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am 18. November 2017
Die Bestellung hat gut geklappt, der Artikel war wie beschrieben.

Ein brilliantes Verwirrspiel um einen lesenden und eine mitleserin, die von einer Geschichte in neun andere geraten.
Das Buch ist außergewöhnliche, Humorvoll und spritzig. Mir hat es sehr gut gefallen.
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am 1. Juni 2016
Ein Buch, das man eben mal weglesen kann. Eine lustige Aneinanderreihung verschiedenster Genres und Stile, und obwohl der Leser immer wieder von der einen spannenden Handlung weggerissen wird, steckt er schon bald kopfüber in der nächsten. Wenn man eine längere Zugfahrt vor sich hat, perfekt (und natürlich auch sonst)!
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am 15. Februar 2016
Calvino hat mit "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" ein sehr originelles Buch geschaffen, das man nicht mehr zur Seite legen kann.
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am 19. Januar 2017
Wirklich ein wunderbares Verwirrspiel. Mir wurde das Buch von einem Literaturwissenschaftler empfohlen und ich habe den Kauf in keiner Sekunde bereut.
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am 23. März 2015
So poetisch und doch so klar. Calvino's Stärke ist die scheinbare Leichtigkeit mit der ehr sich den großen und schweren Themen annimmt. Was diese Disziplin angeht bleibt "Wenn ein Reisender..." sein Meisterwerk.
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am 13. März 2005
Ist zwar Geschmacksache, klar, aber das war ein Reinfall.
Hier hab ich was gemacht, was ich eigentlich noch nie getan habe. Ich habe nach der Hälfte genug gehabt und hinten die letzte Seite gelesen und es damit weggelegt. Mir war es zu frustrierend und stellenweise quälend. Am Anfang dachte ich ja noch es könnte interessant werden, aber für dieses Ende hat es sich wirklich nicht gelohnt weiterzulesen.
Es ist ein interessantes, literarisches Experiment und kann sicherlich einige Leser begeistern, deshalb auch noch 2 Sterne!
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 10. März 2015
"Du schickst dich an, den neuen Roman 'Wenn ein Reisender in einer Winternacht' von Italo Calvino zu lesen. Entspanne dich. Sammle dich. Schieb jeden anderen Gedanken beiseite. Lass deine Umwelt im ungewissen verschwimmen. Mach lieber die Tür zu, drüben läuft immer das Fernsehen. Sag es den anderen gleich: "Nein, ich will nicht fernsehen!" Heb die Stimme, sonst hören sie's nicht. "Ich will lesen! Ich will nicht gestört werden!" Vielleicht haben sie's nicht gehört, bei all dem Krach; sag's noch lauter, schrei: "Ich fang gerade an, den neuen Roman von Italo Calvino zu lesen!" Oder sag's auch nicht, wenn du nicht willst; hoffentlich lassen sie dich in Ruhe." (und mal ehrlich: wenn man das nicht ankündigt: sie lassen einen nie in Ruhe ... )

