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TOP 1000 REZENSENTam 15. September 2015
Eher gemischte Gefühle ruft das 11. Studioalbum namens VIRTUAL XI (der Titel bezieht sich aber auch auf 11 Spieler, die zu einer Fußballmannschaft gehören) bei der breiten Maiden-Hörerschaft hervor. Selbst - und gerade - unter eingesessenen Fans der Band ist diese Scheibe nicht unumstritten, was wohl nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass Blaze Bayley hier zum zweiten Mal - nach THE X FACTOR - in die überdimensional großen Fußstapfen eines Bruce Dickinson tritt und er diesen "Kampf" eigentlich nur verlieren kann. Aber: Bruce Stimmumfang ist eben etwas Besonderes und die "Sirene" ist nun mal Markenzeichen der Eisernen Jungfrauen. Die ersten beiden Maiden-Alben, also IRON MAIDEN und KILLERS, bei denen Paul Di'Anno die Vocals bediente, sind hingegen interessanterweise kein Problem für treue Anhänger - wohl auch deshalb, weil es da in diesem Sinne ja noch keine Lücke diesbezüglich zu schließen galt... Egal.

Tatsächlich habe auch ich im Zuge meines Maiden-Sammelfiebers (hab mir nach und nach sämtliche - aber nicht alle - Alben der Band gekauft) VIRTUAL XI immer gemieden. Nicht nur die eher verhaltenen Kritiken hier auf amazon, sondern auch viele (sogenannte) "Experten" stellen dieser Scheibe kein gutes Zeugnis aus. Nicht wenige bezeichnen hiesigen Tonträger sogar als schlechtestes Maiden-Album aller Zeiten...

Ganz ehrlich: Diesen undankbaren Titel hat sich dieser Silberling mit Sicherheit nicht verdient. Schon klar: Man muss sich zunächst an die ungewohnte Stimme Bayleys gewöhnen, was gar nicht so einfach ist, wenn man Mr. Dickinsons Organ stets im Hinterkopf hat. Dennoch würde ich dem vielgescholtenen Bayley durchwegs passable Gesangskünste zugestehen. Für hiesiges Songmaterial (insgesamt befinden sich 8 Tracks auf der Scheibe) passen sie meines Erachtens sogar recht gut!

Zweites höchstumstrittenes Thema bezüglich dieses Albums ist sein angeblich dürftiger Sound. Hier kann ich die Kritik teilweise nachvollziehen, gab's doch davor tatsächlich einige Alben der britischen Metal-Legenden, die durchaus satter und wuchtiger daherkamen. Und trotzdem: So richtig schlecht ist das Klangbild vorliegenden Werkes nicht. Eher würde ich es (wie schon die zuvor besagte Stimme) als ungewohnt bezeichnen. Die Songs auf VIRTUAL XI kommen allesamt recht ruppig und kratzig daher und werden manchmal von recht (die Band betreffend) ungewöhnlichen Keyboardsounds untermalt. Was soll ich dazu sagen? Nun: Vielen Tracks hierauf steht dieses Klangkorsett eigentlich sehr gut, nur teilweise sehnt man sich nach etwas mehr Raum und Atmosphäre diesbezüglich. Alles in allem ist dieses von Chef-Basser Steve Harris produzierte Album aber klanglich eine befriedigende Angelegenheit - selbst für verwöhnte Maiden-Jünglinge. Ironischerweise - aber auch das dürfte ganz einfach am Veröffentlichungszeitpunkt liegen - loben hartgesottene Fans z.B. den sehr dünnen, ruppigen Sound am Debütalbum (IRON MAIDEN, 1980), wohingegen sie für dieses andersartige Klangbild keinerlei Verständnis entgegenbringen können. Tja, Geschmäcker sind nun mal verschieden - soll so sein...

