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Warum ich kein Linker mehr bin Gebundene Ausgabe – 1. Januar 2016
- Seitenzahl der Print-Ausgabe96 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberAntaios
- Erscheinungstermin1. Januar 2016
- Abmessungen10.8 x 1.5 x 16 cm
- ISBN-103935063695
- ISBN-13978-3935063692
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Produktinformation
- Herausgeber : Antaios; 6. Edition (1. Januar 2016)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 96 Seiten
- ISBN-10 : 3935063695
- ISBN-13 : 978-3935063692
- Abmessungen : 10.8 x 1.5 x 16 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 325,653 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 1,799 in Politische Ideologien
- Nr. 2,654 in Fachbücher Soziologie (Bücher)
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Mein Entfremdung gegenüber der/den Linken (beileibe nicht nur gegenüber der gleichnamigen Partei) begann letztes Jahr, als ich deren Ambivalenz zur als Beschneidung euphemisierten männlichen Genitalverstümmelung wahrnahm. Die Sache ist aus Sicht der universellen und unteilbaren Menschnrechte, der UN-Menschen- und UN-Kinderrechtscharta und auch der BRD-Verfassung (Grundgesetz) völlig eindeutig, bis auf eine kleine Ausnahme: Bei der ungestörten Religionsausübung werden im Grundgesetz keine expliziten Vorbehalte genannt, und das reichte etlichen Religionsapologeten, Rechtsverdrehern, Systempolitikern und anderen Ideologen gerade aus der linken Szene (welch erbärmlicher Spagat dabei betrieben wurde, das zu rechtfertigen!), daraus die Rechtfertigung eines unsinnigen, widernatürlichen, riskanten, grausamen und archaischen Verstümmelungsrituales an wehrlosen Schutzbefohlenen abzuleiten, und dann noch ohne Arzt- und Betäubungszwang (ist ohne sehr schmerzhaft). Es wurde sogar allgmein erlaubt, angebliche religiöse Motivationen sind gar nicht nötig. Inzwischen weiß ich, daß sowohl (in weiten Teilen) das Judentum als auch vor allem aber der Islam bei den Linken unter Artenschutz stehen und deshalb denen gegenüber ein Kuschelkurs gefahren wird - dabei sind beide abrahamitische Großsekten ideelle Weltanschauungen und mit dem Marxismus als materieller Weltanschauung antagonistisch unvereinbar. Jedoch ist sich die Linke dabei auch nicht einig. Auf die vielen Fragen des Autors, warum die Linke dieses oder jenes tue, so eben auch mit dem Islam zu sympathisieren, läßt sich etwas vereinfacht so beantworten: Weil die Linken mit allem sympathisieren, was den Rechte(sextremiste)n ein Dorn im Auge ist (und oft auch umgekehrt) - ein ziemlich eindimensionales Weltbild beider.
Kurzum, bei der sogenannten Beschneidung wurde mir erstmalig klar, daß es bei den Linken mit dem Humanismus und dem Kampf um die Menschenrechte doch nicht so weit her ist, wie sie nur allzugern suggerieren. Welch eine Riesenenttäuschung (im doppelten Sinne des Wortes) für mich!
Zurück zum Buch. Es gibt aus meiner Sicht kleine Kritikpunkte. Zu wenig wurden des Autors Beweggründe, sich als Jugendlicher von der/den Linken angezogen zu fühlen, genannt. Der Kapitalismus hat nämlich glasklare systembedingte Konstruktionsfehler", die zu chronischen sozialen Verwerfungen führen und ihn ständig in die Versuchung treiben, bis zur Unmenschlichkeit zu degenerieren. Allein unsere deutsche Geschichte ist ein Paradebeispiel dafür. Otto von Bismarck und Ludwig Ehrhard beweisen m.E. nicht den Gegensatz, sondern nur, daß kluge, weitsichtige Leute den Kapitalismus zu längerem Überleben verhelfen können, wenn er moderat gezähmt wird. Aktuelles Beispiel ist hingegen der seit Mitte der 90er Jahre (nachdem die östliche Konkurrenz, die das Geschäft belebte, wegfiel) forcierte Sozial-, Rechte- und Freiheitsabbau in der BRD. Eine solch vernichtende Einschätzung fehlt im Buch. Überhaupt bleiben die jugendlichen Beweggründe des Autors ab S. 15 weitgehend im Dunkeln; sich allein von einer Utopie angezogen zu fühlen, ist m.E. etwas zu dünn.
