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am 1. November 2012
Judy Collins: Wilflowers/Who Knows Where the Time Goes. Rhino 8122 73393-2.

Judy Collins' siebtes und achtes Album bestätigten, dass sie ihre Karriere als reine Folk-Sängerin endgültig hinter sich gelassen hatte. Allerdings sind die beiden Alben so unterschiedlich, dass es hier nicht wirklich passt, dass beide auf einer einzigen CD gepresst wurden.

"Wildflowers" ist gewissermaßen die Fortsetzung von "In My Life". Die Lieder sind hier nicht mehr so theatralisch ausgerichtet, aber es wurde wieder ein Begleitorchester unter der Leitung von Joshua Rifkin bemüht: Streicher, Flöten usw. geben dem Ganzen (neben den Texten natürlich) tatsächlich einen meditativen Touch. Die beiden Seiten der LP fingen jeweils mit Liedern der damals noch nicht bekannten Joni Mitchell an. "Michael from Mountains" ist ein melodiöses und sehnsuchtsvolles Liebeslied, das Joni als erste Track ihres allerersten Albums auswählen sollte. "Both Sides Now" ist, wenn man sich den Text zu Gemüte führt, ein ziemlich zynisches Lied, das die Gefühle einer Enttäuschten zum Ausdruck bringt. Joni hat es in der "einfachen" Version auf "Clouds" eingespielt; Judy Collins' Version mit ihrer rhythmischen und attraktiven Begleitung war von vornherein "Hit"-verdächtig und schaffte es, zumindest in Großbritannien, viele Monate nachdem der Single auf den Markt gekommen war, in die Charts.

Drei Lieder von Leonard Cohen führen fort, was Judy Collins bereits auf "In My Life" angefangen hat. "Sisters of Mercy" und "Hey, That's No Way to Say Goodbye" wurden von Cohen selbst auf seinem ersten Songbook-Album eingespielt, und viele würden seine Versionen bevorzugen. Judy Collins klingt hier ein bisschen zu abgeklärt. Das Cohen-Lied "Priests" gehört zu Cohens düsteren, melancholischen Produktionen, und er hat es selbst nie aufgenommen. Es war Cohen, der Judy Collins aufgefordert hat, eigene Lieder zu schreiben. Gleich drei davon hat sie hier mit aufgenommen. "Since You Asked" und "Albatross" haben mich damals fasziniert, "Sky Fell" ist bei aller Kunst ein Lied, das man schnell wieder vergessen kann.

Abgesehen von diesen Liedern gibt es hier noch eine Ballata des mittelalterlichen Komponisten Francesco Landini, die Joshua Rifkin wohl vorgeschlagen hat. Judy singt auf italienisch, aber ihre Aussprache ist nicht sehr überzeugend. Das gleiche gilt für ihr Französisch auf "Le Chanson des Vieux Amants" von Jacques Brel.

"Who Knows Where the Time Goes" entstand in Kalifornien und war wohl das Ergebnis der stürmischen Romanze zwischen Judy Collins und Stephen Stills. Das Album wird durchgehend von elektrischen Instrumenten begleitet und klingt sehr nach dem damals gängigen "Folk-Rock". Mich persönlich ist das letzte Lied "Pretty Polly", eine traditionelle Ballade, am meisten nahe gegangen - das war das Lied, das mich damals (als Schüler) zum Judy Collins-Fan werden ließ. Weitere Höhepunkte sind Sandy Dennys "Who Knows Where the Time Goes" und Ian Tysons "Someday Soon" (mit heulender Hawaii-Gitarre). Judys eigenes Lied "My Father" ist zwar sehr langsam, aber voller Gefühl und zum Nachdenken geeignet. Bob Dylans "Pity the Poor Immigrant" ist schön zum Anhören, aber ich habe den Text nie nachvollziehen können. Das gleiche gilt für zwei super-düstere Leonard-Cohen-Nummern, die es hier zu hören gibt: "Story of Isaac" hat in Wirklichkeit nichts mit der biblischen Geschichte zu tun, während "Bird on the Wire" eine einprägsame Melodie hat, aber meines Erachtens einen ziemlichen Unsinn darstellt. "Hello, Hooray" (R. Kempf) und "First Boy I Loved" (R. Williamson) machen die neun Tracks voll.

Dass "Who Knows Where the Time Goes" Judy Collins' bestes Album gewesen sei, behaupten sicher nur solche, die gern Rockmusik hören. In Wirklichkeit waren - aus meiner Sicht - ihre früheren Alben wesentlich besser. Ohne Stephen Stills wäre "Who Knows Where the Time Goes" sicher nicht zu Stande gekommen. Judy Collins hat sich nach dem Album wieder von ihm getrennt, und auch ihre musikalischen Wege gingen weit auseinander.
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Judy Collins was trained in classical music, but became interested in folk music before beginning her recording career as a traditional folk singer in the early sixties. As the sixties progressed, she absorbed other influences.

