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Vorwärts oder abwärts?: Zur Transformation der Sozialdemokratie (edition suhrkamp) Taschenbuch – 15. März 2010

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Franz Walter, geboren 1956, lehrt Politikwissenschaft an der Universität Göttingen und ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Man muss sich Franz Walter als einen viel schreibenden Menschen vorstellen. Das tut der Qualität des Werkes auch in diesem Fall keinen Abbruch. Gegenstand des vorliegenden Bandes sind der Aufstieg und tiefe Fall, den die Sozialdemokratie europaweit binnen weniger Jahre erlebte. Walter markiert das Jahr 1973 als eine Zäsur. Seitdem erodierte, so Walter, die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Basis der Sozialdemokratie. Der Marsch einer Aufsteigergenerationen durch die Gremien der Partei habe in den folgenden Jahren Maximen befördert, die von so genannten Neoliberalen nicht entfernt(S. 26) seien. Das Postulat eines 3. Weges durch die europäische Sozialdemokratie zementierte die Abkehr von der traditionellen Programmatik bei Anerkennung wirtschaftsliberaler Axiome, die sich, woran Walter mit Recht erinnert, auch in einer Liberalisierung der Finanzmärkte Ende der 90er Jahre durch, Ironie der Geschichte, sozialdemokratische Regierungen in elf von damals 15 EU-Ländern äußerte. Aufgrund verlorenen Vertrauens und erschöpfter Solidarität gibt Walter der Sozialdemokratie nicht die günstigsten Prognosen. Beeindruckend ist die Fülle der zitierten Quellen aus anderen Ländern, insbesondere aus Skandinavien, England und Frankreich. Häufig sind Links zu den Originaldokumenten beigefügt, was den Band zu einem nützlichen Kompendium macht: ein gutes Buch.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die soziale Schere in Deutschland geht auseinander. Statt dass die Sozialdemokratie als Gegenbewegung erstarkt, rückt sie immer stärker nach rechts, betrieb unter Gerhard Schröder gar Sozialabbau. Und sie verliert immer mehr Wählerstimmen, auch und gerade von denen, denen es schlecht geht.

Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Dem geht der Politikwissenschaftler Franz Walter in einer Analyse nach, die Ursachen und Wirkung sehr präzise auf den Punkt bringt und dabei auch für den "normalen Bürger" gut lesbar ist. Dieses Buch ist ein MUSS für alle, die sich eine effektivere Sozialpolitik wünschen und fragen, warum diese so erfolgreich verhindert wird und eine kleine Elite es schafft, auch die Mittelschicht zu ihrem Nachteil einzuseifen, damit diese kritiklos eine neoliberale Ideologie nachplappert, die auch ihren eigenen Interessen letztlich schadet.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch von Herrn Prof. Walter bringt die Probleme und Schwierigkeiten vor allem der deutschen, jedoch auch der in den europäischen Nachbarstaaten treffend auf den Punkt. Es ist eine augezeichnete Analyse, in der er nachvollziehbar und aus meiner Sicht richtigerweise zeigt, dass die Sozialdemokratie vor allem in Deutschland zwar auch mit den externen Problemen (vor allem mit der Frage, wie man auf die Globalisierung in ihren Auswirkungen auf die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Sozial- und Steuerpolitik reagieren sollte bzw. müsste), vor allem und hauptsächlich aber mit internen Problemen zu kämpfen hatte (und noch heute kämpfen müsste), sie jedoch weder auf den einen noch auf den anderen Aspekt tatsächlich eine konkrete Antwort entwickelt hat.

Und dass die (deutsche) Sozialdemokratie in ihrer Desorientierung darüber, was denn nun getan werden könnte und sollte, den vermeintlich einfacheren Weg gegangen ist - sie hat die Rolle des "Betriebsrats der Nation" abgestreift und sich den neuliberalen "Einflüsterern", den Lobbyisten vor allem aus der Finanzdienstleistungsindustrie kampflos ergeben (die Linken in der SPD haben sich offenbar damit zufrieden gegeben, auf Bundesparteitagen Änderungen von Formulierungen - statt "Mitte" nun "Mehrheit" usw. - zu erreichen; das kann nicht verwundern, weil auch die Oppositionsbank für die Parlamentarische Linke innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion gut gepolstert und keinesfalls vergleichbar mit einem Arbeitsplatz derer ist, die die "Reformen" tagtäglich zu spüren bekommen.

Ich war knapp 30 Jahre selbst Genosse - trotzdem muss ich sagen, dass der Spruch stimmt: "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!".
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