Die Sicht des Autors ab S. 22, daß die Linken ihr Welbild aus der (mehr oder weniger utopischen) Zukunft, die Rechten aus der Vergangenheit ziehen, ist zu einseitig. Der Marxismus in seiner Empirie und beschreibenden (nicht prognostizierenden!) Theorie beschreibt die menschlichen Gesellschaften nach der Urgesellschat vordergründig mit seinem Klassenmodell, das zu konträren Interessen und zu Ausbeutung und zwangsläufig auch Unterdrückung führt, er zehrt also massiv aus der Geschichte. Das ist grundsätzlich richtig, denn weit ungleicher (heterogen verteilter) Reichtum, der eben auf einer Seite Armut erzeugt, ist nur so schlüssig begründbar. Es gab schließlich einen Spartakusaufstand, es gab den Bauerkrieg, die Französische Revolution, die Revolutionen in Deutschland und Rußland, um nur einige Beispiele zu nennen. Zufriedene Menschen steckten nicht dahinter. Fehlerhaft scheint die Extrapolation des Marxismus, vor allem aber Marx' ideologischer Nachfahren, auf die Zukunft zu sein. Eine Wirtschafts-, gar Gesellschaftsordnung läßt sich wahrscheinlich nicht konstruieren, weshalb das bislang letzlich immer scheiterte. Die Praxis widerlegte die (falsche) Theorie, und zwar bisher immer gründlich. Hier gebe ich dem Autor völlig recht.
Die Behauptung, daß alles, was die Linken anpacken, mißlingt (ab S. 33), sei dahingestellt, sehr vieles ist es aber auf jeden Fall. 7 Jahrzehnte Sowjetunion inkl. Hauptsieg des zweiten Weltkrieges sind allerdings doch etwas zu lang, um eine generelle Untauglichkeit des Sozialismus' und der sie begründenden Ideologie schlüssig ableiten zu wollen, allerdings kann der diktatorische Zwang, das Dauerexperiment zusammenzuhalten, dabei nicht ernsthaft verleugnet werden. Letzlich verschwindet jeder Staat irgendwann einmal wieder, insofern kann man daraus den Untauglichkeitsvorwurf gegenüber jeder zivilisierten Gesellschaft ableiten. Hinzu kommt, daß auch nichtlinke Staaten trotz gutem Willen und guter Startbasis degenerieren können. So sei als Beispiel die Verfassung der neugegründeten USA genannt: Inspiriert von der französischen Revolution mit ihren Idealen, war sie zur Gründerzeit nach meinem Wissen die liberalste, freiheitlichste und menschenrechtsorientierteste Verfassung der Welt, dennoch konnte sie den vielleicht bisher größten Genozid der Geschichte, die Fastausrottung der indianischen Ureinwohner, nicht verhindern. Auch heutzutage gibt es erhebliche Menschenrechtsprobleme in den USA, von ihrer angemaßten Weltvorreiterfunktion ganz zu schweigen.
