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Kundenrezensionen

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am 4. Oktober 2010
Jack Reacher ist zurück. Dabei schafft der toughe Ex-Militärpolizist erstmals das, wovon jeder seiner Fans bislang wusste, dass es ihm unmöglich ist: Er ist richtig schnell. So schnell, dass dieser neue Teil der Serie bemerkenswert früh nach dem letzten Teil erscheint. Leser des letzten Streichs von Reacher ("61 Hours") wussten aber schon, dass Teil 15 der Saga so bald publiziert werden würde. War dieser doch nicht nur im letzten Buch angekündigt, sondern auch durch einen fiesen Cliffhanger - den ersten der gesamten Serie - nötig geworden. Hier setzt auch gleich der erste Kritikpunkt an. Wenn es schon einen Cliffhanger, also einen abrupt unterbrochenen Spannungsbogen am Ende eines Teiles, geben muss, dann (***SPOILER ANFANG) würde ich mir doch wünschen, dass der nächste Teil irgendwie daran anknüpft. Das ist aber hier so gut wie gar nicht der Fall. Reacher tun zwar am Anfang noch ein bisschen die Ärmchen weh, was aber dank der Hilfe des Doktors schnell behoben wird. Für diesen sinnlosen Cliffhanger gibt es dann auch den ersten halben Stern Abzug.

Der nächste halbe Stern entgeht der Kampfmaschine aus Berlin auch wieder aus einem Grund, für den er eigentlich nicht so recht etwas kann: Seine Feinde haben in diesem Teil einfach nicht das Format, das die letzten hatten. Wer erinnert sich nicht gerne an Hook Hobie (Tripwire), die verrückte Afghanin (Gone Tomorrow) oder natürlich an Plato (61 Hours) - da können die Duncans beileibe nicht mithalten und auch von den Syrern und Iranern hätte ich mir ein bisschen mehr versprochen. (SPOILER ENDE***)

Die vier von fünf Sternen hat sich dieses Buch verdient, weil es genau das gehalten hat, was man sich von einem Lee Child-Buch verspricht. Das sind (1. Stern) Spannung, (2. Stern) ein wunderbar und mit viel Liebe konstruierter Plot, (3. Stern) ein Protagonist, mit dem man sich identifizieren will, bei dem man aber vorsichtshalber vorher noch einmal nachfragen würde, ob ihm das Recht ist und (4. Stern) ein minimalistischer aber in Erinnerung bleibender Stil, der den Leser in einen Winkel Amerikas mitnimmt, den man sonst nicht besuchen würde.

Wer die Reihe liebt, also eine "Reacher Creature" ist, wird den Teil lesen oder hat ihn schon durch. Wer Jack Reacher noch nicht kennt, kann eigentlich mit jedem Teil einsteigen - die charakterliche Entwicklung Jack Reachers ist vergleichbar mit der eines großen grauen Steins.

Übrigens: (***SPOILER ANFANG) Der "bleibende Eindruck" aus der Überschrift bezieht sich auf Reachers Nase und beendet deren Karriere als ungebrochenen Stolz ihres Träger. (SPOILER ENDE***)
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am 16. November 2010
** small spoiler alert **

Although Child is a very gifted writer, the last few of his "Reacher" books seem to have been written on autopilot. If you - like me - are a fan of the Jack Reacher series, just buy this book and enjoy. But do not expect any new developments or new storytelling. It is just the old "Reacher arives at a scene, sees some wrongdoing, punishes all the bad guys, makes the poor people - more or less - happy and finally is on his way again. Nothing new here. Don't get me wrong, it is still fun to read. But nothing more than that.

I have to say that I was quite dissapointed that this novel is not a sequel to 61 hours at all. Really. Not at all. It is just a completely new story that only references the previous one by going into some depths about the injuries Reacher sustained in 61 hours. Maybe it is my ignorance, but I was hoping Child would let Reacher settle down a bit and meet this Susan-girl, and maybe have some adventures with her. Like he did earlier with the non-com he was with in the special forces (can't remember her name now). But non of that. Just "Reacher comes, Reacher sees, Reacher wins".

