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Wider den Zeitgeist I: Aufsätze und Gespräche über Juden, Deutsche, den Nahostkonflikt und Antisemitismus (laika theorie) Taschenbuch – 1. Oktober 2012
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe216 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberLAIKA
- Erscheinungstermin1. Oktober 2012
- Abmessungen15.1 x 2 x 22.8 cm
- ISBN-10394228135X
- ISBN-13978-3942281355
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Produktinformation
- Herausgeber : LAIKA (1. Oktober 2012)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 216 Seiten
- ISBN-10 : 394228135X
- ISBN-13 : 978-3942281355
- Abmessungen : 15.1 x 2 x 22.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 403,037 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 49 in Antisemitismus (Bücher)
- Nr. 190 in Nahostkonflikt (Bücher)
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Jüdischer Nationalismus bildete sich heraus in Absetzung von der Diaspora, den Arabern in Palästina und der als feindlich wahrgenommenen Welt. Palästinensischer Nationalismus bildete sich mit der 1967 beginnenden Okkupation durch repressive Routine.
Ist das Judentum eine Religion, ein Volk, eine Nation? Wer ist Jude? In Israel ist die rigide Trennung von Staat und Religion nie recht vollzogen worden. Jude konnte sein, wer als solcher verfolgt wurde, in ein jüdisches Kollektiv geboren war oder sich auf jüdische Geschichte und Tradition berief. Erst 1967 wurde eine religiös-jüdische Sicht politisch wirksam: die "besetzten Gebiete" als Teil des biblischen "Landes der Urväter". Für die fanatischen Siedler steht das religiöse Recht (das von Rabbinern ausgelegte Gottesrecht) über dem säkularen Recht. Der Konflikt zwischen religiösen Gläubigen und atheistischen Säkularen greift ins Selbstverständnis des Staates Israel. Bleibt die Trennung von Staat und Religion ein Lippenbekenntnis?
Nicht Juden, sondern Nichtjuden schufen das "jüdische Problem". Es boten sich drei Lösungswege: die Assimilation (vor allem von den deutschen Juden angestrebt), der Sozialismus (von den kosmopolitisch ausgerichteten Juden erwählt) und der politische Zionismus (auf Errichtung einer nationalen Heimstätte zielend). Der Holocaust verstärkte den dritten Weg um die Notwendigkeit der Schaffung einer Zufluchtsstätte. Die Gründung des zionistischen Staates ging mit dem Unrecht der kollektiven Katastrophe der palästinensischen Bevölkerung einher. Das war keine Form des Rassismus, dazu reicht ein Blick auf die dunkelhäutige äthiopischen und die "nichtweißen" orientalischen Juden in Israel. Mit einer Zweistaatenlösung würde dieser Vorwurf auch entfallen. Die Behandlung der 1,3 Millionen Araber in Israel als Bürger 2. Klasse ist kein biologischer Rassismus, wohl aber ethnisch beseelter politischer Rassismus.
Die Shoah-Rezeption ist in Israel unterschiedlich: der säkulare Zionismus sieht in ihr das Argument, das Exil aufzuheben; Strömungen im orthodoxen Judentum sehen die Shoah als Gottes Bestrafung für den Zionismus, das eigenmächtige Gründen eines Staates gegen das messianische Erlösungsdenken.
Das 1952 abgeschlossene Abkommen zwischen dem westdeutschen Staat und Israel lief auf eine Materialisierung der Sühne hinaus. Nachkriegsdeutschland sonnte sich in "Wiedergutmachung", der Judenstaat ließ sich darauf ein. Das hatte nichts mit Moral zu tun, sondern mit der damaligen Weltteilung.
Die binationale Lösung des Konflikts Israelis/Palästinenser (ein Staat für zwei Völker) hat etwas Akzeptanz gefunden. Warum? Die Räumung des Westjordanlandes könnte zum Bürgerkrieg führen. Israel kann einfach an der Besetzung festhalten. Sie ist aber unrealistisch, weil aus demographischen Gründen die Israelis in die Minderheit gerieten und bei Wahrung der Demokratie das zionistische Projekt vom Judenstaat verloren ginge. Die faschistische Lösung der Vertreibung der Araber würde die Welt und die arabischen Staaten nicht zulassen. Somit ist die Zweistaatenlösung unabdingbar.
Die Linke in Israel kämpft um eine Zweistaatenlösung mit neuralgischen Punkten: Räumung der im 1967er Krieg besetzten Gebiete und Abbau der in ihnen errichteten Siedlungswerke, politische Lösung der Jerusalem-Frage, Rückkehrrecht der Palästinenser. Doch nach der Ermordung von Rabin wurde der Rechte Netanjahu gewählt. Mit der Hisbollah im Norden und der Hamas im Süden erwuchs Israel ein Feind, der auch von den Linken abgelehnt wurde.
Weil Deutsche im 20. Jhd. jüdische Existenz ausgelöscht haben, was nie mehr wiedergutgemacht werden kann, sorgen sie materiell für Israels Existenz, palavern dabei über sein Existenzrecht.
Ein binationaler Staat oder zwei Staaten:: was muss das Ziel sein für Nahost? Das Ideal - bi- oder multinationaler Staat oder eine Konföderation, ist zur Zeit nicht zu haben. Zwei Staaten wären das erreichbare Optimum.
Warum nur vier Sterne für Zuckermanns wertvolles Buch? Die Beiträge überwiegend aus den Jahren 2009-2011 wiederholen sich leider stellenweise.
