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Kundenrezensionen

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am 11. August 2014
Das Buch beginnt mit einer Selbstbeschreibung des Autors, in der er sagt, wie toll er ist, weil er beim Kreuzchen setzen im Examen besser als 90% seiner Kommilitonen war.
Im Laufe des Buches wird aus dem anfänglich unsicheren Assistenzarzt ein arroganter Arzt, wie ich sie unter meinen Kollegen zu Hauf erlebe.
Man scheint die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, Studenten haben aus Prinzip keine Ahnung und wenn sie etwas besser wissen, werden sie schlecht dargestellt. Krankenschwestern sind nur kleine, junge Dummchen, die darauf warten, von Ärzten flachgelegt zu werden, damit diese ihre Überlegenheit zeigen können. Ärzte beeindrucken beim Date mit ihren Noten, Krankenschwestern langweilen mit Gefasel über ihre Familie.

Um sich in einer Reihe mit "House of God" zu sehen, muss man auch latent größenwahnsinnig sein!

An ein paar Stellen witzig, ansonst öde und mit Klischees um sich werfend
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am 9. November 2012
Wer gerne an der Illusion festhalten will, in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis wären nur Heilige mit Unistudium am Werk, deren einziges Trachten dem Wohl des Patienten gilt, der sollte dieses Buch nicht lesen. Wer aber - wie ich - Einblicke in die wahre Welt hinter dem Idyll von Schwarzwaldklinik & Co hat, der weiß, dass das Buch sehr nahe an der Realität ist. Eine Klinik ist ein Betrieb, wie jeder andere auch. Und auch in den weißen Kitteln stecken letztlich bloß Menschen - und nach einiger Zeit ist für die eine OP nichts anderes, als für einen Automechaniker das Austauschen eines Getriebes. Eben ein Job, den man erledigt. Und daneben hat man alle ganz normalen menschlichen Interessen auch. Und genau von diesem Alltag handelt das Buch. Und es ist dabei nicht nur ehrlich, sondern auch "witzig", weil es eben all die Kuriositäten und Menscheleien schildert, die es nun mal gibt, in den Kliniken und Praxen dieser Welt.
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am 25. September 2012
Nach »The House of God« (1998) von Samuel Shem und »Über Leben und Tod: Für eine bessere Medizin« (2010) von Atul Gawande hatte ich mir immer den Alltagsbericht eines deutschen Assistenzarztes im Krankenhaus gewünscht. Denn unser und das Gesundheitssystem auf der anderen Seite des Atlantiks unterscheiden sich nun mal. Florian Teeg ist solch ein Bericht gelungen. Respekt vor der Leistung des werdenden Halbgotts in Weiß.

Florian Teeg nimmt den Leser mit auf Visite. Er lässt uns daran teilhaben, wie er sich gegenüber seinen Kollegen und den Schwestern verändert. Mehr und mehr wird er der Arzt, der er sein soll, gewinnt an Kompetenz, weist zurück und wird schmerzhaft zurückgewiesen.

Dabei geht es immer wieder um Leben und Tod. Florian Teeg beschreibt, wie er diese Schicksale erlebt, wie sie ihm teilweise nahegehen und wie er andere rein professionell betrachtet. Schon bald verliert er einen Patienten mit einem seltenen Krebs der Bauchdecke. Er verzweifelt nahezu an einer schwergewichtigen Patientin mit diabetischem Fuß, die unbelehrbar in ihrem Spezialbett ausschließlich an die nächste Mahlzeit denkt.

Dafür freut Florian Teeg sich, dass er eine andere Frau auf den ersten Blick verkennt, weil sie in wenigen Monaten 50 Kilo abgenommen hat und das Leben neu genießt. Oder dass er mit Unterstützung des Reanimationsteams einem lüsternen älteren Herrn das Leben rettet, der schon über zwölf Minuten klinisch tot ist und der dann doch über sich und sein Verhalten nachzudenken beginnt.

Ohne Humor lässt sich dieser Beruf wohl kaum ertragen, und manche Ereignisse bieten sich einfach dafür an, dass wir vor allem die Situationskomik wahrnehmen. Trotzdem, finde ich, bleibt Florian Teeg in seinen Beschreibung seriös. Er teilt aus und steckt ein. Und er ist auch bei den medizinischen Erläuterungen verständlicher als so mancher Arzt am Krankenbett, der dafür kaum Zeit hat. So konnte ich Florian Teeg auch ohne Medizinstudium folgen und habe nebenher etwas über Diabetes, Herzinfarkt, Tumorerkrankungen und die Notfallmedizin gelernt.

