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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
17
4,5 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 31. August 2012
Das Buch fällt in den Bereich literarischer Reisebericht ähnlich den Büchern von Helge Timmerberg oder Andreas Altmann.

Der Autor erzählt von seiner Zeit in Neuseeland und von den Leuten, denen er begegnet ist.
Das führt zu einer großen Anzahl kleiner und kleinster Portraits von normalen Leuten, meistens aber eher ungewöhnlichen Menschen.
Fast immer sind es alltägliche Gespräche auf der Straße oder in Kneipen, die den originellen Stoff bieten.
Ich schätze an den Autor sehr, dass er die Menschen so genau beobachtet und dann ehrlich über sie berichtet. Nicht geschönt, aber immer mit einer gehörigen Portion Sympathie. Das gilt selbst für die Leute, die wenig sympathisch handeln.

Oft sind die Geschichten sehr kurz, mehr Skizzenhaft als mit viel Handlung unterlegt.
Das Lesegefühl dabei lässt mich an episodenhafte Romane von John Steinbeck denken, z.B. Die Straße der Ölsardinen oder Die wunderlichen Schelme von Tortilla Flat.

Das ganze wirkt dann noch stärker, wenn Martn Bettinger nicht nur in seiner Sprache erzählt, sondern den jeweiligen Erzähler eine eigene Sprachfärbung verleiht.
Martin Bettinger spürt den besonderen Momenten des Alltags nach.
Viele Personen tauchen mehrfach in den kleinen Geschichten auf, dadurch gewinnt das Buch eine Geschlossenheit.

Sprachlich ist das Buch durchgängig interessant. Oft dominiert eine milde Form von Ironie.

Manche der Kapitel sind so kurz gehalten, dass sie nahezu zur Lyrik werden.

Beispiel

Wenn der Tag beginnt.
paddelt Marlynn zur kleinen
Insel hinüber. Zurückkommend
trägt ihr Hemd eine Zeichnung
aus Salz. Als hätte ihr
Das Meer einen Brief geschrieben.
Jeden Tag einen Neuen.

Für mich ein ganz besonderes Buch!
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am 30. Oktober 2015
Bis in den Stil der Anmerkungen hinein sind diese Texte bemüht, Reiner Kunzes Jahrhundertwerk "Die wunderbaren Jahren" nachzuahmen. Besonders gelungen ist:

KONJUNKTIV

'Wo geht's jetzt weiter?'
'Im Zweifelsfall immer nach oben.'
Wir hängen in einer Klettertour in der Südpfalz.
Allzu schwer ist sie nicht.
Er hat lange Philosophie studiert. Jetzt
ist ihm der Sinn abhanden gekommen.
Mit Händen und Augen tastet er immer wieder die Felsplatte ab,
als suche er nach verborgenen Zeichen.

'Klemm oder spreiz', rufe ich nach unten, 'aber mach endlich was!'
Resigniert schüttelt er den Kopf.
'Da ist nichts. NICHTS. ' Hegel''
'Hegel ist heute nicht hier!'
Er tastet weiter.
'Wenn da was wäre' oder hier' Ein winziger Griff' ein Tritt'
'Der Konjunktiv hat am Fels nichts zu suchen!' sage ich.
Er hält inne. Starrt den Fels an. Dann
geht ein Leuchten über sein Gesicht.
'Der Konjunktiv hat IM LEBEN nichts zu suchen'!'
Er setzt den Fuß auf Reibung, greift den winzigen Kiesel, der
eben noch nichts war, drückt sich durch und ist oben.
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am 17. September 2012
Martin Bettinger zeichnet Menschen und schenkt der Lesegemeinde Einsichten, so klar und anschaulich, dass man sich wünschte, dem einen oder anderen Typen wäre im Anschluss an dieses Buch ein eigener Roman gewidmet. Kann ja vielleicht sein. Ich kann die Lektüre nur empfehlen, zum einen weil diese zu Fernweh führen kann, zum anderen weil dies eben nicht zwingend so sein muss. Insoweit sei an die klassische Andeutung im Titel der Rezension erinnert. Es menschelt nunmal überall, nur selten ist dies so unterhaltsam wie nachdenklich präsentiert und auf einen territorialen Punkt gebracht worden.
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am 11. September 2012
Herrlich ehrlich, manchmal tragisch und amüsant zugleich, ironisch aber menschlich.
Die Kurzgeschichten erzählen in ihrer Knappheit vom Leben der Menschen in Neuseeland, ihren Wünschen, Bedürfnissen und vor allem Sehnsüchten. Da kommt der umherziehende und nach Glück suchende Backpacker, der umherstreuende Ich-Erzähler, der nicht so ganz in das Bild der dort Lebenden passen mag, Auswanderer, Lebensgenießer,... da findet sich jeder ein Stück weit selbst. Da bemerkt man erst recht spät, dass man diesen Menschen in weiter Ferne in ihrem irrtümlichen Paradies in seinem eigenem Alltag näher ist als man denkt und einem manchmal lieb ist.
Wo der Tag beginnt: Stories aus Neuseeland
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am 20. September 2012
Martin Bettinger beschreibt auf witzige, treffende Art die "Typen", die die golden bay bevölkern: Heilsucher, Arbeitsscheue, Lebenskünstler, zum Teil verschrobene doch liebenswerte Menschen, von denen ich auch einige kennen lernen durfte.
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am 20. September 2012
Manchmal stößt man auf Bücher, die einen sofort ansprechen.
"Wo der Tag beginnt" ist so ein Fall.
Martin Bettinger skizziert darin mit wenigen Worten herrliche Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben.
Die wunderbar leicht geschriebenen Texte erinnern an die subtilen Finessen guter französischer Filme.
Wie dort, so steht auch in Bettingers Buch der Mensch im Vordergrund. Der Mensch mit, wie er sagt, all seinen "alten Fehlern".
Bettinger versteht es, gerade diese auf liebevolle Art als das darzustellen, was sie eigentlich sind - das, was unser Leben so abwechslungsreich und spannend macht.
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Mich interessieren Bücher, die über das Land, Leute und Kultur berichten. Das Buch fand ich daher interessant, weil es um Aussteiger geht, die nach Neuseeland gezogen sind. Aussteiger, die berichten vom Leben dort, über das Besondere Neuseelands und dem neuen Leben.

Da lag ich völlig falsch. Das Buch ist eher ein Gedichtband oder voller Kurzgeschichten über die Personen.
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am 6. Februar 2016
Dies ist ein wirklich sehr unterhaltsames Buch. Die kurzen Geschichten sind locker und witzig in guter Sprache geschrieben. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe es auch einer Freundin geschenkt, die einen längeren Neuseeland-Urlaub hinter sich hatte. Sie war ebenfalls begeistert.
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am 28. September 2015
Der Reiz der Geschichten hat sich mir nicht erschlossen. Schon nach dem ersten Reinschmökern war mir klar, dass das Buch nicht mein Fall ist - also zurück.
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am 29. September 2012
Auch in seinem neuesten Buch fasziniert Martin Bettinger wieder mit seiner Erzählhaltung, die einen zur Leichtigkeit verführt. Mit ihm und seiner unvoreingenommen Sichtweise betrachtet man das Leben, in all seinen Dimensionen.
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