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Weisungen aus dem Jenseits?: Der Einfluss mystizistischer Phänomene auf Ordens- und Kirchenleitungen im 19. Jahrhundert Taschenbuch – 1. September 2011

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Otto Weiß, Dr. phil., geb.1934, ist seit 2004 Koordinator und Herausgeber der „Geschichte der Kongregation der Redemptoristen“. Er lebt in Wien und in Grafing bei München und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert.

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Von einem "gut gehüteten Geheimnis", wie es die Kurzbeschreibung formuliert, kann nicht die Rede sein, sondern die Geschichte von angeblichen Seherinnen - im Buch ist nur von zweien die Rede - ist schlicht und einfach bisher nicht aufgearbeitet worden. Genau diese Aufarbeitung hat sich der Redemptorist Otto Weiß aus Gars zur Aufgabe gemacht. Denn die Anfänge der bayerischen Redemptoristen sind untrennbar mit der "Visionärin" ALOYSIA BECK (1822-1879) aus Altötting verbunden; weil sie sich für etwas Besonderes hielt, nannte sie sich LOUISE. Ihr Vater war Gerichtsarzt und Apotheker. Schon als Kind glaubte sie, Engel und Heilige zu sehen. Bei den Englischen Fräulein in Burghausen erhielt sie ihre Ausbildung. Nach ihrer Rückkehr mit 19 Jahren wollte sie Nonne werden, aber ihr Vater verhinderte ihren Wunsch durch ein sachlich falsches ärztliches Gutachten. Sie unterstellte sich der Führung des Redemptoristen Franz Ritter von BRUCHMANN (1798-1867), der im selben Jahr mit weiteren sechs Patres in Altötting angelangt war. Nach kurzer Ehe und dem Tod seiner Frau Juliane hatte er die geistliche Laufbahn eingeschlagen. Nachdem Louise ab 1845 von Dämonen gequält worden war, gegen die Exorzismen eingesetzt wurden, erschien ihr Anfang 1847 Bruchmanns verstorbene Frau Juliane als "Schutzgeist", die fortan Botschaften und Weisungen an das Medium Louise gab. Daraus entstand die "HÖHERE LEITUNG", der sich die Patres und hochgestellte Personen unterstellten. Der markanteste Anhänger war Kardinal Karl August Graf von Reisach (1800-1869), Erzbischof von München und Freising, der im Gegensatz zum zuständigen Bischof Hofstätter (1805-1875) von Passau Louise Becks Visionen für echt anerkannte.Lesen Sie weiter... ›
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Dieses faktenstarke, präzise recherchierte Werk von Pater Otto Weiß ist ebenso erschütternd wie überfällig. Es sollte für all jene ein echter Augenöffner werden, die ihre Frömmigkeit auch heute noch auf Privatoffenbarungen, Visionen und außergewöhnliche "Charismen" setzen, statt auf die Fundamente des Glaubens, nämlich Heilige Schrift und beständige Lehre der Kirche. Jenseits aller Glaubensvernunft wird jedoch spezielle Erleuchtung aus dem "Jenseits" erhofft, werden "Botschaften des Himmels" gesucht, was zur (pseudo)religiösen Sucht entarten kann, wie dieses Buch eindringlich dokumentiert. Die verhängnisvollen Auswirkungen solchen Botschafts(aber)glaubens betreffen nicht allein "einfache" Männer und Frauen aus dem Kirchenvolk, sondern auch hochrangige Kirchenvertreter - in dem hier beschriebenen Fall der bayerischen "Visionärin" Louise Beck (19. Jahrhundert) sogar einen Bischof, einen Erzbischof und einen Kardinal, zudem den damals amtierenden Generaloberen des Redemptoristenordens. Man hält solch haltlosen Unfug kaum für möglich, doch auch hohe Würdenträger können der Versuchung von Wundersucht und Schwarmgeisterei verfallen in der Meinung, damit gleichsam einen direkten "Glaubensbeweis", eine unmittelbare "himmlische Erfahrung" zu erhalten. So ist die Fixierung auf Erscheinungen, "Botschaften" und "Seher/innen" vielfach bestenfalls Ausdruck von Naivität, nicht selten aber das Symptom eines letztlich schwachen Glaubens, der nicht bereit ist, das Wort des hl. Paulus zu beherzigen, wonach wir auf Erden im Glauben leben - nicht im Schauen.Lesen Sie weiter... ›
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Diese sehr sorgfältige Recherche eines bestürzenden Zusammenhangs führt vor Augen, dass die innerkatholische Gemengelage, wie wir sie heute zeichnen, falsch ist.

Gemeinhin geht man in katholischen Kreisen von einer Front zwischen "Konservativen bzw. "Reaktionären" (wie sie sich im 19. Jh selbst nannten) oder "Ultramontanen" (also Infallibilisten und Papalisten) auf der einen Seite aus und "Liberalen", die natürlich alle "freimaurerisch" gesteuert werden, aus. Während im 19. Jh erstere "gewonnen haben", konnten mit dem Vaticanum II letztere das Heft in die Hand bekommen.

Diese Recherche zeigt neben anderen Werken, die seit der Öffnung der vatikanischen Geheimarchive möglich wurden, dass die Gemengelage viel komplizierter ist. Zu denken ist an den verwandten Fall der "Nonnen von Sant'Ambrogio", den Hubert Wolf wissenschaftlich erforscht hat und in den dieselben "Verdächtigen" involviert waren wie in den Fall aus Altötting: allen voran Kardinal Reisach und letztendlich unklar auch Pius IX., dazu im Falle Altöttings und des Vaticanums I Bischof Senestrey von Regensburg und ganz schlimm und ekelerregend der von der Inquisition als Häretiker verurteilte und von Pius IX. dennoch unmittelbar als ultramontaner Chefdenker herangezogene Joseph Kleutgen, der sämtliche theologischen Grundlagen für die päpstliche Infallibilität bzw. das Konzept vom "ordentlichen Lehramt" entwickelte, das Pius IX. dann als offizielle Lehre der Kirche veröffentlichte.
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