But, like I said: it is still fun to read. Easy money for Child.
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am 19. November 2012
Nachdem die Rezensionen der anderen Leser hier insbesondere den Buchinhalt beleuchtet haben – möchte ich ein paar Worte zur Hauptfigur des „Jack Reacher“ verlieren - eines Rachengels der Kleinen, der wehr- und hoffnungslosen der Gesellschaft.

Ein Mann der einmal selbst als ein Rädchen im gesichtslosen und perversen System der Großen und Mächtigen als Offizier der Militärpolizei funktioniert hat, um dann demselben System und den von den vermeintlich Großen und Mächtigen geschaffenen oder eher „verdrehten“ "Regeln" den Rücken zu kehren. Eben dieser Mann kehr in das System immer wieder als „nur Reacher“ zurück – zugegebenermaßen ungern und wiederstrebend - um dann ein schreiendes Unrecht eines kleinen und normalen Menschen zu rächen - erbarmungslos, maßlos und haltlos - denn manche Dinger verlangen Taten, sind „Worth Dying For“.

Reacher ist ein brillanter Kriminalermittler, gewiefter Stratege und Experte für militärische geplante Operationen nach dem Motto des US-Militärs:“ Für die schlechteste Eventualität planen, sich über bessere Optionen freuen“. Reacher nutzt seine Fähigkeiten und schlägt zurück für Solche die es nicht können. Gibt Mut. Tötet. Vernichtet. Peiniger und Kriegsverbrecher, Kinderschänder, Vergewaltiger und Psychopathen an jedem Ort innerhalb des Systems sind vor ihm nicht sicher. Politiker, Polizisten, Militärs, Schwerverbrecher - Keiner der sich in Sicherheit wähnende „kleinen Götter“ ist für ihn unerreichbar. Reacher ist unbarmherzig, prägnant und handelt nach der US Militär-Doktrin - jeder Angriff wird mit maximaler Wirkung zurückgeschlagen. Immer wieder befindet sich Reacher dabei in einem Flirt mit dem Tod, der Preis den er zahlt ist astronomisch. Er wird verletzt, angeschossen - ein Mal stirbt er fast an den Folgen einer Schussverletzung. Er büßt auf tragische Art seine nächsten und Freunde ein.

Recher ist aber auch Jack: Jack der Propst im Original liest und Soul liebt. Jack der mehrere Sprachen passabel spricht und dabei Französisch fast perfekt beherrscht. Jack der selbst von Schuldgefühlen in Bezug auf seinen Nicht minder brillanten aber wesentlich introvertierteren Bruder geplagt wird. Jack der seine kauzigen Gewohnheiten pflegt .

Dennoch – Reacher ist immer wieder aber vor allem ein Tsunami der die Vernichtung und Verachtung des Menschen zum Kern des Übels zurückbringt und dieses tilgt.

