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Herbert Heftner schildert die Entwicklung der römischen Republik von 133 - 78 vor Christus. Die aufgebaute politische Ordnung gerät während dieser Zeit ins Wanken, bedingt durch innere und äussere Einflüsse. Das System der Republik war speziell auf die Senatsherrschaft aufgebaut, welche sich an traditionelle Werte hielt. Dieses Gefüge gerät aber durcheinander durch das Aufstreben eines reicheren Mittelstandes, sowie ebenfalls der Verarmung der Bauern, welche zusätzlich durch Kriegsleistungen belastet wurden.

Dieses Konfliktpotenzial nutzen die Volkstribunen aus, welche für das Volk eintreten. Unter dem Impuls der Gracchen kommt es so zu Refromvorschlägen, speziell durch neue Agrarreformen. Hiervor sieht sich die Oberschicht jedoch bedroht, und versucht die Entwicklung zu stoppen. Obschon die beiden Gracchen sich nicht endgültig durchsetzen können, tragen sie dazu bei dass das Amt des Volkstribuns (Vertreter der Interessen des Volks) aufgewertet wird.

Es kommt so zur Bildung von zwei Interessengruppen, die Optimaten (Senat und Nobilität) im Gegensatz zu den Poularen (Volksvertreter). Beide Seiten kämpfen um die Vorherrschaft. Das Ganze wird zusätzlich durch andere Faktoren erschwert, wie Aussenkonflikte oder die Forderungen der Bundesgenossen in Italien nach mehr Rechten. Diese Konflikte führen zu längeren Bürgerkriegsperioden. Äussere Kriege führen zur Machterweiterung verschiedener Heerführer (Marius, Sulla), welche ihren Ruhm nutzen um politisch einzugreifen.

82 kann sich dann Sulla durchsetzen. Er errichtet eine Diktatur und lässt seine Feinde beseitigen. Mittels Reformen versucht er dem Senat wieder zu früherer Macht zu verhelfen. Insgesamt wurden die Probleme nicht definitiv gelöst, sodass nach Sulla die konfliktgeladene Atmossphäre bestehen bleibt. Diese Wirren führen dann später zur Monarchie mit dem Kaisertum, wo die Herrschaft sic hum eine Person konzentriert und die Republik zur Marionette degradiert wird.

Der Autor hat eine flüssig geschriebene Analyse dieser Epoche hinterlegt. Im Buch hätte ich mir noch eine chronologische Liste der Konsuln gewünscht sowie eine kurze chronologische Zusammenfassung. Das Buch kann jedem empfohlen werden, welcher sich näher mit der römischen Geschichte befasst. Vom selben Autor ist ebenfalls das Werk « Der Aufstieg Roms » zu empfehlen.
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am 17. Juli 2014
Herbert Heftner ist sowohl als Vortragender wie auch als Autor ein Genuß.

Worum es in dem Buch geht, hat ein anderer Rezensent bereits erschöpfend prägnant zusammengefaßt, daher möchte ich hier nur kurz ein weiteres bestechendes Merkmal hervorheben: die Vielzahl der Quellen, die für die Analysen herangezogen werden, ist beeindruckend, ebenso die Art und Weise, wie diese trotz oftmaliger Widersprüche der Quellen (worauf der Autor auch verweist) dann konsistent und schlüssig zu einer flüssigen Darstellung verdichtet werden.

Das Buch liest sich sehr flüssig und bringt dem Leser diesen relativ kurzen Zeitabschnitt der Geschichte des Römischen Reiches lebhaft näher. Der Auto versteht es auch, Wissen nachhaltig zu vermitteln: Sowohl das ebenfalls sehr zu empfehlende Buch "Der Aufstieg Roms" wie auch ebendieses Werk als auch die Vorlesungen von Herbert Heftner sind mir noch heute präsent - teilweise bereits fast ein Jahrzehnt zurückliegend! - und haben maßgeblich dazu beigetragen, mich weiter intensiv mit der Geschichte Roms und "begleitender" Reiche zu befassen. Danke für dieses Buch!
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