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am 12. Oktober 2017
Musste das Buch für die Schule kaufen und fand es schrecklich.
Es geht in dem Buch um ein hoch interessantes Thema, aber irgendwie wirkt alles viel zu gekünstelt und unrealistisch um wirklich zum Nachdenken anzuregen
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am 7. Januar 2016
Das Buch "Wie Licht schmeckt" von Friedrich Ani ist ein tolles Buch, wieder ein echter Ani, man muss es einfach gelesen haben.
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am 21. Juni 2013
Der Ich-Erzähler des Romans ist der 14-jährige Lukas. Er befindet sich in der Umbruchphase, ist auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen. Der Faktor Abgrenzung spielt hierbei eine große Rolle, die der Autor uns ganz bewusst vor Augen führt, indem er Lukas einen seltsamen Geburtstagswunsch ausleben lässt: Er will alleine drei Tage und zwei Nächte durch München streunen.

Fast atmet man als Leser auf, entlehnt es Lukas doch dem angespannten Umfeld zu Hause. Seine Mutter hat psychische Probleme, der Ehemann begegnet der Erkrankung mit Schweigen. Das ist seine Universalmethode, die auch Lukas manchmal zur Verzweiflung treiben könnte.

Was Lukas nicht merkt: Auch er versteckt sich hinter dem Nichtreden, wirkt dadurch auf andere ebenfalls schroff, wenn nicht sogar unhöflich. Wir als Leser erhalten die Chance, das was in Lukas Kopf vorgeht und das was er ausspricht oder tut zu vergleichen. Es bestehen oftmals große Diskrepanzen.
Lukas ist ein außergewöhnlicher Junge, einer, bei dem es einen zweiten oder dritten Blick braucht. Dass dieser Blick nicht der aus sehenden Augen sein muss, zeigt uns eindrücklich die Begegnung von Lukas mit der blinden Mädchen Sonja. Sie fördert etwas zu Tage, was verschüttet in Lukas hauste.

Hier ein Zitat:

S. 133
…, die meisten Menschen bewerten ihr Gegenüber nach dem Aussehen, welche Figur jemand hat, was er trägt, wie er sich bewegt, wie er lacht und so weiter, und danach treffen diese Menschen dann ihre Auswahl. Ob sie mit dem oder dem zusammen sein wollen, ob sie überhaupt mit ihm sprechen wollen. Mit den Augen, …, gehen wir auf Distanz. Und das stimmt. In Wirklichkeit dienen uns die Augen nicht dazu, uns näher zu kommen, sondern uns rechtzeitig abzuschotten. Bevor wir noch wissen, wer der andere ist, wer er wirklich ist, verstehst du, wir bilden uns ein, dass das, was wir mit den Augen sehen, der Wahrheit entspricht, und das ist eine Lüge, damit betrügen wir uns. Wir sortieren aus und denken, wir machen alles richtig.

Sonja zeigt Lukas auf, dass er irrt. Er war in die Geisteswelt von Samuel Becketts Bücher eingetaucht, davon überzeugt, dass die dort geschilderte Sinnlosigkeit der Existenz universal ist und somit auch für ihn gilt. Durch Sonja verschiebt sich der Blickwinkel von Lukas, mit dem er alles betrachtet.

Sprachlich ist das Buch ein Fest. Friedrich Ani schreibt Sätze, die ich mehrmals lese und die meine Bewunderung wecken. Gleichzeitig hat er einen frischen, jugendlichen Tonfall getroffen, der sehr gut zu Lukas passt und ziemlich witzig ist.

