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Von der Schönheit Audio-CD – Audiobook, 2006

3.5 von 5 Sternen 19 Kundenrezensionen

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Schlimmer hätte es für Howard Belsey aus Boston scheinbar gar nicht kommen können. Nicht nur, dass sich sein Sohn Jerome bei einem Aushilfsjob in den Ferien bei Monty Kipps in London eingenistet hat -- seinem schärfsten Konkurrenten also, der ihm mit seinem Rembrandt-Buch den Rang abgelaufen und ihm als Kunstgeschichtler die größte Schmach seines Lebens eingebracht hat. In seinen Emails aus der Ferne schwärmt Jerome auch vom perfekten Zusammenhalt und der für ihn unglaublichen Harmonie des Kipps'schen Haushalts. Und dann teilt er seinem Vater auch noch mit, dass er Montys Tochter Victoria zu heiraten gedenkt und ihr in den nächsten Tagen einen Antrag machen möchte. Völlig aufgebracht reist Belsey auf die die Insel, wobei ihn die Nachricht von der Abfuhr Victorias nicht mehr erreicht, tappt bei den Kipps von einem Fettnäpfchen ins nächste -- und muss schließlich noch mit ansehen, wie sein Erzfeind an seine Uni berufen wird, die Familie in der Nähe einzieht und sich seine Frau Kiki mit der Frau von Kipps befreundet. Es kommt also noch viel schlimmer, und für Belsey beginnt ein privater und beruflicher Alptraum, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint.

Nach ihrem Sensationsdebüt Zähne zeigen hat man von der 30-jährigen Londoner Autorin Zadie Smith einiges erwartet. Ihr Nachfolgeroman Der Autogrammjäger war da in gewisser Weise ein Rückschritt -- auch wenn er Passagen enthielt, die schlichtweg großartig waren. Mit Von der Schönheit ist Smith nun nicht nur auf der Höhe ihres Erstlings angekommen, sie schießt noch weit darüber hinaus. Fast scheint es, als hätte man das reife Spätwerk eines Philip Roth oder eines Ian McEwan vor sich, so gut sitzt jeder Satz. Dabei hat sich Smith wieder ganz und gar darauf konzentriert, was sie am besten kann: die stille, niemals aufgesetzt wirkende Schilderung von Figuren, die weniger Typen und Charaktere sind, sondern vielmehr wie Menschen aus Fleisch und Blut erscheinen -- mit allen Makeln, Sorgen und Nöten, die lebende Menschen eben so haben. Von der Schönheit ist ein ebenso kluger wie humorvoller College-, Familien-, Entwicklungs- und Generationenroman, wie es ihn lange schon nicht mehr gegeben hat. --Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

»Von der Schönheit ist ein grandioses Buch. Klug, geistreich, niveauvoll und von hellem Witz. [...] Bald werden Zadie Smiths Bücher ein Teil des Kanons sein.« (Daniel Kehlmann Die Zeit, Daniel Kehlmann)

»Klug, ungemein witzig und mit einem untrüglichen Blick für sprechende Details [...] eine wunderbare Lektüre zum Gutfühlen und ein intellektuelles Vergnügen.« (taz)

»Mit Von der Schönheit ist der gerade 30-jährigen Autorin ein so lebendiger Gesellschaftsroman geglückt, wie man ihn sich von der deutschsprachigen Literatur seit langem erhofft.« (Spiegel Spezial)

»Zadie Smith, dessen darf man nach der Lektüre dieses Romans freudig gewiß sein, ist gekommen, um zu bleiben.« (FAZ)

»Sehr selten: Ein Roman, der so ergreifend ist wie unterhaltsam, so provokativ wie menschlich.« (Michiko Kakutani New York Times) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Shiraz am 14. September 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Wow, was für ein kurzweiliges, flottes und gleichzeitig niveauvolles Buch!

Zadie Smith kann, was viele Autoren leider nicht mal im Ansatz beherrschen: hervorragend beobachten. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen (Schwarze Amerikaner, Weiße, Einwander etc) mit ihren Haltungen, Widersprüchen und kleinen Lächerlichkeiten, ihrer Sprachmarotten (wahrscheinlich auf englisch noch ergiebiger) und ihrem Familienleben. All das vermischt sie mit Humor zu einer lebendigen Geschichte. Ob Howard, Kiki oder die Kipps - einfach alle Charaktere sind stark und glaubwürdig.

Um es kurz zusammenzufassen: Von der Schönheit gehört zu den Nadeln im Heuhaufen, die Leser so verzweifelt suchen. Zu dem einen Prozent (oder noch weniger) der Romane, die Qualität mit guter Unterhaltung verbinden. Ich werde mehr von ihr lesen.
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Format: Audio CD
Von Zadie Smith hatte ich noch nicht gehört, das Hörbuch allein wegen Frau Tabatabai gekauft: Kann die das? Einen Gesellschaftsroman lesen? Da war ich skeptisch. Und wurde zunächst bestätigt - es dauert eine Weile, bis Frau Tabatabai eine gewisse Überspannung ablegt. Anfangs akzentuiert sie einerseits überdeutlich, verschleift aber gleichzeitig auch viele Wortendungen. Doch nach einer halben Stunde etwa erreicht sie - nun tadellos sprechend - ein außerordentliches Niveau und kann es bis zum Ende halten. Großartig! Für mich gehört sie nun in eine Riege mit den besten Hörbuch-Sprecherinnen.

