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Was vom Manne übrig blieb: Das missachtete Geschlecht Taschenbuch – 1. Oktober 2012
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe308 Seiten
- SpracheDeutsch
- Herausgeberopus magnum
- Erscheinungstermin1. Oktober 2012
- Abmessungen14.81 x 1.78 x 21.01 cm
- ISBN-103939322571
- ISBN-13978-3939322573
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : opus magnum; 2., komplette überarb. Edition (1. Oktober 2012)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 308 Seiten
- ISBN-10 : 3939322571
- ISBN-13 : 978-3939322573
- Abmessungen : 14.81 x 1.78 x 21.01 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 785,527 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 3,320 in Fachbücher Genderstudies
- Nr. 7,503 in Fachbücher Soziologie (Bücher)
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Walter Hollstein hat genau hingehört, wie Frauen und unsere Gesellschaft Männer und das Männliche denunzieren, verunglimpfen und bekämpfen. Er analysiert dabei viel mehr und hat einen Tiefblick, wie ihn andere Autoren in diesem Thema, etwa Arne Hoffmann oder Gerhard Amendt weniger haben.
Besonders die tieferen Analysen von Hollstein, zum Beispiel, wie es zur heutigen Situation der Männer und des Sexismus gegen Männer kam, von der Agrargesellschaft mit Grossfamilien und der väterlichen Präsenz, hin zu den städtischen Kleinfamilien mit väterlicher Abwesenheit und den daraus resultierenden Folgen für die Gesellschaft und das Verständnis vom Mann, sind sehr aufschlussreich. Hollstein zeigt viele Zusammenhänge äusserst tiefsinnig und aufschlussreich auf. Ein weiteres Beispiel wäre etwa WARUM Jungen an den Schulen immer schlechter und Mädchen immer besser werden. Ich zitiere als Beispiel eine Passage aus dem Buch, in der erklärt wird, warum die immer grössere Mehrheit von weiblichem Lehrpersonal das ganz normale Verhalten von Jungen an der Schule als "abnormal" erlebt, ganz einfach, weil es schlicht nicht weiblich ist und warum Jungen dafür dann abgestraft und so schlechter werden:
"In solch frauendominiertem Ambiente [Schulen] wird Jungen per se ein auffälliges Verhalten zugeschrieben, das von den Erzieherinnen als hypermotorisch, störend, übergriffig, unkonzentriert und aggressiv erlebt wird, obwohl es das von der Grundintention her gar nicht ist, sondern eben jungenhaft und gleichzeitig durchaus berechtigter Widerstand gegen den "Mutti-Muff" [um den es zuvor ging]."
Walter Hollstein ist ein Analysator und ein Denker, der in die Tiefe geht und analysiert, Zusammenhänge aufzeigt, wo andere Autoren mehr auf Sensation und auf "Augen Öffnen" setzen. Wer verstehen will, nicht nur dass es Sexismus gegen Männer gibt, sondern auch wie dieser entstand und die Zusammenhänge dahinter, sollte dieses Buch lesen. Äusserst aufschlussreich und anregend. Wie gesagt, ganz bestimmt ein Klassiker und ein sehr wichtiges und gutes Buch im deutschsprachigen Bereich.
Auch werden die inneren Widersprüche diser Ideologie genau beschrieben und das oft sekhr intolerante
Verhalten Zweiflern gegenüber und die Gleichschaltung der Medien die kaum kritische Stimmen zu-
lassen
BESSER ALS BÖNT
Hollstein vergleicht sich in dieser überarbeiteten Neuauflage direkt mit Bönt ( Das entehrte Geschlecht: Ein notwendiges Manifest für den Mann ), der in einer Rezension auf ZEIT-online besser wegkommt. Hollstein klagt, daß es typisch sei, daß ein „emotionaler Aufschrei“ wie der von Bönt politisch ungefährlich gelobt werden könne, während seine soziologische Analyse diffamiert werde. In dem ZEIT-Blog hieß es zwar, daß man im deutschsprachigen Raum mindestens Hollstein nennen müßte, der (vor Bönt) die aktuelle Lage des Mannes in mehreren Büchern sehr ausführlich beschrieben habe. Aber Hollsteins Tonfall sei verbitterter, oft leicht apokalyptisch. Bönt schriebe selbstbewußter, pointierter und entwaffnend persönlich.
Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, trotzdem ist Bönts Buch eher eine Ergänzung zu dem von Hollstein, da nicht nachvollziehbar ist, wie man mit anekdotischen Erzählungen und ohne wissenschaftliche Orientierung in einem verminten Diskursfeld weiterkommen will. Der Professor für politische Soziologie Hollstein belegt seine Aussagen ganz gut, der Schriftsteller Bönt, nimmt sich die Freiheit, es überhaupt nicht zu tun. Zu den Schwächen von Hollstein komme ich gleich. Mit Bezug auf zahlreiche statistische Daten macht Hollstein jedenfalls unmißverständlich klar, daß nach Jahren des Augenmerks auf die Mädchen die Situation mittlerweile die ist, daß eine systematische Förderung von Jungen in der Schule dringend geboten ist.
Genauso wie es jedoch einigen feministischen Behauptungen an Stichhaltigkeit fehlt, suggeriert auch Hollstein an einigen Stellen mit einer tendenziösen Situationsbeschreibung eine vordergründige Ursächlichkeit.
FRAGWÜRDIGE THESE DER FRAUENRECHTLER
Zuerst ein Beispiel, wo Feministen Verwirrung gestiftet haben. Feministen haben behauptet, daß Frauen durch das generische Maskulinum benachteiligt würden, obwohl Genus und Sexus, das grammatische und das biologische Geschlecht, nichts miteinander zu tun haben.
Der schweizer Psychiater und Psychoanalytiker Jürg Willi hat versucht, das ad absurdum zu führen mit dem Hinweis auf sprachliche Blähungen wie diese: »Wenn man/frau mit seiner/ihrer Partner/in zusammenleben will, so wird er/sie zu ihr/ihm in ihre/seine oder sie/er in seine/ihre Wohnung ziehen« Andere Beispiele gibt es zuhauf. Keiner wäre je auf die Idee gekommen, daß der „Bayerische Lehrerverein“ mit seinem hohen Anteil weiblicher Grundschullehrer nur männliche Lehrer meinen könnte, aber nein, er mußte sich in „Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnen-Verband umbenennen“. Laut Wolfgang Klein, dem Leiter des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen, führt das zu einer übertriebenen Sensibilisierung für die Unterschiede. Es gäbe auch keine Studien, die eine Benachteiligung von Frauen durch das generische Maskulinum stichhaltig belegen würden. Zu solchen feministischen Verirrungen, die viele sprachbewußte Menschen (ob Männer und Frauen ist da völlig nebensächlich) ablehnen, hört man von Hollstein keine kritischen Worte. Im Gegenteil.
FRAGWÜRDIGE THESE DER MÄNNERRECHTLER
So wie Frauenrechtler behaupten, in der Sprache sei der männliche Genus zu dominant, behaupten analog dazu die Männerrechtler im Bildungswesen stecke zu viel Frau. In unzähligen Zeitungsartikeln, von verschiedenen Autoren (z.B. auch Arne Hoffmanns “Rettet unsere Söhne“) und auch wieder bei Hollstein liest man über die schlimme Situation eines angeblich maßlos femininisierten Bildungswesens. Weibliche Erzieher orientierten sich auch im Umgang mit Jungen vor allem an ihren weiblichen Handlungsmustern und seien schlecht für die Entwicklung der Jungen.