Wären wir schon bei den Songs (eben 8 an der Zahl), die - und das mein ich ernst - größtenteils positiv überraschen und teilweise sogar begeistern (mir ist's halt so gegangen). Mag sein, dass es vermutlich auch an der eher geringen Erwartungshaltung meinerseits liegen kann, dass mich VIRTUAL XI schon am Anfang ziemlich mitgerissen hat. Aber auch jetzt - nach vielen intensiven Hördurchgängen - mag ich den Großteil an Songs hierauf immer noch.
Schon der straighte (und mit 3 Minuten recht kurze) Opener "Futureal" ist beglückend. Der Song passt gut zu Blyleys Stimme und leitet wunderbar und kurz und knackig ein - so soll's sein!
Vor allem aber das darauffolgende (Achtung ihr Kritiker, jetzt kommt's) "The Angel & The Gambler" begeistert mich nach wie vor. Ja, es ist ein sehr langer Track und ja, hier wird vor allem der Zwischenpart uerhört oft wiederholt. Dennoch - und vielleicht aber eben auch gerade deswegen - zieht mich diese Nummer in den Bann. Die eigentlich sehr vordergründige Keyboarduntermalung gefällt mir hier auch sehr gut, wenngleich ich es in gewisser Weise nachvollziehen kann, wenn da so mancher Metal-Jünger beleidigt die Nase rümpft. Ist wohl eher so ein bisschen ein Maiden-Song aus der Hardrock-Ecke und für meinen Geschmack funktioniert er ausgezeichnet!
"Lightning Strikes Twice" hat einen wunderbaren Anfangspart und würde - üppiger produziert - auch auf BRAVE NEW WORLD (dem großen Dickinson/Smith-Comeback von 2000) gar keine schlechte Figur machen. Lediglich die Mittelteile sind etwas unausgegoren und wirken nicht sauber aufeinander abgestimmt. Insgesamt dennoch eine passable Sache.
Das vom Film 'Braveheart' inspirierte "The Clansman" (Track Nr. 4 hierauf) ist - nicht nur für mich - ein Maiden-Klassiker, der auch nach Bayleys Abgang eine Zeit lang im Live-Programm der Eisernen Jungfrauen erhalten blieb (böse Zungen behaupten ja, dass dies lediglich der äußerst passenden Kulisse (Schotten-Eddie-Maskottchen usf.) geschuldet sei). Wer wissen will, wie sich dieser Song mit Bruce am Mikro anhört, der kann diesbez. beruhigt zum grandiosen ROCK IN RIO 2001 greifen, das übrigens im Ganzen ein grandioses Live-Album ist (Tipp!).
Die B-Seite des Albums entzückt mich zugegebenermaßen nicht mehr so sehr, enthält aber mit "The Educated Fool" und "Don't Look In The Eyes Of A Stranger" zumindest zwei durchwegs gelungene Tracks, die überwiegend Spaß machen. Erstgenannter Song begeistert vor allem mit den toll phrasierten Strophenteilen (gute Arbeit, Herr Bayley!), wohingegen letzterer mit einem hochinteressanten Rockriff aufwarten kann, das - nicht allzu weit entfernt, wie ich meine - an Neil Youngs legendäres "Rockin' In The Free World" erinnert - und das in nicht unangenehmer Weise, würde ich meinen...

Fazit: Das Schlechteste an vorliegendem Album sind die insgesamt eher miesen und zurückhaltenden Kritiken, die der Scheibe nun wirklich nicht gerecht werden. Ja: Bayleys Stimme ist gewöhnungsbedürftig - dennoch schlägt er sich hier ausgezeichnet, manchmal kann er sogar auftrumpfen! Und ja: Der Sound ist nicht so prall und voll wie z.B. jener des nachfolgenden BRAVE NEW WORLD, allerdings passt er meines Erachtens letztlich gar nicht so schlecht zu hierauf enthaltenem Songmaterial.
Die Tracks selbst halte ich persönlich für sträflichst unterschätzt und schlechtgeredet. Ehrlich: Versucht einmal möglichst unvoreingenommen (auch, wenn's nicht leicht sein mag) hier hineinzuhören und gebt euch voll und ganz den wirklich alles andere als schwachen Kompositionen hin - es lohnt sich garantiert, liebe (aufgeschlossene) Freunde guter Musik!

