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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
9
4,2 von 5 Sternen
Woodlanders
Format: Taschenbuch|Ändern


am 16. April 1999
Eigentlich ist es eine ganz simple Story, die Thomas Hardy da zu einem umfangreichen Roman ausbreitet: Es geht um enttäuschte Liebe, verbotene Liebe, Ehebruch und um die Frage, warum nicht etwa die zueinander finden, die zueinander passen. Der Leser muß nur wenige Charaktere auseinanderhalten, es gibt kaum überraschende Wendungen, und oft verweilt Hardy so lange bei einem Detail, daß man nahezu die Geduld verliert. Doch seine immer wieder thematisierte Parallele zwischen dem Wald und seiner Bevölkerung, zwischen dem Wechsel der Jahreszeiten und dem der Schicksale hat schon eine gewisse Faszination. Hardy erzählt mit langem Atem, und den sollte man als Leser auch haben. Aber wenn man bereit ist, sich auf sein viktorianisches Erzähltempo einzulassen, und keine sensationelle Sex-and-Crime-Geschichte erwartet - dann kann die Lektüre von "Woodlanders" durchaus ein Vergnügen sein. Fazit: Eigentlich mehr etwas für lange Winterabende. Tanya A. Wegberg
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 1. September 2008
Die Bewohner von Litte Hintock sind genauso mit ihrem Land verwurzelt, wie die Bäume, die hier so prächtig gedeihen. Zitternd schwanken die Äste, geschüttelt von einem fremdartigen Wind, der unheilvolle Ereignisse in der sonst so friedlichen Einöde ankündigt.

Den Auftakt bietet ein nervöser Frisör, der eigens in den Ort zu kommen, um dem armen Dorfmädchen Marty South ein Angebot für ihr Haar zu unterbreiten. Natürlich ahnt Marty, welches Haupt mit ihren Locken verschönert werden soll: die neue Dame im Herrenhaus, die ihren jugendlichen Zauber mit falschen Flechten erhalten will.
Aber nicht nur ein einfaches Mädchen gerät unter Druck. Auch den jungen Bauer Giles quälen Zukunftsängste. Seine Liebste ist eben nach einer sorgfältigen Erziehung und Ausbildung als feine Dame in ihre Heimat zurückgekehrt und scheint nun zu zart und feinfühlig, um von einem Landarbeiter verehrt zu werden. Außerdem ist da noch der Pachtvertrag, der nur begrenzte Dauer hat. Mit dem Tod von Vater South gehen seine Grundstücke wieder in den Besitz des Herrenhauses zurück und damit ist er der Gnade einer Dame ausgeliefert, die wohl nur sehr wenig für ihn übrig hat.
Während Giles sich den Kopf zerbricht, hat ein ganz anderer Herr schon einen Blick auf seine Braut geworfen. Es ist der neue Doktor Fitzpiers. Ein feiner Herr von adliger Herkunft, der seine Nachbarn unterhält, indem er bis tief in die Nacht in seinem Haus das Licht brennen lässt, weil er geheimnisvolle Studien betreibt.
Das Unheil nimmt vollends seinen Lauf, als sich der alte Mr. Melbury entschließt, seine wohlgeratene Tochter Grace nicht unter ihrem Wert zu verheiraten. Das völlig überrumpelte Kind gibt den schüchternen Giles auf und reagiert geschmeichelt auf die Avancen des charmanten Doktors. Obwohl sie sich über den Charakter ihres neuen Verehrers nicht schlüssig ist, nimmt sie sein Werben an. Doch diese Beziehung hat weitreichende Folgen für die Bewohner von Hintcock...