Ein Jugendbuch, das auch Erwachsene erreicht.
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am 18. Dezember 2010
Die anderen Rezensenten haben Recht, dieses Buch erinnert tatsächlich ein wenig an Salingers "Fänger im Roggen", indem der Autor versucht, dass Chaos im Kopf eines pubertierenden Jungen darzustellen. Ani verwendet dafür eine durchaus ungewöhnliche Sprache (z.B.Satzfetzen, ungewöhnliche Vergleiche, abgefahrene Superlative etc.) und vor allem seine Metaphorik gefällt mir, denn die ist etwas Besonderes. Der Autor bemüht sich um eine unverbrauchte Sprache und es wird auch gut deutlich, wo die Grenzen von Sprache zu finden sind, wo eigentlich Sprachlosigkeit einsetzt, aber der Roman, der Text ja dennoch weitergeführt werden muss. Ich kann sehr gut verstehen, warum die vorherigen Rezensenten so ganz unterschiedliche Urteile abgegeben haben. Denn auf der einen Seite ist es eben in der Tat nicht der wirklich große Wurf, nicht der zweite Salinger, der deutsche "Fänger in München". Denn auf der Kritikseite fällt schon hier und da auf, dass ein Erwachsener versucht hat, die Gefühlswelt eines Jugendlichen darzustellen, was bisweilen etwas "gewollt jugendlich" wirkt. Außerdem sind mir auch manche Figuren (wie diejenige des Vaters von Lukas oder der Mutter der blinden Freundin) zu hölzern dargestellt, die Reaktion des Vaters, als der Junge wieder auftaucht, passt z.B. so gar nicht zu der Passivität, die der Figur vorher zugeschrieben wurde. Auch die Liebe des Jungen für Beckett scheint mir etwas zu "passend" für den etwas "gewollten Protestcharakter" der Hauptfigur. Und dennoch gebe ich vier Sterne, denn es ist schon ein sehr ungewöhnliches Jugendbuch, und in dieser Klasse gibt es nicht viele gute Bücher. Ich würde daher auch das Buch durchaus als Schullektüre für die 7-9. Klasse empfehlen, einen Versuch ist es wert, allemal besser als ewig die alt bekannten Schinken zu lesen oder zurückzugreifen auf die Klassiker (wie z.B. Kellers "Kleider machen Leute"), die zwar literarisch von hohem Wert sind, aber für die meisten Schüler oft nicht mehr wirklich lesbar sind. Will sagen: Ani experimentiert mit Sprache, hatte eine gute und neue Geschichte im Kopf, hat ein ungewöhnliches Buch geschrieben. Nichts das wirklich bleiben wird, aber etwas, was sich sicher eine Zeit lang halten wird.
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am 24. Januar 2011
Ich räume ein, mit 40+ gehöre ich wahrscheinlich nicht zur eigentlichen Zielgruppe für dieses Buch. Vielleicht dennoch ein paar Gedanken von mir, denn immerhin reichen die Rezensionen von totaler Ablehnung (1 Stern aus Berlin) bis zu überschwenglichen Lobpreisungen.
Der Leser aus Berlin scheint zum Zeitpunkt der Bewertung recht dicht an der Altergruppe der Hauptperson aus dem Buch zu sein. Daher hat seine Bewertung natürlich Gewicht! Und wenn dieser Leser meint, die Geschichte sein aufgesetzt und chaotisch, berechenbar und sprachlich weit weg von der Realität, dann gehe ich davon aus, dass seine Lebenserfahrung und Umgebung so gar nicht mit der Lebens- und Ausdrucksweise des Milieus zusammenpasst, in der unser Autor das Buch ansiedelt. Und tatsächlich kann ich nach jweils 10 Jahren Leben in beiden Städten zustimmen, dass sich Lebens- und Denkweise, Jargon und das gesellschaftliche Umfeld von München und Berlin sehr wohl unterscheiden. Insofern unterstelle ich dem Autor sein Ohr am Geschehen in Süddeutschland orientiert zu haben.
Do nun zum Buch. In vielem kann ich den anderen Rzensionen nur zustimmen. Auf weniger als 200 Seiten hat es der Autor geschafft, eine in sich stimmige Geschichte aufzuziehen. Die Handlung erscheint mir nach heutiger Sicht wohl möglich, aber nicht "durchschnittlich" zu sein. Die Schreibweise des Autors ist kompakt und treffsicher: Auch mit dem, was explizit nicht gesagt wird, drück er etwas aus. Auch spiegeln sich die Gefühle in der Wortwahl gut wider, wie ich finde.
Mir hat das Lesen des Buches auch im hohen Alter noch Spass gemacht, ein einziger Wermutstropfen ist die letzte gemeinsame Szene von Sonja und Lukas. Klar, einen schönen Bogen hat der Autor gespannt. Es ist nicht direkt diese Szene mit dem goldenen Licht, das die beiden "schmecken", sondern wie die Geschichte dorthin führt. Ein wenig zu gekünstelt, dass die beiden wieder im Kino zusammentreffen. Aber warum nicht? Darunter leidet die Geschichte nicht, weil sie dann praktisch endet.