Ironischerweise könnte sich VIRTUAL XI vor allem auch all denjenigen erschließen, die ansonsten eher nicht so viel mit Iron Maiden anfzufangen wissen.

Schlussendlich vergebe ich hier wirklich hochverdiente 4 Sterne - sogar mit leichter Tendenz nach oben!

P.S. Das Cover-Artwork ist interessant, aber teils wirklich furchtbar. Man sollte sich von diesem äußeren Makel aber nicht beirren lassen und - wie immer (aber nicht ausschließlich) bei Musik - auf die inneren Werte zählen!

Eigentlich ziemlich stark und sehr lässig - deshalb auch: ++++

Try it, buy it und - nicht zu vergessen - UP THE IRONS!

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Nachtrag ' Anspieltipps meinerseits:
- Futureal (1)
- The Angel & The Gambler (2)
- The Clansman (4)

So, und jetzt viel Freude damit ;)
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TOP 1000 REZENSENTam 7. August 2016
Mitte Ende der 1990er Jahre war eine schwere Phase für Iron Maiden Fans, da der Frontmann Bruce Dickinson 1993 verkündet hatte die Band zu verlassen um sich künftig um seine Solo Karriere zu kümmern. An seine Stelle trat der ehemalige Wolfsbane Sänger Blaze Bayley, der zumindest optisch etwas Ähnlichkeit mit Bruce hatte, aber gesanglich nicht so recht in seine Fußstapfen treten konnte. Mit dem ersten Maiden Album „The X-Factor“, auf dem er zu hören war, habe ich heute noch so meine Probleme, auch wenn mir Songs wie „Sign of the Cross“, „Man on the Edge“ oder „The Aftermath“ immerhin sehr gut gefallen.
Mit „Virtual XI“ konnte ich allerdings wesentlich mehr anfangen. Auch wenn diese Scheibe ebenfalls nicht mehr an die Glanzleistungen mit Bruce heranreichen konnte, haben mir bei diesem Album deutlich mehr Songs gefallen, auch wenn da viele Maiden Fans komplett anderer Meinung sind.
Ok, das Albumcover schaut schon ziemlich albern aus, was aber von „Dance of Death“ doch noch später getoppt werden sollte. Allerdings klangen die Songs nicht mehr so bedrückend wie noch auf dem Vorgängeralbum, zumal ich den Eindruck hatte, dass da viele Songs irgendwie ähnlich klangen. „Virtual XI“ hat da zumindest bei mir wesentlich schneller gezündet. Doch der Reihe nach:

1. Futureal (Blaze Bayley, Steve Harris) – 2:55

Als Opener fungiert das flotte “Futureal”, das mit ordentlichem Drive irgendwie an “Be quick or be dead” oder auch “Man on the Edge” erinnert. Starkes Riffing, starke Soli und solider Refrain. Schon mal ein gutter Anfang.

2. The Angel and the Gambler (Steve Harris) – 9:51

Bei der Steve Harris Nummer “The Angel and the Gambler” gibt es Freud und Leid. An und für sich ist der Song alles andere als schlecht. Doch bei knapp 10 Minuten Spielzeit, nervt der Refrain „Don't you think I'm your Savior, don't you think I can't save your Life” nach gefühlt 100 Wiederholungen doch etwas. Spielerisch ist der Song mit dem Einsatz der Hammond Orgel sowie dem Riffing allerdings wirklich gut. Es gibt aber auch eine kürzere Version, die wesentlich hörbarer ist.

3. Lightning Strikes Twice (Dave Murray, Steve Harris) – 4:49

“Lightning Strikes Twice” beginnt sehr ruhig und erinnert mit der düsteren Atmosphäre ein wenig an “The X-Factor” aber auch an “Fear of the Dark”. Allerdings nimmt der Song bald mehr Fahrt auf und mutiert zu einem soliden Riff Rocker. Nicht schlecht, aber auch kein Highlight.

