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Die Weißen denken zuviel: Psychoanalytische Untersuchungen bei den Dogon in Westafrika Taschenbuch – 1993

2.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Goldy Parin-Matthey, geboren 1911, ging 1937 nach Spanien, um gegen Franco zu kämpfen und 1944 mit Paul Parin nach Jugoslawien, um auf der Seite der Partisanen medizinische Zentren aufzubauen. Nach dem Krieg absolvierte sie eine psychoanalytische Ausbildung in Zürich. Dort praktizierte sie bis zu ihrem Tod am 25. April 1997 als Psychoanalytikerin. Paul Parin, geboren 1916, ist in Slowenien aufgewachsen. 1942 promovierte er in Zürich in Medizin. Seit 1952 praktiziert er als Psychoanalytiker in Zürich. Mit Fritz Morgenthaler gilt er als der Begründer der Ethnopsychoanalyse. Zahlreiche ethnopsychoanalytische Forschungsreisen nach Afrika und nachfolgende Publikationen "Die Weißen denken zuviel", "Fürchte deinen Nächsten wie dich selbst", "Zu viele Teufel im Land" zusammen mit Fritz Morgenthaler und seiner Frau Goldy. Weiterhin erschien von ihm das Buch "Das Faschismus-Syndrom", das ihm zum 80. und Goldy zum 85. Geburtstag gewidmet ist.

Kundenrezensionen

2.7 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 8. Juli 1999
Format: Taschenbuch
"Die Weißen denken zu viel" ist ein wissenschaftliches Buch. Grundlage bildet ein Feldforschungsaufenthalt der Autoren bei den Dogon in den 60er Jahren. Die Dogon sind ein westafrikanisches Volk mit etwa 250.000 Menschen. Zweck des Aufenthaltes war es, die Dogon mit Hilfe der Psychoanalyse zu untersuchen. Im Buch sind alle Gespräche, so wie sie stattfanden und mit Interpretationen der Autoren versehen, veröffentlicht. Nur zwei Gespräche mit Frauen sind darunter. Auf diese Weise kann der Leser sowohl Informationen über die Dogon erhalten wie auch sich mit der Methode der Psychoanalyse vertraut machen. Diese Methode degradiert die Dogon zu Objekten, weil auf diese Weise die Dogon nicht als gleichberechtigte Gegenüber, als Personen anerkannt werden. Nichtsdestotrotz beinhaltet das Buch viel Wissenswertes über die Dogon, v.a. der erste Teil des Buches, eine allgemeine Beschreibung des Volkes, bietet einen guten Überblick, um sich mit der Thematik vertraut zu machen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Format: Taschenbuch
Die europäische Tradition der Psychoanalyse wird in diesem Buch auf die Dogon, ein Volk in Mali (Westafrika), angewandt. Die Verfasser des gut 600-seitigen ethnologischen Fachbuches gehen dabei von den Erfahrungen aus, die sie im Laufe der sechs Afrika-Expeditionen gemacht haben. Der Titel hatte mich anfangs dazu verleitet, begeistert mit dem Buch zu beginnen. Die Vorstellung der Dogon war ganz interessant, weil ich vervollständigen und verstehen konnte, was das Volk der Dogon betrifft. Kompliment an die beiden Forscher-Ethnologen Parin & Morgenthaler, sie haben gute Feldforschung betrieben und ihrem wissenschaftlichen Fach eine wertvolle Publikation hinzugefügt.

Doch um meine Eindrücke zu schildern: das Prozedere der psychoanalytischen Gespräche ermüdete mich. Und so kam ich zu deren anschließender Einbindung in verschiedene psychoanalytische Begriffskategorien wie Abwehrmechanismen, Ödipuskomplex und Kultureinflüsse nicht mehr. Angesichts der noch vor mir liegenden "Durststrecke" legte ich das Buch nach etwa 300 Seiten weg. Wer weiß, vielleicht wäre es noch sehr spannend und erhellend geworden, und ich hätte noch mehr Wissenswertes erfahren über gesellschaftliche Strukturen, Kinship Studies, Sitten und Bräuche, Tabus und Zwänge... aber in dieser Form erschien mir das zu zeitaufwändig - wenn auch die Dialoge selbst Nähe und Authentizität vermittelten.

Kurz: Es hat mich einfach nicht gefesselt.
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Von Ein Kunde am 24. August 2000
Format: Taschenbuch
Dieses Buch ist das beste Beispiel dafür, dass es selbst in unserem Jahrhundert noch keine Fortschritte gibt, was das Thema Rassismus und Ausbeutung von Menschen angeht. Allein schon die Anmaßung, ein Volk zum Ziele von pseudo-wissenschaftlichen Untersuchungen zu machen ist ein eindeutiger Beweis für die Überheblichkeit und den Glauben an die eigenen Überlegenheit. Diese Untersuchung macht Menschen zu Objekten. Es ist unverzeihlich, eine sogenannte Studie als Buch zu veröffentlichen und damit den Vorstellungen von den "Andersartigen, Wilden" Vorschub zu leisten. Die Erforschung der Methode der Psychologie anhand von Menschen, die sich nicht freiwillig - und mit Bezahlung, wie es ansonsten unter gleichwertgien Menschen üblich ist - zur Verfügung gestellt haben, ist menschenunwürdig. Es wird mit Selbstverständlichkeit davon ausgegangen, dass man es "mit denen" ja machen kann. Finger weg von diesem Buch, das unter dem Deckmäntelchen wissenschaftlicher Forschung eine rassistische Denkweise demonstriert.
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