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am 3. Juli 2004
das preis/leistungsverhältnis bei dieser ausgabe von "die welt als wille und vorstellung" ist grandios. der insel verlag gehört zum suhrkamp verlag, bietet allerings die 2 bände um zusammen unter 20 euro, wo bei suhrkamp jeder band an die 20 euro kostet. die ausgaben sind 100% ident. insel bietet helleres papier und dünndruck, was auch für viele leser ein plus sein könnte. über den inhalt hier worte zu verlieren wäre sinnlos. selbst lesen! nur soviel, wer schopenhauer ohne vorurteile verstehen will muss ihn lesen anstatt ihn als pessimisten abzutun. schopenhauer bietet in vielerlei hinsicht denkweisen und ansichten, die dem menschen so manches übel ersparen kann oder die einstellung überhaupt so ändern kann, dass man letzten endes ein glücklicheres leben (nicht im sinne der konsumgesellschaft natürlich) führen kann....also keine spur von pessimismus im gesamtsystem schopenhauers. original lesen!
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am 10. August 2009
Schopenhauers Mamutwerk, erschwinglich im Preis
Die Dissertation expliziert einerseits die Gebundenheit des menschlichen Selbst- und Weltverstehens an den Satz vom zureichenden Grund (als dem Prinzip der Endlichkeit und hiermit der Leidensexistenz), andererseits stößt sie, indem sie die Vereinigung von Erkennen und Wollen in einem Subjekt entdeckt, auf den Punkt, von dem aus die neue Metaphysik (von der in der Dissertation noch keine Rede ist) entworfen wird: Erkennen und Wollen, verbunden mit dem Satz vom Grund, machen die Elemente aus, vermittels deren die philosophierende Vernunft zur einzig angemessenen Antwort auf die Frage nach dem Leidensursprung und nach der Aufhebung des Leidens kommt. 2. Die zweite Etappe (1814 bis 1817/18) bringt die Lösung des Problems; in immer neuen Anläufen stellt sie den entscheidenden Lösungsgedanken heraus; an ihrem Ende steht die literarische Komposition des Systems: das Hauptwerk. Der Lösungsgedanke heißt: das Wesen der Dinge ist Wille, nicht (wie die abendländische Tradition zumeist annahm) Geist, und die »Welt« (das Seiende im ganzen) ist der Prozeß, in welchem der Wille (nicht der Geist) sich selbst erkennt. Schopenhauer hat seine gesamte Philosophie als die Entfaltung eines einzigen Gedankens bezeichnet: »Die Welt ist die Selbsterkenntnis des Willens.« Die Erkenntnis (»Vorstellung«) spielt in dem System, wie der Titel des Hauptwerks anzeigt, eine Hauptrolle, aber nur die zweite Hauptrolle. Das primäre Prinzip ist der Wille, den Schopenhauer im Anschluß an Kant das »Ding an sich« nennt. Die Vorstellung ist gegenüber dem Willen das sekundäre Prinzip, ist sie doch Erscheinung des Willens.
Diese Rangordnung zwischen Wille und Vorstellung bestimmt Schopenhauers gesamtes System, sie wird vor allem in der zweiten Auflage des Hauptwerks und in den es begleitend-ergänzenden weiteren Schriften akzentuiert, doch zeigt die Darstellungsweise des Hauptwerks an, daß die metaphysische Rangordnung der beiden Hauptprinzipien der Welt nicht die einzige Art ist, in welcher Wille und Vorstellung zueinander in ein Verhältnis gebracht werden können. Ein zweites Verhältnis zwischen Wille und Vorstellung ergibt sich aus Schopenhauers idealistisch-transzendentalphilosophischem Standpunkt, den er bewußt mit Kant teilt: Zwar bleibt dem Sein nach (»metaphysisch«) der Wille immer ursprünglicher als die Vorstellung, aber diese Ursprünglichkeit ist selbst durch die Vorstellung vermittelt. Dies ist der transzendentale Aspekt der Schopenhauerschen Philosophie. Er kommt darin zum Tragen, daß das faktisch erste, mit dem die Reflexion anhebt, nicht der Wille, sondern die Vorstellung ist. Anders als der Buchtitel erwarten läßt, beginnt das Werk mit der Betrachtung der »Welt als Vorstellung«. Daß nämlich die Welt Vorstellung ist, ist die erste evidente und überhaupt erste Antwort, die das philosophierende Subjekt erhält, wenn es, um zu einer Einsicht in Ursprung und Aufhebung des Leidens zu gelangen, die philosophische Zentralfrage stellt: Was ist die Welt?
Wenn Schopenhauer diese Frage im Ausgang von der evidenten Vorstellungshaftigkeit des Seienden angeht, wenn er zugleich aber (schon im § 1 der Welt als Wille und Vorstellung) zu verstehen gibt, daß die erste Antwort unzulänglich und zu ergänzen sei durch eine zweite (»die Welt ist Wille«), dann ist eine Gedankenfolge indiziert, die von der Aussage »Die Welt ist meine Vorstellung« prozessual zur Aussage »Die Welt ist Wille« führt. Das Hauptwerk beschäftigt sich in seinen beiden ersten Büchern - immer im Blick auf das Leidensproblem - mit der genannten prozessual konzipierten Gedankenfolge.
Mit seiner Auskunft, die Welt sei durch und durch Wille, gibt das zweite Buch die abschließende Auskunft über den Leidensursprung; gänzlich ungelöst hingegen bleibt mit dieser Auskunft die das Philosophieren überhaupt treibende praktische Frage nach der Möglichkeit der Aufhebung des Leidens. Von ihr handeln die beiden weiteren Bücher des Hauptwerks jeweils im Rückbezug auf die vorhergehenden.
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