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am 31. Dezember 2014
Wenn man erstmal begonnen hat es zu lesen, kann man es schwer zur Seit legen und man liest die Nächte durch! Macht wirklich Spaß und man kann es sehr gut ein 2tes mal lesen! Ein schönes Buch!
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am 13. April 2015
„Da wird Blut fließen.
Darauf könnt ihr euch verlassen.“

Kann mir jetzt bitte endlich jemand verraten, wer das Model auf dem Cover ist? Ich find’ den ja so was von ansprechend. Was auch neben dem Klappentext, der Grund ist, wieso ich spitz auf dieses Buch war. Hab’s sogleich meinem Kerl verzählt. Und kaum, dass ich das nächste Mal in der Buchhandlung war: Zack, da Schatz! Seit längerer Zeit mal wieder ein Steifen, den er vor mir gelesen hat. Mit den Worten: „Brich alles andere ab! Lies das sofort!“ Und ich werde mich jetzt nicht noch einmal darüber mokieren, dass ich dem Verlag wirklich böse bin, einfach eine ‚1‘ auf den Buchrücken zu klatschen, obwohl es bereits vor etlichen Jahren eine deutsche Übersetzung der ersten Bände gab (siehe unten) und demnach dieses Buch IRGENDWO mittendrin spielt. Was auch viele Punktabzüge meinerseits erklärt, denn ein paar Dinge sind einfach kaum greifbar gewesen.

Das zur Vorgeschichte, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Ich bereu es gar nicht. Es hat mich wunderbar unterhalten. Superkräfte, Spielkarten, RealityTV und dann RUMMS Moral, Ethik und Krieg. Ich hielt das Werk für eine Anthologie und möchte noch einmal betonen: es ist HERAUSGEGEBEN von G.R.R.Martin. Er selbst hat zwar eine der Geschichtenschnipsel beigesteuert („Crusader“) aber die Haupthandlung stammt aus der Feder von Daniel Abraham. Neun Autoren insgesamt haben an diesem Buch geschrieben und es sind KEINE in sich geschlossenen Kurzgeschichten, wie ich anfänglich vermutete. Es gibt von mir daher einen dicken Pluspunkt für das ‚Rollenspiel-Feeling‘ welches ich so ähnlich beim Hobby ‚ForenRPG‘ erlebe.

„Du hast das Spiel genau richtig gespielt.“

Die Handlung umreißt zwei Teile, wenn man so will. Den Anfang macht ‚Hive‘ dessen Körper sich zerlegen kann in einen sich regenerierenden Wespenschwarm. Er und 27 andere mit teils genialen, teils unnützlichen erscheinenden Fähigkeiten werden vom TV Team gecastet und in vier Gruppen zu je sieben Mitspielern aufgeteilt. Team: Herz, Pik, Karo und Kreuz. Sie ziehen in je eine Villa, überall gibt es installierte Kameras und frei bewegliche Teams die ihnen an den Fersen kleben. Das BigBrother Ambiente ist gewollt. Die Teams sollen Aufgaben bewältigen, zB "Rettet alle Bewohner eines brennenden Hauses". Die Gruppe die am schlechtesten abschneidet muss ein Mitglied raus wählen. In einer separaten Villa der Looser bleiben die Ausgeschiedenen hängen und warten auf das Ende der Staffel. Zu gewinnen gibt es den Titel: American Hero und Geld.

Aber was ist das? Es tauchen im Verlauf der Handlung die aus verschiedenen Sichtweisen - immer mal wieder zurück beim Wespenmann - erzählt wird, andere Charaktere auf und langsam gleitet die Story ab. Jonathan Hive ist dann später nicht der einzige, ihm zur Seite gesellt sich das Schnubbelchen vom Cover: ‚Lohengrin‘ und der ausgebrannte ‚Fortune‘. Dem Fortune sitzt neuerdings ein Edelstein in der Stirn, welcher eine äqyptische Seele beinhaltet und zusammen reisen sie nach Äqypten und mischen sich dort in den laufenden Krieg zwischen mehreren Parteien ein. Die restlichen Kandidaten vom ’Spiel der Spiele’ beobachten bald viel intensiver die Berichterstattung Hives, welcher über einen Internetblog kommuniziert und von seinen Erlebnissen erzählt, als die Show zu verfolgen.

Das Spiel wird unwichtig, angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen auf einem anderen Kontinent. Wer gewinnt beinah zu bemitleiden. Beinah, denn da das Geschehen so weit weg reißt von der anfänglichen Handlung, war mir das getrost egal, was dort geschieht. Schlußendlich packen noch mehr gecastete Helden, die über die Show ihre Fähigkeiten entdeckt und trainiert haben und zu verschiedenen Einsichten gelangt sind, ihre Sachen ebenfalls und wollen im echten Kampf mitmischen und echte Helden werden. Merkt ihr was? Ja, die Grundabsicht dahinter ist mehr als offensichtlich. Was nützt dir dieser unterhaltungsmediale Ruhm, wenn auf der anderen Seite der Erde, echte Menschen ermordet werden?

