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am 17. September 2006
Der Autor schafft es in recht kurzweiliger Form, dem Deutschland-Neuling ein z.T. recht akkurates Bild zu vermitteln. Einige Aspekte (z.B. die gerade für einen Amerikaner recht schwer verständliche, gespaltene Einstellung der Deutschen zum Patriotismus) sind m.E. sehr treffend beschrieben.

Auf der anderen Seite schreibt Mr. Flippo zu manchen Themen Dinge, die daran zweifeln lassen, ob man ihn tatsächlich als "Insider" bezüglich deutscher Lebensgewohnheiten betrachten kann. Zwei Beispiele:

Wer behauptet, dass es in Deutschland als ineffizient gilt, Überstunden zu leisten, der hat in den letzten fünfzehn Jahren keinen Fuss mehr in ein modernes deutsches Unternehmen gesetzt. Es ist vielmehr der Regelfall, dass ab einer bestimmten Stufe eine Mindestanzahl von Überstunden geradezu vorausgesetzt wird. Wer weniger arbeitet, gilt nicht als effizient, sondern schlichtweg als faul.

Geradezu grotesk ist Mr. Flippos Behauptung, dass die in Deutschland üblichen Kreditlaufzeiten von 5-10 Jahren dazu führen, dass das Eigenheim für viele Deutsche schwer finanzierbar ist (im Gegensatz zu den USA, wo die Kredite i.d.R. 30 Jahre und länger laufen). Glaubt Mr. Flippo denn wirklich, dass wir in Deutschland unsere Häuser in 5-10 Jahren abbezahlen ? Da hat er wohl Zinsbindungsfrist und Finanzierungslaufzeit verwechselt. Natürlich ist der Hausbau in Deutschland teuer und für viele kaum erschwinglich, was aber primär mit den Grundstückspreisen und der aufwendigen Bauweise zu tun hat.

Mein Fazit: stellenweise recht unterhaltsam, aber gerade für jemanden, der sich einen realistischen Eindruck der deutschen Gesellschaft verschaffen möchte, zu schlecht recherchiert. Also: When writing a book about Germany, have it proof-read by someone who actually lives there.
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am 16. September 2015
Unterhaltsame, leicht zu lesende Lektüre. Beinah' alle Vorurteile werden angesprochen.

Der "Running Gag" in diesem Buch ist freilich, dass "sozial" in jedem Zusammenhang mit "sozialistisch" übersetzt wird.
Aus der SPD wird dann die Sozialistische Partei Deutschlands und aus der CSU eben die Christlich Sozialistische Union.

Wenn Absicht. dann doppelt witzig .-)

Grüße

Thomas
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am 23. Mai 2006
Teilweise sehr lustig zu lesen, teilweise stimmen die Texte über uns Deutsche sehr nachdenklich. Der Autor hat es geschafft, über gewisse Aspekte unseres "Deutschseins" so zu berichten, das man unwillkürlich den Spiegel sieht, den er einem dort unbeabsichtig (das Buch ist ja primär für US-Amerikaner und Engländer geschrieben) hingehalten hat. Obwohl man im täglichen Leben darüber eigentlich nie nachgedacht hat, hält man hier den Atem an und denkt: Da hat er recht!

Ok, es trifft wohl nicht auf alles zu. Vor allem ist Winnetous bester Freund nicht Old Firehand. Aber ich bin beeindruckt über die Fülle von Themen und Inhalten, die der Autor zwar kurz, aber sehr gut erklärt hat und ich bin sicher, das der US-amerikanische und britische Leser am Ende der Lektüre um einige Vorurteile ärmer und um eine Menge an Wissen über Deutschland und wie wir Deutsche sind reicher sein wird.
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am 30. Juli 2007
Ich habe mir dieses Buch aus Interesse daran gekauft, was wohl an der deutschen Gesellschaft so wissenwertes dran ist für Amerikaner und Briten. Im Nachhinein bereuhe ich den Kauf, da dieses Buch nicht weiter ist als eine Erweiterung von bestehenden Klichees. Meines Erachtens nach hat der Autor nicht die geringste Ahnung von Deutschland. So ist dieses Buch leider nicht dazu geeignet Vorurteile auszumerzen und einen Blick auf das Deutschtum zu ermöglichen, sondern bedient sich über lange Strecken dieser Vorurteile und wird so wohl eher schädlich sein für den Ruf der Deutschen im Ausland.
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am 31. August 2007
Es ist immer sehr interessant zu lesen, wie ein Ausländer Deutschland betrachtet, insbesonders ist die Sicht der US-Amerikaner interessant, nachdem diese aus einem weit entfernten Land kommen,
welches heute die verbliebene Ordnungsmacht der Welt ist, und alle US-Amerikaner, wie alle Angehörige einer gemeinsamen Staatskultur, in ihrem Denken sehr ähnlich geprägt sind, egal ob volksbritische US-Bürger der US-Unterklasse, der US-Oberklasse, und damit auch jene im Weißen Haus.
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