Nachdem ich alle bisher erschienen Bücher aus den Zyklus gelesen, habe büßt für mich die Figur bis heute Nichts ein an ihrer Attraktivität ein. Vielmehr bekommt man Lust die Bücher in Originalversionen zu lesen, um sich an der prägnanten Sprache zu erfreuen, den kurzen punktierten Sätzen und filmreifen Schlagwörtern. Zusätzlich macht die oft in den einzelnen Büchern wechselnde Erzählperspektive, neue Aspekte der Figur und neue Orte jedes Buch zum neuen Erlebnis.
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am 17. August 2014
Ich suchte einen Krimi für einen langen entspannten Samstag und las zufällig eine Rezension über die eben erschienene deutsche Fassung. Da ich i.d.R. Bücher auf Englisch lese, wollte ich mir schnell die engl. Originalfassung auf meinen Kindle laden. Das war schwerer gesagt als getan, vom "Wespennest" zu "Worth Dying For" ist doch ein langer sprachlicher Weg. Die Wikipedia konnte mir aushelfen ...
Ich habe das Buch an diesem Samstag gelesen und fand es spannend genug, um es an diesem Tag zu Ende zu lesen. Gegen Ende fing der Ärger bei mir an, und das nicht zum ersten Mal bei Jack Reacher. Der Mann ist eine Tötungsmaschine und wird von keinerlei Skrupeln auf seinem Weg zur Gerechtigkeit gebremst. Er richtet die Bösewichter einfach selbst ... Das macht ihn nicht besser als die von ihm Gejagten ... 2 Sterne Abzug ...
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am 9. Juni 2011
....
es ist ein klassischer reacher - nur, dass er diesmal selber mehr schläge bekommt, als erwartet. was ihn selbst fast am meisten verblüfft. an manchen stellen ist es ein zufall zuviel, aber es ist ja schließlich auch ein buch und nicht das wahre leben.
die bösen sind böse und er erledigt sie der reihe nach.... und man gönnt es diesen bösen auch besonders. reacher wird immer dann besonders garstig, wenn kindern etwas passiert und damit kann ich sehr gut leben.
was ich aber wirklich an diesem buch richtig klasse fand: es geht um verbrechen an kindern, aber der autor macht es so geschickt, dass diese verbrecher keine bühne bekommen - es wird nicht geschildert, was passiert ist und doch weiß man genau, was gelaufen ist... leider denke ich oft, dass thriller heutzutage so haarklein die verbrechen und abartigkeiten schildern, dass sie fast wie eine anleitung wirken - der "normal gepolte" mensch ist dann nur angewidert, aber andere entwickeln daraus phantasien. lee child macht nimmt hier den kunstgriff "absatz - schweigen - pause" und aus meiner sicht ist das eine überaus elegante lösung, um ein solches plot zu schreiben, ohne dabei grenzen zu überschreiten. wirklich gelungen!
und JA - der showdown danach war gut!
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am 23. Oktober 2011
Ich lese die Reacher-Thriller nach wie vor sehr gern, aber Lee Child scheinen allmählich die Ideen auszugehen. Es gibt sehr witzige Ansätze, und wenn die weiterverfolgt worden wären, wäre es ein gutes Buch geworden. So erinnert es mich doch sehr an Killerspiele. Wo bleibt Reachers Fantasie, wenn er seine Verfolger ausschalten will?
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am 14. März 2012
Nach vielen guten Jack Reacher Buechern kennt man den Protagonisten und seine Vergangenheit im Detail. Daher kann der Autor uns hier auch nichts Neues mehr verraten. Die Details die für Erstleser aufgezählt werden, kennen viele andere Leser schon und diese Passagen werden zu echten Hängepartien.

Auch sind alle Szenarien schon in der ein oder anderen Form schon da gewesen: Jack Reacher strandet in einem kleinen Dorf im Niemandland und wird Zeuge wie die lokale Patriarchenfamilie die Dorfbevölkerung im Würgegriff hält. Und das nicht erst seit kurzem sondern seti 25 jahren,.... !? Die nächste Polizeistation ist 60 Meilen weg und daher reicht der Arm des Gesetzes nicht bis hier. Jack Reacher macht damit nun ein Ende. Er ist wegen der Abenteuer des letzten Buchs schwer lädiert, deswegen nimmt er sich die 10 Bodygards der Bösewichter auch nicht auf einmal vor, sondern schaltet sie mit viel Witz und auch Gewalt einer nach dem anderen aus,.... Auch hier alles bekannte Muster.

