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am 13. April 2007
Eigentlich wollte der Mann, der mit einem Dutzend engagierter Romane um den Münchner Kommissar Tabor Süden die deutsche Krimilandschaft entscheidend geprägt und um ein ganzes Stilelement bereichert hat, keine Kriminalromane mehr schreiben. Doch Friedrich Ani kann es Gott sei Dank nicht lassen. Für ihn handeln Kriminalromane von Menschen in Not, und diesem Bekenntnis trägt er auch in diesem neuen Roman Rechnung. So wie auch in seinen bisherigen Romanen stehen hier nicht der Thrill und die Action oder etwa gnadenlose Spannung im Vordergrund, sondern die Auseinandersetzung mit Menschen und ihrer Vergangenheit, der er mit ihren zum Teil bis in die Kindheit reichenden Wurzeln für die Bewältigung oder Nichtbewältigung der Gegenwart nachspürt. Dies gilt sowohl für die Menschen, die er im Rahmen eines Falles als Täter, Opfer, Zeugen oder Rahmenpersonen auftreten lässt, als auch für die Menschen seines Polizeiteams in München. Dabei hat er ausnahmslos interessante und sympathische Figuren ausgewählt, die für hoffentlich baldige Fortsetzungen der begonnenen Reihen nur das Beste hoffen lassen.

Ich spreche von Reihen. Denn neben dem ersten, hier vorliegenden Band des Sehers", hat Ani vor einiger Zeit im Zsolnay Verlag in Wien den ersten Band einer sehr anspruchsvollen, und mit philosophischen Betrachtungen gespickten Reihe um den Münchner Kommissar Polonius Fischer, einem ehemaligen Mönch, vorgelegt.

Das hier im DTV als Originalausgabe erschienene erste Buch der Reihe um den Hauptkommissar Jonas Vogel und seinen Sohn Max, der ebenfalls bei der Kripo arbeitet, ist knapper angelegt und weniger tiefgründig. Doch auch hier geht es neben der Lösung eines Falles um die Lebens- und Familiengeschichte von Jonas und Max Vogel, beides Polizisten mit Leib und Seele mit den entsprechenden Folgen für Familie und Partnerschaft.

Jonas Vogel wird in seinem Dezernat seit langem schon der Seher" genannt, weil er ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt und Stimmen sezieren kann wie ein Pathologe eine Leiche. Als er auf dem Weg ins Polizeipräsidium einer Frau helfen will, erleidet er einen schlimmen Unfall, der ihn auf Dauer erblinden lässt. Monate später, als er wieder auf die Beine gekommen ist, löst er den Fall, an dem er zusammen mit seinem Sohn Max vor dem Unfall gearbeitet hatte, auf seine Weise.

Sein Vorgesetzter Schumacher denkt, Jonas würde nun in Rente gehen, aber der kommt ins Dezernat um dort eine Kuckucksuhr aufzuhängen, "damit ich bei Vernehmungen das Gefühl für die Zeit nicht verliere."

Wir werden mit Sicherheit noch mehr von diesem schrulligen Kommissar lesen und auch von der besonderen Zusammenarbeit zwischen ihm und seinem Sohn Max.

Ein absolut empfehlenswertes Buch.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Dezember 2007
Interessanter Weise wird Friedrich Ani in unseren Landen mehr und mehr als fulminanter Krimiautor gelobt. Vielleicht ist dies auch für seine weiteren Bücher absolut gerechtfertigt - ich bin der letzte, der aufgrund eines einzigen und auch noch recht kurzen Buches jemandem diese Lorbeeren streitig machen würde.
Nichts desto trotz ist das vorliegende Buch "Wer lebt, stirbt" alles andere als ein spannender Kriminalfall, der den Leser fesseln sollte. Die grundsätzliche Idee mit dem erblindeten Ermittler ist sehr interessant und kann sicherlich noch für viel Stoff in den Folgebänden sorgen. Im vorliegenden Buch jedoch kommt Friedrich Ani trotz der nur knapp über 200 Seiten langen Geschichte nicht ins Rollen und man wartet nach dem Genuss des halben Buches immer noch auf den erhofften Krimi- bzw. Spannungseffekt.
Ani legt viel Wert auf die Darstellung seiner Personen und zeigt dabei auch einen großen Hang zum Detail - dies ist positiv, doch ein Krimi muss in erster Linie zur Unterhaltung des Lesers dienen und dieses Genre sollte sich auch mit einigermaßen spannenden Plots zu erkennen geben. "Wer lebt, stirbt" bewegt sich leider eher auf dem Kriminiveau der öffentlich-rechtlichen Sender: wenig Steigerungen, wenig Spannung ... - es plätschert so dahin und bleibt durchgehend oberflächlich, was es jedem Leser erschwert, offenen Auges die Geschichte zu ergründen.
Normalerweise würde ich ein 200 Seiten umfassendes und dabei fesselndes Buch innerhalb kürzester Zeit verschlingen - bei "Wer lebt, stirbt" kam ich nicht mal zum Ende...
Jürgen Seibold/29.12.2007
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am 1. Juni 2007
Der Wachmann Falk Sieger wird ermordet aufgefunden. Hauptkommissar Jonas Vogel ermittelt in dem Fall. Vogel wird von seinen Kollegen der Seher" genannt, weil er ein sehr ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt. Außerdem ist er in der Lage, Stimmen so genau zu analysieren, wie es sonst nur Pathologen mit dem toten Körper von Menschen können.

