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  • Volta
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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
35
3,8 von 5 Sternen
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am 11. Mai 2007
Nachvollziehbar ist die Reaktion all jener, die dieses Album hassen. Es beginnt spektakulär, fast schon 'Homogenic', eigenartige Klänge überall und zu klassischen Björkbeats zusammengefasst. 'The Dull Flame Of Desire' - ein über 7 minütiges Duett mit Antony (wer auch immer das ist). Schiffshörner. Metallisches Scheppern. Bongos und Djemben. Tribal beats.

Nach den ersten vier Stücken beginnen nun zunehmend die Eigenheiten des Albums, die Musik wird weniger, die Hörbarkeit schwieriger, und die viel versprochene Eingängigkeit bleibt völlig stecken. Endlos, mantrisch wiederholte Beats, freejazzige Lärmausbrüche, dann wieder Stille. Und eben diese zu weit verbreitete Stille (Song 5-7) ist mir den Punkteabzug wert, denn Björk ist für mich am besten, wenn sie zornig ist ('Army of me'), oder lebendig ('Pagan Poetry'), oder wenn sie träumt ('Possibly maybe').

Zum Abschluss gibts das poetisch-tragische 'Hope', das punkig-verzerrte 'Declare independance' (da ist sie endlich zornig) und 'My Juvenile', ein Lied für ihre Kinder (diese Stille!).

Die Texte wie üblich surreal, ebenso wie das wunderbar bunte Artwork. Über das selten dämliche Digipack-design wurde bereits weiter unten geschrieben.

Naja, als Fazit kann ich nur sagen: Wer Björk nicht näher kennt, soll sich diese Scheibe keinesfalls zulegen - eher 'Homogenic' oder 'Post'. Und wenn ich es aushalte, werd ich mir die Scheibe so lange anhören, bis sie mir gefällt. Aber das kann dauern.
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am 28. Mai 2007
war ja sozusagen ein blindkauf. reinhören hat bei björkalben noch nie viel gebracht, da sie zeit brauchen. ich habe volta zeit gegeben. aber es wird nicht besser... klingt wie eine upgedatetete version von post, aber bei weitem nicht so eindringlich. timbalands beats holpern vor sich hin, fühlen sich aber nicht wohl. dazu noch ein paar bläsersamples von drawing restraint nine. irgendwie unausgegoren und langweilig. einzig gastsänger anthony schafft es einen song aufzuwerten. wogegen "declare independence" klingt wie eine neue version von "pluto" auf homogenic, bloß in minimal und mit dem wissen, dass es inzwischen so etwas wie elektropunk gibt/gab.

das ist alles nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. für diejenigen, für die medulla zu krass war, wird es wohl eine freude sein, dass es wieder songs gibt statt abstrakten soundcollagen-ich finds schade.

kauft euch lieber die "post"
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Oktober 2008
Björk ist eine Sängerin, mit der nicht jeder etwas anfangen kann, ja mehr noch, die so polarisiert, dass manche bei ihrer Stimme Magenkrämpfe bekommen, andere wiederum in höchsten Tönen jubeln. Eines aber bleibt unbestritten: Im künstlerischen Aspekt ist die Dame streng bewundernswert, gibt sie sich doch nie mit dem einfachen Weg zufrieden und sucht gleichsam immer wieder nach neuen Herausforderungen.

Nach Ausschweifen der letzten Alben in die Avantgarde, besinnt sich Björk zurück zu zugänglicher Musik.
Die Musik an sich ist eine Mischung aus Post, Homogenic, Vespertine und ein bisschen von Drawing Restraint 9.
Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass Björk Gudmundsdottir ihr sechstes Studioalbum so nennt - da "Volta" mehr ist als eine bloße Ansammlung experimenteller (Pop-)Musik.
Eine wilde Mischung internationaler Musikgrößen fand sich im Studio ein, um gemeinsam mit der exzentrischen Diva eines der besten Alben des Jahres einzuspielen.
Hinter den Mischpultreglern war neben Star-Produzent Timbaland (Hit-Produzent u. a. für Justin Timberlake, Nelly Furtado und Snoop Dogg) auch der Björk-Kumpane Mark Bell (Ex-LFO, produzierte auch ihr "Homogenic") anzutreffen. Für die Instrumentiersierung sorgen sowohl die Drummer Chris Corsano und Brian Chippendale (Lightning Bolt) als auch die afrikanischen Daumenklavierprofis Konono No 1, der aus Mali stammende Kora-Player Toumani Diabate und die bekannte Pipa-Spielerin Min Xiao-Fen.
Isländische Nebelhorn-Schwaden liefert ein zehnköpfiges weibliches Blasorchester, und das Kontertenor-Stimmwunder Antony Hegarty (von Antony & the Johnsons) rundet die opulente Akustik noch ab.
Das alles ist die Zusammensetzung von Volta, ein wahrlich herrliches Album von Björk.
__