Thomas Hardy hat sich in diesem Roman, wie auch in anderen Werken der halbillusionären Welt im Südwesten Englands und seinen ländlichen Bewohnern gewidmet. Die bodenständige Natur des dort lebenden Menschen kommt durch die Berührung der sogenannten modernen Denkweise ins Wanken. Wie sich dieser Einfluss auswirkt, zeigt er mit dramatischen Mitteln z.b. als auf Anweisung von Dr. Fitzpiers ein Baum gefällt wird, was den Tod des alten South herbeiführt. Außerdem widmet sich der Autor der Beziehung zwischen Mann und Frau und dem Thema der unglücklichen Ehe. Aus falschen Beweggründen übereilt geschlossen, sind die Eheleute aneinander gebunden und befinden sich in einem hoffnungslosen Zustand. Auch als es zeitweise so erscheint, als ob der Fortschritt der gepeinigten Ehefrau zu Hilfe kommt, wird ihre Hoffnung auf eine neue Rechtsprechung enttäuscht. Auch die feine Felice wird schwer getäuscht. Als unabhängige und gebildete Frau sieht sie sich frei, ihr Liebesleben nach ihren Vorstellungen, frei von üblichen Konventionen zu gestalten. Aber bald fühlt sie sich verbraucht und müde und in ihrer Liebe missbraucht.
Thomas Hardy zeigt auf, wie die Ereignisse die Menschen formen und beeinflussen. In seiner Welt scheinen die Personen fast hilflos den Umständen ausgeliefert und schau-feln sich mit falschen Entscheidungen zusätzlich ein tiefes Grab. Auch wenn es für das Ehepaar dieses Dramas doch noch so etwas wie ein gutes Ende zu geben scheint, mag man sich fragen, ob der Preis für ein wenig Glück nicht ein sehr hoher ist.
Wer sich die Woodlanders vornimmt, sollte keine Abneigung gegen detailgenaue und weitschweifige Erklärungen haben. Wer sich auf den etwas gewöhnungsbedürftigen Stil des Autors einlässt, wird bald seine Freude an den kleinen Zitaten und Anmerkungen haben, die dieser mit Vorliebe in den Text einfließen lässt. Gegen Ende heißt es noch einmal durchhalten. Ja, es ist schade, dass Hardy so an Hintock als Dreh- und Angelpunkt festklebt. Sicher wäre es unterhaltsamer gewesen, Dr. Fitzpiers auf seine Besinnungsreise zu folgen. Aber was hilft es. Hardy schafft es am Ende dann doch noch einen überzeugenden Schluss anzubringen. Das gleicht einige unnötige Längen im Gesamtwerk aus.
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am 27. Oktober 1999
Discovered I had a copy of this in my library from I don't know how long ago, and read it this week. This overlooked Hardy (not one of the hackneyed school list titles) would be a good choice for a book group. Unusual plot covering 3 social classes and their interconnections reminded me of Middlemarch, as well as the theme of rural England being slowly industrialized. I always forget how blatant and "modern" Hardy can be in his discussion of sexuality, as well. Well worth your time if you've forgotten how good Hardy can be.
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am 16. Juni 1999
This is one of the Hardy novels not in his "big 5", but the one he said he thought he liked best as a story. I've been amazed with the economy and beauty of the language of this writer. He's a true expert on a rural way of life that will never again exist, and should be preserved. Interesting characters, remarkable imagery, and a terribly sad ending. I think I'll have to read most of his novels and poems before I pass on....
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am 3. März 1999
It took me a few pages to see that every sentence had a meaning that was unique and special. Hardy's understanding of the human condition and the human comedy is so impressive. After reading The Woodlanders, I yearn to visit the places that he described. Where is Stoy Hill? I would like to know as I am going to England soon for a long holiday. I am almost finished with the book and I am lingering because I am getting to the end and I don't want to finish! Hardy is a pure genius!
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am 25. Mai 2000
Hardy is my favourite poet, but I've always found the novels hard-going, too determinedly grim, too schematically fatalistic. For the first third of this novel, I felt the samme way, dutifully admiring the prose, but not really enjoying. Then I left it for a few months, read Proust, and came back to it. I started kicking myself.
It's a masterpiece, an absolute joy for two reasons. Not the characters, who rarely rise above their stock roles - the decent, honourable heroine impossibly torn between passion and propriety; the manly, back-to-nature hero, who could come straight from COLD COMFORT FARM); the impoverished aristocratic cad; his wealthy lover, the promiscuous bored ex-actress golddigger; the bumbling middle-class trader of lowly origins.
What astonishes first is Hardy's plot, related by a weirdly troubling narrator, awesomely intricate in itself, but full of an almost Nabokovian sadism. Situations, desires, hopes are set up and cruelly dashed as the beautiful narrative machinations begin cranking - the man-trap scene had me literally sweating. This irony, however, also has an emotional effect, as it reveals characters trapped by the social, gender and psychological limits the plot symbolises, and forces them into a humanity beyond their stereotype.
Mostly, though, this is a novel written by a poet, and in its animation of the sexually charged woods, the lanes, glades, fields, sunsets, dawns, storms, drizzles, winds, breezes, nature is the book's true hero, full of almost supernatural agency. Hardy's gifts of description, his unearthing the unearthly, the uncanny, the inexplicable beneath the surface, are unsurpassed in Victorian fiction; while his non-didactic anger at social injustice is so much more compelling than the more literal Dickens'.
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am 3. Juli 2009
Thomas Hardy ist ein Autor den es in Deutschland noch zu entdecken gilt; aber wenn man in der Handlung bis zur Mitte durchhält wird es meist spannender als irgendein Kriminalroman. Die richtige Lektüre für lange Regen- oder Wintertage.
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am 16. Januar 2000
This is one of my favourite Hardy novels. As some others have noted, it's not one of the "big 5" but certainly worth reading. Hardy's descriptions of the woodlands are beautiful, and I found the ending to be one of his most unpredictable. I wouldn't recommend reading it if you are feeling down, as the ending is sooooo wonderfully tragic (hehe), or if you're not a fan of Hardy's prose style, but otherwise it's a wonderful read. Very personal as well. I got the feeling it was written just for me :)
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am 6. Dezember 1997
Hardy has unaccountably won classic status by writing arcadian clap trap. The setting is bizarre, and not his own, the time similarly, the characters two dimensional and at times grossly irrational - they done fings differnt then - and the plot wearisome. It's like Monty Python and the Holy Grail meets Neighbours- without the class.
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