4. The Clansman (Steve Harris) – 8:58

Das Highlight folgt schließlich mit “The Clansman”, ein Song der auch mit Bruce noch insgesamt 3-mal in der Setlist auftauchen sollte (1999, 2000 + 2003). Für viele ist das zweifelsohne das beste Stück auf „Virtual XI“ und das nicht nur wegen des Mitsingrefrains.

5. When Two Worlds Collide (Blaze Bayley, Dave Murray, Steve Harris) – 6:16

Das zweite Highlight für mich ist definitive “When Two Worlds collide”, ein Song, der meiner Meinung nach auch mit Bruce sehr gut funktionieren würde. Hier stimmt für mich ebenfalls alles: die Musik, der Text (wieder mal fantasievoll), die Soli, die Gesangslinien, absolut top!

6. The Educated Fool (Steve Harris) – 6:44

“The Educated Fool” ist ein überzeugender Song, bei dem sich allerdings gerade im Refrain der nicht optimale Sound bemerkbar macht. Gerade die Bass Drum klingt hier sehr drucklos, was dem Song leider eine Menge Kraft nimmt, die eigentlich vom Songwriting her vorhanden sein müsste. Immerhin: Das Riffing und gerade die Gitarren Melodien sind wirklich sehr stark.

7. Don’t Look to the Eyes of a Stranger (Steve Harris) – 8:02

“Don’t Look to the Eyes of a Stranger” hat einen ähnlichen 70ies Vibe wie “The Angel and the Gambler”, macht dabei aber nicht den Fehler den Refrain zu Tode zu nudeln, auch wenn es den Anschein hat, dass dies der Fall sein könnte. Der Melody Teil in der Mitte ist wirklich bärenstark!

8. Como Estais Amigos (Blaze Bayley, Janick Gers) – 5:29

Das Stück ist im Falklandkrieg gefallenen Soldaten gewidmet und eher traurig und ruhig ausgefallen. Toller Aufbau, tolle Gesangslinie, starker Mittelteil mit melodiösen Gitarren und abwechslungsreichem Riffing.

Fazit:
Ich kann mich noch erinnern, dass ich nach "The X-Factor" zwar sehr enttäuscht, aber in Bezug auf "Virtual XI" doch wesentlich zuversichtlicher und hoffnungsvoller war. Wie sich zeigen sollte, sollte das Blaze Bashing allerdings damit erst noch so richtig beginnen, wobei auch die Kritiken nicht durchweg positiv ausfielen.
So schlecht ist „Virtual XI“ eigentlich gar nicht, auch wenn der Sound nicht die Offenbarung darstellt. Schade nur, dass Iron Maiden auf ihren späteren Tourneen lediglich 2 Songs davon wieder verwertet haben, auch wenn einige Stücke davon Potential besitzen live gut anzukommen. Dennoch höre ich mir die Scheibe doch hin und wieder mal gerne an und ist von den beiden Blaze Veröffentlichungen definitiv mein Favorit.
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am 12. Mai 2017
ich finde das album absolut klasse. ich habe alle alben von maiden und gehöre schon seit anfang der neunziger dem metal-genre an. habe nie wirklich so leidenschaftlich ein anderes musik-genre gehört (auch wenn ich noch andere genre mag).

das album virtual XI ist anders als die anderen, ganz klar. vom gesang, musikalisch und von der kreativität her. aber trotzdem würde ich dieses album ganz klar zu den besten alben, wenn nicht sogar als das beste album von maiden bezeichnen.
ist halt eine geschmackssache. und es spiegelt nicht hundertprozent den maiden-stil wieder.

