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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
8
Wenn die Lichter ausgehen: Geschichten aus dem Dritten Reich
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 21. Juli 2017
Das Cover und der Titel des Buches wirken aufs erste nicht sehr spektakulär. Der Schreibstil des Buches ist flüssig und angenehm zu lesen.
Scheinbar zusammenhangslos, werden Geschichten aus der Zeit Nazizeit kurz vor dem Ausbruch des Krieges erzählt. Die Geschichten gehen dem Leser wirklich an die Nieren, nichts wird beschönigt und es ist wirklich beängstigend, wie schrecklich es zu dieser Zeit zuging. Die Autorin schreibt so bildhaft, dass man sich gut in die Geschehnisse von damals hineinversetzen kann. Man spürt direkt die Auswegs- und Hilflosigkeit der darin handelnden Personen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich war teilweise wirklich entsetzt, wie sich alles damals zugespielt hat.
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am 3. August 2008
Eine Sammlung von lose miteinander verknüpften Geschichten, die nach Hitlers Machtergreifung spielen.
Das Buch erschien schon 1940 in New York und London, und 2005 erst in Deutschland in einer Rückübersetzung aus dem Englischen.
Wenn man diese Geschichten so liest, dann fragt man sich, in welcher Angststarre oder geistigen Umnachtung sich die Deutschen eigentlich befunden haben müssen, daß sie gegen dieses Regime nicht vorgegangen sind.
Erika Mann beschreibt hier nicht die Grausamkeiten, die in den Konzentrationslagern und an anderen Völkern begangen wurden, sie schreibt über den alltäglichen Wahnsinn.
Sie schreibt über die Reglementierungen, mit denen die Nazis noch in die kleinsten Bereiche privaten Lebens eingriffen, und die Idiotie, die sie dabei an den Tag legten.
Die Antwort auf die Frage ' warum haben die Deutschen sich von Irren regieren lassen, in deren Köpfen sämtliche Lichter ausgegangen waren ' gibt Erika Mann in Kapitel 9 (Auf ärztliche Anweisung) übrigens indirekt selbst.
Der Einzelne hat sich so lange nicht für die Machenschaften der Politik interessiert, wie er nicht persönlich behelligt wurde. Wurde er dann aber behelligt, und das passierte früher oder später jedem, auch und besonders in seinen privaten Belangen, war der Zeitpunkt verpaßt, noch etwas dagegen ausrichten zu können.
Wehret den Anfängen, hätte hier allen weitergeholfen.
Erika Mann läßt nicht aus, daß es durchaus einzelne Wehrige gab.
Trotz des poetischen Titels ist das Buch nicht unbedingt literarisch zu nennen. Es kommt in großen Teilen journalistisch daher. Manchmal mutet die Sprache, auch für 1940, etwas altertümlich, oder zumindest altmodisch und betulich an, insbesondere in den ersten Geschichten. Diese Betulichkeit ist nicht nur dem Schauplatz der kleinen Stadt geschuldet.
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am 25. Februar 2005
Wenn man die anfangs doch so harmlos anmutenden Szenen aus einer süddeutschen Kleinstadt während des Dritten Reichs liest, kann man fast nicht glauben, dass damals die allermeisten Menschen "nichts gewusst" haben...
Sicher hatte Erika Mann mit dem Blick aus dem Exil eine anders geschulte Wahrnehmung, dennoch sind die scheinbar zusammenhanglos aneinander gefügten Szenen von solcher Eindringlichkeit, dass das Grauen der Nazizeit sich dem Leser noch einmal von einer ganz neuen Seite offenbart. Wie ein schleichendes Gift, unter Missachtung jeglicher Menschlichkeit dringt der nationalsozialistische Terror in die privatesten Bereiche. Und all das beschreibt Erika Mann lakonisch, in einem fast schon Plauderton, dass der Leser wirklich betroffen ist.
Ein wichtiges Stück zeitgeschichtlicher Literatur!
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am 18. Juli 2010
Die von Erika Mann vorgelegten Episoden aus dem Leben einer Kleinstadt zu der Zeit zwischen Machtergreifung und dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs behandeln ganz bewusst das Alltagsleben in Deutschland. Im Gegensatz zu dem, was ich von der Kriegsgeneration als Nachkriegsgeborener erfahren habe, stellt Erika Mann die Zustände als nicht nur politisch sondern auch wirtschaftlich desaströs dar. Weder die Arbeiterschaft noch die Unternehmer, die Akademiker; die Landbevölkerung und selbst die unteren Parteigetreuen führen ein angenehmes Leben sondern müssen Entbehrungen in jedweder Beziehung hinnehmen. Die teilweise haarsträubenden Verordnungen lassen ein ökonomisch sinnvolles oder sozial harmonisches Gemeinwesen unmöglich werden. Erstaunlich ist dabei, was mir allerdings von der älteren Generation auch so beschrieben wurde, dass die Leute ohne Widerstand alles erdulden, sieht man mal von dem Journalisten ab, der sich an einer Stelle einmal einer Amtsperson widersetzt. Da alle Begebenheiten belegt sind und die dargestellten Fakten im Anhang nachvollziehbar aufgelistet werden, kann man daran nicht zweifeln.