Eines Tages, während der Ermittlungen im Fall Sieger, will Jonas Vogel auf dem Weg ins Präsidium einer Frau zu Hilfe kommen und hat dabei einen folgenschweren Unfall. Er erblindet völlig und muss mehrere Wochen von seiner geliebten Arbeit abgezogen werden.

Die Kollegen gehen längst davon aus, dass Vogel den Dienst nicht mehr aufnehmen wird. Doch weit gefehlt. Jonas Vogel kehrt zurück - und ermittelt in dem noch immer offenen Fall des Wachmannes Falk Sieger auf seine ganz persönliche Weise.

Unterstützt wird Jonas Vogel von seinem Sohn Max, der ebenfalls Polizist ist, und aufgrund des Unfalls seines Vaters in die Mordkommission versetzt wurde. Gemeinsam gelangen die beiden Männer schnell zu Ergebnissen, die niemand für möglich gehalten hätte...

Friedrich Ani wird als einer der besten deutschen Kriminalschriftsteller gehandelt. Der vorliegende Roman unterscheidet sich von anderen vor allem in der menschlichen Komponente. Anis Augenmerk liegt hauptsächlich auf den Charakteren seiner Geschichte. Der Betrachter soll die Handlungen der Protagonisten nachvollziehen können, deshalb ist es nötig, die Feinheiten zu kennen. Sicher eine sichtweise, die nicht jedem liegt. Das Buch ist nicht sonderlich tiefgründig oder ausschweifend - und doch trifft der Autor den Nerv des Krimilesers auf eigene Art. Ein kurzweiliges, aber spannendes und ungewöhnliches Buch.
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HALL OF FAMEam 15. August 2007
Friedrich Ani - vorwiegend für seine Romane um den (vor allem Vermißte suchende) Ermittler Tabor Süden bekannt - führt mit "Wer lebt, stirbt" (dtv 20988 - 2007) den "Seher", Hauptkommissar Jonas Vogel, Mordkommission München, in die Krimínalliteratur ein. Jonas Vogel gilt als Ermittler, der über hervorragende Sinne verfügt, diese einzusetzen weiß und daraus die richtigen Schlüsse zieht. Das hat ihm den Spitznamen der Seher eingebracht. In "Wer lebt, stirbt" gibt es zwei Handlungsstränge. Der erste ist ein Mordfall. Falk Sieger, Teilhaber eines Münchner Sicherheitsdienst wurde ermordet aufgefunden. Der Verdacht fällt auf dessen Kompagnon Jens Schulte. Dieser nennt als seinen Verteidiger den Topanwalt Hilmar Oppitz, dessen Geliebte entführt worden ist und von dem ein Lösegeld verlangt wird. Der Entführungsfall - der zweite Handlungsstrang - wird von Oberkommissar Max Vogel, dem Sohn des Sehers, bearbeitet. Beiden ist klar, daß der Mord und die Entführung irgendwie zusammenhängen. Als sich die ersten Fortschritte in beiden Fällen zeigen, kommt es zu einem Unglück. Auf einer Baustelle will er eine Obdachlose, die viele Plastiktüten mit sich herumschleppt, vor dem Absturz in eine Baugrube retten und gerät unter einen Bagger. Im Krankenhaus stellt sich heraus, daß er neben diversen Verletzungen das Sehvermögen verloren hat. Er muß aus dem regulären Polizeidienst ausscheiden. Währenddessen bemüht sich sein Sohn, in beiden Fällen zu einer Lösung zu kommen. In einem Fall gelingt ihm die Aufklärung, den anderen Fall kann erst der Seher nach Verheilung seiner Verletzungen trotz Blindheit lösen. Und dann tritt er trotz Blindheit seinen Dienst als Berater der Münchner Polizei an. Alles in allem ein eher oberflächlicher Krimi, der offenbar eine Serie mit dem blinden Seher ankündigt.
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am 25. April 2007
Friedrich Ani ist einer der gefeierten deutschen Krimiautoren, leider erfüllt dieser Roman in keiner Hinsicht die Erwartungen.