„Manchmal geht es vielleicht einfach bloß darum,
dass man einen denkwürdigen Abgang hinlegt!“

Die Stücke, die mir nicht gefielen, sind auffällig auch im Stil gebrochen. Der Wechsel zu Ich-Perspektive und anderer Zeit (zB. Michael Cassutt: "Auf der Suche nach Jetboy") ließen mich schwer schlucken. So eine Rahmenbedingung wie: Lasst uns alle Neun zumindest in der Vergangenheitsform schreiben, hätte mir besser gefallen. Für so viele Charaktere wie hier geboten, sind zu wenige dabei die ein eigenes Stück bekommen haben. Namen, die für die gesamte Handlung wichtig sind, gehen unter, andere vermisst man schmerzlich. Zudem beschleicht mich das Gefühl, dass man mit vielen der Leute hätte rechnen können, dass man sie kennen könnte, wenn man die anderen Bände gelesen hätte! In der Fülle der Charaktere kommt man ganz schön ins Schwitzen. Nur die Castingshow, dafür aber ausgearbeiteter hätte mir mehr gelegen um dann darauf hin zu deuten, dass es im nächsten Teil mit dem lebensgefährlichen Teil in Ägypten weiter geht.

Allein der Einstieg, in dem wirklich höchst eilig umrissen wird, womit wir es hier zu tun haben. Irgendwas mit Aliens, Virus, irgendwas mit Assen und der Pik-Dame hat mich Stirnrunzelnd zurück gelassen. Ich hatte bis zur Hälfte des Buches keinen Schimmer wie man ein Ass und einen Joker auseinander halten soll. Für dieses Buch und deren Figuren muss man viel Vorstellungskraft bemühen. Nilpferdköpfe, halb materialsierte Menschen, dessen untere Hälfte aus einem Insektenschwarm besteht und ‚Drama Boy‘ mit sechs Armen samt Schultern: Versucht es nicht zu zeichnen! Diese Entartungen muss man hier einfach hinnehmen. Wenn man sich darauf einlässt ist es aber amüsant.

Fazit:

Was zum Henker, fällt denen denn bitte ein, sich in den Krieg anderer ungefragt einzumischen und die Lorbeeren zu ernten? Das war nicht gut, nein, das war einfach nur: "Pfui!" Ansonsten versuchen alle Autoren ja die gesamte Bandbreite an Kulturen, Herkunftsländern und Hautfarben aufzusammeln. Allerdings bedienen sie auch sehr viele Klischees. Ob ich dennoch dazu gekommen bin, unter den vielen Charakteren einen Lieblingschar zu finden? Oh ja. Noel. Der auftaucht und von dem man denkt, er hätte gar keine Fähigkeit. Der sich aber als erstaunlich mieser Mitspieler entpuppt. Hätten sie den Krieg im eigenen Land ausgefochten würde dieses Werk von mir viele Pluspunkte erhalten.

Für das Zusammenschreiben seit Jahrzehnten und einen gewissen Kultstatus vergebe ich keine Sonderpunkte. Und das Cover hat mich auch zum Narren gehalten und mir den ’schwarzen Peter’ zu geschoben. Lohengrin ist gar kein Held für mich… obwohl eben weil er solche gravierenden Macken hat, ja vielleicht doch schon wieder sympathisch? Herausragend war der Charakter "Rostbelt", an ihm konnte man wirklich sehen, wie Vorurteile und Verleumdung wirken. „Drummer Boy“ war lustig und arrogant, es kam aber schon recht platt rüber, wie er den gewissen ’Sinn des Lebens’ am Ende angehen will.
Die Reihe, alles zusammen genommen, ist bestimmt sehr interessant. Einfach mitten rein geworfen zu werden, kann ich nicht verzeihen. Hier wurde nicht mit offenen Karten gezockt.