Die Tracklist von Volta:
1. Earth Intruders
2. Wanderlust
3. The Dull Flame Of Desire
4. Innocence
5. I See Who You Are
6. Vertebrae By Vertebrae
7. Pneumonia 8. Hope
9. Declare Independence
10. My Juvenile

Eine kleine Bewertung der 10 Songs aus Volta.

01. Earth Intruders
Eine Hymne - der Beat, die instrumentale Umsetzung und Björks Gesang mit den "Schrei-Einlagen" - großartig!
Besonders gut gefällt mir das Outro der Albumversion das in Dampfschifftönen endet und einen tollen Übergang zum nächsten Track bildet.
Der erste Track den Timbaland mit Björk zusammen prodzierte. Earth Intruders wurde als erste Single ausgekoppelt und zog ein animiertes Video an sich das leider nicht an alte Björk-Videos anschließen kann.
02. Wanderlust
Ich mag die Lyrics, finds toll wie Björk auf ihre Art das Gefühl von Fernweg beschreibt. Ich kann mich nicht entscheiden ob mir die Strophen oder der Refrain besser gefällt - hört sich wirklich insgesamt sehr toll an! Der Song erinnert stark an Songs aus dem 2001er Album Vespertine. Wird als vierte Single veröffentlicht.

03. Dull Flame of Desire
Ein schönes Duett mit Antony Hegarty - schöner Vibratoklang in der Stimme, und das als Mann. Sehr romantische Lyrics und obwohl der Text relativ kurz ist und sich wiederholt ist es abwechslungsreich, in dem Sinne wie sich das Lied im Verlauf aufbaut. Ein schöner Übergang zum nächsten Song entsteht.
Der Song ist eigentlich ein Gedicht und wurde wunderschön von den beiden in 7 Minuten gepackt.
04. Innocence
Bei den Beats kann ich nicht stillhalten. Das Gefühl Ängste genießen zu können, sich auf neue Dinge einzulassen, in dem Sinne "etwas" das erste mal zu erleben - die Unschuld darin zu verlieren und Erfahrungen zu sammeln. Das ist die Botschaft die ich aus dem Text interpretiere. Toller Pop-Song der von Timbaland sehr massentauglich produziert wurde. Hörenswert. Zweite Singleauskopplung.

05. I see who you are
Wunderschönes langsames Lied - erinnert vom Stil her an Vespertine. Beschreibt die innige Verbindung zweier Menschen. Zwar schönes Lied mit leichten asiatischen Klängen im Hintergrund aber kein Meisterwerk.

06. Vertebrae by Vertebrae
Tolle Bläsereinsätze und ihr abwechslungsreicher Gesang, schaffen eine düstere Atmosphere. Die Bläsereinsätze wurden aus dem von ihr letzten aufgenommenen Album-Soundtrack ,Drawing Restraint 9' entnommen.
07. Pneumonia
Eine nette Erzählung, aber für mich nicht gut genug umgesetzt, mit der Melodie kann ich jetzt auch nicht soviel anfangen. Plätschert eher belanglos dahin, finde diesen Song als Lückenfüller (und auch den einzigen)

08. Hope
Björks Inszenierung eines Wirbelsturms. Eine politische, sarkastische Interpretation von Hoffnungen der Menschen. Das letzte von drei Timbaland- Produktionen zusammen mit Björk. Der Song hat leichte Ohrwurmqualitäten
Schöne Instrumentalisierung.
09. Declare Independence
Sehr Hardcore das Lied mit einer klaren Aussage von Unabhängigkeit. Erinnert an eine härtere Fortsetzung von Pluto, einem Lied aus Homogenic. Kann man nicht beschreiben einfach genial. Wird demnächst als dritte Auskopplung aus Volta erscheinen.