Das ist für mich persönlich deshalb so verwunderlich, da ich mich noch gut an die sechziger Jahre erinnern kann und die teilweise unverhohlene Sympathie in der Bevölkerung für die Nazi-Ära. Was hat die Leute, obwohl sie Not litten und den aberwitzigsten Gängelungen ausgesetzt waren, dennoch subjektiv das Gefühl gegeben, dass sie eine große Zeit erlebt haben? Ich erinnere mich wie die oft zitierten Autobahnen gelobt wurden oder auch die Tatsache, dass jeder arbeiten musste. Dass die Leute nicht nach ihren Fähigkeiten eingesetzt wurden sondern völlig ohne Sinn und Verstand Bereichen zugeteilt wurden, in denen sie nicht qualifiziert waren, habe ich hier zum ersten Mal erfahren.
Es lässt mich aber auch fragen, was hat dieses subjektive Gefühl erzeugt und sind wir heute davor gefeit. Ich habe den Eindruck, dass es die Faszination einer nahezu unumschränkten Macht ist, die die Menschen faszinierte. Es wird nicht gefragt, ob das was geschieht gut ist oder nicht, sondern zunächst richtet man sich ein und steht auf dem Standpunkt, die werden schon wissen, was sie tun und man kann ohnehin nichts ändern. Genau das sind aber die Sätze, die ich heute von jungen Menschen höre, wenn ich sie auffordere, sich politisch zu informieren und zu engagieren. Im Nachwort konnte ich nachlesen, dass Erika Mann und die Dichterkinder in den zwanziger Jahren sich genauso verhalten haben. Man feierte und war unpolitisch. Vielleicht sollte man dieses Buch in den Kanon der Schullektüre aufnehmen, damit sich gleiche Fehler nicht widerholen.
Fazit: Sehr empfehlenswert für alle, da niemand sich aus der Auswirkung der Politik zurückziehen kann.
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 500 REZENSENTam 16. Oktober 2008
Die Schauspielerin Lena Stolze, die u.a. zweimal die Sophie Scholl im Kino gespielt hatte (bei Verhoeven und Adlon), passt optimal zu diesem sehr emotionalen und ebenso kurzweiligen Text von Erika Mann. Lena Stolze "spielt" den Text mehr, als sie ihn liest. Dies kommt natürlich dem Hörvergnügen zu gute. Sie spielt alle Rollen selbst.

Erika Mann hat in all ihren Texten (auch) ernste Begebenheiten sehr polemisch und unterhaltsam geschildert; der Leser sollte nie gelangweilt werden. Hier merkt man dies besonders, da "Wenn die Lichter ausgehen" für den amerikanischen Markt bestimmt war.
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am 3. Februar 2012
Das Buch ist sehr zu empfehlen! Erika Mann zeigt in 10 fiktiven Lebensläufen, die alle in einer Stadt spielen, den Alltag der durchschnittlichen Bevölkerung unter dem Nazi Regime auf. Fast alle Fakten wie z.B. Gesetze,Reden,Artikel etc. die das Leben der normalen Bevölkerung erschwert, ja man kann sagen unerträglich gemacht haben, sind nachweisbare Tatsachen. Als junger Mensch in Deutschland, der den Krieg nur aus dem Geschichtsunterricht oder von N24 kennt, gewinne ich durch Erika Mann einen ganz neuen Einblick auf die Zeit unter der Herrschaft der Nazis. Das Leben des Durchschnittsbürgers sollte mit all seinen ängsten,schikanen und leiden vermittelt werden, das gelingt der Autorin zu 100%.
Mein Fazit: man sollte das Buch umbedingt lesen!
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am 30. September 2008
Gut geschrieben. Besonders gefallen hat mir die Zusammenstellung realer Ereignissen und Schicksale in dieser komprimierten Form. Die Quellenangaben von Erika Mann wurden für die dt. Ausgabe nochmals verifiziert und damit belegt, dass es sich um Tatsachenberichte handelt. Die sprachliche Darstellung ist etwas einfach und schnörkellos, aber vielleicht wirkt das Werk gerade deshalb so faszinierend.
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am 17. März 2014
Wie ausgeschrieben und angeboten, erhielt ich den Artikel in bester Qualität.
Kann den beschriebenen Artikel bestens weiter empfehlen wie auch den Lieferanten.
Bin rundum zufrieden und würde mich wiederum zum Kauf entscheiden.
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