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Kundenrezensionen

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am 26. Juni 2015
Der eigentliche Fall ist in vielen Romanen gleich. Es wird jemand umgebracht, eine Gruppe bekent sich zu der Tat und der Komissar versucht den Fall zu klären, was ihm auch immer gelingt. Das ist nicht sehr spannend, aber die Figuren sind gut entwickelt, gerade der Komissar und seine Familie sind einfach sehr sympathisch. Interessant finde ich auch die Schilderung der Verhältnisse in Griechenland. Eine Bereicherung zu den vielen Zeitungsartikeln über die Krise in Griechenland.
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Es sind jetzt 12 Jahre, dass ich die (oft fuer ihn misslichen) Abenteuer des Kommissars Kostas Charitos, immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge, verfolge.
Und beinahe jedes Jahr bringt uns Petros Markaris - Meister des Wortes, der seinesgleichen sucht - einen Krimi nahe, der mehr mit den Missetaten von Politikern, Bankiers, Unternehmern und beruehmten Personen zu tun hat, als mit den Verbrechen, die unser Held eigentlich aufklaeren sollte. Denn, wie es der Zufall so will, sind es genau die vorher angefuehrten "sozialen Kreise", die am meinsten Dreck am Stecken haben oder bis zum Hals drinstecken.
Ich persoenlich bin schon seit Jahren der Meinung, dass jedes Land einen Schriftsteller wie P. Markaris dringend noetig hat.
Einen Autor, der ohne Angst und ohne Beschoenigungen Jahr fuer Jahr, Verbrechen nach Verbrechen, den Untergang, die systematische Zerstoerung seines Landes anprangert.
Nun, auch in diesem Jahr presentiert sich ein Moerder, der seine Verbrechen als der "nationale Steuereintreiber" unterzeichnet...
Der Sinn seiner Missetaten ist, einen Steuerhinterzieher zu zwingen, seine Schulden mit dem Staat zu begleichen, sonst kommen sie auf den Friedhof in ein fruehes Grab.
Und die angewandte "Medizin" scheint tatsaechlich in gewissen Kreisen zu wirken...
Unser Held wird leider durch private Probleme von der Jagd auf den Schierlings-Killer abgelenkt. "Dank" der politischen und vor allem finanziellen Misere ueberlegt sich Tochter Katerina ernsthaft, ein Angebot der UNO anzunehmen und nach Afrika zu arbeiten! Und der Ehemann will doch tatsaechlich den sicheren Posten in seiner Klinik aufgeben und mit ihr gehen ...

Ausfuehrlich und praezise, und doch unterhaltsam mit der nur ihm eigenen Art des Galgenhumors beschreibt Markaris die unmoegliche Lage seines Landes, das dem Untergang geweiht scheint. Und vor allem seiner Bewohner - die Aermsten der Armen total am Ende.
Und weit mehr als die ermordeten Steuersuender beruehren uns die Verzweifelten, die keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich umzubringen. Und die Zahl dieser, die mit dem Leben bereits abgeschlossen haben, beschraenkt sich auf keine Altersgruppe - betrifft Junge und Alte ...
Ich habe mich wirklich mies gefuehlt fuer die armen alten Frauen, verdammt zu einem Leben ohne weitere Auswege als den, sich in Wuerde zu "verabschieden".
Am Ende jedoch wird sich herausstellen, das selbst der "Steuereintreiber" seine eigenen, sehr privaten Gruende hatte, diese Kampagne, als Volksheld gefeiert zu werden, anzuleiern.
Moral von der Geschicht? Um als Held des Volkes gilt der alte Spruch: EIN Toter - ein Mörder. Viele Tote - ein Held!

