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Wenn es ein Paradies gibt Gebundene Ausgabe – 18. Januar 2008

4.1 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ron Leshem, 1976 in der Nähe von Tel Aviv geboren, war stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung "Maariv" und gehört seit 2006 zur Programmdirektion von "Channel Two". "Der geheime Basar" stand wie schon Leshems Debütroman "Wenn es ein Paradies gibt" (dt. 2008) in Israel monatelang auf der Bestsellerliste. Für "Wenn es ein Paradies gibt" erhielt Ron Leshem 2006 den Sapir-Preis, den bedeutendsten Literaturpreis des Landes. Die Verfilmung des Buches unter dem Titel "Beaufort" wurde auf der Berlinale 2007 mit dem Silbernen Bären prämiert.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Deutsch von Markus Lemke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Eine fesselnd geschriebene Geschichte, gleich einer Dokumentation eines langsamen Rückzuges der israelischen Armee aus den Sicherungsstellungen im Libanon. Das bemerkenswerte ist, das der Protagonist selbst nicht anklagt, sondern an den Sinn und die Notwendigkeit seiner Mission glaubt, und dann all die Mühen und Entbehrungen auf sich nimmt - was mehr so nebenbei erzählt wird: Der Aufenthalt in Beaufort ist, abgesehen von den Außenwachen, immer unterirdisch; zu tun gibt es für die höheren Dienstgrade normalerweise sehr wenig; die Wasserversorgung erfolgt über Tanklastwagen - Waschen oder gar Duschen ist daher praktisch unmöglich; die Toiletten funktionieren nicht mehr, man behilft sich mit in die Helme gedrückten Plastiktüten; gegen Ende der Mission dürfen die Soldaten zwecks Einsatzbereitschaft ihre Schuhe nicht ausziehen; Einsätze außerhalb des Forts sind aber gegen Missionsende verboten, um keine Verluste zu riskieren; die Soldaten können sich gegen Raketenangriffe und Mörserfeuer nicht wehren, sondern sind zur Passivität verdammt.

Insgesamt eine gelungene Beschreibung eines Militäreinsatzes, der seelischen Belastung für die Soldaten und hoffentlich eine Mahnung, so einen Zustand nicht, und vor allem nicht leichtfertig anzustreben.
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Von Marcus Held VINE-PRODUKTTESTER am 12. April 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch hat wie kaum ein anderes Buch in Israel die Gemüter aufgewühlt. Doch lässt sich dies auch für deutsche Leser verständlich machen. Nach der Lektüre des Buches bleiben da Zweifel. Zu sehr spricht das Buch aus einer israelischen Sichtweise und benutzt viele Andeutungen, die es dem deutschen Leser schwer machen.
Andererseits ist das Buch von Leshem eine Auseinandersetzung mit den Irrungen und Wirrungen einer hoch politisierten Gesellschaft und einer Militär-Logik, die überall auf der Welt spielen kann. Leshem zeigt anhand des Stützpunktes Beaufort, wie eine solche Logik um sich greifen kann und von den Menschen Besitz ergreift. Es ist die Schilderung, wie ein Mensch versucht mit dieser Logik umzugehen, was ihm mal mehr, mal weniger gelingt.
Das großartige an dem Buch von Leshem ist es die beklemmende Situation nicht in Watte zu tauchen, aber auch nicht mitleidserhaschende Momente einzustreuen, um die Spannung abzubauen oder unnötig in die Länge zu ziehen. Es gelingt ihm die ganze Zeit des Buches die Logik des Krieges zu sezieren, ohne sie einer Obszönität preis zu geben.
Das Buch wird auch in Deutschland seine be- und entgeisterten Leser finde.Dies ist ihm auch zu wünschen, denn es zeigt, dass auch die israelische Gesellschaft nicht unkritisch und unwidersprochen eine Auseinandersetzung mit sich selbst führt, und daraus eine spannende Literatur entsteht, die ein Panoptikum der Zeit und des Landes 'en miniature' bietet.
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Von Joroka TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 7. März 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman schildert die Nachwirkungen des Israel-Libanonkrieges aus der Sicht des einundzwanzigjährigen Offiziers Eres vom Frühjahr 1999 bis zum Rückzug der israelischen Truppen im Mai 2000. Die Festung Beaufort unweit der Grenze wird als strategisch wichtiger Stützpunkt im fortdauernden Kampf gegen die Hisbollah von ca. 100 israelischen Soldaten gehalten. Junge Männer leisten dort ihren Militärdienst, die vor kurzem noch am Tel Aviver Strand gelegen haben. Doch schnell bricht der militärische Alltag über sie herein und bald gibt es erste Opfer zu beklagen. Die Sinnlosigkeit des Sterbens wird verdrängt und Müßiggang hält wieder Einzug in den Stellungen...

Leshem packt ein wichtiges Thema an, keine Frage. Doch ich musste mich durch die ca. 350 Seiten zum Teil doch ziemlich durchkämpfen. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber die Erzählsprache kam mir doch recht holprig und mühsam zu Lesen vor. Wer den historischen Hintergrund begreifen möchte, der sollte lieber auf andere Quellen zurückgreifen. Der vorliegende Roman schildert den Erfahrungsbericht eines Soldaten zwischen Hass und Schicksalsergebenheit. Interessant ist, dass es sich wohl um eine fiktive Erzählung handelt und Leshem nie in Beaufort gewesen ist.
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Format: Gebundene Ausgabe
Obwohl der Autor selbst den Berg nie betreten hat, schafft er es doch, die Gefühle und Stimmungen der Soldaten so eindrucksvoll zu schildern, dass der Leser selbst bald meint er wäre Teil dieser Einheit, die langsam, mit jedem Toten mehr, den Glauben an den Sinn ihres Einsatzes verliert.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat nach seinem Erscheinen in Israel heftige Debatten ausgelöst, denn der Roman von Ron Leshem zeigt ein Land im Krieg; ein Land, das seit seiner Gründung im Jahre 1948 ständig von seinen arabischen Nachbarn in seiner Existenz bedroht wird ( "treibt die Juden ins Meer" lautet das palästinensische Motto bis auf den heutigen Tag), und mehrmals in dieser Zeit angegriffen wurde. Klar, dass dieses Land eine extreme Verteidigungshaltung entwickelt hat, und eine hochgerüstete Armee unterhält, die zu den bestausgebildetsten der Welt zählt.

Diese Armee, die über Jahrzehnte den besten Ruf genossen hat, gerät zunehmend in die innerisraelische Diskussion. Hatte das Buch von Michael Zamir "Das Mädchenschiff" den Machismus in der Armee zum Thema, berichtet Ron Leshem sozusagen aus vorderster Front, vom Krieg an den Grenzen, der sich schon längst verselbständigt hat.
Hatte das zeitgleich mit diesem Buch in Deutschland erschienene Buch von Assaf Gavron "Ein schönes Attentat" die Israelis im Krieg daheim als verwundbare Zivilisten gezeigt, so zeigt Leshem sie im Krieg draußen als kämpfende und sterbende Soldaten.

Über den Ort, an dem sein Roman spielt -eine von der israelischen Armee besetzte Kreuzfahrerfestung inmitten der sattgrünen Landschaft des Südlibanon -lässt Ron Leshem einen Kommandeur sagen: "Wenn es ein Paradies gibt, dann sieht es genau so aus, und wenn es eine Hölle gibt, dann fühlt sie sich genau so an: der Stützpunkt Beaufort."

Vierzehn Männer, gerade mal volljährig geworden, treten hier 1999 ihren Wehrdienst an, sie sollen den Stützpunkt gegen die Hisbollah schützen.
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