Als Assistenzarzt ist Florian Teeg meistens noch im positiven Stress. Noch ist er fasziniert von den Möglichkeiten, die sich ihm bieten, sein Wissen anzuwenden und zu erweitern. Danach - nun als »Dr. med.« - hat er immerhin die Zeit, ein großartiges Buch zu schreiben, dass uns seinen Beruf näherzubringt.
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am 22. Februar 2013
Die tagebuchähnlichen Erzählungen des Dr. Teeg stehen vielleicht etwas im Kontrast zu entsprechenden Fernsehserien, sind aber durchaus unterhaltsam und lesenswert, zeigen sie doch auch auf, dass das Leben im weissen Kittel nicht immer so erfolgreich ist, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Die recht spannend geschilderten Episoden erinnerten mich an meine eigene Assistenzzeit und gelegentlich konnte ich mich in den Schilderungen fast selber wieder erkennen. Alles in Allem ein lesenswertes Buch, welches möglicherweise auch gewisse Illusionen nehmen kann und hoffentlich auch dazu beiträgt, das gegenseitige Verständnis Patient-Arzt zu fördern.
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am 15. Januar 2015
Die Geschichten in dem Buch sind sehr interessant, manchmal traurig manchmal lustig. Oft hat man aber das Gefühl dass Teeg ziemlich unfaehig ist, bes. am Anfang seiner Zeit. Da kann man froh sein, wenn man nicht in die NA kommt wenn ein Anfänger Dienst hat...Das Buch von Jaddo mit fast demselben Hintergrund fand ich etwas besser.
Trotzdem eine nette Nebenbeilektüre besonders für medizinisch Interessierte.
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am 17. März 2013
Ich habe mir das Buch spontan zugelegt ohne große Erwartungen an ein stilistisches Meisterwerk, das habe ich von dem Preis, dem Titel und auch nicht aus dem Heyne-Verlag erwartet.Ich fand das Buch sehr gut, weil es gerade den Alltag von Berufsanfängern widerspiegelt und diesen realistisch beschreibt. Für Nicht-Ärzte mögen die Schilderungen zu flapsig klingen, weil damit Illusionen und erwartete humanistische Weltbilder zerstört werden, aber deutsche Klinikalltage sehen zum großen Teil so aus, zumindest aus Assistentensicht. Die negativen Kritiken zu dem Buch stammen meine Erachtens von erfahrenen Mediziner, die die Anfangsprobleme zum großen Teil wieder vergessen und verdrängt haben. Es werden die klassischen Anfängerprobleme beschrieben , vor denen man halt auch mit guten Examensnoten nicht gefeit ist, ich habe mich mehrmals im Buch wiedergefunden. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und als Geschenk für Assistenzärzte hat es bisher immer begeistert.
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am 5. Mai 2014
...kann ich mich sehr gut in die Lage des Autors versetzen. Er gibt einen wunderbaren Einblick in das erste Jahr als Assistenzarzt und erzählt sehr kurzweilig von den alltäglichen Katastrophen. Der Mythos des Halbgottes in Weiss gerät gehörig ins Wanken, denn manchmal hat der Protagonist mehr Glück als Verstand, auch wenn ich an dieser Stelle die Hoffnung äussere, dass sich die Zeiten vielleicht wieder etwas geändert haben. Es werden die wesentlichen Aspekte im Arzt-Alltag beleuchtet und mit trotz der unmittelbaren Nähe zum Tod, bleibt die Geschichte immer auf der lebensfrohen Seite.
Das Buch kann ich wärmstens empfehlen und warne vor Suchtpotenzial!
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am 4. Dezember 2012
Das Buch ist so witzig, dass man immer weiter und weiter lesen möchte. Man braucht eine große Schippe Humor um im Klinik- oder Pflegealltag nicht verrückt oder depressiv zu werden. Jeder der selber in der Branche arbeitet, kennt viele der Situationen aus seinem eigenen Alltag wie "Da hat man uns aber ein dickes Ei ins Nest gelegt" wenn arbeitsaufwendige Klienten ausgerechnet am Freitagabend kommen müssen;-)
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Es wurde von einigen Vor-Rezensenten angesprochen. Dieses Buch ähnelt vom Thema und von der Wahrnehmung her dem berühmten "House of God", das übrigens unbedingt lesenswert ist. Während das amerikanische Vorbild allerdings "abgedrehter" wirkt, wählt Herr Teeg einen sachlicheren Zugang. Die Schilderungen des Herrn Teeg bestechen durch teilweise sehr sorgfältige medizinische Schilderungen und Erläuterungen. Und der Held wirkt nachvollziehbarer als der viel eitlere Held im House of God. Als Leser hat man seine Vermutungen, woran das liegen mag. So trägt der Autor von Hosue of God einfach dicker auf, wodurch vieles - insbesondere aus europäischer Sicht - übertrieben wirkt. Teeg macht deutlich, wo die Ursache für die Überforderung und teilweise Verzweiflung der jungen Ärzte liegen könnte. Die Ursache liegt nicht nur an der fachlichen Überforderung, die vorliegt, wenn nach der universitären Ausbildung plötzlich erstmals Kontakt zum Patienten besteht. Ursächlich dürfte vor allem auch die körperliche und seelische Überbelastung durch die Nachtdienste sein, die die jungen Ärztinnen und Ärzte nach kurzer Einarbeitungszeit leisten müssen. Wie sich der Mensch unter dem Eindruck seiner ersten Erfahrungen als Arzt verändert, ist auch Thema bei House of God. Aber auf sehr typische Weise ist einem der sehr europäische Held des Herrn Teeg näher.
Für den meiner Ansicht nach idiotischen Titel hätte ich beinahe einen Punkt abgezogen. Trotzdem: Lesenswert.
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am 29. Dezember 2012
Florian Teeg beschreibt in seinem Buch den Alltag seines Lebens als Assistenzarzt. Die kleinen und großen Patientengeschichten, seine Erfahrungen und über seine Entwicklung als Person und Arzt.
Viele kennen Ärzte ja nur" aus der Patientensicht. Das soll sich durch das Buch von Florain Teeg ändern. Er erzählt, wie es sich anfühlt eine schlechte Prognose zu übermitteln, wie auch das Schicksal der Patienten die Ärzt nicht kalt lässt und dass man mit ihnen leidet, genauso wie man sich mit ihnen freut.
So ungefähr wird das Buch angekündigt - leider erfüllt sich diese Ankündigung nicht.

