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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
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3,3 von 5 Sternen
Wenn das die Grimms wüssten!: Neue Märchen zum Grimm-Jahr 2012
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:18,50 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 18. Mai 2013
Es ist ein Buch voller Überraschungen. Jede Seite schenkt EINEM eine NEUE.
Ich habe an vielen Stellen geschmunzelt, vor allem, an der Stelle wo das Rotkäppchen eine neue Rolle spielt, fast wie im wahren Leben. Sie ist hier eine freche Göre und der Wolf ist lieb, mehr will ich nicht verraten.
Aber auch Abenteuermärchen waren darin enthalten. Die meisten trafen meinen Geschmack, mir hat die neue Sichtweise gefallen.
Die Schreibqualitäten sind recht unterschiedlich,..aber die Grimms haben vor 200 Jahren hier und da eine Selektion vorgenommen,das Grimms Märchenbuch brauchte auch Zeit zum wachsen.
Das Buch ist auf jeden Fall sein Geld wert und es wäre schön es eines Tages in Hardcoverversion und märchenhaften Zeichnungen im Handel zusehen.
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am 17. Mai 2012
Anlässlich des 200. Jahrestags der Erstausgabe der "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm wurden deutschsprachige Autoren gebeten, die alten Märchen neu zu erzählen oder sich neue Märchen auszudenken. Daraus wurden dann die hier vorliegenden 86 Märchen ausgewählt.
Es tauchen sehr viele bekannte Figuren wieder auf, wir lernen aber auch zahlreiche neue Märchenfiguren kennen. Teilweise wurden die alten Märchen entstaubt und unter heutigen Gesichtspunkten erzählt bzw. etwas abgewandelt. Spannender fand ich die ganz neu ausgedachten Märchen.
Alle Märchen sind kurz, genauso wie ihre Vorbilder von vor 200 Jahren. Ideal für zwischendurch.
Diese hier vorliegenden Märchen eignen sich hervorragend für Kinder und für junggebliebene Erwachsene (auch wunderbar geeignet zum Vorlesen). Ein paar wenige Märchen haben mir nicht so gefallen, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Ich finde die Idee, heutzutage ein Märchen zu schreiben, sehr gut. Eine klare Leseempfehlung von mir dafür.
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am 17. Mai 2012
Märchen sind Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten berichten ... ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt" So Wikipedia. Sie zeichnen sich aus durch eine märchenhafte Sprache.
Von den Neuen Märchen hätte ich mir gewünscht, dass sie die Weisheit und Schönheit der alten Texte neu beleben und in einer zeitgemäßen Form wiedergeben. Ausflüge in die Jetztzeit sind insofern sicherlich gestattet, wären da nur nicht die wiederholt genannten PCs, MP3 Player, die Kopfhörer, der Computercode, der alte VW, das Sudoku, das Billardcafé, der Einkaufswagen, die Plastiktüten und Fahrradtouren und unbedingt erwähnenswert Silke Wiest mit König Thorbens polargetestetem Hightech-Outdoor-Overall und Funktionsunterwäsche".
Neuzeitliches sollte in Neuen Märchen nur gefühlvoll, stimmig und in Maßen zum Einsatz kommen, damit der märchenhafte Charakter erhalten bleibt. Das ist hier leider zu oft nicht geschehen.
Extrembeispiele stammen von Elevtheria Marinaki: Basecap ...Springerstiefel ... Prügeleien, Einbrüche, geknackte Autos ... Dealern und Kleingangstern ... Designerdrogen ... Zivilfahnder ... Fahndungsplakat ... Totenkopftattoo" in den ersten 13 Zeilen der Geschichte!
Oder Bettina Forbich: Oppositionspartei ... wirtschaftliche Probleme des Landes ... Massenarbeitslosigkeit ... Einkommenssteuer ... Bruttosozialprodukt ... Regierungspartei ... Wirtschaftsminister ... Parteigenossen" auf nur 8 Zeilen.
Annegret Sommer: Fahrtkostenzuschuss ... Beihilfe zum Kreidekauf ... Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ... Zuschuss ... Beamten" auf 7 Zeilen.
Oder auch Angelika Brox: Eine Frau stellte sich auf die umgedrehte Bierkiste, ergriff das Megafon und richtete heftige Vorwürfe an den Leiter der Bank, der durch riskante Finanzgeschäfte das Unternehmen in den Abgrund getrieben hatte."
Das alles ist nicht wirklich märchenhaft und zeugt auch nicht von wunderbaren Begebenheiten. Hinzu kommen sprachliche Entgleisungen wie beispielsweise:
Jeanette Holdinghausen: "Dem Maultaschendepp, dem Jüngsten der Familie"
Thomas Häbe: "Sobald wir zurück in der Firma sind, schmeiße ich diese dumme Nuß raus!"
Reinhard Staubach: "Du hast nicht alle Pixel in der Linse"
Im Vergleich die sehr gelungene Einleitung von Birgit Orten, die ihr Märchen mit dem zauberhaften Satz beginnt: "Eine kleine Blume wuchs einmal auf einer Wiese in der Nähe des Bachs." So einfach geht das.

Fazit:
Weniger wäre eindeutig mehr gewesen. Sich auf die wirklich guten Texte beschränken und diese entsprechend aufzuarbeiten, hätte ein gutes Buch hervorbringen können. In der gegenwärtigen Form verbleibt es jedoch bei dem sehr zutreffenden Titel: "Wenn das die Grimms wüssten!"
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