Unangenehmer stößt allerdings das Gedankenexperiment, daß andere Rassen, allein genetisch bedingt, tendenziell eine geringere Intelligenz haben könnten, auf (S. 42). Hier droht schon der erste Biologismus/(Sozial-)Darwinismus/Rassismus durchzuschimmern. Intelligenz ist nämlich nicht erblich, sondern nur ihr Potential (ohne Erziehung keine menschliche Intelligenz, siehe die sogenannten Wolfskinder), und dieses vererbte Potential trägt, grob über den Daumen gepeilt, etwa die Hälfte zum persönlich möglichen Maximum bei. Die Anlagen müssen allerdings vorhanden sein, denn sonst wäre jedes Affenkind, ja jeder Hund intelligent wie ein Mensch. Außerdem tragen westliche Intelligenzmeßmethoden eben okzidentalische Züge, sie sind schlichthin nicht universell einsetzbar. Ob Buschmänner dümmer als wir sind oder nicht, ließe sich z.B. dadurch ermitteln, daß beide unabhängig voneinander vor der Herausforderung stehen, in der Kalahari zu überleben. Wer das wohl gewönne?! Außer bei Juden mit ihrer auffallend hohen mittleren Intelligenz (Folge der Diaspora und dem jahrhundertlangen Zwang, damals unehrenhafte" Berufe auszüben?) wäre ich mit solchen Vermutungen, auch in bloße Möglichkeiten verpackt, äußerst vorsichtig, das gibt nämlich Munition gerade für die, die das Buch angreift. Hier schießt der Autor m.E. unnötig über das Ziel hinaus.
Die Aufzählung, wer alles am Scheitern linker Versuche schuld ist (S. 34), ließe sich noch um das Wort "Klassenfeind" ergänzen. Daß die linke Theorie nur eine halbe (eben nur eine historisch-beschreibend-erklärende, keine prognostizierende) ist, liegt auch daran, daß der Widerstand, der allen gesellschaftlichen Veränderungen zueigen ist, in ihr bestenfalls ungenügend beachtet wird. Und das von den Linken in den 90er Jahren aus heiterem Himmel plötzlich als rassistisch" eingestufte, ja verunglimpfte N-Wort" (ab S. 80) ließe sich um das Z-Wort" (Roma und Sinti" umfassen gar nicht alle Z-Stämme"!) und neuerdings Ausländer" erweitern. Mit Wortwechseln allein lassen sich Pejurationen jedoch nicht dauerhaft verhindern (Euphemismus-Tretmühle), und die Linken lachen sich in's Fäustchen, weil man über wahrgenommene Sprache das Denken und über dieses das Verhalten (inkl. Sprache) der Menschen beeinflussen kann. Allerdings operieren auch die Recht(sextremist)en mit der Vereinnahmung von Wörtern und feiern dabei zweifelhafte Siege.
Ein weiterer, sehr kleiner Mangel entsteht aus einem Pluspunkt: Das Buch ist zwar in lese(r)freundlicher tradierter Orthographie gehalten, doch gelang es nicht, diese ganz konsequent durchzuhalten, in Ausnahmefällen schimmert die Zwangsreformation doch durch (...irgend jemanden in irgendeinem...", S. 57 oben).
