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Zeilen und Tage: Notizen 2008–2011 Gebundene Ausgabe – 13. August 2012

4.6 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dieses wunderbar anarchische, sich weit verzweigende Buch vereint Gesellschaftsroman, Selbstanalyse, Zeitdiagnose - und über weite Strecken Überlegungen zu einer historischen Psychopolitik.«
Adam Soboczynski, DIE ZEIT 09.08.2012

»Peter Sloterdijk nennt seine Tagebücher ›datierte Notizen‹ - hoffentlich schreibt er weiter daran.«
Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 12.08.2012

»Schon die Ortsangaben dieses Tagebuchs sind eine Freude, und es gibt einige strahlend schöne Sätze.«
Andreas Rosenfelder, WELT am SONNTAG 12.08.2012

»Muss man das lesen? Unbedingt.«
Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau 13.08.2012

»Hinter der Vorhaltung, dass er vielleicht doch nicht der wichtigste Philosoph Europas sei, steckte immer auch der Verdacht, dass Peter Sloterdijk der beste Feuilletonist dieses Landes sein könnte.«
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung 14.08.2012

»Dass er eher aus dem Fenster schaut als in den inneren Spiegel, entpuppt sich als reiner Gewinn. So sehen wir mit ihm vom Hotelzimmer aus Golfspieler, die »sich wie kleine Gruppen unschlüssiger Tiere in Beige über den Rasen« bewegen. Was will das Auge mehr?«
Elke Schmitter, DER SPIEGEL 34/2012

»Es ist ein herrliches Buch - geistreich, witzig, unterhaltend und unterrichtend.«
Michael Kluger, Frankfurter Neue Presse 13.08.2012

»Zwischen Zeit- und Selbstdiagnose, Angriff und Ermattung, Hochmut und Demut pendelnd, sind Zeilen und Tage das grandiose Werk eines eigenbrötlerischen und zugleich exemplarischen Intellektuellen.«
Arno Orzessek, Deutschlandradio Kultur 23.08.2012

»... wir wollen mehr von Sloterdijks Notizen, die von allem etwas haben, ein bisschen Klatsch, ein bissehen Reflexion, ein bisschen Gegenwartskommentar. Und mehr Lesungen. Und noch mehr Bücher.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung 28.11.2012

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918–1933 promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch Kritik der zynischen Vernunft zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. Seit 2001 ist Sloterdijk in Nachfolge von Heinrich Klotz Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe sowie dort Professor für Philosophie und Ästhetik.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Gemeinhin lobt und liebt man ein Buch, in welchem „genau das steht, was ich immer schon sagen wollte, aber nie die rechten Worte dafür fand“. Sloterdijk hingegen liebt und lobt man, weil bei ihm das steht, was man nie gedacht hätte, weil er um ein, zwei, drei Ecken mehr schaut, weil er Zusammenhänge offensichtlich macht, die im persönlichen Horizont unsichtbar schienen, weil er Ideen dort weiterdenkt, wo andere an ihr Limit kommen, weil er eine eigene unerhörte Sprache dafür findet. Sloterdijk ist – wie Nietzsche einst – keine Bestätigung, er ist Verunsicherung und Insult und regelmäßig fühlen sich die entsprechenden Zielgruppen provoziert und auf den Fuß getreten. Fehler, Schnellschüsse, Widersprüche? Na klar! – who cares? Hier geht es nicht nur um richtig und falsch, hier geht es um relevant oder redundant.

Das Feuilleton streitet sich darüber, ob er der bedeutendste oder größte deutsche Denker oder aber nur ein Scharlatan sei. In Wirklichkeit sind das alles Kategorienfehler, sinnleere Reflexvokabeln. Als gälte hier ein quasi-olympischer Maßstab. Man muss stattdessen nach Aufmerksamkeit, Aufgewecktheit, Perspektive fragen, nach Luzidität. Vielleicht ist er primär noch nicht mal ein Denker, sondern eigentlich ein Seher – nicht im prophetischen, nicht im Heideggerschen oder Georgeschen Sinne, sondern im tatsächlich olympischen: weiter, tiefer, höher – treffender. Selbst im Widerspruch – und den gibt es zuhauf – muss man das Originelle anerkennen. Das ist gefährliches Denken par excellence, das auch die Blamage riskiert.

