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am 10. Oktober 2010
Das Sachbuch beginnt mit einer Eingrenzung des Begriffs "Mittelalter": In England herrschte es ziemlich genau von 450 bis 1485 nach gängiger Definition. Dementsprechend beginnt es mit den Angelsachsen, führt dann über die Normannen zu den Plantagenets, von diesen zu den Lancasters bis es schlussendlich bei den Yorks endet. Das alles wird passend illustriert mit Fotos, Gemälden und Grafiken. Am Ende gibt es dann noch einen chronologische Aufstellung der Könige und einen Stammbaum der Könige von England.

Das Buch konzentriert sich primär auf den jeweiligen König, ansonsten tauchen nur wichtige Unterstützer und Verschwörer und manchmal die jeweiligen Königinnen auf - das Leben des einfachen Volkes wird ungefähr alle 100 Jahre einmal kurz beschrieben. Rebecca Gablé schildert dabei immer mit einen Augenzwinkern die einzelnen Epochen und streut die ein oder andere Aknedote ein, der Ton bleibt dabei immer direkt und umgangssprachlich.

Am Anfang fand ich Rebecca Gablés Ton etwas zu plump, jedoch besserte sich dieser im Laufe der Zeit. Angesichts der Tatsache, dass das schmale Büchlein nur 240 Seiten umfasst und sehr viele Illustrationen - welche fraglos oftmals sehr hilfreich sind - beinhaltet, rast man nur so durch die Zeit und die Jahrzehnte jagen an einen vorbei. Dennoch hilft das Buch enorm dabei, geschichtliche Zusammenhänge zu verdeutlichen oder sogar erstmals zu erkennen. Ich habe nun große Lust, alle Werke von ihr mir noch einmal zu Gemüte zu führen. Insgesamt erfüllt das Buch die an sich gestellten Anforderungen, auch wenn es mir stellenweise etwas zu kurz und zu platt war, und ich vergebe

4 von 5 Sternen
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am 16. September 2017
Rebecca Gable schreibt in diesem Buch spannend und mit viel Humor über das englische Mittelalter. Auch für Nichthistoriker sehr interessant ;)
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am 14. Mai 2016
Die richtige Mischung zwischen Roman und interessantem Geschichtsbuch. Das liest sich sehr unterhaltsam und ist eben auch informativ. Ich kann das Buch jedem, der sich gern mit Geschichte beschäftigt, nur empfehlen.
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am 9. Februar 2012
denn das Buch ist praktisch als riesiger Spoiler zu betrachten.
Wenn man ihre Romane vorher gelesen hat, hat man auch einen besseren Bezug zu den einzelnen geschichtl.Personen. Waren die einzelnen Könige vorher nur irgendwelche historische Personen, so wurde ihnen durch ihre Romane buchstäblich Leben eingehaucht.
Ich konnte die vielen Henrys und Edwards bestens auseinander halten, da ich wieder die jeweiligen Bilder der Personen vor Augen hatte, welche ich mir schon beim Lesen des jeweiligen Buches geschaffen hatte. Es ist schön, alle Lieben (und weniger Lieben) "Bekannten" vereint in einem Buch zu haben.
Man durchlebt beim Lesen noch einmal alle Geschichten ihrer Bücher.
Dieses Buch kann ich nur empfehlen!!!!!

Einige Bemängeln hier, das Frau Gable mit diesem Buch nichts Neues liefert. HALLOOOOOOO??????? So war nun mal die Geschichte oder glauben die, Frau Gable besitzt die Macht die Geschichte zu verändern.