10. My Juvenile
Schöne Melodie ich mag das Klavier. Antonys Beitrag ist in dem Song eher bescheiden. Anthony begleitet Björk im Song als Gewissen der ihr immer wieder einsingt. Eine romantische Botschaft ist auch hier großes Thema. Netter Albumabschluss.
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Artwork:
Das Artwork der Platte wurde im Strickliesel auf LSD Stil gehalten. Björk posiert auf dem Coverbild in einem eigenartigen Kostüm vor roter Fläche. Im faltbaren Booklet gibt es weitere "Wolle-Pics" von Björk mit allen Texten.
CD-Aufmachung:
Ziemlich unüberlegtes Konzept. Das Digipack lässt sich mittig öffnen und wird durch einen Sticker zusammengehalten. Leider klebt der Stricker nach einigen mal entfernen nicht mehr, so das die beiden Klappen der CD sich nicht mehr schließen lassen.
Ich habe mir einen Druckknopf im Bastelgeschäft zugelegt und sie unter den übereinander liegenden Klappen geklebt. So habe ich auch noch länger was vom Artwork.

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Alles in allem ein wieder zugänglicheres Album von Björk. Doch leider fehlt hier eine gewisse Stimmung die sonst in ihren Alben vorherrscht - eine Linie die durch das Album führt. Aber Björk selbst sagte schon sie wolle einfach ein Album machen das was ihr Spaß macht.
Ich hoffe du hattest Spaß Björk - Ich nämlich auch.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Januar 2011
...aber bei weitem nicht so gut wie das obergeniale Vespertine.

Leider muss ich zugeben das ich von den neueren Werken der Isländerin nicht wirklich angetan bin- doch hat dies auch seine Gründe welche sich durch den, meiner Meinung nach, hörbaren qualitativen Abstieg ihrer Songs nachweisen lassen.

Die Songs sind ungewohnt zäh und stellenweise sogar nervig. Dabei stellen sich die ersten 3 Songs "Earth Intruders", "Wanderlust" und vor allem das erste Duett mit Antony (Irgendwer) "The Dull Flame of Desire" als die besten Lieder auf diesem holpprigen Machwerk heraus. Denn danach gibt es einen hörbaren Knick. Es wird zunehmend ruhiger und uninspirierter. Bei "Pneumonia" und "Hope" musste ich bislang stets drum kämpfen sie nicht vor lauter Langeweile wegzuschalten...
Der letzte Lichtblick auf dem Album ist "Declare Independence"- Björks Weckruf, doch wirkt die Message eher aufgesetzt. Danach folgt abermals ein Song zum Einschlafen mit "My Juveline"- Björks Schmachtsong an ihren Sohn Sindri und zweites Duett mit Antony.

So bleibt letztlich ein mittelmäßiges Machwerk das in meinen Augen (Ohren ;) keinen Vergleich zu früheren Werken darstellt und ihnen auch nicht stand halten kann. Und das ist wie ich finde äußerst schade. Gerade weil mich Björk vor noch nicht all zu langer Zeit mit ihren super Einfällen, ihrer grandiosen Musik und ihrer Stimmgewalt zu überzeugen wusste. Ich lasse nicht gerne was gegen sie kommen, aber rein objektiv betrachtet ist dies das, nach Medulla, schwächste Album und wird wahrscheinlich auch schnell in Vergessenheit geraten. Ich hoffe das Björk alsbald zu alter Stärke zurück findet.

Fazit:

Für Björkeinsteiger ist dies definitiv das falsche Album. Am besten sich da erst die noch leicht verdaulichen, noch direkt gönnerhaften Alben "Debut" oder "Post" reinziehen. Auch das "Greatest Hits"-Album ist gut um sich einen Überblick auf Björks Schaffen zu machen.

Noch eine kleine Beschwerde am Rande über das Digipak die ich aber nun nicht in die Gesamtwertung miteinfließen lasse: WAS HAT MAN SICH DABEI DENN GEDACHT??? Blöder und billiger geht's ja wohl kaum. Das Album ist nie rechtens verschließbar und der komische Björkaufkleber fliegt nur durch die Gegend da er einfach nicht haften bleiben will (und das als Verschlussteil für die CD!!!).
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am 18. Juni 2007
Auf ihrem nun bereits sechsten Album hat Björk die Instrumente wieder entdeckt. Doch dabei hat sie einige andere (für sie typische Charakterzüge) diesmal außen vorgelassen. Am besten lässt sich dieses Problem am Cover diskutieren, denn dieses hat seltsamerweise die gleichen "Fehler":

Zunächst wäre da diese Idee mit dem Aufkleber, der die Schachtel zusammenhalten soll - was er ungefähr dreimal tut, bevor er nicht mehr klebt. Die Idee ist wirklich mal was anderes, aber bei der Ausführung haperts. So ist das auch mit dem Album: Es gibt interessante Neuerungen, Björk klingt extrovertierter (und - Track 9 - explosiver), aber diese Idee braucht keinen Nachfolger und wird an einigen Stellen etwas zu schnell langweilig.