Sloterdijk zwingt den wohlwollenden Leser zu einem makabren Paradox.
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Von J. Fromholzer TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 11. Januar 2015
Format: Taschenbuch
Eines der unterhaltsamsten Tagebücher / Journale / Arbeitsjournale / Notizbücher überhaupt (oder wie immer man Peter Sloterdijks ZEILEN UND TAGE noch nennen mag) ! Und schon in den Vorbemerkungen ist zu lesen, dass es davon keine Fortsetzungen geben wird: "Weitere Editionen von Notizbüchern sind nicht vorgesehen".

"SPUREN INS POSTHUMIEN" ...................... Sloterdijk lästert, durchschaut, berichtet, rekapituliert immer mit Distanz; sein Lästern ist liebevoll, keine richtig bösen Thomas-Bernhard-Sätze, und kein selbstverliebtes Jammern wie bei Fritz J. Raddatz. Man wird süchtig danach. Stets im schnellen Ortswechsel Wien - Karlsruhe - Berlin, gelegentlich können es auch Salzburg (die Salzburger Festspiele) und Abu Dhabi sein. "Mit der obligat verspäteten Bahn zurück nach Karlsruhe, wo ein dichtes Terminprogramm wartet.", Seite 181. Oder auf Seite 49 : "Ärger mit Lauda Air, nicht zum ersten Mal. Größere Verspätung." Der Leser versucht sich den verärgerten Peter Sloterdijk vorzustellen. Meist gelingt es.

Und noch eine Frage aus einem Publikumsgespräch nach einem Auftritt in Paris (14.Mai 2008): "Seit wann ist Ihr Friseur im Gefängnis?".

Macht sehr großen Spaß ! Vielleicht kann man beim Suhrkamp Verlag Sloterdijk überreden, doch noch MEHR DAVON, mehr von seinen Notizbüchern zu veröffentlichen ???

( J. Fromholzer )
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Von Jürgens Bücher TOP 100 REZENSENT am 29. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
In Zeilen und Tage hat Peter Sloterdijk seine persönlichen Gedanken zu Ereignissen in den drei Jahren ab 2008 nun veröffentlicht. Peter Sloterdijk spricht hier an vielen Stellen oft das aus, was man damals gedacht hat. Sehr gelungen fand ich viele seiner Reflektionen, Gedankensplitter oder geäußerte deutliche oder versteckte Kritik an bestehenden Strukturen, Aktionen und auch an Regierungen.
Die Aufzeichnungen zeigen einen Querdenker und Menschen, der dabei mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben ist und der sich nicht scheut Dinge mal auf den Punkt zu bringen. Das Buch wird sicherlich nicht jeden Leser ansprechen oder begeistern, für aufgeschlossene Leser ist es eine durchaus unterhaltsame und witzige Lektüre.
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Format: Gebundene Ausgabe
Sloterdijk ist immer ein eigenes Thema!

Ich erspare mir hier die üblichen Diskurse. Aber nun doch: Natürlich sind "Sphären" und "Du must dein Leben ändern" unlesbar. Da hilft auch ein Studium der Philosophie nicht weiter (oder, so würde der schlaue Sloterdijk-Verehrer argumentieren, ist der Grund des Leser-Versagens). Andererseits liegt die eigentlich Sloterdijksche Übung - um seine Lieblingsvokabel zu gebrauchen - darin, eben doch diese Bücher zu lesen, zu erlesen. "Du must dein Leben ändern", das beachtliche Verkaufszahlen hatte, ist gleichwohl eines der großen - und quasi ungelesenen - Missverständnisse des Buchmarkts. Hier in der Titelwahl von Irreführung zu sprechen wäre nun wirklich eine arge Untertreibung!

Zu "Zeilen und Tage". Nun ist es endlich raus, es gibt ihn dreifach, den Sloterdijk: Als Fernsehonkel und als Autor der Umständlichkeit kannten wir ihn ja schon, also als multiple Persönlichkeit, nun ist er aber auch noch der Verfasser wunderbar klarer, selbstreflektierter, selbstironischer, unterhaltsamer, geistreicher, männlicher Notate, die sofort süchtig machen und in drei langen Nächten einer Erstlektüre standhalten.
Er schlägt tatsächlich alles in diesem Genre. Fantastisch! Der Rezensent steht noch immer unter Schock, wie ihr sicher schon gemerkt habt.
Zum Inhalt kann ich euch leider nichts sagen, denn 600 Seiten bedeuten etwa 800 Themen!

Mit wem könnte man ihn aber vergleichen? Keine Ahnung! Na ja, "Siebzig verweht" von ferne, aber wirklich nur von ferne! Notate und Erinnerungen lese ich eigentlich weg wie heiße Semmeln, da sie ein hinterlistig-fallenreiches Metier darstellen.
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