Wenn ich einem Buch mehr als 5 Sterne geben koennte: Dieses hier ist 10 Sterne wert!!!
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am 4. August 2015
Petros Markaris schreibt flüssig und mit viel Witz einen Krimi über das aktuelle Griechenlandthema. Eigentlich ist es der zweite Teil einer Trilogie. Den ersten Teil faule Kredite hatte ich schon gelesen. Der hat mir auch gut gefallen. Zahltag ist aber noch besser. Ich werde mir auch den dritten Teil kaufen.
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am 30. August 2012
Spannender Krimi im heutigen Athen. Wer Athen kennt, Griechen grundsätzlich für freundliche Menschen hält und Griechenland liebt, wird vieles wieder erkennen. Kommissar Charitos neue Fälle sind wieder spannend, denn ein selbsternannter nationaler Steuereintreiber fordert griechische Besserverdiener auf, die hinterzogenen Steuern an das Finanzamt zu zahlen, sonst müssten sie mit ihrem Leben bezahlen. Zwei reiche Athener halten das für einen Scherz und werden mit dem Gift des Schierlings - wie einst Sokrates - getötet und auf symbolträchtigen antiken Orten auf dem Kerameikos-Friedhof und in Eleusis im Heiligtum der Demeter und der Persephone aufgebahrt. Ein drittes Schreiben des selbsternannten nationalen Steuereintreibers hat dann bereits Erfolg. Ein Baulöwe zahlt freiwillig 300 000 Euro Steuern ans Finanzamt. Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung dieser Nachricht und plötzlich sprudeln die Steuereinnahmen...

Das Buch zeigt auch, welche Auswirkungen die Sparmaßnahmen auf die normalen Bürger in Athen haben - am Beispiel der Familie des Kommissars und seiner Mitarbeiter.
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am 25. November 2012
Ich mag den Inspektor, aber ich Vergleich zu den anderen Bücher, war dies doch eher langweilig ..., auch wenn es die Situation in Griechenland sicher gut wieder gibt.Aber nachdem ich die ganze Familie ins herz geschlossen habe, werde ich mir das nächste Werk sichr auch wieder kaufen. Außerdem muß ich doch wissen, ob die Beförderung erfolgt oder nicht!
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am 21. Juni 2015
Ich habe alle Bücher von Petros Markaris gelesen, meist unter Opferung einer Nacht, bis zur letzten Seite.Wenn man mit dem Autor vertraut wird mit den Strassen Athens und den Kollegen und familienmitgliedern des Kriminalkommissars- man wird süchtig, wartet auf den nächsten Band.Er ist ein Superautor, ich warte schon auf den nächsten Band. Ich jedenfalls kann diesen griechischen Autor, trotz der aktuellen Finanzkrisen, jedem empfehlen, der die Griechen mag, wie ich, der Athen spannend erleben will und dann noch beim Kommissar wie zu hause lebt, es geht turbulent zu, als wäre man bei sich selbst zu hause. Jeder, der ein bisschen gut drauf ist und dieses Lebensgefühl nicht verlieren will: mein Rat: alle seine Krimis kaufen, lesen, danach kommt man von diesem Autor nicht mehr los. So jedenfalls geschah es mit mir.
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Die Figur des edlen Rächers, der das Recht in die eigene Hand nimmt, wenn die Ordnungsmacht versagt, hat seit jeher Leser und Kinogänger fasziniert, von "Robin Hood" bis "Death Wish". Petros Markaris hat sein sehr eigenes Phantom geschaffen, das im Griechenland des Jahres 2011 Steuersünder und andere Mitverantwortliche für die Misere des Landes auf eigenartig geschichtsbewusste Weise zur Strecke bringt und bald unter dem etwas schwerfälligen Namen "Nationaler Steuereintreiber" zum Volkshelden wird. (Obwohl die Zeit des Geschehens nur fünf Jahre zurückliegt, wirkt der Roman schon fast aus der Zeit gefallen, denn Deutschland und seine Rolle im hellenischen Gesamtgeschehen werden, wenn überhaupt, eher wohlwollend beleuchtet. Und wenn Markaris schon damals all die Migranten im Athener Stadtbild ein Dorn im Auge waren, dann mag man sich gar nicht ausmalen, wie er sich heute fühlt.)