Das ist der erste Absatz des Buches und wenn der euch nicht am Schlawittchen gepackt hat und die Untiefen des Romans zu ziehen versucht - dann wird es der zweite oder dritte für ihn tun. Es ist genial, weil schön und weil lustig und auch ein bisschen (ein unkitschiges bisschen) romantisch und toll, weil ... Sammeln wir uns.
In diesem Roman wird hauptsächlich ein Du angesprochen. Das heißt: Der Leser. Hier tatsächlich als männlicher Leser zu verstehen. Aber es gibt auch eine Leserin. Da man aber nicht Du-männlich und Du-weiblich unterscheiden kann, bekommt die Leserin einen Namen: Ludmilla. Wer wollte nicht schon immer mal Ludmilla sein? Denn das ist eine sympathische Ludmilla. Eine belesene, fünfzig Zitate pro Buch auswendig aufsagende Ludmilla. Und sie ist sympathisch. Wie der Leser.
Es beginnt damit, dass der Leser ein Buch lesen will. Und es ist fehlerhaft. Also geht er in die Buchhandlung um es umzutauschen. Es gab ein großes Verlagschaos und zwei Romane sind ineinander vermischt. Man hat als Leser (sowohl der im Buch als auch ich, der ich den Roman lese) sogar schon den Anfang des Buches mitgelesen, den das Du im Buch liest. Ein Wahnsinn. Und es war spannend und eigentlich will man weiterlesen und wartet darauf, dass das Du im Roman endlich mal den Roman findet, aber da trifft er in der Buchhandlung Ludmilla und sie ist dummerweise verdammt gut getroffen. Auf eine frustrierende Art und Weise zutreffend getroffen. (aber das werden die weiblichen Leser und die männlichen, die sich mal mit weiblichen länger über Bücher unterhalten haben, schonungslos mitbekommen...). Auf jeden Fall erfolgt eine Jagd nach Romanen und man kann immer die Anfänge lesen, aber wie es der Teufel will, kann weder das Du im Buch noch der Leser mit dem Roman in der Hand weiter lesen. Immer wird man unterbrochen (manchmal ist man froh, aber ich war es in den meisten Fällen nicht). Hinzu kommt noch die Geschichte, die der Leser und Leserin erleben - verdammt spannend! Aber ich will hier nicht in meiner Begeisterung allzu sehr spoilern, daher sage ich jetzt nichts mehr zum Inhalt.
Das ganze Buch ist schnell, mit einem Schmunzeln und hin und wieder vielleicht Rotwerden (aus diversen Gründen) zu lesen und endet ein gerührtes Lächeln auf dem Gesicht des Lesenden hinterlassend auf Seite 275. Dabei wird natürlich - das ist der Art der Schreibweise geschuldet - herausragend humorvoll mit der Erwartung des Lesers gespielt, mit den Handlungsabläufen und Kategorien, die man so im Kopf hat (ich sage nur Koffer im Bahnhof - was finden sich da alles für Assoziationen in den Köpfen von Menschen?). Also hinauf geschwungen auf das edle Ross hinaus in die Welt gestürmt auf zum Buchladen (morgen ist Montag, da dürfte vielleicht sogar einer auf haben) und dann mal sehen, ob man den zu Weihnachten geschenkten Rosamunde-Pilcher-Roman nicht umtauschen lassen kann ;)
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Mai 2015
Von seinen Freunden in den literarischen Zirkeln von Paris erhielt er den Spitznamen «Der amüsierte Ironiker», sein Entdecker und Mentor Cesare Pavese bezeichnete ihn als «Eichhörnchen der Feder». Beides kennzeichnet äußerst treffend den Stil des italienischen Autors, die in dem 1983 auf Deutsch erschienenen Meta-Roman «Wenn ein Reisender in einer Winternacht» ihre gelungenste Ausformung erhielt. Sprachlich flockig leicht und beweglich, thematisch kunstvoll durchwoben mit nicht zu übersehender Ironie, widersetzt sich dieser so noch nicht dagewesene, ebenso dichte wie komplexe Erzähltext jedem Versuch einer Zuordnung, er ist vielmehr ein kreatives Spiel mit so ziemlich allen modernen literarischen Gattungen auf einmal.

Kann man einem Leser mehr Ehre antun, als ihn zum Protagonisten eines Romans zu erheben? Es wird konsequent in der zweiten Person erzählt, und das hört sich so an: «Vielleicht hast du schon im Laden ein bisschen darin geblättert. Oder du konntest es nicht, weil das Buch noch eingeschweißt war. Nun stehst du im Bus, eingezwängt zwischen anderen Leuten, hängst mit der einen Hand an einem Haltegriff und versuchst mit der freien anderen, das Buch auszupacken, ein bisschen zappelig wie ein Affe, der eine Banane schälen und dabei weiter an einem Ast baumeln will. Pass auf, du stößt die Nachbarn an. Entschuldige dich wenigstens». Natürlich trägt dieses soeben frisch erworbene Buch den Titel «Wenn ein Reisender in einer Winternacht», es bringt dem Helden, seinem Leser also, allerdings wenig Freude. Denn nach 14 Seiten wiederholt sich der erste Textblock des spannenden Romans um eine konspirative Kofferübergabe fortlaufend bis zum Schluss, ein Bindefehler womöglich. Nach diesem Schema werden nicht weniger als zehn Romananfänge erzählt, die aus unterschiedlichen Gründen alle abbrechen. Sie werden jeweils eingeleitet von einem weiteren Teil der Geschichte, die der Leser erlebt auf den Spuren dieses mysteriösen Buches, von der Buchhandlung über Uni, Hörsaal, Café, Verlag bis zur Wohnung von Ludmilla, einer ebenso verunsicherten Leserin wie er. Ergänzt werden diese Einleitungen, welche listenreich die Rahmenhandlung bilden, durch das kuriose Tagebuch eines Schriftstellers. Überhaupt ist die turbulente Geschichte gespickt mit Details verschiedenster Aspekte zum Thema Buch, aus der Werkstatt von Autor und Übersetzer natürlich, aus der Druckerei, dem Verlag, dem Buchhandel und, last but not least, der Lesestube des Buchkäufers. Denn die Lust am Lesen und die Liebe zu Büchern ist das beherrschende Thema dieses Romans.

