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Wagner: Tristan und Isolde Box-Set

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Audio-CD, Box-Set, 19. Juli 2001
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Disk: 1

  1. Tristan und Isolde (Gesamtaufnahme) - Suthaus Ludwig, Flagstad Kirsten

Produktbeschreibungen

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Eigentlich sollte der Tristan ja nur eine kleine, leicht aufführbare Oper werden, die Richard Wagner etwas Geld in die leeren Kassen bringen sollte; der Meister war im Wesentlichen mit den Arbeiten am Ring beschäftigt, als er dieses von seiner unglücklichen Liebesbeziehung zu Matilde von Wesendonck und Schopenhauers dunkler Philosophie stark beeinflusste Werk in Angriff nahm. Spätestens jedoch bei der Absetzung der geplanten Wiener Produktion des Tristan nach 77 Proben war klar, dass Wagners Schaffen einen neuen Höhepunkt an orchestralen, stimmlichen und darstellerischen Schwierigkeiten erreicht hatte. Die schließlich in München erfolgte Uraufführung wurde nachträglich durch einen schmerzlichen Verlust überschattet: Ludwig Schnorr von Carolsfeld, der von Wagner über alle Maßen geschätzte erste Tristan- Darsteller, verstarb kurze Zeit später völlig unerwartet, möglicherweise sogar auf Grund der übermenschlichen Belastungen dieser Partie.

Mittlerweile haben viele Orchester den Tristan im Repertoire, aber er bleibt nach wie vor, besonders aus gesanglicher Perspektive, eine geradezu transzendente Herausforderung: Die Konditionsprobleme einer Liveaufführung sind evident, und selbst eine rundum befriedigende Schallplattenaufnahme ist eigentlich nicht verfügbar. Kirsten Flagstad, die Isolde der vorliegenden Einspielung von 1952, war zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits 57 Jahre alt -- dass sie über keine jugendliche Stimme mehr verfügte, ist klar. Daher hat Elisabeth Schwarzkopf, die Frau des EMI-Produzenten Walter Legge, die hohen Cs der Flagstad gesungen, die diese nicht mehr erreichen konnte. Allerdings ist ihr Rollenporträt von großer Geschlossenheit und entfaltet seine Wirkung durch die abgeklärte Ruhe, mit der die erfahrene Künstlerin viele Passagen der Partie mittlerweile angehen konnte; wer die stimmlich betörend schöne Version von Margaret Price unter Carlos Kleiber auch beim Hören dieser Aufnahme nie vergessen kann, der sollte sich zumindest immer wieder vor Augen halten, dass Price die Isolde ausschließlich im Studio gesungen hat.

Ludwig Suthaus als Tristan kann zweifellos nicht mit einer besonders schönen Stimme glänzen, aber er macht seine Sache dennoch sehr gut. Nicht nur die kräftezehrenden dramatischen Ausbrüche im letzten Akt bewältigt er beeindruckend, sondern er verfügt auch über die nötige stimmliche Weichheit für das große Liebesduett im zweiten Akt. Der junge Dietrich Fischer-Dieskau ist als Kurwenal geradezu ideal; umso trauriger der Vergleich mit seiner Spät- Version dieser Rolle in der schon erwähnten Kleiber-Einspielung.

Insgesamt gelang unter der kompetenten Leitung von Wilhelm Furtwängler ein sehr inspirierter, fesselnder Tristan, dessen Schwachpunkte beim Gesang daran erinnern, dass es sich bei dieser Oper um einen Grenzfall in puncto Machbarkeit handelt: Es gibt immer nur wenige Sänger, die diese Partien souverän meistern können und gleichzeitig im richtigen Alter sind. Eine solche Truppe vor die Mikrofone zu bekommen, ist bisher noch nicht wirklich gelungen. --Michael Wersin

Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Musikalisch wie dramatisch stellt "Tristan und Isolde" einen Wendepunkt in der Musikgeschichte dar. Geplant war ein Werk, das keiner Bühne größere Aufführungsschwierigkeiten bereiten und dessen Thema, die Liebe, aller Völkern der Erde gleichermaßen verständlich sein sollte. Wie so oft bei Wagner kam es anders.
Unter dem Eindruck der Liebe zu Mathilde Wesendonck, die, wohl auch durch den Reiz des Verbotenen gestärkt, außerordentlich tief gewesen sein muß, gestaltete Wagner den hochmittelalterlichen Ritterroman des Gottfried von Straßburg auf ureigene Weise. Der Liebestrank löst bei ihm nicht die Liebe zwischen Tristan und Isolde aus, vielmehr setzt er lange unterdrückte Gefühle frei. An die Stelle einer quasi unter Zwang entstandenen Liebe tritt eine Leidenschaft, deren höchste Erfüllung nur noch im völligen ineinander Aufgehen, in der Auflösung ins Nichts, im Tod gefunden werden kann.
Zu diesem für die Zeit unerhörten Thema schrieb Wagner eine Musik, die alle damaligen Konventionen überschritt. Mit Ausnahme des langen Duettes im zweiten Akt und dem Liebestod der Isolde hat die Musik über die ganze Dauer des Werkes keinen Ruhepunkt, befindet sich in ununterbrochener Bewegung und stellt plastisch die innere Aufwühlung der handelnden Personen dar. Die Musik stößt ins Seelische vor, läßt Träume und Sehnsüchte aufblühen, negiert die "reale" Existenz. Sehr lange Zeit schreckte jedes Theater vor der unmöglich scheinenden Aufführung des Werkes zurück.
Als diese Aufnahme entstand, führte der "Tristan" allerdings bereits seit beinahe 90 Jahren ein lebendiges Bühnendasein.
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Format: Audio CD
Als Ergänzung von "vully" und Martin Resch nur noch zur Klangqualität ein paar Worte:
Tatsächlich warte ich noch auf eine endlich dem Potenzial der Originalbänder angemessene CD-Veröffentlichung, denn diese bieten wesentlich mehr als alle bisherigen CD-Ausgaben!
Ich besitze die LP-Box (deutsche Pressung) aus der Reihe DACAPO von EMI. Wenn man diese Schallplatte hört, glaubt man klangtechnisch eine völlig andere Aufnahme vor sich zu haben: Klar, präsent, hell, nicht verfärbt, ganz natürlich - ein viel direkteres klangbild! Wenn die CDs nach gefühlten "Anfangvierzigern" klingen, so empfindet man den Klang der LP als absolut aktuell - halt mit minimalem Rauschen und in Mono...
Vielleicht tut sich bei der EMI ja endlich mal was bezüglich Remastering. Die VÖs der letzten Jahre waren so oft qualitative Flops - besonders das unsensible einsetzen von Frequenz- und Rauschfiltern bin hin zu den unschönen Digitalisierungseffekten, wie sie Überspielungen von Biligfirmen wie "Documents" o.ä. hervorbringen.
Wie schade - EMI! Bei diesem Archiv an Sternstunden der interpretatorischen Musikgeschichte...!

Ergänzung vom 19. August 2013:

In Japan (erhältlich bei HMV-Japan oder Japan-CD) gibt es eine Überspielung, die endlich der technischen Qualität der Aufnahme gerecht wird - wenn auch sehr teuer, so doch unbedingt empfehlenswert!

- - - - -

Über ein Feedback (Kommentare) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen!
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Format: Audio CD
Fast schon sagenhaft kann man Wilhelm Furtwänglers Studioproduktion von Richard Wagners "Tristan und Isolde" nennen. Die legendäre Referenzaufnahme mit dem Philharmonia Orchestra von 1952 gilt vielen Musikliebhabern im direkten Vergleich mit anderen erstklassigen Einspielungen als primus inter pares – als Erste unter Gleichen. Doch was macht diesen Tristan so besonders?

Ein Exkurs: Stilwandel

Im Krieg hat Furtwänglers "Konzert-Tristan", also Vorspiel und Liebestod, noch ganz anders geklungen. Doch der Krieg und die Nachkriegsjahre haben den Dirigenten verändert. Seine Interpretationen waren nun weniger pulsierend, dafür um so menschlicher. Sein Musizieren war fortan weniger Ausdruck von momentaner Anspannung oder emotionaler Last. Es verlagerte sich vielmehr auf eine andere Ebene, auf die der Humanität, als wollte Furtwängler mit seiner Kunst die höchsten Ideale der Werke aufzeigen – Musik als Ausdruck universeller Menschlichkeit. Es ist ein wenig zu vergleichen mit dem Unterschied zwischen dem zweiten und dem Finalsatz von Beethovens neunter Sinfonie.

Der Studio-Tristan: Die Musik

Der zuvor beschriebene Wandel wirkte sich ebenso auf den Tristan von 1952 aus. Zunächst fallen die getragenen Tempi auf, die gelegentlich bemängelt werden. Aber den Kritikern sei entgegengehalten: Wo sind diese Tempi Selbstzweck? Nirgends! Im Gegenteil, Furtwängler füllt die Musik mit einer unbeschreiblichen Intensität, die manch ein Kollege nicht einmal mit rasanten Tempi erreicht. Wo wirken sich die Tempi ungünstig auf das Drama aus? Nirgends!
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