Wer gern mehr über engl. Geschichte lesen möchte dem empfehle ich: "Die englischen Könige im Mittelalter: Von Wilhelm dem Eroberer bis Richard III"
In diesem Buch werden nicht nur die Biographien der einzelnen Könige erzählt, sondern auch das ganze Geschehen drum herum zur Zeit des jeweiligen Königs.
Es gibt einen Überblick über Kämpfe, Verrat und Intrigen, Hinrichtungen und Königsmorde und wirtschaftliche Schwierigkeiten.
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am 25. August 2011
Habe dieses Hörbuch vor einigen Tagen bestellt und schnell geliefert bekommen. Sehr zufrieden mit Amazon. Der Sprecher hat eine angenehme Stimme und man hört im gerne zu. Die Texte sind nicht zu trocken oder verwirrend, obwohl es ja doch öfter ein kleineres oder größeres Durcheinander in dieser Epoche gab. Man kommt gut mit und wird kurzweilig unterhalten. Schön geschrieben. Kenn mich jetzt schon ein gutes Stück besser in der englischen Geschichte aus und verbinde verschiedenen Teile meines vorher zusammengetragenen bruchstückhaften Wissens.
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Die Autorin Rebecca Gablé ist in erster Linie für historische Romane bekannt. Mit diesem Buch versucht sie sich erstmals als Sachbuchautorin. Ich habe dieses Buch übrigens als Hörbuch erworben (Beachten Sie bitte meinen Tipp in der Kommentarleiste). Das Hörbuch besteht aus rund sechs einzelnen Kompakt – Discs, wobei ein weiter erklärendes Booklet z.B. mit einer bebilderten Zeitleiste leider fehlt. Thema des Buchs ist das Mittelalter, welches die Engländer als einziges Volk zeitlich recht eng umrissen bzw. eingegrenzt haben, was evtl. daran liegen mag, dass die Rosenkriege sie ein wenig beim Eintritt in die Renaissance aufgehalten haben. Umschrieben wird somit der Zeitraum zwischen den Jahren 450 und 1485, wobei einiges auch über die ursprüngliche Bevölkerung der Angeln und Jüten inklusive der römischen Besatzung erzählt wird. Am Ende schließt der Redner mit der Thronbesteigung von Henry VII (Heinrich VII), dem ersten Tudor König, der auch der Vater vom berühmten Heinrich VIII ist, der uns vor allem für seine sechs unglücklichen Frauen und durch die Erfolgsserie “Die Tudors“ bekannt sein dürfte. Unter seiner Tochter Elisabeth I stieg England zur Seemacht auf und blühte in Glanz und Gloria. Das wird im Hörbuch aber nicht mehr thematisiert.

Im ersten Kapitel definiert uns Andreas Fröhlich den Zeitraum des Mittelalters aus englischer Sicht. Dann erzählt er uns vom Abzug der Römer und von der Verbindung zwischen den Angeln und den Sachsen, wobei auch die Überfälle und Besatzungen durch die Wikinger berücksichtigt werden und das zweite Kapitel endet mit der Eroberung Englands durch die Normannen (450-1066).

Das dritte Kapitel umfasst den Zeitraum zwischen 1066 und 1154. Im Mittelpunkt steht William der Eroberer und die damit verbundenen kulturellen Veränderungen, welche die Normannen vom Festland mit nach England brachten. Wer England selbst einmal ausgiebiger besucht, wird noch einige architektonische Spuren der Normannen entdecken wie z.B. in der Kathedrale von Winchester. Der North Transept ist dort noch fast original wie zur Normannenzeit erhalten. Die englischen Könige regierten damit sozusagen nicht nur England, sondern auch ihr Herkunftsgebiet, welches uns heute unter der Bezeichnung Normandie vertraut sein dürfte, später durch Mitgift auch Aquitanien. Kaum einer weiß, dass z.B. der Zauberer Merlin oder auch das Schwert Excalibur, allesamt Mythen, eben auch nicht in England, sondern im Gebiet der heutigen Bretagne in Frankreich gespielt haben. Das wird aber hier im Buch auch nicht thematisiert.

Im vierten Kapitel steht die französischstämmige Herrscherdynastie des Hauses Anjou – Plantagenêt im Mittelpunkt der Betrachtung. Diese stellten zwischen 1154 bis 1399 in erster Linie und bis 1485 in den Nebenlinien Lancaster und York die Könige von England. Der erste König dieses Hauses war Henry II.

