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Wagner: Der Fliegende Holländer (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Berlin 1991) Doppel-CD

3.4 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Audio-CD, Doppel-CD, 3. Juni 1998
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Produktinformation

  • Audio CD (3. Juni 1998)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal Music)
  • ASIN: B000009ON2
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.000 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)
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Produktbeschreibungen

Rezension

Alle sieben Jahre darf der Holländer an Land gehen, um bei einem Weib Erlösung zu suchen. An eben diese Frist hat sich die Deutsche Gammophon gehalten und ihre Berliner Aufnahme des Werks sieben Jahre lang im stillen Kämmerlein reifen lassen. Daß sie nun endlich auf den Markt gespült wird, haben wir vielleicht James Levines New Yorker Met-Einspielung (auf Sony Classical, Kritik in stereoplay 8/97) zu verdanken: Diese fiel bei hervorragender Aufnahmequalität künstlerisch so enttäuschend aus, daß es selbst eine mit Mänglen behaftete Aufnahme leicht mit ihr aufnehmen kann. Der Schwachpunkt der vorliegenden DG-Produktion liegt vor allem in der Titelfigur. Bernd Weikl singt den Holländer mit einer oft sprachähnlichen Deklamation, deren rhythmischer Tonhöhenverlauf ihn zu einem Phantom in der Oper stigmatisiert. Auch sein kupplerischer Schwiegervater, dargestellt von Hans Sotin, ist allem Unternehmerschwung zum Trotz nicht gerade animierend aufgelegt, und Placido Domingos untadelige Musikalität läßt den armen Jäger Erik wie einen Helden aus fernem Land erscheinen. Kann man über ihn noch hinsichtlich der Tauglichkeit fürs Wagner-Fach streiten, so nicht über den sehr guten Steuermann des jungen Peter Seiffert, die entschiedene Mary von Uta Priew und erst recht nicht über die wahre Erlösung versprechende Cheryl Studer als Senta: eine lyrische Glanzleistung. Und der intellektuell wirkende Doktor Giuseppe Sinopoli peitscht den Seelenverkäufer bis auf wenige lyrische Ankerpunkte so durch die Wellen der Partitur, daß es einem den Atem verschlägt. Da auch Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin im Strum bravourös bestehen, macht die Passage teilweise unheimlichen Spaß.

© Stereoplay -- Stereoplay

Wagners Ballade vom ewigen Seefahrer lebt in der - rechtlich bedingt - erst jetzt veröffentlichten 1991er Aufnahme von der grandiosen Beschwörung des Meeres; den kundigen Klangregisseur verrät, daß auch schwere Brecher nie dröhnend über den Stimmen zusammenschlagen. Die Sänger leben sich eindringlich aus, vor allem Cheryl Studer, die der Senta eine frauliche Aura gibt. Bernd Weikl, ein Holländer von düsterer Tragik, gibt der Rolle das Profil eines Don Juan der Meere. Und auch die Chöre beweisen Format.

