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Wie die Tiere (Privatdetektiv Brenner, Band 5) Taschenbuch – 2. Dezember 2002

4.2 von 5 Sternen 46 Kundenrezensionen

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Das goldene Wienerherz liebt zwar inbrünstig, ist aber nicht sehr groß. Es kann daher nicht zwei auf einmal lieben -- also entweder Hund oder Kind. Kein Wunder, dass im Wiener Augarten die Situation eskaliert: hier die Pensionäre mit ihren Fifis, dort die Mütter mit ihren Kleinen. Die Fronten sind verhärtet, die Stimmung ist rabiat. Aber dass ein Hundehasser mit Stecknadeln präparierte Hundekekse auslegt und damit reihenweise Hunde umbringt, das geht dann doch zu weit. Deshalb wird Simon Brenner von einem Zuhälter, der die Ruhe in seinem Bezirk wiederhergestellt wissen will, beauftragt, den Täter zu finden. Oder auch die Täterin, denn der Verdacht schließt auch die "Kampfmütter" nicht aus.

Dann wird die begabteste Spendensammlerin eines Tierschutzvereines ermordet -- totgebissen von einem Kampfhund. Und die Leiterin eines Hundeheimes verschwindet. Brenner setzt sich gewohnt bedächtig in den Augarten, um nachzudenken. Und nach und nach wird ihm klar: Es geht um Geld, sehr viel Geld. Denn die Wiener lassen sich ihre Tierliebe ordentlich etwas kosten. Es kommt zum actionreichen Showdown, wie ihn Brenner noch nie erlebt hat (und wahrscheinlich hätte er gerne darauf verzichtet). Nur eins sei verraten: Der unheimliche Flakturm, ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg mitten im Park, spielt eine tragende Rolle.

Wolf Haas, Jahrgang 1960, gebürtiger Salzburger, lebt und arbeitet in Wien. Für seine Krimis mit Simon Brenner (Auferstehung der Toten, Der Knochenmann, Komm, süßer Tod, Silentium) wurde er mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Komm, süßer Tod wurde mit großem Erfolg für das Kino verfilmt.

Auch mit Wie die Tiere ist Haas wieder ein spannender und sehr vergnüglicher Roman gelungen, der durch die Sprache und das Lokalkolorit besticht. Der Plot mag nicht sein bester sein, aber wie Haas in Nebensätzen Dinge beschreibt und Bösartigkeiten austeilt, ist wirklich lesenswert. Und der fast schon apathisch ruhige Brenner, der -- verwirrt von den Frauen und gezwungen von den Umständen -- die Spur aufnimmt, ist einer der komischsten und interessantesten Protagonisten, die man zur Zeit in Krimis finden kann. --Luise Deml -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren und veröffentlichte 1996 mit «Auferstehung der Toten» den ersten der sieben Brenner-Krimis. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis, dem Burgdorfer Krimipreis, dem Literaturpreis der Stadt Wien und dem Wilhelm-Raabe-Preis ausgezeichnet. Wolf Haas lebt als freier Autor in Wien.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 2. Oktober 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Geh'n wir Tauben vergiften im Park? Oder Hunde? Na, ein spannender Krimi kann aus so einer Hundevergiftung kaum werden, denkst du. Aber interessant! Kaum hast du ein paar Seiten gelesen, nimmt dich dieser eigenartigen Stil gefangen. Quasi Ohrwurm. Das ist nicht anders als bei Simon Brenner, der als Privatdetektiv durch die Wolf Haas-Romane stolpert. Der Brenner hat auch immer eine Melodie im Kopf und weiß nicht warum. Aber dann, wenn's fast schon zu spät ist, fällt's ihm doch ein. Und diese Melodie ist das Geheimnis und enthält die Lösung. So, und jetzt paß auf! Das ist bei Wolf Haas genauso. Nur dass es eben die Schreibmelodie ist, und die, wenn du sie magst, entwickelt so einen Sog, dass du nicht mehr mit dem Lesen aufhören kannst. Dann liest Du auch noch "Der Knochenmann" und "Komm, süßer Tod". Und ob du's glaubst oder nicht: Du wirst es nicht bereuen!
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Format: Gebundene Ausgabe
Das neueste Buch von Wolf Haas zeigt für mich auf, daß Haas seinen Schriftstil verfeinert.
Das Buch wirkt runder als die vorigen Bücher (ich habe alle Simon Brenner Bücher von Haas gelesen, sowie auch "das Buch zur Formel 1"), die Sprache ist die Selbe geblieben, aber der Inhalt dafür komplexer, zusammenhängender. Prinzipiell ist das ein gutes Zeichen, gleichzeitig deutet es aber auch das Ende eines Phänomens an, das Haas meiner Meinung nach mit "Auferstehung der Toten" noch voll im Griff hatte: ich habe noch nie einen Schriftstil wie den von Haas gelesen, er ist ganz anders!
Wie gesagt, die Sprache ist die selbe geblieben, aber ich befürchte daß sich Haas jetzt mehr und mehr dem Mainstream anpasst. Das wäre äußerst schade.
Fazit: ein gutes Buch, vor allem für Haas-Fans ein Muss! Allerdings: wenn jemand noch kein Haas buch gelesen hat, würde ich die Bücher in der Reihenfolge der Erscheinung empfehlen, ansonsten verliehrt man sicherlich einiges an Magie, die Haas mit seiner innovativen Schreibweise vermittelt.
Auch bei diesem Buch gilt im Prinzip: wenn man nicht gewillt ist den Schriftstil als einen eigenen hin zu nehmen, und als das Medium der Erzählung zu akzeptieren, sollte die Finger von Haas' Büchern lassen. Immer wieder lese ich Rezessionen wo sich der Verfasser über die "proletische Ausdrucksweise" beschwert. Das ist Teil von Haas' Magie, und wer das nicht versteht verschwendet seine Zeit mit diesen literarischen Juwelen.
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Format: Taschenbuch
Es gibt nur wenige Bücher, mit denen man dieses Buch vergleichen kann. Genau genommen nur fünf. Nämlich die fünf anderen Brenner-Krimis.