Und hier möchte ich dem Autor gleich noch bezüglich seiner Analyse mit einem weiteren Beispiel zuarbeiten: Die sog. Rechtschreibreform (eine von dekadenten Politikern und Kultusministerialbürokrat(i)en zwangsverordnete Degeneration eines Teiles der über Jahrhunderte gewachsenen, gefestigten und optimierten Kultur, eines Kulturgutes, nämlich der Schriftsprache) ist ein Paradebeispiel der infernalischen Allianz linker und systembürgerlich-kapitalistischer Kräfte (ab S. 54). Zunächst einmal ist sie hinsichtlich ihrer hehren Ansprüche gescheitert: Von leichter Erlernbarkeit kann ebensowenig wie von verminderter Fehleranzahl die Rede sein, stattdessen ist es noch viel schlimmer geworden, egal, wohin man schaut (bestenfalls eine Mischorthographie aus tradierter und zwangsdegenerierter). Übereifrige Enthusiasten (auch seitens der Gewerkschaft GEW, in wessem Namen und Interesse melden die sich eigentlich ungefragt zu Wort?) wollten den Rechtschreibunterricht am liebsten gleich ganz abschaffen. In linken Kreisen entstand ab Anfang der 70er Jahre, welch ein Zufall", daß es ausgerechnet zu jener Zeit passierte, allen Ernstes sogar die Meinung, daß diese wahrlich nicht leicht erlernbare Orthographie ein von kapitalistischen Kräften des Bildungsbürgertums, gar der Bourgeoisie geschaffenes Repressionsinstrument sei, um das Proletariat in der Weise kleinzuhalten, als daß es ein Selektionsmechanismus sei, den Zugang zu höherer Bildung zu erschweren oder gar unmöglich zu machen. Wie paranoid-verschwörungstheoretisch muß man sein, um sich so etwas überhaupt nur auszudenken, geschweige denn, es ohne selbst spürbaren Würdeverlust herauszuposaunen? Der Kreis schließt sich bei den Kapitalinteressen: Sogar die Schriftsprache (wenigstens ihre Orthographie) wurde zu Ware degradiert, wie fast alles im Kapitalismus, und die häufigen Änderungen in den Jahren nach der Ersteinführung sorgten für weitere (völlig unnötige) Druckorgien. Der Profit war garantiert, Umwelt und die Kinder als Opfer dieses vornehmlich pseudolinken Experimentes blieben dabei hingegen auf der Strecke.
Seine Aussage über das Irrenhaus, in dem er sich nun vorkommt (S. 90), teile ich. Schon seit längerem habe ich den Eindruck, in erheblichem Maße Ferngesteuerte um mich herum zu haben, auch und allen voran in Politiker- und Juristenkreisen sowie den (fast alle gleichgeschalteten) Journalisten und deren Medien.
Ein lesens- und nachdenkenswertes Buch!
Die politische Landschaft in Deutschland und leider auch in meiner leidgeprüften Heimat beschreibt MKH mit einfachen, prägnanten Worten und vermeidet dabei dankenswerterweise den üblichen sozialwissenschaftlichen Sprechquack der Berufslinken. Um den Gegenwert einer Kinokarte bekommt man ein schmales Büchlein von knapp 90 Seiten in Postkartengröße (DIN A6 Format) und man hat es auch etwa in der gleichen Zeitdauer eines Kinobesuchs durchgelesen. Intellektuell stellt der Text keinerlei Anforderung an den Leser, nur die Bereitschaft, sich darauf einzulassen muss vorhanden sein.
Für Menschen, die während der vergangenen 50 Jahre mit wachen Sinnen durchs Leben gegangen sind und die Entwicklung in Deutschland und Österreich verfolgt haben, bietet das Büchlein weder Überraschungen, noch neue Erkenntnisse. Die Dauerschläfer und reinen Stoffwechselträger dagegen werden sich ohnehin nicht dafür interessieren, und Linke und deren nützliche Idioten werden sich höchstens im Promillebereich angesprochen fühlen, ist doch die linke Ideologie als Krankheit weitaus schwerer heilbar als Alkoholismus und Heroinsucht. Ein gutes Forschungsfeld am lebenden Objekt sind die Kommentarsektionen verschiedener Rezensionen, wo die Linken praktisch auf Knopfdruck reagieren und tiefe und aufschlussreiche Einblicke in ihre psychische Beschaffenheit gewähren.
Das vorliegende Büchlein ist sicher ein guter Ratgeber für junge Menschen, welche gerade im Begriff sind, politisches Bewusstsein zu entwickeln und sich entscheiden müssen, ob sie sich auf die komplexe Realität der Welt einlassen oder lieber den linken Rattenfängern auf den Leim gehen, die ihnen, wie schlechte Hausierer, die Verwirklichung ihrer Wunschträume versprechen, ohne diese Versprechen jemals einlösen zu können. Die beste Therapie für linksorientierte Erwachsene hingegen ist zweifellos die harte Konfrontation mit der Realität. Wenn es darum geht, zugrunde zu gehen, oder die raue Wirklichkeit zu akzeptieren und entsprechend zu handeln, wird wohl den meisten das Hemd näher sein als der Rock ihrer Ideologie.