Der Ton des Buches ist flapsig und sehr locker. Heutzutage ist das ja total up to date", aber in manchen Bereichen ist dies einfach unangebracht. So klein einem als Arzt die Belange der Patienten auch erscheinen, für diese ist es oft ein ernstzunehmende Problem. Sich darüber zu erheben pflegt nur das Klischee des arroganten Arztes, als dass es tatsächlich einen Einblick in den Arztberuf gibt.
Sowieso scheint Florian Teeg über allen anderen zu stehen. Nicht nur, dass ich gleich auf der zweiten Seite auf seine hervorragenden Examensergebnisse gestoßen werde. Nein, auch sein medizinisches Nichtwissen ist grundsätzlich seiner Unerfahrenheit zuzuschreiben.
Und auch wenn es durchaus richtig ist, dass man als Assistenzarzt im ersten Jahr noch viel zu lernen hat und das Medizinstudium nur ungenügend vorbereitet, allerdings sind einige Dinge doch Vorraussetzung. Wie ein Kammerflimmern" auf dem EKG aussieht ist Grundlagenwissen, was auch schon im Studium vermittelt wird.

In anderen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass dieses Buch das deutsche Pendant zu House of God" von Samuel Shem ist. Zwar verweist der Autor immer wieder auf dieses Buch, allerdings ist sein Werk weit davon entfernt, sowohl in inhaltlicher als auch schriftstellerischer Qualität. Auch wird immer wieder auf Goethes Faust" angespielt. Warum und mit welchem Sinn, ist für mich aber nicht ersichtlich. So wirkt es lediglich, als wolle der Autor zeigen, wie intellektuell er ist und dass er noch viel mehr kann, als nur Arzt sein. Diese Rechnung geht nicht auf, denn erstens sind die Zitate nicht gekennzeichnet und zweitens hin und wieder auch falsch.
Die Schriftstellerische Qualität leidet zusätzlich unter dem schlechten Lektorat des Heyne-Verlags. Wortwiederholungen kommen immer wieder vor, die Phrase ...um im Bild zu bleiben..." steht mehr oder minder in jedem zweiten Kapitel. Mein persönliches Highlight war die Geschichte der Desinfektion. Hier erzählt Florian Teeg: Schließlich hatten Ärzte, die sich nicht ordentlich die Hände identifizierten, schon einiges Unheil über ihre Patienten gebracht." (S.71) Zugegeben, hier musste ich wirklich herzhaft lachen, eine der wenigen Stellen in diesem Buch - und wer kennt das nicht? Einen Arzt mit einem Handidentifikationsproblem.

Als Arzt sollte man darüber hinaus in der Lage zu sein, die Dinge beim Namen zu nennen. Opi", Omi" und Popo" sind einfach keine adäquaten Begriffe. Wenn ich schon Sprichwörter benutze, dann bitte auch Richtig. Von einem Schlaf der Seligen" habe ich persönlich noch nie gehört und war im beschriebenen Zusammenhang auch nur wenig sinnvoll.

Insgesamt hatte ich schon nach zwei Seiten das Bedürfnis, das Buch wieder wegzulegen. Um eine adäquate Rezension zu schreiben, ist es aber schon notwenig das ganze Buch zu lesen. Deshalb habe ich mich durch die 300 Seiten gekämpft, meistens kopfschüttelnd.
Das Buch ist für mich nicht empfehlenswert. Zwar ist Florian Teeg sein fragwürdiges Handen
ln bewusst, allerdings zieht er keine Konsequenzen daraus. Die angefangene Selbstreflexion endet meistens darin, dass zwar nicht alles glatt gelaufen ist, er aber schon seinen Soll erfüllt hat.
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