Wildflowers, from 1967, utilized orchestral backing that replaced the simple guitar that dominated the instrumentation on her earliest recordings. However, Judy's outstanding voice still retained its place as the primary instrument over all others. The album features three of Judy's own compositions (Since you asked, Sky fell, Albatross), three of Leonard Cohen's (Priests, Sisters of mercy, Hey that's no way to say goodbye) and two of Joni Mitchell's (Both sides now, Michael from mountains) among its ten tracks. One of the other two tracks (Song of old lovers) is a translation of a Jacques Brel song, while the other (A ballata of Francesco Landini) is a very old Italian song. Both sides now (which Joni begged Judy to record) provided Judy with an American top ten pop hit, thereby catapulting both Judy and Joni into the big time. Joni later recorded her own version (first released on Clouds) as did countless other singers including Glen Campbell, Andy Williams and Neil Diamond among others.

Who knows where the time goes?, from 1968, represented another stylistic change, this time to a country-folk-rock sound, the instruments even including a steel guitar played by Buddy Emmons. This album features a broader range of songwriters, though still mostly steeped in the folk music tradition. This was a nine-track album, but the length of some of the tracks makes the playing time about the same as for a normal ten-track album of the era. Judy only wrote one song here (My father) but included two of Leonard Cohen's (Story of Isaac, Bird on the wire). There's also a Bob Dylan song (Poor immigrant) while the title track was written by Sandy Denny, the British singer-songwriter who first came to public attention via the Strawbs and, later and more famously, Fairport Convention. For all the brilliance of these tracks, the standout on this album is Someday soon, an Ian Tyson song that provided Judy with another American hit single. The song has become a country standard, being covered by Crystal Gayle and Suzy Bogguss among others.

These two albums represent, for some, the very best period of Judy's career. It's easy to understand why people think that way, but Judy recorded many other excellent albums that are worth hearing. If these two are Judy's best (and I'm not sure if they are), there are several others that are not far behind them.
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am 14. Mai 2010
Im Schuber mit gewohnt informativem Booklet gibt es Judy Collins' Alben 7 und 8 in ausgezeichneter Klangqualität zusammen auf einer CD.
"Wildflowers", ihr 1967er Album, enthält neben drei bemerkenswerten eigenen Melodien ("Since You Asked", "Sky Fell" und "Albatros"), drei Stück aus dem Songbook Leonord Cohens und zwei aus jenem von Joni Mitchell, zwei von ihr bevorzugte Autoren. Dazu kommt Francesco Landinis "Lasso! Di Donna", das aus dem 14. Jhdt. stammt und Jacques Brels "La Chanson Des Vieux Amants". Diese Songauswahl unterstreicht den medidativen Charakter des Albums nachdrücklich. Es ist nicht bloß eine Zusammenstellung verschiedener Songs, es ist eine zur Kunstform erhobene Auswahl. Sind schon ihre eigenen Stücke feinsinnig, nachdenklich und tiefschürfend, werden selbst bekannte Titel wie Cohens "Sisters of Mercy" oder Mitchells "Both Sides Now" fernab jedweden Klischees kunstvoll arrangiert und interpretiert. Es ist ein Album das die Seele berührt und den Alltag vergessen läßt. Man muss sich nur die Zeit und die Muse dafür nehmen.
Von ganz anderer Art ist das nachfolgende Album 8, "Who Knows Where the Time Goes" von 1968. Gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Stephen Stills und einer Reihe bekannter L.A. Musiker gelang ihr eine Annäherung an den zeitgenössischen Rock, die man von ihr so nicht erwartet hätte. Viele Rezensenten bezeichnen es als ihr bestes Album. Da es dabei sehr auf den Gesichtspunkt ankommt, möchte ich mich da nicht so eindeutig festlegen. Fest steht aber, es ist eine ganz starke Platte.
Collins greift zwar auf bewährte Songschreiber wie Leonard Cohen ("Bird on the Wire", das biblische "Story of Isaac") oder Bob Dylan ("I Pity the Poor Immigrant") zurück, entdeckt aber auch neue Autoren wie Ian Tyson ("Someday Soon", das für sie zum Klassiker wurde) oder gar Robin Williamson von der ISB, dessen "First Boy I Loved" mit einer Länge von über 7 Minuten klar die Stimmung des Albums vorgibt. Der bekannt schöne Titelsong erfährt durch Collins und Stills eine geschmackvolle Aufbereitung. Ihr eigenes "Father" mag etwas müde wirken, dafür sind ihre Cohen Interpretationen faszinierend. Die Mischung der Songs - Folk, Rock, Country - macht es aus. Es ist ein Meisterwerk und Collins entpuppt sich als starke Erzählerin komplexer Stoffe.
Beide Alben sind derart unterschiedlich, sodass sich für die Zusammenfassung auf einer CD außer dem Erscheinungskontext kein Grund ergibt. Aber durch das Programmieren des Players kann man bequem je nach Stimmung entweder meditative oder rockige Musik hören. Beide Alben sind Kleinode, welche der wahre Musikfan nicht übersehen sollte.
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