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Kommentar: 15x22,5cm, kart. Bielefeld: Transcript, 2013. 139 S. Topexemplar, geringe Gebrauchsspuren - Werden Körper machbar? Wie läßt sich über Technologien, Medien und Körper aus der Perspektive von teilsouveränem Handeln und Parahumantität sprechen?
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X-Texte zu Kultur und Gesellschaft: Körper 2.0: Über die technische Erweiterbarkeit des Menschen Taschenbuch – 8. Oktober 2013

3.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Karin Harrasser führt [...] eine Reihe komplexer kulturwissenschaftlicher, medientheoretischer, anthropologischer und medizinethischer Diskurse pointiert zusammen. Eine besondere Stärke des Buches liegt darin, dass die Autorin auf die damit verbundenen Herausforderungen an Individuum und Gesellschaft hinweist und Handlungsempfehlungen gibt." Manuel Schaper, kulturen, 2 (2015) "Harrasser stellt bis dato peripher behandelte Fragen." Valentine Auer, Paradigmata, 11 (2014) "Beeindruckender Essay." Rolf Löchel, www.literaturkritik.de, 03.06.2014 "Ein spannender Ansatz." Tanja Paar, diestandard.at, 03.12.2013 "Dieses [...] Buch zu lesen macht mit jeder Zeile Vergnügen." Britta Schinzel, Freiburger Universitätsblätter, 203/1 (2014) "Wie es [...] gelingen kann, der Dauerpräsenz überindividueller, nicht-menschlicher Wesen im Zusammenleben sinnvoll zu begegnen, wird angesichts der wachsenden Möglichkeiten von Bio- und Medizintechnik zunehmend wichtiger und gleichermaßen schwieriger zu beantworten. Karin Harrasser liefert einen ersprießlichen Baustein dahingehend, wie den genannten Entwicklungen begrifflich und praktisch, programmatisch und spekulativ, bildhaft und narrativ begegnet werden kann, um 'die Abhängigkeiten und Anhänglichkeiten zwischen technischen und organischen Akteuren besser zu beobachten, zu analysieren, zu gestalten.'" Tom Bieling, www.designabilities.org, 28.12.2013 Besprochen in: 10 (2013), Andreas König 05.11.2013, Antje Schrupp Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2013, Markus Huber GMK-Newsletter, 11 (2013) Missy Magazin, 4 (2013) Deutschlandradio Kultur, 19.11.2013, Thomas Jaedicke www.pop-zeitschrift.de, 12 (2013), Julia Diekämper Berliner Zeitung, 28./29.12.2013, Franz Viohl Humana.Mente Journal of Philosophical Studies, 26 (2014), Matthias Moosburger deutsche jugend, 63/9 (2015)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Karin Harrasser (Prof. Dr.) ist Professorin für Kulturwissenschaft an der Kunstuniversität Linz. In den letzten Jahren hat sie an einer Kultur- und Theoriegeschichte der Prothese gearbeitet.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Nachdem ich das Buch von Karin Harrasser gelesen habe, habe ich den klaren Eindruck, dass #orglBruder zwischen der Darlegung von Diskursen und Diskursinhalten und der persönlichen Position der Autorin NICHT unterscheiden kann. Außerdem ist seine Idee, dass der Mensch durch "identitäre" Abgrenzung erst zum Menschen werde, höchst verwunderlich. Identität, Selbstverständnis konstituiert sich vielmehr im Blick des Anderen und durch Anerkennung (Mead, Plessner, Honneth), d.h. dadurch, dass er/sie das Fremde bzw. den generalisierten Anderen (die Gesellschaft) in sich aufnimmt, sich "identifiziert" (Freud). Eine vergleichbare Position nimmt auch Harrasser ein, d.h. sie sucht nach Wegen der "Teilsouveränität" - also der Selbstkonstitution ohne radikale Abgrenzung, ohne Rassismus, ohne Freund/Feind-Denken UND ohne Fremdsteuerung in einem digitalisierten Körper - denn der Trend ist ja deutlich zu sehen: Der Körper des Menschen wird im Laufe der Moderne ebenso der technisch-digitalen Zurichtung erschlossen werden, wie die Natur insgesamt. Es handelt sich hier um ein kritisches Buch, das auf dem stand der Diskussion ist und völlig zu recht halb-seidene Identitätskonzepte meidet.
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Von Magidor am 5. März 2014
Format: Taschenbuch
Dieses vergleichsweise schmale Buch zu lesen macht mit jeder Zeile Vergnügen. Es ist vor allem erhellend, aber zugleich auch unterhaltsam und kurzweilig geschrieben. Es handelt von Prothesen in verschiedenen Funktionen, als Ersatzglieder, als Mittel zur Selbstverbesserung, als Instrument zur Markierung von Unterschieden, bis hin zur ununterscheidbaren Verschmelzung von Körper und Technik. Harrasser stellt ihre Untersuchungen in einen historischen Rahmen, um die Kontingenz der Entwicklungen zu deutlichen. Sie bezieht sich auf Foucault, Deleuze, Stiegler, Kracauer, Latour, Haraway, Sloterdijk u.a., und setzt sich doch stets von ihnen ab. Als Literatur- und Medienwissenschaftlerin zieht sie jedoch auch Elfriede Jelinek, Oswald Wiener, Alfred Jarry, oder Werner Herzogs Film „Fitzgeraldo. Wo die grünen Ameisen träumen“ heran, um ihren Argumente zu erklären oder ihnen Nachdruck zu verleihen. Wenn sie sich dabei, jeweils anhand verschiedener historischer oder literarischer Beispiele, oft wiederholt, so rechne ich das ihrer Absicht zu, uns ihre sehr nachvollziehbaren Thesen nachhaltig einzubläuen.