Hollstein schreibt: „So vaterlos die junge Generation heute erzogen wird, so weiblichkeitsüberfrachtet ist sie zugleich. Jungen werden in einem engen Frauenkäfig von Müttern, Omas, Tanten, Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Sozialarbeiterinnen groß. Sie werden mit weiblichen Werten, Verhaltensmustern und Anpassungsforderungen zugeschüttet; aber sie sind angehende Männer, möchten und müssen wissen, was Männlichkeit bedeutet und wie sie gelebt werden kann. ... In Kindergärten, Ganztagseinrichtungen, Schulen und Beratungsinstanzen stoßen Jungen ständig an weibliche Grenzsetzungen. …Das Weibliche ist heute – zumindest ideologisch und normativ – mehr wert als das Männliche.“
Daß die schiere Menge weiblicher Erzieher, nur weil sie Frauen sind, irgendwie schädlich sei für die Entwicklung der Jungen, ist ja fast wieder Sexismus, den Hollstein ja wohl selber nicht glaubt. Zumindest klingt es extrem auf einen medientauglichen Dreisprung getrimmt: 1. Jungen haben Probleme in der Schule. 2. Die meisten Grundschullehrer sind Frauen. 3. hängt das natürlich zusammen und man muß nur den Frauenanteil reduzieren und alles wird gut.
Wer, der sich um Jungen und ihr Weiterkommen sorgt, hat dagegen nicht schon selber gesehen, wie groß z.B. deren Neigung ist, mit Videospielen herumzudaddeln. Väter tolerieren das, bzw. bejubeln sogar die Abschußraten feindlicher Flugzeuge, viele Mütter halten das virtuelle Herumgeballere für genauso sinnlos wie die meisten Mädchen, denen es im Leben nicht einfiele so ihre Zeit zu verbringen. Ja, da hat Hollstein schon recht, daß sich die weiblichen Erzieher von den weiblichen Verhaltensmustern nicht ganz freimachen können. Sie raten doch glatt von dem Unsinn ab, den sie als Mädchen und junge Frauen auch nicht getan hätten. Allerdings geben ihnen viele Männer darin auch voll und ganz recht. Wann muß also eine Grenzziehung als weiblich gelten? Als Soziologe sollte Hollstein einmal sorgfältig differenzieren und benennen, was an diesen weiblichen Verhaltensmustern unmännlich sein soll und was hingegen vielleicht einfach den Status unserer (geschlechterunabhängigen) Zivilisation und unserer Schrift- und Sprachkultur ausmacht.
Stellt sich - provokativ formuliert – die Bandbreite männlicher Entwicklungsmöglichkeiten in ihren Extremen nicht wie folgt dar? Wer als Junge aus dem so schrecklichen Frauenkäfig ganz ausbricht, kann Videospielprogrammierer oder Video-Operator für ferngesteuerte Drohnen bei den Streitkräften werden, wenn er zu den besten gehört und wenn alles gut läuft. Wer aus dem Frauenkäfig aber gar n i c h t ausbricht, kann Soziologie-Professor werden, wenn alles gut läuft. So wie Hollstein ;-). Ist das eine männlich und das andere unmännlich?
DER REALITÄT INS AUGE SEHEN
Sind manche menschliche Eigenschaften, die bei Frauen etwas stärker ausgeprägt sind, nicht vielleicht einfach erstrebenswerter?
a) Es geht ja schon damit los, daß Frauen einen verläßlicheren Sinn für das Nützliche haben. Jeder Autoverkäufer - und jeder Marktforscher erst recht - weiß doch, daß wenn es von einem Pkw-Modell zwei Ausführungen gibt, die eine schnittiger, die andere praktischer, daß dann die praktischere (z.B. die mit dem größeren Ladevolumen) - statistisch nachweisbar - von den weiblichen Käufern stärker nachgefragt wird.
b) Der bekannte Ökonom Tomáš Sedláček ( Die Ökonomie von Gut und Böse ) meinte im Kontext der Maßlosigkeiten der Finanzkrise, daß Philosophen und Mütter und Religionen den Menschen immer zur Mäßigung gemahnt haben. Wie kommt er denn dazu, Weisheit mit Müttern zu assoziieren?