Für mich war "Zahltag" die erste Begegnung mit Markaris und seinem biederen, aufrechten Kommissar Kostas Charitos, nachdem mir das Buch von meiner krimiaffinen Tochter in die Hand gedrückt worden war. Es war sicher kein schlechter Einstieg, als der Roman einiges an Hintergrund zu bieten hat, indem er die ganze Tragödie von Ineffizienz und Korruption, die Griechenland im Würgegriff hält, und ihre Auswirkungen auf die unschuldige Bevölkerung sehr schön auf den Punkt bringt. Wobei, auf den Punkt kann man kaum sagen, denn das Buch ist etwa doppelt so lang wie nötig. Damit meine ich weniger, dass sich die Morde zu sehr ähneln, um jedes Mal neue Spannung zu erzeugen, sondern die Tatsache, dass ich über das Straßennetz Athens und die jeweils aktuelle Staulage ganz erheblich mehr erfahren habe als mir lieb war: Sätze wie "Da ich keine Lust auf eine nach dem nationalen Steuereintreiber johlende Menge habe, biege ich in die Voulis-Straße ein, gehe dann weiter in die Karajorgi-Straße, folge der Fußgängerzone auf der Voukourestiou-Straße und erreiche über die Akadimias-Straße den Vassilissis-Sofias-Boulevard" (S. 360) gibt es ungelogen auf jeder Seite - für Athener vielleicht ganz anschaulich, für Ortsfremde haarsträubender Ballast. Da hätte die Übersetzerin durchaus den Rotstift ansetzen dürfen, wenn schon der Autor stadtplanmäßig nicht an sich halten konnte.

Insgesamt ist "Zahltag" in meinen Augen ein durchschnittlicher Krimi, mit einer guten Idee, einem Underdog als Kommissar und einer Menge Mikro- und Makropolitik, aber, wie gesagt, viel, viel zu langatmig. Angesichts der filigranen Arbeitsweise des nationalen Steuereintreibers empfiehlt sich das Buch übrigens auch für empfindsame Gemüter, die kein Blut lesen können.
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am 22. August 2015
Meine Schwester hat mir die Krimis von Petros Markaris empfohlen, und ich wurde nicht enttäuscht. Der Krimi mit seinem sympathischen Helden ist spannend (wie auch zwei weitere aus der Reihe, die ich gelesen habe). Zudem gewährt hier ein Grieche Einblick in die Zustände im griechischen Staat. In der derzeitigen Situation sehr interessant. Lediglich die Figur der Ehefrau des Kommissars scheint mir ein wenig frauenfeindlich.
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am 31. August 2015
Dieser Krimi ist einer von der Sorte, den man nicht aus der Hand legen kann. Man liest mit voller Spannung und Erwartungshaltung, schon die ersten Seiten fesseln den Leser. Ich persönlich als großer Griechenland-Fan beschäftige mich sehr intensiv mit der Finanzkrise, da ich schon selbst auf einigen Inseln (leider noch nicht auf dem Festland) war und daher dort einige Menschen kenne. Deshalb war dieser Roman für mich mehr als packend - Markaris hat es auf eine unumstößliche, sehr reale, nüchterne, teilweise makaber und melodram geschilderte Weise geschafft, die Krise, die vielen betroffenen Menschen und die Art und den Zynismus des griechischen Volks in Zeilen zu packen.

Man beschäftigt sich mit schweren Schicksalen, bewundert die Charaktere aus Arbeiter- und Angestelltenklasse, entwickelt Wut auf Regierungschefs und versteht die Motive des Kriminellen. Ein Buch, über das ich nicht zu viel vorweg nehmen will, denn wer Interesse für Griechenland hat und eventuell schon mal in Athen war, wird das Lesen sehr genießen :-)
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am 27. Februar 2014
Hier wartet man wirklich, was auf der nächsten Seite passiert. Ernster Hintergrund sehr spannend und unterhaltsam verpackt. Auch wenn man des Öfteren sehr nachdenklich werden kann. Freu mich schon auf den dritten Band.
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