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Was für ein schöner Sonntag! Gebundene Ausgabe – 10. Juli 2004

3.0 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

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Er hatte das Gefühl, eine vage Bewegung wahrgenommen zu
haben. Irgendein Knirschen, aufgewirbelten Schnee. Dort
drüben, vielleicht unter den Rädern eines Lastwagens an der
Weggabelung zu den Kasernen. Ein zwischen den Bäumen in
der Sonne glitzernder Schneewirbel, vielleicht unter den Rädern
irgendeines Militärfahrzeugs. Räder, die wohl auf dem
weichen Neuschnee ins Rutschen gekommen waren.
Ein kurzes Knirschen, dann nichts mehr. Die Landschaft
kehrte zu ihrem stillen Glanz der Unbeweglichkeit zurück.
Er machte noch ein paar träge Schritte auf seinem Weg. Ein
paar Schritte, weitausgreifend, eine unfreiwillige, jedenfalls
unbewußte Bewegung. Dann blieb er mitten auf der Allee stehen.
Ohne Grund, schien es. Aus der träumerischen Routine
dieses Gehens erwacht.
Die Stille konnte ewig dauern, das war nicht undenkbar.
Die Landschaft würde nach jenem letzten Geräusch menschlichen
Lebens, der vagen Aktivität von soeben, greifbar und
verlassen daliegen.
Er sah den Dampf, der sich vor seinem Mund bildete. Er bewegte
seine klammen Zehen in den unwirtlichen Lederstiefeln.
Er steckte seine geballten Fäuste in die Taschen seines blauen
Kapuzenmantels.
Es konnte sein, daß nichts, daß niemand eintraf. Die Straße
würde nirgendwo hinführen. Der Winter würde seine eisige
und klare Einsamkeit entfalten. Später, in einer ungewissen,
aber voraussehbaren Zukunft, würde der Schnee zu schmelzen
beginnen. Überall im Wald plätschernde Bäche. Das Holz wür-
de arbeiten, auch die Erde, die Säfte, die Keime. Eines Tages
würde alles grün sein. Sogar strahlendgrün und üppig. Es gibt
für all das ein Wort: Frühling.
Da erblickte er zu seiner Linken, in dieser verschneiten
Ewigkeit, den Baum.
Jenseits der Böschung, der Reihe hoher Laternenpfähle, der
Staffelung steifer Telegraphenmasten gab es einen Baum. Sicherlich
eine Buche. Das nahm er zumindest an. Es sah ganz
danach aus. Abseits von der zusammengewürfelten Buchengruppe
in der Mitte einer Lichtung, großartig allein. Wer weiß,
vielleicht der Baum, dessentwegen man den Wald nicht sieht?
Eine herrliche Buche. Er machte drei Schritte zur Seite und fand
sich sehr komisch. Er nahm jedoch an, daß es nicht von ihm
stammte, daß er es nicht erfunden hatte. Zweifellos nein: eine
literarische Reminiszenz. Er lächelte, während er noch einige
Schritte zur Seite machte.
Es sah wirklich so aus, als ob er ohne nachzudenken die
Straße schräg überqueren würde.
Er erinnerte sich an keinen anderen Baum. Es gab keinerlei
Nostalgie in seiner Neugier. Einmal keine Erinnerung aus der
Kindheit, die in einer Blutwallung aufsteigt. Es versuchte nicht,
etwas Unerreichbares, einen Eindruck von früher wiederzufinden.
Kein einstiges Glück, das dieses hier nährte. Einfach die
Schönheit eines Baumes, dessen vermuteter, wahrscheinlicher
Name überhaupt nichts besagte. Sicherlich eine Buche. Könnte
genausogut eine Eiche, eine Sykomore, eine Trauerweide, eine
Birke, eine Esche, eine Zitterpappel, eine Zeder, eine Tamariske
sein.
Schnee und Tamariske ergaben freilich keinen Sinn. Er sagte
irgend etwas. Einfach hingerissen von seiner Fröhlichkeit.
Ein Baum, das ist alles, in seiner unmittelbaren Pracht, in der
durchsichtigen Unbeweglichkeit der Gegenwart.
Er hatte die Böschung überschritten und stapfte durch den
weichen jungfräulichen Schnee.
Da stand der Baum, in Reichweite. Der Baum war wirklich,
man konnte ihn anfassen.
Er streckte die Hand aus, berührte die Rinde und kratzte
den vereisten Schnee ab, den der Wind an den Stamm der Bu-
che gedrückt hatte. Er trat sogleich auf das Feld zurück, um
einen besseren Blick zu haben. Auf das ganze winzige Stück
Landschaft vor seinen Augen. Er wärmte seine Finger mit seinem
Atem und steckte die Hände in die Taschen seines blauen
Kapuzenmantels. Er stellte sich breitbeinig hin und schaute.
Der Dezemberhimmel war blaß, eine kaum getönte Scheibe.
In der Sonne konnte man träumen.
Die Zeit würde vergehen. Die Buche ihren Schneemantel ablegen.
Mit dumpfem Schütteln würden ihre Äste poröse Brokken
auf der Erde aufklatschen lassen. Die Zeit würde das ihre
tun, auch die Sonne. Sie leisteten es schon. Die Zeit drang in
den Winter, in seine glitzernde Pracht ein. Aber im Eisherzen
der gefühllosen Jahreszeit nährte sich schon eine grüne künftige
Knospe von den emporquellenden Säften.


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 25. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 16. Mai 2003
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TOP 500 REZENSENTam 2. Januar 2004
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 9. Juni 2009
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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