Im fünften Kapitel glänzen die Lancasters. Die Geschichte dieses Hauses beginnt 1399 und schließt im Jahr 1461 mit dem Ende der Rosenkriege. Im letzten Kapitel betritt das Haus York die Bühne. Andreas Fröhlich berichtet uns von den Ereignissen zwischen den Jahren 1461 und 1485. Das Hörbuch endet somit praktisch mit dem Tod Richard III in der Schlacht von Bosworth Field. Im Sturz vom Pferd soll Richard die Krone verloren haben, die man dann sofort Henry aufsetzte, so dass dieser praktisch schon auf dem Schlachtfeld gekrönt wurde. Richard III ist den Engländern als Bösewicht bekannt, vor allem wegen des doppelten Kronprinzenmordes im Tower (es ist nie bewiesen worden, gibt aber dafür eindeutige Indizien), dem nicht nur Shakespeare in seinem Drama Richard III Aufmerksamkeit schenkt, sondern auch mittlerweile eine eigene Ausstellung im Tower of London. Leider wird diese ganze brisante Geschichte wie eben auch viele andere historische Details, die mir besonders vertraut sind, nur angerissen. Rebecca Gablé geht zwar auch auf Richard Löwenherz ein und widerlegt den Mythos um Robin Hood, verschweigt aber auch wiederum viele interessante Details. So ist mir mal zu Ohren gekommen, dass vermutet wird, dass Löwenherz in der Burg Trifels bei Anweiler eingesessen haben soll. Ebenso erhält man bei Shakespeares Drama Henry V, welches sogar recht spannend verfilmt wurde, eine Fülle mehr an Informationen über den schwarzen Prinzen, dessen Rüstung heute in der Kathedrale von Canterbury (sozusagen der englischer Petersdom) ausgestellt ist. Allerdings war es mir beispielsweise bisher unbekannt, dass der Beiname “Löwenherz“ kein positiv besetzter Begriff für die Tapferkeit des Königs war.

Im Buch werden die rund 1000 Jahre englischer Geschichte auf 237 Seiten abgehandelt, was auch schon wenig ist. Ich weiß nicht, ob für das Hörbuch ein zusätzliche Kürzung vorgenommen wurde, ist aber anzunehmen. Der zügig fortschreitende thematische Wechsel von König zu König stört den Hörgenuss und auch die Aufmerksamkeit, ganz zu schweigen von der möglichen Gedächtnisleistung. Der Vorleser kompensiert dies teilweise, indem er sich teilweise mit lockerer Sprache über die dargestellten Charaktere amüsiert und auch oftmals recht ironisch mit den bösen und übelsten Taten der Protagonisten von “Verrat und Mord bis Totschlag“ umgeht. Nebenbei erfahren Sie dann auch noch etwas von der Anekdote, wie das Wort Spanner bzw. Peep Show entstand.

Vom Hocker gerissen hat mich dieses Hörbuch sicher nicht, denn es schwappt zu sehr an der Oberfläche und schafft über die abrupte Vorgehensweise eben keinen richtigen Höhepunkt oder durchgehende Spannung, sondern beschäftigt sich vorwiegend mit der Auflistung von historischen Fakten, wobei die ironischen Anmerkungen zumindest zu amüsieren versuchen. Ich denke, dass dieses Buch als Appetithappen dienen kann, z.B. Jugendliche mehr für Geschichte zu interessieren. Auch ich habe, obwohl ich ein wenig historisch versiert bin, noch Neues vernehmen können und habe zumindest noch mal meine Kenntnisse mit den Angaben der Autorin abgeglichen.