Der wichtigere Fakt, dem man sich stellen muß, ist jedoch, daß Mädchen und Frauen, in dem, was mit zum Höchsten menschlicher Kultur gehört, sich ein paar Jahre schneller entwickeln als Jungen und Männer, nämlich in Sprachintelligenz und Empathiefähigkeit. (Wer hat das denn nicht schon in der eigenen Familie beobachtet?) Damit ist nicht gesagt, daß Empathie von den dazu Befähigten immer zum Guten eingesetzt wird. (Hollstein weist ja zu Recht darauf hin, daß Männer und Frauen in gleichem Maße gewalttätig sind, wobei Männer stärker zu sichtbarer physischer Gewalt tendieren und Frauen zu weniger sichtbarer Kontrollgewalt und verbaler Gewalt.) Auch ist unstrittig, daß eine jungengerechte Pädagogik jenem Entwicklungsrückstand Rechnung tragen muß, aber daß ein normaler, weiblicher Lehrer (von den wenigen feministisch radikalisierten einmal abgesehen) mit der richtigen akademischen Ausbildung das weder einsähe noch fertigbrächte, ist ja vollkommen lächerlich, zumal ein Mädchen das hier Geschriebene im Schnitt ja zwei Jahre früher intellektuell erfaßt als ein Junge ;-).
Will Walter Hollstein so weit gehen, das – wie er sagt - ideologisch und normativ höhergestellte Weibliche mit Sprachkompetenz und Empathiefähigkeit zu identifizieren, nur weil Buben sich anfangs (!) damit schwer tun? Hoffentlich nicht, denn dann sind Bücherschreiben und Bücherrezensieren nämlich überaus weibliche Tätigkeiten. Wie man weiß, gewinnt in unserem Nachbarland Frankreich ein Politiker erst richtig an Gewicht, wenn er ein anspruchsvolles Buch geschrieben hat, nicht wegen einer besonders kraftvollen Tat. Und auch Ralf Bönt, der früher Physiker war, hätte dann das männliche Weltabenteuer seiner kosmologischen Forschungen an den Nagel gehängt, um sie gegen die Innerlichkeit der renommierteren weiblichen Schriftstellerei auszutauschen.
Na ja, vielleicht steckt darin ja ein Körnchen Wahrheit. Aber der Trost für alle Männer - sie brauchen ja Vorbilder – ist doch, daß sie in den als feminin verdächtigten Sprachangelegenheiten doch immer wieder klare Spitzenpositionen errungen haben :-). Wie ihnen das gelingt, kann der Autor seinen Lesern ja gelegentlich mal erklären.
FAZIT
Am schwächsten ist Hollstein da, wo er die soziologische Analyse verläßt, vordergründig argumentiert und unnötig stark die Geschlechterdifferenzen betont. Als Soziologe muß er wissen, daß die Bandbreite der Ausprägung einer bestimmten Eigenschaft unter Männern (oder Frauen) viel größer ist als der Unterschied der geschlechterspezifischen Mittelwerte. Aber auch ich weiß, daß er das weiß und daß er im Eifer des Gefechtes halt ein bißchen zu medientauglich geschrieben hat. Daher trotzdem vier Sterne. Sehr ausgewogen und empfehlenswert ist auch sein Essay „Vom Singular zum Plural: Männlichkeit im Wandel (ApuZ 40/2012 1. Oktober 2012, S. 10-16) in der 46-seitigen Themen-Beilage “Mannsbilder“ zur Wochenzeitung „Das Parlament“.
Hollsteins „enger Frauenkäfig“ ist zu einem guten Teil nur der anstrengende Zivilisationskäfig zur Ausbildung der intellektuellen Fähigkeiten. Daß er von vielen weiblichen Menschen bewacht wird, ist nicht so schlimm, wie er tut.




