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am 16. Mai 2017
Das Buch ist sehr gut verarbeitet und zudem eine schöne Zusammentragung einiger Werke des antiken stoischen Philosophen. Für Interessierte, die sich tiefer in die philosopische Lehre der Stoa einarbeiten wollen nur weiterzuempfehlen. Meiner Meinung auch wunderbar für den Latein- oder Philosophieunterricht geeignet, da die Schreibweise des Seneca Blickwinkel in die Thematik aus anderen Sichtweisen eröffnet. Somit kann ich das Werk jedem Bücherwurm, aber auch den Denkenden sowie reflektierenden Philosophen ans Herz legen.
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am 13. Juli 2016
Senecas Schrift ‚Von der Seelenruhe’ ist an den Freund Annaeus Serenus, einen Offizier aus der Leibwache Kaiser Neros, gerichtet. Das Werk berührt einen zentralen Begriff der stoischen Philosophie, die sprichwörtliche stoische Gelassenheit, auch Seelenruhe, Gemütsruhe bzw. Unerschütterlichkeit der Seele genannt (griechisch: Ataraxia, lateinisch: tranquilitas animi). Otto Apelt erläutert in seinem Kommentar: „Die Seelenruhe ist die Bedingung für die Erlangung dessen, wonach im tiefsten Grunde jedes Menschenherz sich sehnt: nach Erlangung der Glückseligkeit, der Eudämonie, wie es die Griechen nannten. Die Seelenruhe aber ist nichts Geringeres als der Sieg des Menschen über seine Leidenschaften und Begierden.“ Apelt berichtet weiter, dass sich Seneca auf das leider verlorene Werk des Demokrit stützten konnte.

Ausgangspunkt der Schrift ist ein fiktiver Brief des Freundes Serenus, in dem er Seneca um Hilfe bittet. Serenus gesteht, dass er sich unwohl fühlt und schildert die Symptome der „Krankheit“. Ein innerer Zwiespalt hat ihn erfasst: Einerseits ist er sparsam, andererseits aber vom Glanz und der Pracht des Reichtums angetan; gerne dient er dem Staat, wenn Ärger droht, zieht er sich aber in seine vier Wände zurück.

Seneca diagnostiziert: „Das, wonach du sehnlichstes Verlangen trägst, ist aber etwas Großes, Erhabenes, nahezu Göttliches, nämlich Unerschütterlichkeit.“ Und hat auch schon die heilsame Kur zur Hand: „… Unsere Frage geht also dahin, wie man der Seele zu einem gleichmäßigen und heilsamen Gange verhelfen kann … was die Ruhe sichern, was sie wieder herstellen und was den sich einschleichenden Fehlern wehren mag …“. Er ermahnt den Freund, beständig auf „das wankende Gemüt“ zu achten. Seneca weiß, dass die Menschen sich ständig nach Veränderung sehnen und immer nach dem Streben, was sie eben nicht haben. Er vergleicht dieses „beständige Schwanken“ mit der Reiselust: „Auch Reisen unternimmt man dahin und dorthin, durchwandert auch das Küstengelände, und bald zu Wasser bald zu Lande versucht sich der dem Gegenwärtigen immer abholde Veränderungsdrang.“

Dem Freund rät er, seine Geschäfttätigkeiten auf ein ausgewogenes Maß zu reduzieren. Das bedeutet aber keineswegs, dass er sich ganz aus dem Staatsleben zurückziehen soll. Nur darf man dem Körper nicht zuviel zumuten: „Das erste, was wir tun müssen, ist, uns selbst genau zu prüfen, sodann die Geschäfte, denen wir uns widmen wollen, und drittens die Leute, für die oder mit denen wir uns zu tun machen.“ Bei der Wahl der Freunde empfiehlt Seneca Schwarzseher und Klagesüchtige zu meiden: „Vielfach muss man auch in sich selbst Einkehr halten; denn der Umgang mit anders gearteten Menschen stört das erlangte innere Gleichgewicht…“. Das innere Gleichgewicht erlangt der, welcher „…die rechte Mitte zu halten…“ weiß. Seneca drückt das mit den Worten aus: „… doch muss man beides verbinden und miteinander abwechseln lassen, Einsamkeit und Geselligkeit.“ Einen Ausgleich kann das Studium der Wissenschaft bieten. Seneca schlägt vor, sich an wenige Schriftsteller zu halten und nicht „irrend umherzuschweifen“: „Man schaffe sich also Bücher an, soviel als zu unserem Bedarf hinreichen, aber nicht zur Schaustellung.“