Fazit: Das Hörbuch würde ich qualitativ als interessante Durchschnittsware kennzeichnen. So etwas verfasst ein erfahrener Autor in wenigen Tagen mit Hilfe komprimierter Geschichtsbücher und Zeitleisten. Daher vergebe ich jetzt nur drei Sterne (befriedigend als Schulnote), wobei für Neueinsteiger in das Thema “Englische Geschichte“ auch vier Sterne (gut) adäquat wären. Bereut habe ich den Erwerb des Hörbuchs nicht.
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Die Autorin Rebecca Gablé ist in erster Linie für historische Romane bekannt. Mit diesem Buch versucht sie sich erstmals als Sachbuchautorin. Ich habe dieses Buch übrigens als Hörbuch erworben (Beachten Sie bitte meinen Tipp in der Kommentarleiste). Das Hörbuch besteht aus rund sechs einzelnen Kompakt – Discs, wobei ein weiter erklärendes Booklet z.B. mit einer bebilderten Zeitleiste leider fehlt. Thema des Buchs ist das Mittelalter, welches die Engländer als einziges Volk zeitlich recht eng umrissen bzw. eingegrenzt haben, was evtl. daran liegen mag, dass die Rosenkriege sie ein wenig beim Eintritt in die Renaissance aufgehalten haben. Umschrieben wird somit der Zeitraum zwischen den Jahren 450 und 1485, wobei einiges auch über die ursprüngliche Bevölkerung der Angeln und Jüten inklusive der römischen Besatzung erzählt wird. Am Ende schließt der Redner mit der Thronbesteigung von Henry VII (Heinrich VII), dem ersten Tudor König, der auch der Vater vom berühmten Heinrich VIII ist, der uns vor allem für seine sechs unglücklichen Frauen und durch die Erfolgsserie “Die Tudors“ bekannt sein dürfte. Unter seiner Tochter Elisabeth I stieg England zur Seemacht auf und blühte in Glanz und Gloria. Das wird im Hörbuch aber nicht mehr thematisiert.

Im ersten Kapitel definiert uns Andreas Fröhlich den Zeitraum des Mittelalters aus englischer Sicht. Dann erzählt er uns vom Abzug der Römer und von der Verbindung zwischen den Angeln und den Sachsen, wobei auch die Überfälle und Besatzungen durch die Wikinger berücksichtigt werden und das zweite Kapitel endet mit der Eroberung Englands durch die Normannen (450-1066).

Das dritte Kapitel umfasst den Zeitraum zwischen 1066 und 1154. Im Mittelpunkt steht William der Eroberer und die damit verbundenen kulturellen Veränderungen, welche die Normannen vom Festland mit nach England brachten. Wer England selbst einmal ausgiebiger besucht, wird noch einige architektonische Spuren der Normannen entdecken wie z.B. in der Kathedrale von Winchester. Der North Transept ist dort noch fast original wie zur Normannenzeit erhalten. Die englischen Könige regierten damit sozusagen nicht nur England, sondern auch ihr Herkunftsgebiet, welches uns heute unter der Bezeichnung Normandie vertraut sein dürfte, später durch Mitgift auch Aquitanien. Kaum einer weiß, dass z.B. der Zauberer Merlin oder auch das Schwert Excalibur, allesamt Mythen, eben auch nicht in England, sondern im Gebiet der heutigen Bretagne in Frankreich gespielt haben. Das wird aber hier im Buch auch nicht thematisiert.

Im vierten Kapitel steht die französischstämmige Herrscherdynastie des Hauses Anjou – Plantagenêt im Mittelpunkt der Betrachtung. Diese stellten zwischen 1154 bis 1399 in erster Linie und bis 1485 in den Nebenlinien Lancaster und York die Könige von England. Der erste König dieses Hauses war Henry II.

Im fünften Kapitel glänzen die Lancasters. Die Geschichte dieses Hauses beginnt 1399 und schließt im Jahr 1461 mit dem Ende der Rosenkriege. Im letzten Kapitel betritt das Haus York die Bühne. Andreas Fröhlich berichtet uns von den Ereignissen zwischen den Jahren 1461 und 1485. Das Hörbuch endet somit praktisch mit dem Tod Richard III in der Schlacht von Bosworth Field. Im Sturz vom Pferd soll Richard die Krone verloren haben, die man dann sofort Henry aufsetzte, so dass dieser praktisch schon auf dem Schlachtfeld gekrönt wurde. Richard III ist den Engländern als Bösewicht bekannt, vor allem wegen des doppelten Kronprinzenmordes im Tower (es ist nie bewiesen worden, gibt aber dafür eindeutige Indizien), dem nicht nur Shakespeare in seinem Drama Richard III Aufmerksamkeit schenkt, sondern auch mittlerweile eine eigene Ausstellung im Tower of London. Leider wird diese ganze brisante Geschichte wie eben auch viele andere historische Details, die mir besonders vertraut sind, nur angerissen. Rebecca Gablé geht zwar auch auf Richard Löwenherz ein und widerlegt den Mythos um Robin Hood, verschweigt aber auch wiederum viele interessante Details. So ist mir mal zu Ohren gekommen, dass vermutet wird, dass Löwenherz in der Burg Trifels bei Anweiler eingesessen haben soll. Ebenso erhält man bei Shakespeares Drama Henry V, welches sogar recht spannend verfilmt wurde, eine Fülle mehr an Informationen über den schwarzen Prinzen, dessen Rüstung heute in der Kathedrale von Canterbury (sozusagen der englischer Petersdom) ausgestellt ist. Allerdings war es mir beispielsweise bisher unbekannt, dass der Beiname “Löwenherz“ kein positiv besetzter Begriff für die Tapferkeit des Königs war.

