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Wieder zu Hause?: Erinnerungen Taschenbuch – 1. Januar 2003

5.0 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Paul Spiegel ist vermutlich der letzte Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, der das Dritte Reich und den Holocaust (wenn auch sehr jung) miterlebt hat und somit aus eigener Anschauung kennt. Ausgerechnet ein SS-Mann hatte ihn, gegen bares versteht sich, über die Grenze nach Belgien bugsiert und ihm wohl damit das Leben gerettet. Die ältere Schwester kam im KZ um. Die Eltern schlugen sich durch, mit Rückendeckung wohl gesinnter Nichtjuden.

Nach dem Krieg geschah dann, was man sich nur schwer vorstellen konnte und der Jüdische Weltkongress gar unterbinden wollte: Es blieben Juden im Land der Täter und bildeten Gemeinden. Großbritanniens Palästina-Politik, erschwerte Einwanderungsmöglichkeiten in vielen Ländern und nicht zuletzt die heimatliche Verbundenheit der deutschen "Jeckes" sowie deren Trotz (Hitler sollte nicht auch noch nachträglich Erfolg haben!) trugen dazu bei. Heute ist, dank des Zustroms aus dem Osten, die jüdische Bevölkerung hier zu Lande die am schnellsten wachsende Westeuropas.

Wie seine Vorgänger, die er übrigens sehr ansprechend und liebevoll porträtiert, befindet sich Spiegel im Dilemma, inwieweit er den gesellschaftlichen Verhältnissen über den Weg trauen kann. Die drastische Zunahme von antisemitischen Anschlägen oder auch Martin Walsers Paulskirchen-Rede (und vor allem der stehende Applaus dazu) sind nicht von Pappe. Da werden schon mal Zweifel laut, ob es überhaupt gut war, sich hier wieder niederzulassen. Dennoch teilt Spiegel die Ansicht der Mehrheit, dass Hitler eine Art Unfall der Geschichte, ein grober Ausrutscher war. Die Fixierung auf die Naziverbrechen sei kontraproduktiv, vielmehr müsse das Positive aus der zweitausendjährigen gemeinsamen Geschichte gezogen und für die Zukunft fruchtbar gemacht werden. Dabei hülfe ein aus der 68er-Bewegung neu entstandenes, solides demokratisches Bewusstsein.

Pfeifen im Walde? Die Skepsis scheint zu überwiegen, wie das Fragezeichen im Buchtitel andeutet. --Jürgen Grande -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Paul Spiegel wurde am 31. Dezember 1937 in Warendorf in Westfalen geboren. Mit seiner Familie emigrierte er nach Belgien und kehrte schon 1945 in seinen Geburtsort zurück. Nach der Schule arbeitete er als Redakteur und Pressesprecher in Düsseldorf, wo er 1986 eine Künstleragentur gründete. Seit 1967 engagierte er sich in jüdischen Gremien, 1984 bis 2002 war er Ratsvorsitzender der Gemeinde in Düsseldorf. 1989 wurde er Mitglied des Direktoriums des Zentralrats der Juden in Deutschland. Nach dem Tod von Ignatz Bubis wurde er im Januar 2000 zum Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt. Neben vielen anderen Auszeichnungen wurde ihm 2004 die Ehrendoktorwürde der Universität Düsseldorf verliehen.
Paul Spiegel starb am 30. April 2006 in Düsseldorf.