Die zweite Gemeinsamkeit zwischen Cover und Songmaterial: Auf allen Alben von Björk gab es bisher ein Designkonzept, was in sich stimmig war. Mit einem Mal präsentiert sie uns jetzt zwei verschiedene Ideen("Björk in Plastik" und "Björk als Wilde im Feuer" nenne ich sie mal), die gegeneinander konkurrieren, beide schön sind, aber nicht wirklich zusammen passen. Zum Album: Beatlastige Tracks stehen neben ruhigen Stücken, die zum Teil noch weniger Struktur besitzen, als "Drawing Restraint 9" oder "Medúlla".

Warum? Dass Björk vielseitig ist, hat sie bewiesen, aber ein Björk-Album sollte in meinen Augen eine Einheit bilden.

Diese Kritikpunkte sind noch zu verschmerzen und hätten vielleicht 4 Sterne gegeben, womit man ein durchschnittliches Björk-Album gehabt hätte. Was aber noch wirklich schade ist, ist die Tatsache, dass viele Melodien und Stücke sehr beliebig klingen. Ich summe gerne mal "Jóga", "Isobel" und zuweilen sogar "Hidden Place" oder "Oceania" von ihren früheren Alben, aber mit "I see who you are" oder "My Juvenile" wird das sehr schwierig werden!

Fazit: Björk ist nach wie vor Björk und sie ist immer noch eine beeindruckende Klangkünstlerin. "Earth Intruders" ist wirklich toll und reißt einen mit, ebenso "Declare Independence" (man darf das Stück nicht so ernst sehen, wie der Text vermuten lässt, das war am Anfang mein Fehler)! Die Komponente, die durch männlichen Gesang auf "The Dull Flame of Desire" und "My Juvenile" hinzukommt, tut ihrem Stil gut - bitte mehr davon. Bläserensembles kann sie ebenfalls schön arrangieren, obwohl mir die Homogenic-Björk mit Streichern und die Vespertine- und Medúlla-Björk mit Chören besser gefallen hat.