Der Philosoph ist fest davon überzeugt, dass das Leben eines jeden durch das Schicksal vorbestimmt wird. Sich gegen das Schicksal aufzulehnen, ist aussichtslos, „…als gäbe es irgendeinen Ort, wohin uns das Schicksal nicht verfolgen könnte…“. Wir dürfen nicht wanken und weichen, sondern müssen uns dem Schicksal stellen. „Wir alle sind an das Schicksal gekettet, die einen mit goldener und gefügiger Kette, die anderen mit eng anschließender und rostiger; doch was kommt darauf an? Wir alle, ohne Unterschied, leben in einer Art Gefangenschaft … den einen fesselt Ehrenstellen, den anderen Reichtum; einige leiden unter ihrer vornehmen Geburt, andere unter dem Gegenteil … das ganze Leben ist im Grunde nichts als Knechtschaft.“ Nur die Gewohnheit macht das Leben erträglich.

Alles, was wir besitzen: Reichtum, unser Körper, Geist und das Leben sind nur geborgt und wir müssen alles ohne Murren wieder zurückgeben, wenn man es von uns zurückfordert. Der Tod gehört zum Leben: „Der führt kein wünschenswertes Leben, der nicht gut zu sterben weiß.“ Und an anderer Stelle lesen wir: „Wer den Tod fürchtet, wird nie einer des lebenden Menschen würdigen Tat fähig sein.“ Der Autor zitiert den Konsul Curius Dentatus, der gegen Phyrrus siegte, mit den Worten: „…er wolle lieber tot sein als wie ein Toter leben.“. Als Beispiel eines tapferen Sterbens führt er den großen Cato an, der „das lebende Musterbild aller Tugend, sich in sein Schwert“ stürzte.

Wer sich gegen Gefahren wappnet und auf Schicksalsschläge vorbereitet ist, kann das Leben genießen ohne in ständiger Furcht zu leben. Genau so, wie die Träne zur Trauer gehört, so gehört auch das Lachen zum Leben: „… es steht dem Menschen besser an, das Leben zu belachen, als es zu beweinen. Zudem macht sich derjenige mehr verdient um das Menschengeschlecht, der da lacht, als er drüber trauert; denn jener lässt der frohen Hoffnung doch wenigsten noch einigen Raum…“.