Das Besondere an diesem Brenner: 1. Es ist eine von zwei Brenner-Geschichten, die in Wien spielen. 2. Diesmal erlebt man Wien aus einer anderen Perspektive als aus dem wüsten Krankenwagenfahrer-Kollektiv von "Komm süßer Tod". 3. Hundehalter werden nicht offen gehasst, sondern mit wunderbar leisen Untertönen sanft in die Kritik genommen.

Der Erzählstil, ist wie immer, eine Klasse für sich.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
....ob du es glaubst oder nicht, Ich hab den nächsten Haas durch. Obwohl. Wie schon bekannt, fehlende Kommata, Interpunktion also nicht vorhanden bzw. mangelhaft muss man sich an den Schreibstil arg gewöhnen. Entweder man tutŽs als Kunst ab oder hasst den Haas.
Nach einem Haas musst du immer erstmal etwas Flüssigeres lesen, 2 Haas aufeinander wären mir zuviel, da ists gut, dass dies Buch auch nicht soviele Seiten hat. Andererseits. Kann man auch sagen- nach jedem normalen Buch sollte ein Brenner Roman folgen....
Ich bin Brennerfan - daher kommen auch alle anderen Haas-Brenner Bücher noch an die Reihe. Aber fairerweise muss man allen, die mit dem Brenner oder dem Ösiklamauk nichts anfangen können sagen: Hände weg!
Ich mag es, finde die Geschichte und vor allem die Beschreibung des kruden Brenners einfach toll und kann an so manchen Stellen schmunzeln-schmunzeln:quasi Hilfsausdruck!

Die Story ist erwartungsgemäß nicht allzu spanend und verliert sich häufig in der Beschreibung von Nebensächlichkeiten, die aber nicht wegzudenken wären.
Lustig, dass der Brenner den Fall nur angenommen hat weil er in den Frühpensionisten Club eintreten will, dies dann aber total aus dem Ruder läuft....naj wie gesagt- ich mag ihn den Brenner und wenn man zwischen den einzelnen Haas Büchern mal was Gscheites liest (oder umgekehrt) wirds einem so schnell ned fad....
find dies Werk besser als die Auferstehung der Toten....von mir 4 Punkte!
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Format: Taschenbuch
Die geteilten Reaktionen auf die Krimis von Wolf Haas erinnern mich an dieses Lied "Du wählst CDU, und darum mach' ich Schluss" - wer Brenner nicht mag, kann kein Freund von mir sein. Manche Österreicher sind einfach sagenhaft cool. Kruder & Dorfmeister, Grissemann & Steermann, und eben der Haas. Der schreibt nämlich die witzigsten Krimis der Welt, und "Wie die Tiere" ist für mich der witzigste der Reihe. Spannung, naja, auch, jetzt nicht Gänsehaut-mäßig, aber darum geht's auch nicht. Die Szenen im Bordell, Brenners Begegnung mit dem Hund (Summer!) und seine etwas unglücklichen Dialoge mit den Kampfmüttern (hier wird der Brenner völlig missverstanden, was seine Einstellung zu Ohrfeigen betrifft) sind für mich die zwerchfellerschütterndsten Höhepunkte der ganzen Brenner-Reihe. Ich habe Tränen gelacht! Und dieses wunderschöne Ende, so makaber, so romantisch, so - österreichisch! Kaufen, lesen und nochmal lesen.
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