Urteil:
„Mach einfach das Beste draus.“

Ärgernis:
Macht den narrischen Aufkleber: "Hrsg. vom Autor von 'Das Lied von Eis und Feuer' Game of Thrones" weg und zwar flott. So ein Unfug mit dem Namen auf diese Art zu werben. Das hat doch gar nichts miteinander zu tun!
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am 7. April 2015
Ich finde die Wild-cards-Reihe, soweit ich sie im deutschen lesen konnte unglaublich cool und packend. Was auch immer den Verlag blanvalet bewogen haben mag die ursprüngliche übersetzung nach Band 6 einzustellen, nun wird mit Band 18 wieder durchgestartet. uns doofen fantasylesern wird das ganze als Band 1 verkauft und die tatsache ignoriert, dass die handlung seit dem echten Band 1 aufeinander aufbaut. es wäre lustig wenn es nicht so traurig wäre. der Verlag hat auf meine anfrage in aussicht gestellt eventuell und ganz vielleicht irgendwann einmal die ganze Reihe nochmal zu veröffentlichen. Wer es glaubt. Dabei gäbe es keinen besseren Zeitpunkt für eine neuauflage dieser super spannenden Reihe. ich lege jedem der die wild cards lesen möchte die alten kitschig aussehenen heyne ausgaben ans Herz. von Band 18 würde ich die Finger lassen solange die vorigen bände nicht auch übersetzt wurden . alleine schon um diese verarsche nicht zu unterstützen. oder, wer die geduld aufbringt, ab Band 7 auf englisch weiter zu lesen. bei 18 einsteigen kann nur in die Hose gehen .
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am 14. Oktober 2014
Der Klappentext machte einen interessanten Eindruck, jedoch fand ich das Buch beim Lesen eher anstrengend. Die Figuren haben unterschiedliche Namen, was ich sehr verwirrend fand. Manchmal weiß man gar nicht mehr, um wen es eigentlich geht. Möglicherweise liegt das daran, dass das Buch nicht nur aus der Feder von Martin stammt. Aber das habe ich leider erst am Ende heraus gefunden.
Ich habe Bücher bisher immer zu Ende gelesen, aber bei diesem war ich drauf und dran, es nicht zu tun. Bis zum Ende hat sich mir der Sinn der Handlung nicht so recht erschlossen.
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am 3. Juli 2017
Erster Satz:
Kaum hatte die Menschheit die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs überstanden, da brach bereits das nächste Unheil über sie herein.

Cover:
Das Cover passt super zum Buch, spricht mich persönlich aber trotzdem nicht hundertprozentig an. Darauf ist eine selbstbewusste junge Frau zu sehen, im Hintergrund eine Stadt, Sturm, Pflanzen und es scheint Chaos zu herrschen. Das alles passt super zur Geschichte.

Meinung:
Wild Cards - Das Spiel der Spiele ist mein erstes Buch das ich von George R.R. Martin gelesen habe, obwohl es ja schon sehr viele Bücher von ihm auf dem Markt gibt, trotzdem konnte ich mich nie richtig durchringen eins davon zu lesen. Als ich dann auf der Verlagsseite von Blanvalet gesehen habe dass es von dieser Reihe einen ersten Band gibt, dachte ich jetzt oder nie. Blanvalet bringt die Wild Cards Reihe (2. Generation) als Taschenbuch raus, von Panhaligon sind diese Bücher aber schon als Paperback Ausgabe zu haben. Der erste Band Das Spiel der Spiele ist im Penhaligon Verlag bereits im August 2014 erschienen.

Die Erzählperspektiven wechseln zwischen den verschiedenen Protagonisten und so hatte ich eine ganze Zeit lang Schwierigkeiten mit den Namen klar zu kommen. Immer wenn ich mich an einen Charakter und dessen Umfeld gewöhnt hatte, kam der nächste dran. Es gab viel zu viele unterschiedliche Charaktere, die man auf die Schnelle überhaupt nicht einordnen konnte und genau das hat anfangs meinen Lesefluss gestoppt. Im Laufe des Buches hat sich das dann aber etwas gebessert oder ich habe mich einfach daran gewöhnt.

Der Anfang der Geschichte spielt in Ägypten und man hat Leser erstmal keinen Schimmer was eigentlich los ist. Es wird nicht viel erklärt und gleich zum Punkt gekommen. Ich habe mich danach aber lange gefragt ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt zu dem Rest der Geschichte. Als dann irgendwann Licht ins Dunkle kam, musste ich nochmal zurück blättern weil ich mich wegen den vielen unterschiedlichen Charakteren schon gar nicht mehr erinnern konnte wer, wie, was sich am Anfang ganz genau abgespielt hat.

Wie im Klappentext rauszulesen ist, geht es in dem Buch um eine amerikanische Castingshow in Amerika. Ich war gespannt was da alles auf einen zukommt als Leser. Es geht um Asse, die Bewerbung für diese Castingshow, die Auswahl und danach um die verschieden Aufgaben die die Teams gestellt bekommen, wobei das Licht immer wieder auf ein anderes Team fällt von dem ein Charakter aus seiner Sicht erzählt. Es entstehen Freundschaften, Feindschaften und Liebeleien. Es gibt glorreiche Siege und natürlich Niederlagen. Jedes Team und jedes Teammitglied geht anders damit um. Die Geschichte um die Castingshow hat mir gefallen und ich war gespannt wer gewinnen wird. Esgibt viele unterschiedliche Charaktere die man im Laufe der Geschichte kennenlernen durfte, in dessen Gefühlswelt man eintauchen durfte und dessen Vergangenheit man teilweise kennengelernt hat. Da es so eine große Anzahl an Protagonisten gibt, kann ich zum Schluss gar keinen Liebling benennen.