Aber nicht nur die Sprecherin weiß zu überzeugen, der Roman von Zadie Smith ist ebenfalls wunderbar. Inzwischen habe ich den vollständigen Roman auch gelesen. Das machte eines wieder einmal überdeutlich: die Kürzungen sind grausam, herrliche Stellen des Romans fanden keinen Platz im Hörbuch. Ich finde es absolut unverständlich, dass deutsche Verlage fast immer nur gekürzte Versionen herausbringen. Das ist eine schlechte, überhebliche Haltung, und dafür gibt es einen Punkt Abzug.
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Format: Taschenbuch
Zadie Smith macht sich in ihrem Roman "'Von der Schoenheit"' zur Beobachterin. Sie beschreibt. Menschen, ihr Handeln und Denken. Ihr Zusammenspiel, ihre Abhaengigkeiten, Wuensche, Hoffnungen, ihre Zufaelligkeiten, ihr Hintergehen, ihr gegenseitiges Betruegen. Ohne sich dabei einer grossen Handlung zu bedienen. Es sind Alltagssituationen, die uns Smith naeher bringt und in denen sie die Handelnden mit ihren Staerken und Unzulaenglichkeiten beschreibt, ihnen ein Gesicht gibt. Es gibt die Guten und die Boesen, die Offenen und Zugeknoepften, die Liberalen und die Konservativen. Jeder beharrt auf seinem Standpunkt, gerade diejenigen ganz besonders, von denen der Leser eigentlich annehmen sollte, dass sie sich eines Besseren belehren lassen wuerden. Doch mitnichten. Das Leben plaetschert dabei so vor sich hin. Bis zu einem Ende, das man angesichts der Handlungsarmut bereits herbeigesehnt hat. Trotz einer gewissen Sprachgewandtheit keine Autorin, die zu meinen bevorzugten Geschichtenerzaehlerin wird.
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Format: Gebundene Ausgabe
Zadie Smiths hinreißender, intelligenter und tiefgründiger Roman "Von der Schönheit" ist ein Buch, dass den Vergleich mit Jonathan Franzens "Korrekturen" nicht zu scheuen braucht! Sie erzählt frisch, ironisch aber nie zynisch die Geschichte zweier Familien aus dem Campus-Millieu und ihr sind dabei wunderbare Charakterbeschreibungen mit interessanten Wendungen geglückt.

Howard Belsey scheint ziemlich am Ende zu sein. Seine Ehe hat er leichtfertig auf's Spiel gesetzt, sein Sohn liebt die Tochter seines ärgsten Widersachers Monty Kipps und nun nimmt eben jener Monty, der ihm mit der Veröffentlichung einer Rembrandt-Biographie zuvorkam, auch noch eine Gastprofessur an seiner Uni in Wellington an.

Ausgerechnet auf der Party anlässlich seines dreißigsten Hochzeitstages kommt raus, wer seine Geliebte war und in ihrem Schmerz schließt Howards Frau Kiki sich an Montys Frau Carlene an.

Als er glaubt, wieder festeren Boden unter den Füßen zu haben und seine Ehe retten zu können, gerät er erneut in Versuchung...

Die noch junge Autorin Zadie Smith hat ihr ausserordentliches Talent bereits mit "Zähne zeigen" unter Beweis gestellt. Ihr neues Buch hat nichts von der Fabulierlust und literarischen Frische ihres ersten Buches eingebüßt, ist jedoch ein wesentlich vielschichtigeres und reiferes Werk. Sie erweist sich in diesem Buch als gekonnte Beobachterin zwischenmenschlicher Beziehungen, auch und vor allem der jüngeren Generation, die in diesem Buch eine besondere Rolle spielt.

Und sie hat eine wirklich kraftvolle Erzählstimme, die dieses Buch zu einem literarisch-unterhaltsamen Vergnügen macht!
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Von juristan VINE-PRODUKTTESTER am 2. März 2008
Format: Taschenbuch
Das Buch hat mir gut gefallen.Die Thematik bietet nichts Besonderes,die Autorin zeigt,wie es hinter den Kulissen eines kleinen Colleges bei Boston zugeht,und schildert das Leben eines Professors und dessen Familie.Die Personen sind sehr unterschiedlich,allein schon der miesepetrige Professor aus England,der keine Lebensschwung hat,an allem herummault,im Gregensatz zu seiner dicken schwarzen Frau,die ihr Leben in allen Situationen meistert,viel Kraft hat und an ihrem Muffelkopp nicht verzweifelt,sogar wenn sie erfährt,dass er mit einer Kollegin und gemeinsamen Freundin eine Affäre hatte.Sie lässt ihn auf der Couch schlafen,aber für die 3 Kinder sind sie gemeinsam da.Die 3 sind sehr unterschiedlich in Wesen und Ansichten,haben sich aber sehr gern.Verwicklungen gibt es,als der akademische Gegenspieler des Professors als Dozent ans College kommt,mit seiner Familie,Frau,Sohn und Tochter,wobei zuvor letztere mit dem älteren Sohn des Profs eine kurze Beziehung hatte.Alles ist unterhaltsam erzählt,allerdings auch tragisch und mit einigen Verletzungen,nicht nur ironisch und humorvoll,eben wie im wahren Leben.Der Stil hat mir gut gefallen,die Geschichte beginnt etwas schwerfällig,kommt aber nach einem Drittel gut in Schwung.
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