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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 30. November 2004
Format: Taschenbuch
Nachdem mir das erste "Paul Spiegel Buch" so gut gefallen hatte suchte ich noch so etwas und fand das Buch "Wieder zu Hause" na dachte ich mir, wird sicherlich wieder ein Buch sein, wie wir es schon alle kennen.....als ich es dann aufschlug und anfing zu lesen war ich positiv überrascht.
Es ist ein Buch das nüchtern und doch sehr interessant erzählt, wie man als Jude in Deutschland gelebt, welche Ängste man auszustehen hatte, wie man versuchte sich anzupassen und dann doch entdeckt wurde. Wie man durch Ehrlichkeit zum Abtransport kam. Und wie man durch die Hilfe einiger Menschen, die noch ein Gewissen hatten - überleben konnte! Und, wie ein kleiner Junge es nicht fassen konnte "anders zu sein" sich taufen lassen wollte, was dann zum Glück ein Pfarrer ablehnte und dem Kleinen einen "Rosenkranz" schenkte.
Ohne viel aufhebens wird erzählt, wie die Familie nach dem Krieg zusammen fand und versuchte die wenigen Juden zu vereinen, die es noch in Deutschland gab. Wie er von einen Beruf in den anderen "fiel" und es mit viel Fleiß dann doch immer schaffte. Über seine glückliche Ehe und über das unsagbare Glück welches er hatte im Leben, schreibt er - aber nicht eine Anklage ist dabei.......
Ein Buch, was den Leser nachdenklich werden läßt in jeder Weise. Ich meine Paul Spiegel ist wirklich zu Hause und mit ihm noch viele Andere.
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Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 1. August 2003
Format: Taschenbuch
Die Erinnerungen Paul Spiegels, des derzeit amtierenden Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, habe ich mit großem Interesse gelesen, denn er berichtet sehr eindrucksvoll und dabei gleichzeitig sich als Person vollständig zurücknehmend, über sein berufliches und privates Leben. Dabei wird durch die Art wie er schreibt, der Eindruck gefestigt, dass man es hier mit einem sehr einfühlsamen Philanthropen zu tun hat.
Der aus Warendorf stammende Westfale mußte in früher Kindheit gemeinsam mit seiner Schwester und seinen Eltern nach Belgien fliehen. Doch trotz der geglückten Flucht verlor er seine Schwester, die, wie er viele Jahre später erst erfahren hat, im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Bangen musste Spiegel auch um seinen Vater, der als einer von ganz wenigen Juden, die kaum beschreibbaren Ungeheuerlichkeiten von Auschwitz überlebt hat.
Paul Spiegel und seine Mutter konnten, dank der Hilfe mutiger belgischer Bürger, den Nazi-Schergen entkommen; doch fortwährende Todesangst und unsägliche Sorgen hinterließen auch bei diesen beiden Menschen unauslöschbare Spuren.
Nach dem Krieg kehrte Spiegel mit seiner Mutter wieder zurück nach Warendorf. Dort wartete schon Spiegels Vater, der bereits erneut seinem Beruf als Viehhändler nachging und ganz bewusst, gemeinsam mit seiner Familie , als Deutscher unter Deutschen leben wollte.
Paul Spiegel absolvierte in Warendorf seine schulische Ausbildung, hat nach einigen Turbulenzen den Beruf des Journalisten ergriffen und begann schließlich ,viel später ,als Selbständiger, sehr erfolgreich, eine Künstleragentur zu leiten.
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Format: Taschenbuch
Ich las bereits sein Buch "Was ist koscher", bevor ich dieses erwarb und las.
Selten haben mich Bücher so sehr gefesselt wie die von Herrn Spiegel. Sein Stil gefällt mir wahnsinnig gut, er schreibt so liebevoll und menschlich (und hin und wieder bringt er seinen von mir sehr geschätzten Humor ein) ! Nun könnte man von jemandem, dessen Familie von den Nazis gehetzt, aus Deutschland vertrieben und sogar ermordet wurde erwarten, er wäre verbittert oder gehässig - weit gefehlt !!! Dieser Mann schreibt über Unglaubliches - und man liest es gerne !
Die Geschichte seines Lebens ist spannend und Dank seiner Kontakte zu Berühmtheiten und interessanten Menschen zusätzlich sehr fesselnd. Man steigt durch sein Buch ein Stück weit ein und fühlt sich, als würde man ihn an einigen Punkten des Lebens begleiten. Und man erfährt auch ein wenig über bereits angekündigte Berühmtheiten - jedoch niemals, was ich dem Autor sehr anrechne, etwas verletzendes. Freundliche Kritik ja, unfaires niemals !
Ich habe nur eine einizge Kritik: Dass es von Herrn Spiegel nicht noch mehr Bücher gibt ;)
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen !
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Format: Gebundene Ausgabe
Paul Spiegel wünschte seinem Vorgänger Ignatz Bubis (Vorsitzender des Zentralrates der Juden von 1992-1999) nach jüdischem Brauch zu dessen 70. Geburtstag - „bis zu 120!". Dieser antwortete „Warum Gott eine Grenze setzen?"
Uns wünsche ich, dass Paul Spiegel von Gott ein hohes Lebensalter bekommt und er sich mit seiner ehrlichen, unnachahmlichen Weise noch Jahrzehnte für unser Land einsetzen kann. Wir Deutschen brauchen die Juden mit ihrem unverwechselbaren Humor, ihrem schauspielerischen und musikalischen Talent und ihrem Menschenbild, was nicht zuletzt die Politik unseres Landes positiv verändern würde.
Paul Spiegel und den in Deutschland lebenden Juden wünsche ich, dass das Fragezeichen hinter „Wieder zu Hause?" einem normalen Punkt weicht, weil es gar keine Fragen mehr zu diesem Thema gibt. Ja, Juden gehören nach Deutschland und sind hier zu Hause. Wer das Buch von Paul Spiegel gelesen hat, wird mir Recht geben und weiß, was ich mit dieser Aussage meine. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, braucht einen ruhigen, freien Sonntag und fange an zu lesen. Ich jedenfalls konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so fasziniert und beeindruckt war ich von dem lebendig geschilderten Geschehen, das mir anschaulich ein Stück deutsche Geschichte eröffnet hat.
Warum ich als evangelischer Christ so begeistert von diesem Buch bin? Ich möchte es mit einem jüdischen Witz erklären:
Ein Jude sitzt im Theater. Ein Schauspieler tritt auf.
Der Jude zum Nachbarn: „Das ist einer von unseren Lait!"
Eine Sängerin tritt auf: „...auch von unsere Lait!"
Ein Tänzer kommt hinzu: „auch von unsere Lait!"
„Oh Jesus!" stöhnt der Nachbar angewidert.
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