© Audio -- Audio


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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Es gibt wohl kaum bessere Interpretationen der Senta als die von Cheryl Studer. Da die Holländerdiskographie nicht viele solcher Leistungen aufzuweisen hat (auch Anja Silja und Leonie Rysanek überzeugen nicht durchweg) ist dies immerhin ein Grund für diese Aufnahme. Sinopoli überzeugt mit einer packenden, transparenten und auch aufnahmetechnisch hochwertigen Interpretation - großartig auch die Chöre. Weikl und Domingo nehmen ihm jedoch den „Wind aus den Segeln". Weikl zerstört die Gesangslinie durch eine fast parodistisch anmutende Deklamation (besonders auffällig in den Duetten mit Studer, da er ganz anders phrasiert), obendrein noch mit unkontrolliertem Vibrato (offenbar ist ein guter Sachs nicht zwingend auch ein geeigneter Holländer). Domingo wirkt in den zahlreichen dramatischen Passagen des Erik vollkommen unbeteiligt - wusste er, was er sang - Hier zeigt sich erst, wie sehr diese Rolle von der sprachlichen Gestaltung lebt. Hans Sotins Stimme (Daland) wirkt leider bereits (? 1991 ?) etwas glanzlos in der Höhe. Peter Seiffert hingegen überzeugt sehr als Steuermann.
Wer eine großartig dirigierte Aufnahme ohne sängerische „Ausfälle" hören möchte, sei an Klemperers Studioaufnahme verwiesen, wo Theo Adam den Holländer trotz Anstrengung textlich differenziert (und singend !!) gestaltet.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Dieser Holländer mußte im deutschen Sprachraum recht viel Kritik einstecken, was verwundert, da er in England und den USA geschätzt ist. Der Penguin Guide führt ihn als top recommendation, der American Record Guide und Gramophone als ganz solide und die amazon.com-Kundenrezensionen sind ebenfalls zum größeren Teil sehr positiv.
Was erhält man also? Eine sehr gemischte Sängerschar, aus der allein Studer mit einer herausragenden Leistung hervorsticht: einen so souveränen Wagner-Gesang muß man in Aufnahmen der letzten 30 Jahre suchen. Der Chor singt sehr robust, was gut zu den Schiffsmanschaften paßt; auf manch anderer Aufnahme klingen die Chöre harmlos wie ein Ruderverein beim Vatertagsausflug. Clou der Aufnahme ist aber Sinopolis zupackendes Dirigat. So durchgefeilt und gleichzeitig emotionalisiert habe ich Wagner zuletzt von Carlos Kleiber dirigiert gehört. Die Klangqualität ist nicht schlecht, aber ein noch größerer Aufnahmeort als der große Sendesaal des SFB hätte wahrscheinlich für mehr Klangvolumen und Transparenz gesorgt. Im letzten Akt, wenn das Orchester und die zwei Schiffsmannschaften gegeneinander ansingen, ist eindeutig die Grenze der Durchhörbarkeit erreicht.
Fazit:
Sänger: 2-3 Sterne
Dirigat: 6 Sterne
Klang: 3-4 Sterne.
Gesamt: 4 Sterne
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Format: Audio CD
Das Positive vorweg: Cheryl Studer ist eine der wenigen Sentas, die nicht wie eine Sirene klingen und weiß ihre Rolle gut zu gestalten, Peter Seiffert (dessen Paraderolle im Holländer ja eigentlich der Erik ist) überzeugt als Steuermann. Das war es dann aber auch schon an lobenswertem ...
Sinopolis Dirigat erscheint mir recht holprig und wenig mitreissend, Hans Sotin (Daland) verkauft sich unter Wert, Herr Domingo (Erik) veranstaltet einen Belcanto-Liederabend mit wenig Interesse an Text und Handlung und - wie von meinen Vorrednern bereits erwähnt - Bernd Weikl hatte wohl wenig Lust, einen anständigen Holländer zu singen - phasenweise schrammt er wirklich haarscharf an einer Parodie der Rolle vorbei!
Der einzige trifftige Grund, sich mit dieser Aufnahme zu beschäftigen, ist meiner Meinung nach Cheryl Studers Senta, die einigen anderen Interpretinnen der Rolle überlegen ist, aber letztendlich kann das nicht den satten Preis rechtfertigen. Da gibt es genügend erheblich bessere und dabei auch weitaus günstigere Aufnahmen (Böhm, Steinberg, Konwitschny etc.).
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Format: Audio CD
Wenn man sich die vorherigen Rezensionen anschaut, stellt man fest, dass diese Aufnahme wohl etwas umstritten ist. Nun ja, die Geschmäcker sind verschieden. Für mich persönlich, ist diese Holländer-Aufnahme die beste. Der Holländer unter Klemperer ist mir viel zu schleppend und gedehnt, obwohl dort Theo Adam die Titelpartie singt. Der Bayreuther Holländer in der Kupfer Inszenierung hat mir noch nie gefallen, wegen seiner harten und unromantischen musikalischen Umsetzung (Ouvertüre & Finale). Die hier vorliegende Einspielung gefällt mir am besten. Sinopoli leitet das Orchester absolut klangschön, kraftvoll und wählt ein zügiges Tempo. Die Chöre sind brilliant. Die Besetzungsliste ist sehr prominent. Der Glanzpunkt dieser Aufnahme ist die Senta von Cheryl Studer. Stimmlich hervorragend, klar und berührend. Alle anderen Solisten meistern ihre Rollen sehr souverän. Diese Aufnahme fällt auch durch eine sehr gute Textverständlichkeit auf, ich finde auch bei Placido Domingo.
Ich kann diese Einspielung auf jeden Fall weiterempfehlen, ohne Abstriche.
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