Insgesamt finde ich es toll, wie viele der kleinen und grossen Themen in dem kleinem Buch zusammenlaufen. Dass es scheinbar auch in der Schule gelesen wird, Hut ab!

Daher meine Empfehlung: Buch lesen, denken und vielleicht was daraus lernen. Das kostet fast keine Zeit und geht praktisch von selbst.
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am 7. April 2012
Ich habe das Buch innerhalb von 1emTag gelesen,es ist sehr flüssig zu lesen und hat mich zurückverzaubert in Jugendtage mit Unbeschwertheit und wie einfach so viel passieren kann. Auch dass ein Buch auch ohne allzugroßem Plot allein mit Präsenz in den Bann ziehen kann.Das Buch hebt einen nicht aus dem Alltag heraus aber bringt ein neues Licht hinein.

Allerdings hat mich das Kapitel mit den Bettszenen mit Sonja mit der Empathie verwirrt weil ich das Gefühl hatte, dass das nicht authentisch ist bzw. ist es mir vorgekommen als ob der Autor da eine andere Seite zur Person hinzufügen wollte die aber für mich nicht stimmig ist.als ob da eher die Gedanken eines erwachsenen Mannes niedergeschrieben wurden und nicht die eines sexuell unerfahrenen Jungen.
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am 31. Oktober 2012
Wie Licht Schmeckt ist ein Buch, wo ein Junge Geburtstag hat, und er hat einen außergewöhnlichen Wunsch. Als er diesen Wunsch selber erfüllt, trifft er ein blindes Mädchen. Er will mit ihr Zeit verbringen aber dann wird es komisch, weil er Sachen denkt und dann macht er das Gegenteil. Wenn er das Gegenteil macht denkt er drüber nach und will wieder etwas anders machen aber er sagt nichts. Das kann komisch werden. Die beiden machen manche Dinge zusammen wie essen, schwimmen, ins Kino gehen, und um die Stadt laufen. Und zuerst ist der Junge nicht so nett aber er wird besser. Der Junge lernt auch wie er seine Sinne besser benutzen kann als nur seine Augen. Dieses Buch ist ein ziemlich gutes Buch. Dieses Buch hat ein paar langsame Teile aber man kann es durchhalten. Wenn man über Aktion lesen will, und es muss spannend sein, dann ist dieses Buch nicht für dich. Dieses Buch ist mehr ein Roman als eine Liebesgeschichte. Es ist interessant zu lesen, wie der Charakter sich verändert als die Geschichte weiter geht. Aber manchmal kann das Buch ein bisschen komisch werden und auch schwer zu verstehen. Aber ich denke dieses Buch ist gut zu lesen.
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am 20. September 2006
Ich war ganz begeistert von diesem Buch. Zeigt es doch die entstehnde Beziehung zwischen der blinden Sonja und dem 14jährigen Lukas sehr fein und einfühlsam. Der oft in sich gekehrte Lukas fängt an sich durch diese Begenung zu öffnen und andere Sichtweisen zu entwickeln. Ein sehr, sehr schönes Buch, das einen in die Gedanken- und Gefühlswelt eines 14jährigen Jungen entführt.
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am 12. Mai 2002
Es handelt sich um ein Jugendbuch, das nicht zuletzt durch sein sprachlichen Möglichkeiten und seine punktgenauen Dialoge überzeugt.