von daher für "neueinsteiger" etwas "irreführend" ;)
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am 13. Juni 2003
Muss ich dieses völlig zu unrecht verrissene Album in Schutz nehmen? Nein, denn einzelne Kritikpunkte sind berechtigt, wie die Tatsache, dass die Refrains von THE ANGEL AND THE GAMBLER (zwei drittel dieses Songs scheinen nur aus Refrain zu bestehen!), THE EDUCATED FOOL und DON'T LOOK TO THE EYES OF A STRANGER viel zu oft wiederholt werden und einen auf den Wecker fallen, weil sie einen in ihrer Unablässigkeit den Nerv rauben. Hätte man an den Refrains gespart, denn weniger ist manchmal mehr, so wären diese Songs dadurch noch immerhin dem oberen Mittelmaß zuzuordnen. Ignoriert man diesen Aspekt, so findet man auf VIRTUAL XI immerhin eine tolle Uptempogranate mit Namen FUTUREAL und einen epischen Alltime-Klassiker, nämlich THE CLANSMAN, der alleine schon den Kauf des Albums rechtfertigt, weil Steve Harris das volle Register seiner kompositorischen Fähigkeit zieht und ich mich um so mehr freute, dass Maiden diesen phantastischen Song bei Rock in Rio spielten. Ausserdem weiß ich nicht, was an Songs wie LIGHTNING STRIKES TWICE (mit Infinite Dreams von Seventh Son vergleichbar) oder WHEN TWO WORLDS COLLIDE schlecht sein soll. Sicher, über Blaze Baileys Stimme kann man streiten, dennoch: Dass THE CLANSMAN einer der besten Maiden Songs der 90er ist, sollte kein Maiden-Fan leugnen.
Wenn man auf die unablässige Wiederholung einzelner Refrains verzichtet hätte, und man das Album von über fünfzig Minuten runter auf etwa 45 Minuten gekürzt hätte, so wäre gegen VIRTUAL XI nicht viel einzuwenden. Bleibt nur noch der relativ schwache und schmalbrüstige Sound, der von Steve Harris selbst inszeniert wurde; Kevin Shirley (Brave New World, Rock in Rio) oder Martin Birch (die alten Klassiker aus den Achtzigern) wären sicherlich bessere Produzenten gewesen. Stünde Bruce Dickinson hier am Micro oder würden drei Gitarristen das Album eispielen, haätten sich die Kritiker überschlagen, so wie bei BRAVE NEW WORLD, umgekehrt würden alle BRAVE NEW WORLD schlecht finden, wenn der Sänger Bayley hieße und es den selben schwachen Sound wie Virtual XI hätte. Also denkt mal nach, und hört euch VIRTUAL XI vorurteilsfrei an!!
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am 21. Oktober 2015
Um meine "Maiden-Studio-Alben-Sammlung" zu vervollständigen habe ich mir nun auch dieses, bei vielen Fans "ungeliebte Werk", zugelegt.
Ich habe mir eine Maiden-Studio-Alben-Playlist angelegt und höre die nun auf Dauerschleife und muss sagen auch die Lieder der Alben mit
Blaze Bayley sind eigentlich geil! Okay, Bayley ist nicht Bruce Dickinson, aber so schlecht wie viele tun ist er nun auch nicht.
Und der Mechanismus der Lieder funktioniert wie schon bei den früheren Alben: je öfter man sie hört desto geiler werden sie!
Iron Maiden eben...

Wenn man es nicht verkraftet, dass nicht alle Alben stets gleich klingen darf man nicht Maiden (oder Metallica) hören, sondern
sollte es vielleicht eher mit AC/DC versuchen (mag ich aber auch!).

Up the Irons! \m/
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am 7. April 2015
Auch über 15 Jahre nach seiner Veröffentlichung ist "Virtual XI" ein Album, das polarisiert und selbst vielen beinharten Unterstützern der Band sauer aufstößt. Viele schrieben Iron Maiden nach dem Ausstieg von Bruce Dickinson ab und auch rückblickend wird die Blaze Bayley-Ära (und das sicherlich nicht ganz ohne Grund) als Talsohle betrachtet.

Man kann selbstverständlich nicht in Abrede stellen, dass Bayley völlig unterschiedlich wie sein Vorgänger klang beziehungsweise klingt. Seine Stimme tönt etwas tiefer und trockener und der Gute ist Dickinson in punkto Technik möglicherweise deutlich unterlegen.
ABER - und das ist des Pudels Kern - deshalb kann man nicht per se behaupten, dass Bayley "schwächer" als Dickinson zu werten ist, "anders" trifft es meiner Meinung nach eher. Und so ist es auch nicht der Gesang und/oder der Sänger, der "Virtual XI" zu einer zwiespältigen Angelegenheit macht. Das liegt an folgenden Knackpunkten:

Die Produktion (an den Reglern saß Steve Harris himself) ist ziemlich kraftlos und hat kaum Wucht. Dies führt dazu, dass ein eigentlich gutklassiger Song wie der Opener "Futureal", der durchaus Erinnerungen an Maiden-Nummern aus den 80ern weckt, nahezu keinerlei Durchschlagskraft entwickelt.