Im Buch werden die rund 1000 Jahre englischer Geschichte auf 237 Seiten abgehandelt, was auch schon wenig ist. Ich weiß nicht, ob für das Hörbuch ein zusätzliche Kürzung vorgenommen wurde, ist aber anzunehmen. Der zügig fortschreitende thematische Wechsel von König zu König stört den Hörgenuss und auch die Aufmerksamkeit, ganz zu schweigen von der möglichen Gedächtnisleistung. Der Vorleser kompensiert dies teilweise, indem er sich teilweise mit lockerer Sprache über die dargestellten Charaktere amüsiert und auch oftmals recht ironisch mit den bösen und übelsten Taten der Protagonisten von “Verrat und Mord bis Totschlag“ umgeht. Nebenbei erfahren Sie dann auch noch etwas von der Anekdote, wie das Wort Spanner bzw. Peep Show entstand.

Vom Hocker gerissen hat mich dieses Hörbuch sicher nicht, denn es schwappt zu sehr an der Oberfläche und schafft über die abrupte Vorgehensweise eben keinen richtigen Höhepunkt oder durchgehende Spannung, sondern beschäftigt sich vorwiegend mit der Auflistung von historischen Fakten, wobei die ironischen Anmerkungen zumindest zu amüsieren versuchen. Ich denke, dass dieses Buch als Appetithappen dienen kann, z.B. Jugendliche mehr für Geschichte zu interessieren. Auch ich habe, obwohl ich ein wenig historisch versiert bin, noch Neues vernehmen können und habe zumindest noch mal meine Kenntnisse mit den Angaben der Autorin abgeglichen.

Fazit: Das Hörbuch würde ich qualitativ als interessante Durchschnittsware kennzeichnen. So etwas verfasst ein erfahrener Autor in wenigen Tagen mit Hilfe komprimierter Geschichtsbücher und Zeitleisten. Daher vergebe ich jetzt nur drei Sterne (befriedigend als Schulnote), wobei für Neueinsteiger in das Thema “Englische Geschichte“ auch vier Sterne (gut) adäquat wären. Bereut habe ich den Erwerb des Hörbuchs nicht, denn es ist ja auch recht günstig zu haben.
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 21. September 2008
In Großbritannien wird das Mittelalter traditionell mit der Zeit von 450 - 1485 angegeben (von der Zeit der Angelsachsen bis zur Schlacht von Bosforth, dem Ende der Rosenkriege). Diese Zeit ist in Großbritannien ähnlich verwirrend wie im "Römischen Reich deutscher Nation" - es herrscht ein ständiger Kampf um die Krone, Herrschaftshäuser entstehen und ringen miteinander um die Macht, England liegt im endlosen Clinch mit Schottland und Frankreich.
Der Autorin gelingt in diesem Buch ein Wunder: sie schafft es, die umfangreichen verwandtschaftlichen Beziehungen und abgesprochenen Bündnisse so gut strukturiert wiederzugeben, dass der Leser tatsächlich den Überblick behält und plötzlich ein Verständnis für die "innere Logik" der geschichtlichen Ereignisse entwickelt. Daran, ich erinnere mich gut, ist vor Jahren meine damalige Dozentin für englische Geschichte trotz besten Bemühungen gescheitert: der Großteil des Kurses musste nach den Vorlesungen selbst recherchieren, um etwas Licht in die verworrenen Verhältnisse zu bringen. Gablé dagegen schafft es mühelos, auch einem Laien verständlich zu machen, warum z.B. William the Conquerer einen Anspruch auf den Thron hatte und wie der Zwist zwischen King Stephen und Empress Maude entstand und ablief.