Calvino unternimmt stilistisch einen Parforceritt durch fast alle Spielarten der modernen Literatur, persifliert sie sehr gekonnt, man muss häufig schmunzeln, der Autor als Schelm und Nestbeschmutzer! In seinem labyrinthischen Plot ohne Ariadnefaden, der wie eine literarische Schnitzeljagd anmutet, finden sich neben einigen ins Nichts führenden Abzweigungen zehn wunderbar gelungene, an Stilübungen erinnernde Textfragmente. Dazu gehören, mit der Zensur in einer osteuropäischen Diktatur zum Beispiel, Anklänge an Kafka, es finden sich ferner Elemente des typischen Campusromans, des Liebes- und des utopischen Romans ebenso wie Sex and Crime des Thrillers, völlig gleichberechtigt übrigens neben solchen des Nouveau Roman, des magischen Realismus oder des Symbolismus.

Der Seitenhieb auf die Bibliophilen mit ihren ungelesenen Büchern, «die sie böse anschauen», wenn schon wieder neue angeschleppt werden, wird manchen Leser wenig freuen, dass Calvino den weitverbreiteten Wunsch nach stringenter Handlung ad absurdum führt, gewiss noch weniger. Wo sonst aber kann der Leser, also du, so viel über sich selbst und seine Leidenschaft erfahren? Das allein schon macht dieses als Jahrhundertroman apostrophierte Buch sehr lesenswert, und das glaubst du dem Rezensenten. Also liest du es einfach ...
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am 11. März 2010
Ein Mann geht in eine Buchhandlung, kauft sich ein Buch, liest es, stellt es in sein Regal und wendet sich wieder seinem Alltag zu. Das Buch ist ein bloßes Konsumgut mittels dessen die Zeit vertrieben werden kann. 'So nicht!'-sagt Calvino und zeigt dem abgestumpften Leser was eigentlich alles hinter und in einem Buch stecken kann.
Der 'Roman' fängt bei der privaten Vorbereitung zur Lektüre an, thematisiert die Entstehung eines Erzählung und gewinnt mit jeder Seite immer mehr an Fahrt. Calvino belehrt uns über das Lesen nicht in dem er etwa sagt, dass Lesen was tolles sei. Vielmehr dekonstruiert er die Vorstellung, dass hinter einem Buch nur geringfügiger Zeitvertreib steht. In Verlaufe dieses Prozesses regt er den Leser zum Denken an, er verleitet ihn dazu Fragen zu stellen. Wie ist das Verhältnis Autor-Werk-Leser? Ist der Autor ein Schöpfer, ein Produzent oder etwas anderes? Gehört ihm das Werk? Was ist ein (literarisches) Werk? Ist es isoliert oder mit anderen Texten verwoben? Wie kann man lesen (einfach privat, hermeneutisch, semiotisch, strukturalistisch usw.)? Weiter geht es mit der industriellen Herstellung (Verlag), der wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Literatur (Universität), dem Einfluss der Literatur auf Politik und Kultur und schlussendlich auf den Leser selbst. Es wird mit Erzählperspektiven (ein fiktives (?) 'du' ist der Protagonist), mit den Gattungen (Tagebuchroman, symbolistischer Roman, erotischer Roman, Briefroman usw.) und mit den Konzepten des Lesens. Und dies sind nur wenige von den thematisierten Apekte.
Calvino lehrt den Leser, dass Literatur eben nicht nur ein Konsumgut ist sondern mit dem Leben verzahnt ist. Jede Lebensgeschichte ist Literatur und alle Literatur berichtet vom Leben.
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am 11. Januar 2000
Er ist sicherlich einer der ganz Großen, der italienische Autor Italo Calvino, und "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" ist nicht nur eines seiner besten, sondern auch eines seiner schönsten Romane, wenn nicht sogar der schönste überhaupt. Calvinos Buch ist eine Parabel über das Lesen überhaupt. Schon auf der ersten Seite nimmt der Autor den überraschten Leser bei der Hand, wird ihm dann im Verlaufe der Lektüre eine Leserin zur Seite stellen (auf daß sie einander erkennen und lesen) und die beiden bis zum Ende nicht mehr loslassen. Dies ist der eine Teil des Buchs, die Haupthandlung, und wer glaubt, das sei ein bißchen dürftig, ahnt nicht, auf welche abenteuerlichen Reisen Calvino ihn schicken wird. Der andere Teil, sorgfältig verflochten mit dem ersten, besteht aus zehn Geschichten, genauer gesagt: aus den Anfängen von zehn Geschichten, denn immer, wenn der Leser sich in eine von ihnen stürzt, geschieht Seltsames: das imaginäre Buch im Buch zeigt nur noch leere Seiten oder wiederholt immer denselben Text oder ist in Wirklichkeit gar nicht das, was der Leser eigentlich kaufen wollte, sondern im richtigen Einband steckt der falsche Roman usw.
Das klingt jetzt alles schwer vorstellbar, gar verwirrend? Macht nichts. Umso schneller sollte man sich "Wenn ein Reisender ..." zulegen und lesen. Niemand, der gerne liest, wird die Lektüre dieses wunderbaren Buchs bereuen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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