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Der Wehrwolf: Eine Bauernchronik Taschenbuch – 20. Juni 2012
- Seitenzahl der Print-Ausgabe154 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberOmnium
- Erscheinungstermin20. Juni 2012
- Abmessungen14.9 x 1.2 x 21.1 cm
- ISBN-103942378310
- ISBN-13978-3942378314
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Produktinformation
- Herausgeber : Omnium; 1. Edition (20. Juni 2012)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 154 Seiten
- ISBN-10 : 3942378310
- ISBN-13 : 978-3942378314
- Abmessungen : 14.9 x 1.2 x 21.1 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.644.512 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 41.598 in Klassiker (Bücher)
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Mit ‚Der Wehrwolf‘ entführt uns Hermann Löns in die tiefsten Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Harm Wulf ist Bauer im ländlichen Norddeutschland. Von Religionshass angestachelte und durch lange Jahre des Krieges abgestumpfte Heere aller Seiten verwüsten seine Heimat mehr und mehr. Ungläubig muss Wulf den Verfall der Ordnung und die entsetzliche Verrohung der Menschen miterleben. Nach einem Schicksalsschlag wird der einst so fröhliche Mann zu einem verbitterten Anführer des Widerstandes der Bauern gegen die Marodeure, die sich an ihren Familien und ihrem Besitz vergreifen — nicht ahnend, dass die größten Prüfungen ihm noch bevorstehen.
Für die damalige Zeit (der Autor verfasste die Geschichte im inhaltlichen und künstlerischen Stil der frühen Neuzeit, doch auch im Jahre 1910 wagten noch nicht viele, dem Menschen so subtil kritisch in die Seele zu blicken) sind die schonungslosen Darstellungen der Kriegsgräuel und ihrer Auswirkungen auf die menschliche Psyche von einer einmaligen Wucht. Mehr als eine Chronik ist ‚Der Wehrwolf‘ in Wahrheit eine Charakterstudie über Mut und Liebe in einer Zeit von Verzweiflung und Fatalismus. Mit Protagonisten, deren innerliche Verwandlung nachvollziehbar und teils herzbeklemmend wirkt, immersiven Landschaftsbeschreibungen und Galgenhumor vermag dieses Buch trotz seiner altertümelnden Sprache auch moderne Leser zu fesseln (wobei weniger das Altertümelnde als vielmehr der norddeutsche Dialekt für manche eine Hürde darstellen dürfte).
Es ist an der Zeit, diese großartige Geschichte aus der Schmuddelecke des Faschismus zu befreien. Die Instrumentalisierung Löns’ durch das „Dritte Reich“ — und die (unsinnige) spätere Indizierung von ‚Der Wehrwolf‘ aufgrund derselben — findet in Stil und Inhalt des Buches meines Erachtens nach keine Grundlage, sie beweist lediglich die Idiotie und Verbohrtheit dieser Ideologie. Allein schon der Umstand, dass Löns ein vergleichsweise modernes und dem NS-Wahn zuwiderlaufendes Frauenbild vertritt, indem er mit Harm Wulfs zweiter Frau und der Gräfin von Merreshoffen starke, sympathische und sich selbst behauptende Protagonistinnen einführt, widerlegt in meinen Augen bereits die tatsächliche Instrumentalisierbarkeit des Stoffes.
Die Nazis wären gewiss die ersten gewesen, gegen die Harm Wulf zu den Waffen gegriffen hätte. Denn der Widerstandskampf der Haidbauern beruht nicht auf ideologischen oder religiösen Gegensätzen, nicht auf der Opposition zu der herrschenden Klasse; er richtet sich nicht gegen Fremde an sich oder auch nur Invasoren, sondern gegen die Mitleidlosigkeit der Kriegsherren und einer entfesselten Soldateska.
Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass ‚Der Wehrwolf‘ in der Tat keine Kriegsgeschichte ist, sondern eine Anti-Kriegsgeschichte. Dem widerspricht auch nicht der persönliche Hintergrund des Autors, der freiwillig in den Ersten Weltkrieg zog, worin er fiel, denn mit melancholischer Subtilität widmet Löns sich an mehr als einer Stelle dem Verhängnis der Menschheit, Kriege einfach nicht verhindern zu können, und wie selbst der am Kriegsausbruch schuldlose und sich für nobel haltende Verteidiger verrohen und zu dem werden kann, was er zu bekämpfen glaubt. Auch den in den Feuilletons erhobenen Vorwurf des Antiziganismus gegen Löns kann ich nicht nachvollziehen. Die Gewalt der Haidbauern gegen durchreisende Zigeuner ist nur ein Produkt ihrer rasenden Angst davor, ihre Verstecke könnten den misstrauisch werdenden Soldaten verraten werden; ob sich im Dreißigjährigen Krieg Zigeuner wirklich als Kundschafter der Kriegsparteien betätigten, ist für diese Geschichte irrelevant.
Fazit: Kein leichter, aber sehr immersiver und auf seine Weise brandaktueller Stoff, der so sehr unterhält, wie er nachdenklich und sogar trübsinnig stimmt. → ■■■■■