Die Songs sind teilweise äußerst durchschnittlich, wenn nicht sogar richtig schwach (besonders nachzuhören bei "The Educated Fool" und "Don't Look To The Eyes Of A Stranger"). Das soll nicht heißen, dass es einige starke Momente gibt (vor allem "The Clansman" und die gelungene Ballade "Como Estais Amigos" sind echt super!). Dennoch kranken fast sämtliche Stücke daran, dass sie - und diese Tradition hat sich bis ins Hier und Jetzt fortgesetzt - viel zu lange sind. Ein Song wie "The Angel And The Gambler" ist mit seinem rockigen Flair und seinen Keyboard-Sounds richtig originell, da maiden-untypisch. Jedoch wird er durch das permanente Wiederholen des Refrains dermaßen künstlich in die Länge gezogen, dass man kaum gewillt ist, ihn bis zum Ende zu hören.

Insgesamt hat man bei "Virtual XI" das Gefühl, das bei diesem Album wesentlich mehr drin gewesen wäre, aber ich behaupte einfach mal, dass es, wäre es denn von Bruce Dickinson eingesungen worden, auch nicht zu den Highlights in der beeindruckenden Karriere von Iron Maiden zählen würde.
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am 1. Juli 2012
Mit dem furios schnellen Auftakt "Futureal", der etwas zu oft den Refrain wiederholenden fast poppigen Mainstream-Single "The Angel and the Gambler" und dem schönen Schotten-Epos "The Clansman" sind 3 richtig starke Songs vertreten, die echt Freude bereiten und zünden. Natürlich versaut Blaze Bailey die Lieder, wie gewohnt, aber grundsätzlich ist dieses Album wesentlich besser als sein Vorgänger The X-Factor(1995). Auch diese deppressive Grundstimmung kommt hier nicht zum tragen, und auch die restlichen 5 Songs sind zumindest hörbar, wenn auch nicht unbedingt gut. Manchmal würde ich mir wünschen Bruce Dickinson würde eine Auswahl von Songs aus den Blaze Bailey-Alben noch mal neu im Studio einsingen und man würde das als Album rausbringen, das könnte was werden und die Songs würden vermutlich deutlich dabei gewinnen, live hat er ja schon einige davon gesungen, und alle kamen mit Ihm als Sänger wesentlich besser. Man kann bescheinigen das Virtual XI als typisch Iron Maiden durchgeht, dass wesentlich besser als sein Vorgänger daherkommt und bei dem auch die Produktion stimmt.
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am 3. Februar 2016
"Virtual XI" von 1998 ist das 2. und letzte Maiden-Album mit Blaze Bayley als Sänger und gilt allgemeinhin als einer der schwächeren Momente der Metal-Helden. Wirkliche Top-Songs sind für mich nur der Einsteiger "Futureal", der Klassiker "The Clansman" und das finale "Como Estais Amigos". Generell kann man sagen, daß die Titel oftmals an zu häufigen Wiederholungen leiden und wirkliche Überraschungsmomente eher selten sind. Selbst das Vorgängerwerk mit seiner düsteren Gesamtatmosphäre rangiert in meiner persönlichen Rangliste noch deutlich vor "Virtual XI", da eben diese schwere und finstere Grundstimmung genau dieses interessante (und für Maiden damals etwas ungewöhnliche) Element darstellt, welches "The X Factor" hervorhebend charakterisiert. Es liegt auch nicht am Sänger, der seine Sache wie schon auf "The X Factor" anders als Bruce, aber doch ordentlich machte. Mindestens 2 der von ihm eingesungenen Stücke zählen für mich bis heute zu den Favoriten von Maiden ("Sign Of The Cross", "Lord Of The Flies"). Ich wage einmal die Behauptung, daß auch Bruce die hier besprochene Scheibe nicht zu einem Meilenstein in der Bandgeschichte der eisernen Jungfrauen gemacht hätte... Die künstlerische Gestaltung des Covers durch Melvyn Grant ist ordentlich und maidentypisch. Produziert wurde das Ganze von Steve Harris und Nigel Green. Neben Sänger Blaze und Steve Harris (Baß, Keyboards) waren noch Dave Murray & Janick Gers (Gitarren), Nicko McBrain (Schlagzeug) und Gastmusiker Michael Kenney (Keyboards) mit von der Partie. Im UK und D erreichte "Virtual XI" immerhin noch die Top-20 der Albumcharts. 3 Sterne sollten angemessen sein, meint Christian Schauer, Berlin. Weitere von mir verfaßte Rezensionen: Motörhead "Overnight Sensation", Saxon "Strong Arm Of The Law"
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am 7. März 2010
1998 erschien das 2. Album der Jungfrauen mit Blaze Bayley als Sänger. Neben Blaze waren wieder Steve Harris (Bass), Dave Murray und Janick Gers (Guitars) und Nicko McBrain (Drums) am Start. Während beim Vorgänger "X-Factor" (1995) noch einige Songs für Bruce Dickinson gedacht waren, so wurde "Virtual XI" auf die Stimme von Blaze zugeschnitten.