In neun unterschiedlich fokussierten Kapiteln entwickelt sie ihre kulturkritische Haltung zu Vorstellungen von kontinuierlich verbesserbaren Körpern, von technischen Körpermodifikationen und -enhancement, und weiter von einer stetigen technischen Evolution im Sinne von Steigerung und Optimierung, indem sie diese Entwicklungen in eine höchst voraussetzungsvolle historische, epistemologische und politische Konstellation positioniert, ohne dabei persönlich oder situativ sinnvolle Verbesserungen für Einzelne oder Gruppen zu leugnen.
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Format: Taschenbuch
Im Buch „Körper 2.0“ entwirft die Professorin für Kulturwissenschaft Karin Harrasser so kruden Menschheitsverbesserungshorror, daß man sich fragt, ob sie das ernst meinen kann.

Die Gender-​Sprache, der sich Karin Harrasser in ihrem Buch bedient, fällt schnell ins Auge. Sie geht soweit, daß sie die von ihr als positiv bewerteten Darstellungen mit einem weiblichen Artikel bezeichnet (z. B. die Cyborg, feminin Singular), während negativ bewertete Darstellungen mit einem männlichen Artikel bezeichnet werden (z. B. der Cyborg, maskulin Singular). Diese Art Wertung, die schon der Wortwahl innewohnt, stößt einem beim Lesen schnell auf. Das betrifft nur die äußere Struktur der Sprache, wirft aber ein klares Licht auf das, was dem Denken der Autorin zugrunde liegt.

Immer wieder fällt der Begriff der „nicht-​identitären Politik“. Für die Autorin geht es darum, Bedingungen zu schaffen, die die Menschen von sämtlichen Identitäten „befreien“. Die im Buch beschriebenen Zukunftsvisionen bauen auf eine nicht-​identitäre Menschlichkeit auf, die keine mehr ist. Erst wenn der Mensch von seiner Menschlichkeit befreit sei, wird er frei sein für Eingriffe in seine Körperlichkeit.

Diesen Science Fiction-​Grusel meint die Autorin tatsächlich ernst: Sämtliche orientierungschaffenden und identitätstiftenden Werte sollen zerstört werden. Dieses Denken ist deckungsgleich mit Ansätzen aus einem Buch, das Kanzlerin Merkel mehrfach öffentlich empfahl: Dialoge Zukunft – Vision 2050 (einfach mal googeln). Es fordert offen das Aufbrechen aller festen identitätsbasierten Denkmuster und seine Referenz von hoher Stelle verleiht solchen Gedanken eine gewisse Virulenz.
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