Der vierzehnjährige Lukas schenkt sich an seinem vierzehnten Geburtstag ein paar Tage der Freiheit und haut von zu Hause ab. Er verliebt sich in die siebzehnjährige, blinde Sonja und erfährt durch sie einen faszinierenden Einblick in die Welt der Blinden. Als Sonja wegen seines Alters mit ihm Schluss machen will, beschließt Lukas zu kämpfen ...
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am 16. November 2004
„Merkwürdig war meine Mutter, daran gab's keinen Zweifel, und die Sache mit ihren Karten und Sternen war extrem merkwürdig. Aber daneben fand ich sie nicht. Ricos Mutter war daneben, die schlug mit dem Staubsauger auf Ricos Vater ein und spuckte aus dem Fenster, wenn jemand vorbeiging, den sie nicht leiden konnte. So etwas würde meine Mutter nie machen. Auch hatte ich sie und meinen Vater niemals streiten sehen, sie redeten zwar fast so merkwürdig wie die Leute in Becketts Stücken, aber sie warfen sich keine Sachen an den Kopf, volle Milchkännchen zum Beispiel, wie Elsas Mutter ihren Liebhabern, wenn es stimmte, was Elsa erzählte."
Lukas wünscht sich zum Geburtstag vier Tage allein in München. Er wird vierzehn, kommt sich recht erwachsen vor und liest Beckett. Überhaupt ist Lesen das, was er am liebsten tut - außer Leute beobachten natürlich.
Sein Vater ist Meister im Schweigen und der Großvater redet auch nicht mehr. Lukas findet das blöd, aber eigentlich schweigt auch er genauso ausdauernd - was er aber niemals zugeben würde. Die Mutter legt Horoskope, Tarotkarten und Sternkarten.
Jeden Satz, jedes Wort dreht Lukas dreimal im Kopf herum, bis er es rauslässt. Kein Wunder, dass er vielen merkwürdig erscheint. Und natürlich ist er in der Pubertät, was alles noch viel schlimmer macht.
Als ihm sein Geburtstagswunsch nicht gewährt wird, haut er einfach auf eigene Faust ab. Er trifft die blindes Sonja (genauer gesagt, stolpert er über sie), glaubt ihr erst die Blindheit nicht, weil sie als Kellnerin jobbt, weil sie so viel von der Welt mitbekommt, weil sie ihn sogar zum Schwimmen mitnimmt. Und plötzlich ist er verliebt, wehrt sich dagegen, bricht aber doch manchmal sein Schweigen, jedenfalls Sonja gegenüber. Was ihm früher belanglos schien oder gar verrückt, wird plötzlich selbstverständlich. Wie Wein schmeckt und dass es eine Stelle in der Maximiliansstraße gibt, an der das Licht einen ganz besonderen Geschmack hat.
Ani, sonst für Spannung und Krimi bekannt, hat diesmal ein eher ruhiges Buch geschrieben, ein bewegendes Porträt des pubertierenden Lukas gezeichnet, zart, verhalten. Ein bisschen „Der Fänger im Roggen", ein bisschen Beckett und sehr viel eigenes aus München, aus Obergiesing. Die erste Liebe und wie sie einem Jungen zusetzen kann, fern von aller Coolness. Kein Page-Turner, sicher nichts für jeden, aber vielleicht entdecken ja auch Jugendliche, die sonst eher Krimis oder Fantasy lesen, wie Licht schmeckt und dass auch ruhige Bücher spannend sein können.
(c) Hans Peter Roentgen, Textkraft Moderator
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