Direkt zu den Songs:
Futureal: Kurz, knackig und gut. So knackige Stücke gab es von Maiden in den letzten 15 Jahren zu wenig. 4*
The angel and the gambler: Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn das Stück 4 oder 5 Minuten lang wäre. Es ist aber fast 10 Minuten lang und künstlich aufgebläht. Die ständigen Wiederholungen sind ein Ärgernis. 2*
Lightning strikes twice: Startet geheimnisvoll, guter Song. 4*
The clansman: Sehr gut, eins der besten Maiden-Stücke der 90er. 5*
When two worlds collide: Toller Bass von Steve, wie so häufig. Die Melodie setzte sich fest. 4*
The educated fool: Typischer Anfang, Mitgröhl-Refrain, typische Maiden-Gitarren. 4*
Don`t look to the eyes of a stranger: Gut, aber zu lang das Stück, zu viele Wiederholungen. 3-4*
Como estais amigos: Sehr schöne Ballade, Blaze kann tatsächlich singen. 4-5*

"Virtual XI" ist besser als sein Ruf. Es hat den Anschein, als wäre Blaze in der Gruppe angekommen. Ein Ärgernis sind bei einigen Songs die ständigen Wiederholungen (das gibt es aber auch bei einigen von Bruce gesungenen Songs). Ich würde die Platte qualitativ auf einer Stufe mit der "No Prayer" setzen und ich finde sie etwas besser als "X-Factor", daher sind knappe 4 Sterne zu vertreten.
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am 10. Mai 2000
Ich habe zwar eine "rosarote" Maiden-Brille auf, aber dies Album war für einen Fan echt schwer verdaulich. Maiden haben hier bewiesen, daß sie durchaus die "härteste Popband Englands" sein können, wenn sie sich (keine) Mühe geben...Steve Harris sagte mal in einem Interview, daß er beim Komponieren von "Virtual XI" die Inspiration hatte, in einem Fußballstadion zu sein, und alle Leute singen/gröhlen mit der Band zusammen Songs...so sind auch die Lieder hier zugeschnitten: Kurze Strophen, einfacher Chorus (The Angel and the Gambler", "The Clansman"...) und geradezu zum Mitgröhlen verleitende Harmonien ! Live waren die Songs übrigens ziemlich genial (eben aus den o.g. Gründen). Diese Platte kann ich getrost denjenigen empfehlen, die zum Geburtstag eines Bekannten müssen und nicht wissen, welche CD er noch nicht hat. Denn "Virtual XI" bestimmt noch nicht.... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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