Der zweite Teil der Geschichte von dem ich anfangs überhaupt nichts geahnt habe, spielt dann in Ägypten. Der Weg dorthin und wie man als Leser plötzlich aus der Welt von American Hero rein in einen blutigen Krieg in Ägypten gestoßen wird, hat mir gefallen und der Geschichte einiges an Spannung gegeben. Die Idee fand ich gut und ich konnte auch verstehen warum Fortune sich in den Krieg eingemsicht hat, nicht aber warum Lohengrin und Hive sofort mitgemacht haben und der Rest der Bande ohne groß zu überlegen hinterher ist, denn zum Schluss hat sich niemand von denen ganz genau mit dem Hintergrund beschäftigt.

Trotzdem war es spannend und die Geschichte konnte mich fesseln. Zum Schluss gibt es noch einige Überraschungen und es tritt ein Charakter in den Vordergrund der das ganze Buch über augenscheinlich ziemlich unscheinbar war. Diese Wendung hat mich wirklich überrascht und lässt noch einiges offen für den zweiten Teil.

Ich hätte mir gewünscht dass zu Beginn der Geschichte etwas mehr erklärt worden wäre über Asse und Joker im Allgemeinen. Es wird nur angeschnitten und ich habe lange gebraucht um zu verstehen was Asse und Joker sind und wie es dazu kommt das aus diesen Personen Asse und Joker werden. Etwas mehr Hintergrundwissen hätte nicht geschadet.

Dieses Hintergrundwissen hätte ich sicherlich gehabt wenn ich die Reihe Wild Cards - Die erste Generation gelesen hätte. Leider habe ich mich aber erst nachdem ich dieses Buch beendet habe damit beschäftigt dass es noch eine andere Reihe gibt. Die Asse und ihre Fähigkeiten konnten mich aber überzeugen. Es wurden viele tolle Ideen ausgearbeitet und unter den vielen Charakteren und Fähigkeiten ist für jeden etwas dabei. Hive kann sich zum Beispiel in einen Schwarm Wespen auflösen, Lohengrin kann eine Rüstung die ihn unverwundbar macht und sein strahlendes Schwert herbei rufen und so spielt dieser oft den weißen Ritter nur ohne Ross. Es gibt noch viele weitere die ich hier aber nicht alle aufzählen möchte.

Fazit:
Wild Cards - Das Spiel der Spiele ist der erste Band der zweiten Generation und ich denke man sollte lieber erst die Reihe der ersten Generation lesen, denn ich hoffe das man dann viel mehr Hintergrundinformationen hat und dadurch das Lesen dieses Buches mehr Spaß macht. Mir hat die Idee der Asse und Joker gefallen und ich finde es gehört viel Fantasie dazu sich so etwas auszudenken. Da ich aber am Anfang einige Schwierigkeiten hatte mich in die Story reinzufinden, vergebe ich von 4 von 5 Sterne.
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am 23. April 2017
Inhalt

In der Zukunft. Durch ein Virus erhalten einige Menschen per Zufallsprinzip irgendwann in ihrem Leben die sogenannte „Wild Card“ und werden zu sogenannten Assen beziehungsweise Jokern: Sie erhalten die unterschiedlichsten Fähigkeiten, von denen manche mehr, manche weniger nützlich sind – von der Verwandlung in unterschiedliche Tiere bis zum Hellsehen ist alles dabei.

Ein Fernsehsender will daraus Kapital schlagen und erfindet die Reality Show „American Hero“, in der verschiedene Gruppen von Assen in verschiedenen Szenarien gegeneinander antreten und der Gewinner einen hohen Preis erzielen kann.

Fernab von dieser „heilen Welt“ tobt in Ägypten ein schlimmer Krieg. Soldaten wie Unschuldige schlachten sich gegenseitig ab. Und auch einige Wild Cards werden, gewollt oder nicht, in diesen Krieg hineingezogen.

Und so stehen bald einige vor der Entscheidung, ob sie versuchen wollen, auf der Welt wirklich etwas zu bewegen, oder weiter für die TV-Zuschauer eine bedeutungslose Show abzuliefern.

Allerdings haben nicht alle eine freie Wahl.

Beurteilung

Lange, lange, lange habe ich überlegt, ob ich nach „das Lied von Eis und Feuer“ mal etwas anderes von diesem Autor versuchen soll. Nie konnte ich mich wirklich überwinden. Als nun das TB zu Wild Cards erschien, habe ich den Klappentext mal etwas gründlicher gelesen und es schien doch etwas für mich zu sein:

Ein Buch, in dem es um eine Reality-Show geht in einer dystopischen Welt, in der es zugeht wie in den X-Men-Filmen? Das klang irgendwie spannend für mich.

