wenig auf die Sprünge. Die Morde ergeben sich meistens aus einer bestimmten Situation heraus. Ironischerweise hilft bei jedem dieser "Morde" auch eine ordentliche Portion Zufall mit.
Es fiel mir als Leser sehr schwer, moralisch Stellung zu beziehen. Sädes Selbstjustiz ist mit Sicherheit nicht allein dadurch zu rechtfertigen, dass die Verblichenen allesamt unverbesserliche Schläger und eher zweifelhafte Persönlichkeiten waren. Auf der anderen Seite sind da die Opfer der Schläger, die neben den körperlichen Schmerzen auch mit schweren psychischen Leiden zu kämpfen haben. Gerade am Anfang des Buches wird Säde sogar mit dem Tod einer Klientin konfrontiert, die durch ihren brutalen Mann erschlagen wurde. Vor diesem Hintergrund kommt man doch ein ums andere mal ins Grübeln.
Die Persönlichkeitswandlung, die Säde im Laufe des Buches durchläuft, ist intelligent beschrieben und hat auch einen ganz bestimmten Grund bzw. Auslöser, der aber nicht verraten werden soll.
Die menschlichen Seiten der Figuren sind sehr liebevoll und sorgfältig geschrieben. Es fällt nicht schwer, eine Beziehung zu den Handelnden aufzubauen und mit ihnen Freude, Ärger und Angst zu teilen. In dieser Hinsicht habe ich besonders Säde und Kalle sehr gemocht.
Das Buch ist eine pfiffige Geschichte mit interessanten Wendungen und einem in meinen Augen auch sehr befriedigenden Ende. Zugreifen lohnt sich!
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am 28. November 2006
Eigentlich ist es gar kein klassischer Krimi, weil diesmal nicht Polizisten und die Aufklärung eines Mordes im Vordergrund stehen.

"Zeit zu sterben" war Leena Lehtolainens Durchbruch in Deutschland - kein Wunder, es ist ihr bestes Werk. Es war mein erstes Buch von ihr, und so war ich leider von allen anderen enttäuscht.

Alle Figuren sind glaubwuerdig geschildert, das Buch beschreibt zwar einige Fieslinge und Unsympathen, verzichtet aber zum Glueck auf komplette Schwarzmalerei, wie das Beispiel von Kalle zeigt - er hat im Knast gesessen, weil er seinen Vater erschlagen hat - nicht absichtlich, sondern er ist dazwischengegangen, als der Vater wieder einmal die Mutter verpruegelt hat.

Die Wandlung der grauen Maus Säde zur kaltbluetigen Rächerin finde ich sehr unterhaltsam.

Eine Kleinigkeit ist nicht die Schuld der Autorin, sondern die der Uebersetzerin: Säde lacht, als sie Ohrringe bekommt, die wie kleine Hämmer geformt sind. Was daran lustig ist, versteht nur ein Leser, der Finnisch kann: Die Ohrringe sind eine Anspielung auf Sädes Nachnamen Vasara (finn. vasara=Hammer), der uebrigens auch der der Uebersetzerin (Gabriele Schrey-Vasara) ist. Hier hätte es eine erklärende Anmerkung (wie öfter bei Lehtolainen) gebraucht.
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am 19. August 2003
Leena Lehtolainen hat in ihrem vielleicht bislang besten Buch die ernüchternde Arbeit einer jungen Frau in einem Frauenhaus thematisiert, ihren täglichen Umgang mit Opfern von Gewalt in der Ehe und die fehlende Hoffnung auf einer Besserung der Verhältnisse sehr sensibel beschrieben.
Sozialarbeiterin Säde arbeitet im „Schutzhafen", wo die Mitarbeiter Familien nicht aktiv trennen sollen. Alles soll nach freiem Willen der Gewaltopfer geschehen. Dass es mit freiem Willen oder rationalen Entscheidungen bei den Opfern allerdings nicht weit her ist, das weiß Säde aus jahrelanger Berufserfahrung. Als eine der Frauen, die im Schutzhafen mehrfach Zuflucht gesucht haben, von ihrem Mann zu Tode geprügelt wird, reicht es Säde ein für alle mal. Sie wird zum Racheengel und sorgt für das verfrühte Ableben der schlagenden Ehemänner. Die Polizei um die Kommissarin Maria Kallio, Heldin in den anderen Krimis Lehtolainens, scheint zwar die Verwicklung Sädes in die Mordfälle zu ahnen, kann aber nichts beweisen.
Neben der mit Hilfe der Erzählperspektive (der Ich-Erzähler gibt die Macken und irrationalen Gedankengänge eines vor Mord nicht zurückschreckenden, kontaktscheuen Menschen hervorragend wieder) sehr gelungenen Zeichnung der Charakterzüge Sädes, ist es Lehtolainen besonders anzurechnen, dass es ihr hier stellenweise gelungen ist, Action zu vermitteln. Das schafft sie in anderen Romanen nicht so gut. Das Finale bietet dem Leser zudem einen faustdicke Überraschung, mit der Lehtolainen den Auslöser für die plötzliche Charakteränderung glaubhaft machen kann. Leena Lehtolainen gelingt es, mit einem schwierigen Thema, das zu oft ein Tabu darstellt, sensibel umzugehen und einen sehr kurzweiligen Roman zu schreiben. Ein besonderes Stück gegenwärtiger skandinavischen Kriminalliteratur
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