Das Album ist häufig gelungen, aber man kann es sich nicht so oft anhören, wie ihre Vorgänger und die übertriebene Künstlichkeit früherer Werke ist ein Stil, den ich gerne bei ihrem nächsten Album wieder sehen würde.
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am 5. März 2012
Diese CD ist, meiner persönlichen Ansicht nach, einwahrer Geheimtip für Björkfans. Die Lieder sind einfach bestechlich ursprünglich, sie klingen, als kämen sie ohne Umwege daher, wo sie entstanden sind. Voller Pulsschlag und voller Idee und Versuch. Allerdings ist die Klangqualität leider nicht so brilliant; für Liebhaber der ganz klaren, sauberen Klänge ohne etwaige Dumpfheiten oder Knistern im Hintergrund ist sie eher nicht zu empfehlen.
Ich bin da aber tolerant, finde es sogar fast liebenswert und möchte dieses Stück Musik um keinen Preis wieder hergeben!
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am 4. Juli 2014
Identitätskriese? Nein! Aber nachgelassen hat Björk schon ein wenig. Nach dem exzentrischen Medulla begibt sich Björk auf bereits vertraute Gewässer und das Album ist vergleichbar mit einer Weltreise die man auf einem Schiff zurücklegt. Die Instrumente feiern ihr Comeback und diesmal gesellen sich überwiegend Bläser hinzu und die Streicher mussten weichen. Abenteuerlich klingt Volta alle mal. Vor allem Stücke wie das von Timbaland produzierte, tribale, beatlastige "Earth Intruders" oder das von Hörnern bedudelte "Wanderlust" klingen nach fernweh. Satte produzierte Songs reihen sich hier neben minimalistischen Liedern wie "I see who you are" oder "My Juvenile". Letzteres im Duett mit Antony Hegarty welcher ebenfalls auf dem etwas in Überlänge geratenen Blasorchestermarathon namens "Dull flame of desire" vertreten ist. "Innocence" klingt fast tanzbar, Timbaland durfte sich auch hier an den Beats austoben, aber Björk sorgt dafür das es Ecken und Kanten gibt. Kommerzielle Momente gibt es hier eigentlich nicht, dafür viel Weltmusik. "Vertebrae by Vertebrae" und "Pneumonia" betäuben die Stimmung und lassen den Hörer durch die Blasinstrumente und Björks gediegenen Gesang etwas zur Ruhe kommen. Das vor sich hin plätschernde "Hope" erzählt noch eine kurze Attentatsgeschichte bevor man durch "Declare Independence" wieder von den stampfenden Marschbeats und Björks Aufforderung für Gerechtigkeit und Freiheit geweckt wird. Da ist sie wieder die Rebellin.
Gesamtwertung: (o8/1o)
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am 24. Mai 2007
Wie alt ist die gute Frau inzwischen? 40? 45? Ein leichtes Lächeln über die neuen quietschbunten Feuerkostüme kann man sich da kaum verkneifen. Aber es klappt immer noch! Gerade mit dem übergroßen Timbaland gelingen Björk Volltreffer. Ganz im Gegensatz zu Nelly Furtado, deren eigener Stil - wenn es denn Ihrer war - völlig unter die Räder kam in der Zusammenarbeit mit dem HipHop-Produzenten-Gott , setzt Björk (wie früher Missy Elliott) hier ein ganz schönes eigenes Profil dagegen. Und so verpufft das Dynamit des Timbaland nicht in einem heißen Lüftchen, sondern explodiert in einem bunten Feuerwerk der Björkschen Vielfarbigkeit.

Darf ich sagen, dass Earth Intruders mich nicht nur an Army of Me erinnert - also an ihren Opener aus dem heißgeliebten Album Post - sondern diesen Track sogar noch übertrifft?

Leider bleibt wahr, dass nicht alles so glänzt: Ist das Duett The Dull Flame of Desire mit der vollständig männlichen Version von Coco Rosie zwar langatmig, aber doch mitreißend, wird das Album spätestens nach Innocence (Track4) (auch wieder Timbaland, auch wieder Hochklasse) dann doch "schwächer", und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst die kräfitgen Tracks wie "Declare Independence" können trotz großen Geschreis nicht wirklich punkten, weder emotinal oder konzeptionell noch inhaltlich/kompositorisch.

Was bleibt nach Durchhören des gesamten Albums? Nun, immerhin machte das Album Spaß - dem Hörer, aber wohl auch Björk selbst. Und selbst wenn man Björk bislang eher in die experimentierfreudige intellektuelle Schublade geschoben hat, freut man sich sehr über diese Unbekümmertheit. Dass das dann nicht immer die höchste Kunst ist, sei verziehen und kostet Ihr maximal einen Stern.
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am 24. Juni 2015
Auf "Volta" geht Björk auf große Reise durch die rauen, farbenfrohen Landschaften der Welt. Es geht über das Meer, durch den Dschungel, China, Russland und Indien. Jedes Lied hat seine eigene Farbe und Stimmung und Berechtigung. Björk hat die Bläser von "Drawing Restraint 9" mitgebracht, was in einem progressivem Bläserstück im 9/8-Takt gipfelt, singt mal mit Anthony eine Ballade weit weg von jedem Schmalz-Schnulz, mal allein im Regen oder in der guten Stube mit Dielenboden. Nut Track 4 stört mich, da es wie "Earth Intruders 2" klingt.
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am 13. Januar 2016
Volta ist immernoch eines meiner Lieblingsalben von Björk!
Ob Earth Intruders oder Declare Independence zum tanzen und abfeiern oder Dull Flame of Desire oder Pneumonia zum entspannen, hier ist für alle Stimmungen etwas dabei.
Pneumonia wurde übrigens durch den Film Pan's Labyrinth (und ihre Lungenentzündung) inspiriert ;-)
Denn Matthew Herbert Mix von Wanderlust mag ich lieber als die Albumversion.
Ich würde dieses Album immer wieder kaufen!
Die Voltaic Livebox ist dazu auch ein Muss. :)
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