Am Anfang war ich auch total begeistert – die Beschreibung der Asse mit ihren verschiedenen Fähigkeiten und dem Aufbau der Show fand ich total super.

Doch gerade zum Ende hin wurde mir das ganze ein wenig zu actiongeladen und kriegslastig. Klar, es gehört zur Story, aber für mich wurde das ganze dann irgendwo doch zu sehr zu einem Kriegsspektakel. Irgendwie geht es in der einen Hälfte des Buchs nur um die Show und dann ewig nur um diese Kämpfe. Zum Schluss findet zwar alles wieder schlüssig zusammen, aber ich hätte einen häufigeren Wechsel zwischen den Schauplätzen besser gefunden.

Fest steht, dass es etwas absolut anderes ist als wir von George R.R. Martin kennen. Das er ein brillianter Schriftsteller ist, beweist er dennoch in diesem Buch: Seine Art zu schreiben ist einfach genial, er schafft eine komplexe Welt, die Charaktere sind wirklich top beschrieben – wer hier keine Sympathien und Antipathien entwickelt, hat nicht richtig gelesen. Es ist wirklich eine fesselnde Geschichte, die an Erfindungsreichtum kaum zu überbieten ist. Erinnert aber wirklich extrem an X-Men 

Eins sei noch gesagt, ich habe leider erst nach dem Lesen festgestellt, dass es sich war bei „Das Spiel der Spiele“ um Band 1 der Reihe handelt, es aber noch den Band „4 Asse“ als Vorgeschichte gibt – ich glaube, um die Welt besser zu verstehen, in der das Buch spielt, ist es nicht schlecht, das vorher gelesen zu haben.

So, damit die Rezi nicht zuuu lang wird, stoppe ich hier mal, auch wenn es über das Buch sicherlich noch einiges zu sagen gäbe – ich gebe hier 4 von 5 Sternen.
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am 31. Dezember 2017
Titel: Wild Cards - Das Spiel der Spiele
Autor: George R. R. Martin (und andere)
Erschienen: 20.04.2017
ISBN: 978-3-7341-6107-0
Seitenanzahl: 544
Roman
Erscheinungstermin: 20. Februar 2017

Inhalt:
Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gibt es viele. Da ist z.B. Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Gardener, die Pflanzen beherrscht. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neuste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Das Cover:
Es ist in hellen Farben gestaltet. Auf der Vorderseite ist eine junge Frau zu sehen. Es sieht beinahe so aus, als ob diese Frau noch eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Es gefällt mir gut und passt zur Geschichte.

Meine Meinung:
Das Buch ist aus der Sicht mehrerer unterschiedlicher Charaktere geschrieben. Was auch sehr interessant ist, dass das Buch von mehreren Autoren geschrieben wurde. Man merkt gar nicht, wenn ein anderer Autor weiterschreibt. Du siehst es nur anhand des Namens der unter dem Titel des Kapitels steht. Die Welt die die Autoren erschaffen haben ist einfach fantastisch. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und auch gut verständlich. Die Hauptpersonen sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Sie sind mir alle sehr sympathisch. Jonathan Hive der ein bisschen durch das Buch leitet, ist als Bienenmann wirklich sehr gut gelungen. Und er ist zudem mein Lieblingscharakter.

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein gutes Buch ist. Der Schreibstil ist gut und leicht zu verstehen. Die Charaktere kann man sich gut vorstellen und auch die Welt die die Autoren erschaffen haben ist fantastisch. Obwohl das Buch von mehreren Autoren geschrieben wurde ist es dennoch gut. Ich freue mich darauf noch mehr Bücher dieser Art zu lesen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.
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am 3. Mai 2017
Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei diesem Buch nur auf den Autor gesehen habe: George R. R. Martin. Mir war egal um was es ging, ich wollte einfach wieder in den tollen Schreibstil des Autors eintauchen, den ich seit Game of Thrones sehr liebe. Erst zu Hause hab ich gesehen um was es wirklich ging: Jugendliche mit außergewöhnlichen Superkräften. Wir befinden uns in der Zukunft und ich war schon sehr gespannt darauf wie der Autor mit dieser Zeit umgehen wird. Bis ich dann genauer nachgelesen habe: George R. R. Martin ist nur der Herausgeber. Er hat mit glaub ich 9 anderen Autoren an diesen Büchern geschrieben. Von ihm kamen nur Bruchstücke. Das erklärt mir einiges…

