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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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Wer klopft denn da an meine Tür?
Format: DVD|Ändern
Preis:14,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 20. Januar 2005
"Wer klopft denn da an meine Tür?" von Starregisseur Martin Scorsese heisst im Original „Who's That Knocking at My Door?" und ist Scorsese's Erstlingswerk. In der Hauptrolle brilliert Harvey Keitel (ebenfalls als Debütant), der zu dieser Zeit eigentlich seine Brötchen als Gerichtsschreiber verdient hat. Der Film, wie so viele spätere Filme von Scorsese, spielt im Milieu von New York's Little Italy und gilt heute als die realistische "Italian Gang/Gangster" Verfilmung überhaupt. Der Film entstand in mehreren Jahren der 60igern, als der Filmstudent Scorsese diesen "Low Budget" Streifen drehte (der am Ende rund US$ 75'000 verschlang). Darüber hinaus beinhaltet der Film jede Menge autobiografische Elemente des jungen Scorsese.
Zum Film:
Die Story ist relativ einfach: Harvey Keitel verkörpert den jungen New Yorker J.R., der im konservativen, erz-katholischen Little Italy aufgewachsen ist (wie Scorsese). J.R verliebt sich in eine unabhängige, sexuell viel erfahrenen Frau (Zina Bethune), die wohl eher ein "WASP"-Abstammung (white Anglo-Saxen Protestant) hat. J.R. geht durch eine konfliktreiche Zeit voller Zwiespälte und Fantasien, die als einzelne Sequenzen im Film eingeblendet werden und mit entsprechender musikalischer Untermahlung zur Geltung kommen. Entsprechend gut ist auch der Soundtrack, der viele bekannten Rock Songs beinhält, die Einblicke in J.R. Seelenleben erlauben.
Zur DVD:
Endlich ist der Film auch in Deutschland zu haben! Allerdings ist die DVD entsprechend dem Alter des Filmes produziert und ausgestattet. Die Schwarz/Weiss-Bildqualität ist nur schwer erträglich und die Soundqualität "Mono" nicht viel besser. Erfreulich sind der englische O-Ton sowie der Audiokommentar von Scorsese. Eine digitale Überarbeitung darf man bei einem eher unbekannten Streifen wohl nicht erwarten....
Fazit:
Das Erstlingswerk von Scorsese und Keitel ist sicher mal kein Popkorn Kino sondern nicht ganz leichte Kost (sowohl inhaltlich wie DVD-technisch). Man muss schon die späteren Filme von Scorsese wie Mean Streets (Hexenkessel), Raging Bull (Wie ein wilder Stier), Taxi Driver oder King Of Comedy mögen bzw. ein Scorsese Fan sein, um hier voll auf seine Kosten zu kommen. Als Einstieg in frühe Scorsese Filme würde ich diesen Streifen nicht empfehlen, sondern eher auf Taxi Driver oder Mean Streets zurückgreifen. Viel Spass!
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Januar 2014
Mit "Wer klopft denn da an meine Tür" gab der heute vielerorts als bester lebender Filmregisseur gepriesene Martin Scorsese sein Debüt. Dem Zuschauer bietet sich hier sicher ein typisches Beispiel für ein Erstlingswerk: Vieles wirkt noch eher roh und ungeschliffen, es wird häufig experimentiert, es gibt einige interessante Ideen und in seinen gelungensten Momenenten erkennt der geschulte Zuschauer eindeutig die einzigartige Handschrift des späteren Regisseurs von Meisterwerken wie "Mean Streets", "Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier", "Goodfellas" oder "The Departed" (nur um seine wichtigsten zu nennen).

Der Film ist eindeutig mehr eine Milieu- und Charakterstudie als ein storyorientierter Film. Das Milieu ist Little Italy in New York City, der Protagonist ist J.R., gespielt von dem noch sehr jungen Harvey Keitel, mit dem Scorsese später noch einige Male arbeiten sollte. J.R. ist ein streng katholischer Italo-Amerikaner, der noch recht ziellos durchs Leben wandelt. Mit seinen Freunden zieht er durch Straßen und betrinkt sich häufig. Eines Tages trifft er auf ein hübsches Mädchen (Zina Bethune) und verliebt sich. Die Beziehung wird jedoch durch J.R.s strikte Glaubensvorstellungen vor einen Prüfstein gestellt.

Viele Aspekte in J.R.s Charakter sind eindeutig autobiografischer Natur. Wie so oft in Scorseses Filmen werden katholische Schuldgefühle thematisiert. J.R. ist eine größtenteils nach innen gewandte, brütende Persönlichkeit, die von Keitel glaubwürdig und auch sympathisch verkörpert wird. Sechs Jahre später in Scorseses weit besser geformtem Durchbruchswerk "Mean Streets" vertieft Keitel diese Rolle unter anderem Namen noch weiter.

"Wer klopft denn da an meine Tür" ist wie eingangs erwähnt ein typischer Erstling, der letztlich mehr wie die Zusammensetzung unterschiedlich gelungener Einzelteile wie ein überzeugendes Ganzes wirkt. Das mag sicher daran liegen, dass der Film, übrigens Scorseses Abschlussfilm and der NYU, über mehrere Jahre gedreht wurde. So kam die Traumsequent, bei der J.R. Sex mit mehreren Frauen hat, erst hinzu, als ein Finanzier Nacktszenen als Voraussetzung für seine Beteiligung forderte. Ebenso fehl am Platze wirkt der Moment dann auch. Der Film wurde bereits 1965 gedreht, Jahre später kam erst der komplette Romanzen-Plot hinzu. So erklärt sich also auch der stückhafte Charakter des Films.

Scorsese experimentiert viel, es gibt eine Menge Jumpcuts und einen generell sprunghaften, teils irritierenden Schnittrhythmus, der offensichtlich von der französischen Nouvelle Vague inspiriert ist. Besonders in einer Szene zu Anfang, als J.R. dem nur als "The Girl" bekannten Mädchen begegnet, wird Scorseses Handschrift in seiner virtuosen Kameraarbeit deutlich. Ansonsten ist der Film größtenteils recht simpel und zweckdienlich gefilmt und die Low-Budget-Herkunft ist recht deutlich. Scorseses typisch starker Einsatz von Musik kommt aber sehr zur Geltung.

Scorseses Erstling ist vor allem für Fans und Komplettisten ein hochinteressantes und auch essentielles Werk, das viele Themen und stilistische Besonderheiten von Scorseses Werk früh aufgegriffen hat. Alleine wegen dem autobiografischen Bezug und auch dem jungen Keitel ist "Wer klopft denn da an meine Tür" filmhistorisch von großem Interesse.

Die mittlerweile sehr seltene DVD bietet eine kurze Dokumentation (12 min.), bei der Scorseses früherer Weggegefährte und Regieassistent Mardik Martin über die faszinierende Entstehungsgeschichte des Films plaudert. Der Meister selbst kommt im aufschlussreichen Audiokommentar zu Wort. Bild und Ton sind für eine Produktion dieser Art vollkommen in Ordnung.
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