Über das weitgehend sinnfreie Geplapper der Linken könnte man in der Tat lachen, hätten sie sich nicht in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen wie die Zecken festgesetzt, um von diesen Positionen aus ihr Zerstörungswerk an der Gesellschaft voranzutreiben.
"In einer normalen und gesunden Gesellschaft kann auf die Dauer niemand auf diesem Holzweg bleiben, weil er auf eine von Erwachsenen geprägte Kultur stößt, die ihn zwingt, sich mit der wirklichen Welt auseinanderzusetzen. In unserer Gesellschaft geschieht das nicht, und daran erkennt man, dass sie verrückt und krank ist"(MKH).
"An den Universitäten sind nach 1968 gerade die sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Fachbereiche stark aufgebläht worden, und davon haben naturgemäß genau die vielzitierten 68er, also die Linken, profitiert und bilden dort jetzt - zusammen mit ihren selbstgezüchteten Epigonen - ein ideologisches Machtkartell, das die Zukunft unseres Landes untergräbt"(MKH). Wie recht MKH doch hat, habe ich doch diese ganze Entwicklung vor 40 Jahren hautnah mitbekommen:-(
Einen wichtigen Aspekt spricht MKH an, wenn er über ein Problem des politischen Konservatismus schreibt, dass eine seiner Hauptstützen in normalen Zeiten der Typus des Bourgeois ist, der die gesellschaftlich dominanten Werte und Ideologien ungeachtet ihres Inhalts akzeptiert (die von mir weiter oben als Stoffwechselträger titulierten Typen). In normalen Zeiten verleiht dieser Typus dem Staat und der Gesellschaft die notwendige Trägheit, an der allzu hektische Veränderungswünsche der Linken scheitern. "Wenn allerdings die Linke selber definiert, was gesellschaftlich dominant ist, fällt der Bourgeois als Widerlager aus und wird zum Anhängsel der Linken und adelt seine eigene Prinzipien- und Charakterlosigkeit als Modernität"(MKH).
Selbstkritisch beschreibt MKH seinen Mangel an historischem Bewusstsein, als er vom Zerfall der europäischen Vielvölkerstaaten überrascht wurde und auch seine Unfähigkeit, vorauszusehen in welche Richtung sich die sogenannten neuen "Demokratien" der Schwellenländer entwickeln, wenn die starke Hand der Diktatur wegfällt.
Die Furcht vor der Freiheit selbständigen Denkens lässt die Linken die Realität leugnen und bedingt ihre Befangenheit in Illusionen, welche Scheinsicherheiten vorgaukeln. "Es gibt nämlich - grob gesagt - zwei Sorten von Linken: die Betrogenen und die Betrüger. Die Betrüger konzentrieren sich an den Schaltstellen der gesellschaftlichen Macht. Da sie Profiteure der organisierten Lüge sind, lohnt es sich nicht, über ihre Bekehrung nachzudenken. Die Betrogenen dagegen könnten so unwirsch werden wie ich, wenn sie den Betrug durchschauen. Und die möchte ich ermutigen: Traut euch!"(MKH)
Ja, um dieses Kant'sche "sapere aude" der Aufklärung geht es primär: "Wagt es, euch eures eigenen Verstandes zu bedienen." Vielleicht gelingt dann auch wieder der Weg vom taktisch-analytischen Denken auf der Basis von Partialinteressen hin zum synthetischen Denken, welches Vernunftentscheidungen ermöglicht.
Wie schon geschrieben: eine Einführungsbroschüre und ein Wegweiser für Jugendliche; ein wacher Erwachsener wird dieser Hilfe wohl kaum bedürfen. Trotzdem 5 Sterne für den Mut, sich gegen den linken, politisch korrekten Mainstream zu stellen.