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Ich finde die Idee hinter dem Buch bzw der Reihe sehr interessant. Es ist ein Zukunftsszenario, dass mich sehr angesprochen hat: auf der einen Seite bringt es diese außergewöhnlichen Personen hervor, was an sich ja gut ist. Und auf der anderen Seite ist dies aber auch schlecht und gar nicht so toll wie es am Anfang wirkt. Den ein Held zu sein hat auch Nachteile. Für jugendliche Helden ist das ganze dann noch schwieriger. Denn es ist, wie oben schon geschrieben, ein Virus. Ich finde die Aufmachung des ganzen auch sehr gut umgesetzt. Mit zum Beispiel diesen Spielkarten. Das macht das ganze noch interessanter. Das Buch bekommt von hier einen ganzen Weltentaucher.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Ich war von der Idee schon sehr angetan und habe mich auf eine tolle Geschichte gefreut. Ich fand den Anfang dann aber doch ein bisschen langweilig um ehrlich zu sein. Ich habe lange gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden, denn irgendwie wurde alles hinausgezögert. Es ist ein sehr umfangreicher Schreibstil und die Spannung ist erst sehr spät gekommen. Klar, durch dieses umfangreiche muss auch viel erklärt werden, aber es wurde nicht so geschickt eingebaut, sodass dabei keine Spannung entstanden ist.

Zwischendrin befinden sich besondere Highlights, zum Beispiel eine Landkarte. Ich fand es toll, so etwas zwischen dem normalen Text zu finden, weil es was außergewöhnliches ist und das lesen einfach spannender macht.

Ich vergebe hier einen halben Weltentaucher.

3. Kriterium: Die Charaktere.

Die Jugendlichen in diesem Buch sind ganz eigen. Sie verhalten sich dementsprechend und sprechen auch so. Auch die Namen fand ich sehr ungewöhnlich, und oft nicht so geschickt gewählt, weil ich mir mit der Aussprache schwer getan habe. Das führte dazu, das ich immer wieder beim lesen stockte und nochmal drüber las. Das fand ich schade. Ungewöhnlichen Namen finde ich normal sehr gut, jedoch sollten sie noch irgendwie nachvollziehbar sein, wenn ihr versteht was ich meine.

Ich habe zu den Charakteren aber eine gewisse Beziehung aufgebaut. Einige mochte ich und andere eben nicht. Das kam in diesem Buch sehr stark hervor.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.
Hier bekommt das Buch nur einen halben Weltentaucher, weil der Anfang für mich sehr langweilig war. Die Spannung hat sich aber bis zum Ende hin gesteigert, was auch durch die Wechsel der Erzählperspektive hervorgerufen wurde.

5. Kriterium: Die Schreibweise.

Wie ich ganz oben schon erwähnt habe, habe ich mir mehr George R. R. Martin erwartet, aber ich hab wieder was gelernt: genauer lesen bevor ich mir das Buch hole! ;) Ich hab es aber auf keinen Fall bereut, denn der Schreibstil war im Buch auch wirklich gut. Wenn man sich an die Namen gewöhnt hat und mit den Perspektivenwechsel klarkommt, liest sich das Buch doch sehr schnell.

Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Weltentaucher. Ich hab gedacht, dass mich das Buch mehr packen würde, weil die Idee einfach großartig ist. Ich wurde dann leider doch nicht ganz in die Geschichte hineingezogen, aber vielleicht ergeht es mir mit Band 2 besser.
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am 21. Juni 2017
»American Hero« ist DAS neue Castingshowformat im amerikanischen Fernsehen und wird von der Öffentlichkeit mit viel Aufmerksamkeit bedacht – vor allem, weil es hier nicht normale Menschen sind, die miteinander um den Sieg kämpfen, sondern sogenannte »Asse«, Menschen mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten, welche sie zu Superhelden machen können. Denn die Welt der Gegenwart ist anders als unsere Realität: kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurde durch das Handeln des schurkischen Dr. Tod ein Alienvirus auf die Menschheit losgelassen, welches zu wilden Mutationen der DNA führte. Viele kamen durch das Virus zu Tode, manche wurden zu »Jokern«, welche sich durch sichtbare, groteske Mutationen deutlich vom Rest der Bevölkerung unterscheiden, und nur sehr wenige werden zu »Assen« - und nicht jedes »Ass« benutzt seine Talente für das Gute.

Bei der TV-Show »American Hero« geht es indes um den Teilnehmern gestellte Schwierigkeiten, bei denen sie ihren Heldenmut, ihre Kreativität und ihre Teamwork beweisen müssen – und das ist für so unterschiedliche, reichlich problembeladene Persönlichkeiten wie beispielsweise »Jonathan Hive«, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann und versucht, als journalistischer Blogger bekannt zu werden, Ana Cortez, die »Earth Witch« genannt wird und mit ihrer Kraft riesige Gräben im Boden ausheben kann, »Drummer Boy« Michael Vogali, der als sechsarmiger Joker bereits eine Berühmtheit ist, da er als Schlagzeuger in einer bekannten Joker-Band mitspielt oder die attraktive Kathleen Brandt, welche als »Curveball« auftritt und Bälle mit unglaublicher Kraft bewegen kann. Doch als im Nahen Osten eine Krise ausbricht und tausende Joker in Ägypten in Lebensgefahr geraten, wird für so manchen Möchtegernhelden das Spiel zu einer gefährlichen Realität …