Der Plot: Vollkommen spannungslos, nicht nachvollziehbar und unlogisch.

Eine wichtige Rolle spielt ein Wohnheim für Penner, in dem diese in Käfigen gehalten werden. Dies mag der Autor als guten Gag finden, mehr ist es aber nicht. Zudem bleibt völlig im Dunkeln, weshalb ausgerechnet ein erfogreicher Anwalt, Stadtrat und Bürgermeisterkandidat, eine solche menschenunwürdige Institution schafft und damit seine Karriere gefährdet.

Auch die Lösung des Falles mißrät dem Autor. Sie ist nicht Folge einer spannenden Ermittlungstätigkeit, sondern wird von der Täterin einer für sie unbekannten Person( dem Kommisar) einfach so ohne Grund erzählt. Sehr schwach.

Die Peronen: Holzschnitte ohne Konturen, uninteressant und ohne Entwicklungspotential.

Die Recherche: Der Roman strotzt vor sachlichen Fehlern. Gerade in diesem Genre gehört aber eine eine gute Recherche einfach dazu(siehe anglo-amerikanische Autoren)

Beispiele: Ein Privatdetektiv hat eine Vorstrafe, 3 Jahre auf Bewährung. Wann lernen es die Autoren und Lektoren. Bewährung gibt es in Deutschland nur bei einer Strafe bis 2 Jahre, dann ist ausnahmlos Schluß mit Bewährung.

Der verdächtige Rechtsanwalt mit den Käfigen wohnt in Grünwald, ist Mitglied des Münchner Stadtrats und will OB von München werden. Ist es zu viel verlangt, wenn man als Münchner Autor wissen sollte, daß Grünwald kein Stadtteil von München, sondern eine eigenständige Gemeinde ist? Zu viel verlangt ist es aber wahrscheinlich, zu wissen, daß Stadtrat oder gar OB nur jemand werden kann, der auch in dieser Stadt( hier also München) wohnt. Die Konstruktion des Autors ist also in der Realität gar nicht möglich.

Der Autor dart jetzt jede Woche in der Süddeutsche Zeitung Kritiken über andere Krimis schreiben. Vielleicht sollte er diese Zeit besser dazu nutzen, seine Arbeit sorgfältiger zu machen.
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am 11. September 2010
Jonas Vogel, bekannt für seinen unglaublichen Orientierungssinn, bei der Kripo München beschäftigt, soll den Mord an einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aufklären, dessen Anwalt erpresst wird. Das ist nun wieder ein Fall für Max, seinen Sohn. Während der Ermittlungen der Fälle, die offenbar zusammengehören, erleidet Vogel einen Unfall und erblindet... Die Fälle werden nebenbei auch noch aufgeklärt, aber wichtiger ist es Ani, zu erforschen, wie ein auf seine Augen fixierter Kriminalist mit dem Verlust seines Augenlichts fertig wird. So ist dies kein Krimi, sondern - ja, was eigentlich? Für mich ein unvollendeter, sich in Worthülsen verzettelnder Roman. Außerdem sollte man Herrn Ani mal sagen, dass ein Blinder nicht schwarz sieht, sondern gar nichts, eben auch nicht schwarz. Und so ist auch das Ergebnis der Erforschung der Gefühlswelt des erblindeten Kriminalisten absoluter Schwachsinn. Ein Autor sollte von Dingen schreiben, von denen er was versteht. Darum mein Tipp als blinder Leser: Dieses Buch gehört auf den Müll.
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