Persönlich habe ich in dem Buch keine falschen Fakten gefunden (beim Vergleich mit mir vorliegenden Geschichtswerken und wikipedia.en). Natürlich ist dies in erster Linie ein populärwissenschaftliches, kein akademisches Buch. Im Sinne der Unterhaltung bewertet Gablé recht flapsig Personen und Ereignisse, damit steht sie in der Tradition unterhaltsamer Geschichtsschreiber wie Joachim Fernau. Und natürlich ist das Buch durch die eigene Meinung der Autorin geprägt, woraus sie jedoch auch keinen Hehl macht, es wird nie vom Leser verlangt, alles Gesagte als die einzige "Wahrheit" zu verstehen, wie es oft bei unseriösen Pseudowissenschaftlern der Fall ist. Wenn die Autorin einen König als "echten Schurkenkönig" bezeichnet oder eine junge Dame als "lasterhafte Mätresse", so ist das auch oft ein ironisches Spiel mit den ohnehin schon verbreiteten Klischees über diese Person, die so einfach auf den Punkt gebracht werden.

Unbedingt lesenswert für Freunde angelsächsischer Historienromane und Mittelalter-Interessierte. Für erstere bietet sich als Folgelektüre Tanja Kinkels "Die Löwin von Aquitanien" an (hier erfährt man mehr über das Leben der "Skandalnudel" Eleonore von Aquitanien), für letztere Michael Maurers "Kleine Geschichte Englands".
33 Kommentare| 181 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2010
Wer kennt das nicht...

Man liest eine Geschichte mit historischem Hintergrund. Auf einmal taucht die Frage auf, wie war denn das damals wirklich...
Welche großen Ereignisse haben die Menschen dieser Zeit geprägt. Wer war denn da wirklich an der Macht. Wieso haben sich die herrschenden Engländer mit den Franzosen über die Jahrhunderte immer wieder die Köpfe eingeschlagen.
Klar, all dieses Wissen kann man sich in dicken 1000 seitigen Geschichtsbüchern zusammensuchen, aber das was dann an Information geboten ist, das sprengt sowohl das Interesse des Belletristikkonsumenten" als auch das Zeitbudget eines durchschnittlichen Lesers...
Hier hat Frau Gable das ideale Werk geschaffen!
Es liest sich kurzweilig wie eine ihrer wunderbaren Mittelaltergeschichten und ist trotzdem sehr informativ. Der Aufbau ist hervorragen, so dass man ganz schnell einen Einstieg findet und wenn man mal wieder beim Lesen vor der Frage steht, wie war das jetzt nochmal genau, dann findet man sehr schnell das richtige Kapitel. Ein Kapitel über die passende Epoche und schon hat man das passende Rüstzeug um einen Roman im richtigen Kontext einwerten zu können.
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Zu Schulzeiten habe ich Geschichte gehasst! Dieses Thema war für mich eine staubtrockene Aneinanderreihung unübersichtlicher Namen und Zahlen. Warum gab es damals dieses Buch noch nicht?
Rebecca Gable berichtet ausführlich, aber nicht langweilig, informativ, aber nicht überfrachtet, humorvoll, aber nicht komisch über das englische Mittelalter. Sämtliche Wilhelms, Edwards, Henrys und Margareths werden abgehandelt, die Errungenschaften der jeweiligen Regierungsperiode dargestellt, über die Eigenschaften des entsprechenden Regenten berichtet. Trotz humorvoller Einlagen ("das Wasser stand ihm bis zur noch nicht erfundenen Halskrause") ist diese "Geschichtsstunde" immer seriös und gleitet niemals in platte Komik ab.
Was ich besonders schön finde: Es wird nicht nur über das Leben der Adeligen berichtet. Frau Gable macht immer wieder Abstecher zum einfachen Volk, erzählt über die Lebensumstände der Bauern, über die Situation der Frau im Mittelalter und auch über den Bildungsstand des Volkes. Und wie in ihren Romanen schafft sie es, dass der Leser trotz der ständig gleichen Namen (Henry, Edward, Margareth - konnten sich die Engänder nicht mehr Vornamen leisten?) nicht den Überblick verliert.
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