Kann eine zwischen verschiedensten Autoren geteilte Welt funktionieren? Kann ein Buch mit fortlaufender Handlung funktionieren, an dessen Kapitel und Protagonisten gleich mehrere Personen geschrieben haben? Diese beiden Fragen sollte man sich stellen, wenn man sich mit »Das Spiel der Spiele« beschäftigt, denn beide Fragen beantwortet dieses Buch meines Erachtens nach mit »ja«. Gewöhliche Anthologien kranken oft an der sehr unterschiedlichen Schreibqualität der beteiligten Autoren, doch dies ist beim vorliegenden Roman aus der Welt der »Wild Cards« nicht der Fall: zwar ist von Kapitel zu Kapitel durch die unterschiedlichen Schwerpunkte und Beschreibungsgewohnheiten des jeweiligen Autors durchaus zu merken, dass hier unterschiedliche Schreiber zusammengefunden haben, doch fällt das nie negativ ins Auge, sondern betont vielmehr die Individualität der in den einzelnen Kapiteln vorgestellten »Assen«.

Dabei ist das Kapitel, welches vom Herausgeber George R. R. Martin verfasst wurde und sich mit dem deutschen Ass Lohengrin befasst, eines der schwächeren Kapitel und steht hinter den Schilderungen aus der Sicht von Ana Cortez (geschrieben von Carrie Vaughn) und Bubbles (geschrieben von Caroline Spector) sowohl an Intensität als auch Emotion deutlich zurück. Besunders gelungen scheint mir hierbei der Kunstgriff, die einzelnen Kapitel, welche sich sehr unterschiedlichen Aspekten der fortlaufenden Handlung widmen, durch die Blogeinträge von Jonathan Hive (geschrieben von Daniel Abraham) einrahmen zu lassen, wobei Hive eine deutlich sichtbare Entwicklung vom reinen Zuschauer und Chronisten hin zum aktiven Handelnden durchläuft, die der Leser durch seinen eindringlichen, modernen Schreibstil hautnah mitbekommt und somit eine besondere emotionale Verbindung zu dieser Figur aufbauen kann.

Überhaupt verweben sich mehrere Elemente in diesem Roman auf gekonnte Weise ineinander: die zwei Storybögen, von denen sich einer mit der Spieleshow »American Hero« und den darin für die Teilnehmer gestellten Herausforderungen und der zweite mit den Ereignissen im Nahen Osten und dem Flüchtlings- und Kriegselend in Ägypten befasst. Daneben jedoch bieten einige der häufiger auftauchenden Charaktere ebenso eine Entwicklungsgeschichte, von der die des Jonathan Hive die Augenfälligste sein dürfte. Aber auch Ana Cortez, Drummer Boy, Fortune und Lohengrin durchlaufen eine Entwicklung, manch einer wird erwachsen oder verhält sich endlich verantwortungsbewusst anstelle egoistisch, andere erkunden neue Aspekte in ihrem Dasein als »Ass« und lernen sich im Angesicht einer viel größeren, tragischeren Krise neu kennen. Somit wird die klassische »Heldenreise«, welche als Storymodell für so viele epische Fantasy- und SciFi-Geschichten die Grundlage bildet, auch in »Das Spiel der Spiele« bedient und gleich mehrfach geschickt miteinander verwoben. Dabei ist nicht jedes »Ass« ein Ausbund an Sympathie, auch eine höchst zwielichtig erscheinende Gestalt erhält in mehreren Kapiteln Würdigung. Gelungen wird von den Autoren eine sehr überraschende Vielfalt möglicher Fähigkeiten beschrieben, die auf den ersten Blick vielleicht nicht einmal besonders nützlich erscheinen, dann jedoch so kreativ benutzt werden, dass man nur noch staunen kann. Zudem gelingt es den Entwicklungen während des Storyverlaufes, immer wieder eine kleinere oder größere Überraschung bereit zu halten, sodass die Spannung auch in der tragischeren Szenerie des Krieges gewahrt bleibt und man der Auflösung entgegen fiebert.

Wer das »Wild Cards« Universum noch nicht kennt, bekommt hier einen gelungenen, durch die wechselnden Autoren und Perspektiven nicht ganz bequemen Einstieg in die Konflikte, Möglichkeiten und Einblicke in sehr unterschiedliche, spannend ausgeformte Persönlichkeiten, die man gerne auf ihrer Entwicklung und ihrem größten Abenteuer begleitet. Schade nur, dass es nur durch eine sehr dünne »Herausgegeben von« Markierung auf dem Cover, welche so klein gestaltet ist, dass sie auf den ersten Blick gar nicht auffällt, überhaupt deutlich wird, dass es sich hier keinesfalls um ein ausschließlich von George R. R. Martin verfasstes Buch handelt – der Klappentext verschweigt diese Tatsache nämlich gekonnt. Hier verlässt sich der Verlag meines Erachtens nach zu sehr auf den verkaufsträchtigen Namen des Herausgebers, denn die Qualität der beteiligten Autoren braucht sich hinter diesem keineswegs zu verstecken.