Was mir wirklcih fehlt sind die Rafinesse und die Spannung aus früheren Büchern ! Daher mag dieses Buch für Erstleser geeignet sein. Seine Fangemeinde stellt Lee Child aber hier wirklich auf die Probe. Dabei gäbe es ja Optionen: Warum muss Jack alleine durch die Welt ziehen,...ohne Partner, ohne Wohnsitz,... er wäre einfach im eine Ausstattung zu geben, die mehr hergibt als nur die Kleidung die er trägt,....
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Oktober 2010
Reacher ist zurück, gut. Nach dem Ende des vorangegangenen Bandes ließ einen Lee Child ja im Ungewissen, ob Reacher die Explosion überlebt hat. Zwar hoffte man als ausgebuffter, erfahrener Leser und Reacher-Fan, daß es weitergeht, aber man konnte nicht sicher sein. In WORTH DYING FOR wird Reacher noch zufälliger als sonst eh schon in ein lokales Problem verwickelt. Mitten im amerikanischen Nirgendwo, wo es sehr viel Land und kaum Menschen gibt, hat die ortsansässige Familie Duncan es geschafft, so ziemlich alles zu kontrollieren, was im Ort passiert. Die Einheimischen fürchten sie und wagen es nicht mehr, sich mit den Duncans anzulegen. Das ist für Reacher genau das Richtige. Der mag es nämlich nicht, wenn Ehemänner einfach mal so ihre Ehefrauen verprügeln, wenn Gastwirte kujoniert werden, wenn Ärzte nur noch im Vollrausch Trost finden usw. Er mischt sich ein. Klar, daß das den Duncans nicht gefällt. Die Bataillone, die sie ausschicken, um mit Reacher fertig zu werden, sind beachtlich. Aber Reacher wäre nicht Reacher, wenn er damit nicht auf seine Weise fertig würde. Daß er dabei noch das schmutzige Geheimnis der Duncans lüftet, einen vor 25 Jahren begangenen Mord aufklärt und die Duncans erledigt, versteht sich fast von selbst.
High Speed, Adrenalin pur, Lese-Suchtstoff. Danke, Lee Child.
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am 31. Dezember 2013
Englische Originalversion gelesen, weil deutsche Übersetzung noch nicht verfügbar! Nach dem Schluß von 61 Stunden war ich nämlich sehr neugierig, wie Reacher das überlebt hat - man erfährt es, aber mehr so nebenbei!
Ansonsten ein gewohnt bis zum Schluss spanneder Thriller - habe ihn wieder in kürzester Zeit ausgelesen. Auf dem Kindle habe ich dabei die Superfunktion der Vokabel Erklärung entdeckt!
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am 29. Oktober 2011
Lee Child annoyed some readers by ending his masterpiece "61 Hours" with `to be continued'. In this sequel, nothing about this adventure is mentioned, except mentioning Jack Reacher (JR)'s severe muscle stress in chest, arms and shoulders from his narrow escape from a deep WW II underground storage facility in South Dakota at the very beginning.
Thumbing his way to Virginia, JR overnights in a motel in a remote Nebraska county long terrorized by the Duncan family who run a transport company. For decades they have monopolized moving crops to market, charging crippling fees. In the first 100 pages, JR dispatches three of their 10 ex-football player enforcers and bodyguards to hospital and lengthy rehabilitation. But why is so much muscle needed for a seasonal job? The Duncan's are bleeding the county's farmers white, but surely they must have another line of business, source of income. How else to afford year-round protection?
The Duncans soon turn out to be part of a supply chain involved in the import and trade in forbidden items or controlled substances into the USA, moved further south by criminal gangs. What the substance is, is for readers to find out. But a delayed shipment's arrival from Canada attracts three pairs of out of state goons to rural Nebraska. They are Italian, Arab and Iranian.
JR is at his best in this book, outpunching and outsmarting his many opponents, relying on logic, induction, deduction, probability and combat experience. He also slowly solves the disappearance, 25 years earlier, of the adopted 8-year old daughter of the woman who cooks him a solid breakfast when he is forced to go on the run in flat, cold, thinly-populated Nebraska. Fabulous piece of writing, every word and sentence in the right place.
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