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Kommentar: kart. Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl., 2005. 250 S. ; 19 cm Bibliotheks.-Ex. ISBN: 9783499239816
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Wie war's wirklich Taschenbuch – 1. Juli 2005

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Jede Sache hat mindestens zwei Seiten. In diesem Fall könnte man sagen: John Updike fällt nichts Neues mehr ein. Dieselben Sujets wie in all den Jahrzehnten seit seinen literarischen Anfängen in den 1950er-Jahren. Andererseits: Auch in seinem fortgeschrittenen Alter produziert dieser Literaturnobelpreis-Daueranwärter Erzählungen der Extraklasse. Er ist nach wie vor ein meisterhafter Chronist des Alltags der amerikanischen Mittelklasse, auch wenn er sich in seinen neuesten Stories ausschließlich mit der Vergangenheit beschäftigt. Zum Beispiel mit jener paradiesischen Epoche nach Verbreitung der Anti-Baby-Pille und vor AIDS, als der Ehebruch eine Art spannendes Gesellschaftsspiel war. Dieser Nebel des erotischen Begehrens ist immer noch Updikes Lieblingsthema, das er wie kaum ein anderer literarisch zu gestalten weiß.

In der amerikanischen Originalausgabe sind diese zwölf Erzählungen gemeinsam mit Rabbit, eine Rückkehr publiziert, ein längerer Text über Updikes bereits gestorbenen Serien-Romanheld Harry "Rabbit" Angstrom und wie es mit dessen Familie weitergeht. Updikes deutscher Verlag hat sich entschieden, daraus zwei Bücher zu machen. Was schade ist, weil das gemeinsame Thema der mal melancholische, mal ironische Blick zurück ist. In der Geschichte "Sein Œvre" beispielsweise begegnen Updike-Kenner einem anderen alten Bekannten: dem Schriftsteller Henry Bech, dem man zuletzt im Roman Bech in Bedrängnis erleben konnte. Ist Bech so eine Art schriftstellerisches Alter-Ego Updikes, unterscheidet er sich doch in einem Punkt beträchtlich von seinem Schöpfer: Henry Bech hat nur einen brillanten Roman geschrieben und ansonsten nur noch Mittelmaß produziert. Das könnte man von John Updike nun wirklich nicht behaupten -- seine Short Stories jedenfalls gehören nach wie vor zum Besten, was man in die Finger bekommen kann. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Updikes Welt ist so atemberaubend echt, dass man sie glatt mit der Welt selber verwechseln könnte. (Die ZEIT)

In diesen zwölf neuen Short Stories zeigt Updike sein ganzes Können. In ihnen schwingen Gelassenheit und eine liebevolle Ironie. (Focus)

Updike war nie besser (Der Spiegel)

Alles dreht sich in diesem Buch um Lust, Ehebruch, Trennung, Liebe, durchzogen von vielen menschlichen Wahrheiten. (Berliner Morgenpost)

Neue Erzählungen von John Updike. Kaufen, Lesen und dem Meister huldigen. (Amica)

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die 12 neuen Kurzgeschichten Updike's sind meisterlich erzählte Momente der Erinnerung gegen Ende des Lebens. Die großen Themen Updike's sind die gleichen geblieben, abgeklärt und routiniert aber auch ein bißchen wehmütig blickt er zurück. Stlistisch erstklassig, intelligent und mit reichlich Lebenserfahrung und Selbsterkenntnis geschrieben. Absolut empfehlenswert.
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Format: Gebundene Ausgabe
John Updike hat neben seinen Romanen schon immer auch die kürzere Prosaform gewählt und kontinuierlich Erzählungen veröffentlicht. „Wie war's wirklich" (Rowohlt Verlag) ist ein Buch mit 12 neueren Erzählungen des am 18. März 72 Jahre alt werdenden Meisters und streckt sich von nostalgisch verklärten Erinnerungen bis hin zu ganz diesseitigen Themen. Sex, Familie, Verlust und Krankheit sind Säulen in Updikes Werk, denen er auch diesmal treu bleibt; natürlich mit stilistisch geschwungener Feder und dem gewohnt zynischen Blick hinter manch Fassaden bürgerlicher Wohlanständigkeit.
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Von marielan VINE-PRODUKTTESTER am 9. April 2007
Format: Taschenbuch
Zwölf Erzählungen von einem der großen amerikanischen Autoren, wie immer prägnant in der Zeichnung der Charaktere, ironisch in der Schilderung der menschlichen Beziehungen und erfindungsreich, was die Situationen angeht, in die die Figuren geraten oder sich selbst bringen. Anzumerken ist die erstklassige Übersetzerin Maria Carlsson, deren Sprache Updikes Literatur auch im Deutschen zu einem Kunstwerk macht.

Thema der Erzählungen ist die Beziehung zwischen Mann und Frau, vornehmlich die außereheliche, im goldenen Zeitalter der sexuellen Freiheit, als es Empfängnisverhütung schon gab, aber Aids noch nicht. Wobei Updike keinen Zweifel daran lässt, dass die Formel "mehr Sex = größere Lebensfreude" nicht aufgeht.
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