Fazit: Das zeitlose Werk des großen Philosophen ermahnt den Leser, sich nicht von der Hektik des Alltags vereinnahmen zu lassen und sich mit Muße den wichtigen Dingen im Leben zu widmen.
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am 18. April 2016
Seneca war ein römischer Philosoph und Staatsmann, lebte im ersten Jahrhundert nach Christus und dennoch haben seine Texte in der radikal anderen Realität des 21. Jahrhunderts kaum an Aktualität verloren. Er war einer der letzten Lehrmeister des Stoizismus, der das Lebensglück nicht in der Lust (wie die Epikureer oder Hedonisten), sondern in der Seelenruhe und in der Muße sucht, welche man sich durch ein tugendhaftes Leben in Bescheidenheit verdient. Seelenruhe bedeutet für ihn, sein Schicksal zu akzeptieren, sich weder durch Freud noch Leid aus der Bahn werfen zu lassen und stets auf den Tod vorbereitet zu sein.
Seneca hat zwar selber nicht vollends nach seinen Idealen gelebt; gerade mit der Bescheidenheit nahm er es nicht so genau: war er doch einer der reichsten Männer seiner Zeit. Allein wie er dies zu rechtfertigen versucht, entlockt einem das ein oder andere Schmunzeln: "Bei einem Weisen ist der Reichtum Diener, bei einem Narren Meister."
Am meisten hat es mir "Von der Kürze des Lebens" angetan. In diesem Briefwechsel mit Paulinus prangert er u.a. die Sinnlosigkeit eines Lebens an, das nur vom Dienst für andere und vom Verschieben der Muße auf die Zukunft geprägt ist. "Welche Verspätung, mit dem Leben anzufangen, wenn man aufhören muss!"
Die Übersetzung ist - wie bei direkt aus dem Lateinischen übersetzten Texten üblich - nicht leicht zu lesen; manches muss man mehrfach lesen, um den Sinn zu erfassen. Auch wenn man die Lehrmeinungen der Stoa nicht alle für gut halten kann, so hat Seneca dennoch einige Weisheitsperlen in dieser Textsammlung parat, die zum Nachdenken anregen. Sehr empfehlenswert!
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am 26. Dezember 2015
Es gibt wenige Bücher, die mich so sehr bewegt haben wie dieses. - Vor allem der erste Teil, "Von der Seelenruhe" ist unvergesslich: Zu Beginn haben wir den kurzen Brief Serenus' an Seneca, in dem dieser ihm sein Leid klagt. Dann folgt Senecas Antwort: Von der Seelenruhe. Umwerfend! - Umwerfend zeitlos, umwerfend menschlich. Seneca hat vor 2000 Jahren genau die Worte gewählt, um seinen Freund zu trösten und ihm neuen Lebensmut zu geben, die auch heute jedem Mensch in einer schwierigen, vielleicht sogar ausweglos erscheinenden Situation neuen Mut geben würden. - Zumindest, soweit ich das beurteilen kann. "Nichts ist so bitter, dass ein gefasstes Herz nicht noch Trost fände." (S. 36) Und wer dieses Buch mit ebensolcher Begeisterung wie ich gelesen hat, wird sich auch auf "Glückskinder" von Hermann Scherer oder "Also sprach Zarathustra" von Friedrich Nietzsche freuen.
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am 19. April 2015
Dieses Buch hat vllt sogar mein ganzes Leben geändert. Hört sich sehr poetisch an, aber ich meine es auch wirklich so. Die Wahrnehmung über Schlechtes verändert sich und man ärgert sich besonders über die kleinen Ärgernisse nicht mehr. Ich will nicht behaupten, dass ich nach diesen Büchern ein vollendeter Stoiker bin, aber ich bin mir sicher, dass dieses Buch für jeden eine Bereicherung ist, der ein bisschen entspannter durchs Leben gehen will. (y)
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am 2. Juni 2015
Mit diesem kleinen Band wird einem eine ganz andere Welt eröffnet, - und das ganz ohne Akkulaufzeit und Hektik. In unserer heutigen Zeit nehmen wir sehr viel wahr und das 'Viel' mit einer ungeheuren Geschwindigkeit, - nur eines vergessen wir dabei, unser eigenes Selbst. Wie heißt es heute so schön, - wir sollten uns doch mal 'entschleunigen', - fangen Sie am besten gleich damit an, - dieses Buch hilft Ihnen dabei. Wie sagte dieser weise Mann damals noch?, 'Das höchste Gut, ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.' :-)
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am 8. September 2014
Das Buch wurde mir empfohlen und für den Preis die Welt erklärt zu bekommen - das hat schon was. Schon interessant, dass eigentlich alles schon vor 2000 Jahren bekannt war, was uns heute umtreibt!
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am 20. Februar 2016
Auch ich zähle mich nach wie vor nicht zu den Stoikern, aber man kann sehr viel aus diesem Buch für sein eigenes Leben mitnehmen. Ich habe bereits andere Texte von Seneca im Unterricht behandelt und hier und da komme ich auch im Studium am Stoizismus und am Neo-Stoizismus nicht vorbei und finde das auch gut. Deswegen lese ich auch gerne privat - meistens aber nicht komplette Bücher (!) - sondern Auszüge.

Sollte zur Pflichtlektüre in der Schule werden, würde vielen das Leben und die Sicht auf die Welt erleichtern und zur Selbstreflexion und Charakterbildung beitragen.
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am 27. November 2012
Wahrmherzig, verständnisvoll, so schreibt Seneca seine Briefe. In seine Sprache muss man sich zunächst etwas einlesen und darf nicht allzu früh das Handtuch werfen, denn dann würde man den Schatz, der in seinen Schriften zu finden ist, nicht entdecken.
Seneca war Stoiker und hat diese Philosophie gelebt und weiterentwickelt. Bei dem Wort "Stoiker" denken vielleicht einige an Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise, doch der Vulkanier ist nur eine mögliche Variante eines Stoikers, ganz gewiss nicht der Typus des antiken Stoikers.
Was macht das Werk eines vor fast 2000 Jahren verstorbenen Autors für uns heute so interessant? Es ist der andere Blick auf die Dinge. Es sind aber auch die Gemeinsamkeiten unserer und der antiken Kultur, die beständigen Weisheiten, die einem das Herz wärmen.
Wenn wir nur wieder mehr Seneca lesen würden... Ja, was wäre dann? Entdecken Sie es selbst. Es wird Ihnen zur Freude gereichen, wie die Römer so schön sagen würden.
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am 3. März 2014
Das Buch SENECA- Von der Seelenruhe -scheint von der Übersetzung gut gelungen.leider nicht so gut leserlich,da
der Druck in blau/lila zu hell ist.
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