Fazit: Spannende, abwechslungsreiche Superheldengeschichte aus einem geteilten Universum. Für Neueinsteiger in die »Wild Cards«-Welt sehr zu empfehlen. Neun von zehn möglichen Sternen.
Anmerkung: Rezension bezieht sich auf die Blanvalent-Neuausgabe aus dem März 2017
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am 4. September 2017
Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen hatte musste ich direkt an die X-Man von Marvel denken. Und da diese Reihe zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört war ich von der Storyidee schnell sehr angetan. Da war die Covergestaltung für mich zweitrangig, wobei auch hier das Cover super interessant aussieht.
Als ich den Herausgeber Namen gelesen habe wusste ich direkt, dass es sich dabei um keinen geringeren als den Autor der Game of Thrones Reihe handelt. Martin, der für seine verwobenen Handlungsstränge bekannt ist, ist in diesem Fall aber nur der Herausgeber, denn er hat mit diesem Buch ein, wie ich finde, echt richtig cooles Projekt gestartet. Denn dieses Buch wurde von sehr sehr vielen Autoren gemeinsam geschrieben, wobei jeder Autor ein Kapitel verfasst hat.
Und das habe ich, zumindest als ich angefangen habe zu lesen, zunächst auch deutlich gemerkt. Denn man wird sehr schnell mit sehr vielen verschiedenen Superhelden konfrontiert, die nicht nur alle verschiedene Kräfte, sondern auch noch verschiedene Namen hatten, die ich mir merken musste. Das gelang mir dann aber glücklicherweise nach den ersten hundert Seiten ganz gut, denn die Geschichte wird immer abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt. An dieser Stelle merkte ich auch deutlich, dass verschiedene Autoren am Werk waren. Denn jeder Autor war für einen Protagonisten verantwortlich. Und so haben die vielen verschiedenen Schreibstile die Charaktere durchaus mitgeprägt. Mir hat das echt gefallen, auch wenn ich mich erst einmal drauf einlassen musste. Denn es war zunächst wirklich eine Umstellung zu den Büchern, die ich sonst so lese.

Die Geschichte beginnt mit dem Casting zum Wettbewerb „American Hero“, bei dem 28 Asse, also Menschen mit großen Superkräften ausgesucht werden. Sie werden anschließend im Wettbewerb in Teams aufgeteilt und in verschiedene Aufgaben geschickt um herauszufinden, wer der größte Held unter ihnen ist. Natürlich gibt es während der Show unter den Kandidaten die üblichen Freundschaften, Anfeindungen, Neid, Ehrgeiz und die ein oder andere Annäherung, aber das hielt sich alles in gut verträglichen Grenzen.
Mein Lieblingscharakter ist dabei Jonathan Hive gewesen, ein Blogger, der sich in einen Schwarm Wespen verwandeln kann. Er hatte zwei Seiten an sich, die ich beide gerne mochte. Einerseits war er echt locker und witzig drauf und hat den Wettbewerb als großen Spaß angesehen. Im Laufe des Castings und des weiteren Weltgeschehens lernt man ihn aber auch von einer sehr nachdenklichen Seite kennen. Denn in der Welt passiert während des Wettbewerbes so einiges und die Helden beginnen sich ernsthaft zu fragen, ob die Show noch der richtige Ort für ihre Kräfte ist. An dieser Stelle treten besonders aktuelle Themen in den Fokus und lassen den Leser aufmerksam und nachdenklich werden. Die Charaktere durchlaufen während der Geschichte nämlich ebenso eine Wandlung, in der sie sich fragen, was eigentlich wirkliche Helden ausmacht.

Die Geschichte und ihr Verlauf haben mich wirklich gut unterhalten, denn es gab eine Menge Action und Spannung. Oft passierten Dinge, mit denen ich nicht gerechnet habe. Der Settingwechsel im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn das Buch damit für mich von locker und seicht zu sehr tiefgründig und nachdenklich umgeschwenkt ist.

Mein persönliches Fazit:
Ein gelungenes Experiment, an dem sich viele Autoren versucht und ein wirklich gutes und durchaus auch sehr tiefgründiges Ergebnis zustande gebracht haben. Von wegen viele Köche verderben den Brei. Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es für mich noch spannender sein dürfte.

Ich vergebe gute 4 von 5 möglichen Büchern!
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