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Vierzehn Lieder

4.7 von 5 Sternen 23 Kundenrezensionen

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Vierzehn Lieder
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Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Erscheinungsland: EU
Erscheinungsdatum: 2001

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Normalerweise führt ein Sommerhit das Leben einer Eintagsfliege. Die Geschichte des Liedes "Sonnendeck" dagegen zieht sich über zwei Sommer hin, mindestens. Es begann alles Mitte 2000, als ein Schwabe namens Meinrad Jungblut mit Wohnsitz Köln auf dem dort ansässigen Mini-Label Betrug eine EP in Kleinauflage mit dem Titel 6 Lieder herausbrachte. Eines davon heißt "Sonnendeck" und findet sich in der Septemberausgabe der Musikzeitschrift SPEX auf der beiliegenden CD # 01 wieder. Nun fängt der Song an, ein Eigenleben zu führen. Er landet auf Platz 2 der Jahrescharts der SPEX-Leser, nur Madonnas "Music" versperrt die Pole-Position. Da die EP natürlich längst vergriffen und schwer erhältlich ist, spielen Radiosender sie von der Gratis-CD. Beim österreichischen Sender FM 4 dagegen rotiert das Vinyl und aufmerksame Ohren des BMG Ariola-Sublabels Modul hören das Stück mit Begeisterung.

Winterpause. Im Juni des darauf folgenden Jahres taucht der Song wieder auf. Nun heißt Meinrad Jungblut PeterLicht und "Sonnendeck" erscheint erneut, diesmal bei Modul, und schafft den Einzug in die Singlecharts. Dazu läuft ein superlustiges Video mit einem blauen Schreibtischstuhl als Star auf MTV und Viva. Überall wird das angekündigte Album -- obwohl etliche Songs fehlen -- besprochen, und irgendwie passend verschiebt sich laufend der Veröffentlichungstermin. Das passt, denn PeterLicht, von dem wahrscheinlich nur ein einziges Lichtbild in seinem Ausweis existiert, singt "meide die Popkultur" im gleichnamigen Song. Warum sollte er sich da Marktmechanismen unterwerfen, anstatt zum eigenen Karriere-Bremsklotz zu werden?

So ganz konnte der als menschenscheu geltende Werbetexter (wird erzählt) den Erfolg jedoch nicht verhindern. Der Refrain "Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck... oder im Solarium oder am Radar... oder im Aquarium" setzt sich im Gehirn fest. Doch nicht alle Stücke des Albums sind Pop. PeterLicht polemisiert humorvoll und charmant gegen den Kölner Dom und die Sonne. Er schätzt große Katastrophen und soziale Ungerechtigkeiten, liebt die Hasstiraden seines Schusters und die Beleidigungen seines Pizzabäckers. Er macht sich Sorgen über seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil er sich ja mal etwas gönnen möchte und nie weiß der Zuhörer, ob JungblutLicht ein kleiner Spinner, kluger Denker, ein Weltfremder oder verschrobener Schrat ist.

Bemerkenswert ist auch die musikalische Wandlungsfähigkeit des Musikers. Licht zitiert im Wandel von Low-Fi-Pop und dichter Produktion einerseits hemmungslos NDW-Stars wie Andreas Dorau, andererseits lässt er immer die Nähe zur Kölner Elektronik-Szene durchklingen. Zur nächsten Platte erzählen wir dann, wie PeterLicht mit seinem Dasein als kleiner Star umgeht und was dieser stets präsente blaue Stuhl soll. Ach ja: köstliche Platte! --Sven Niechziol

Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Ich erinnere mich noch als ein Bekannter mir diese Platte empfohlen hatte. Hat sogar ein paar Songs wie "Popkultur/Meide" daraus vorgespielt, aber ich fand die Musik etwas speziell nach dem ersten Hören. Es hat bis LIEDER VOM ENDE DES KAPITALISMUS gedauert, bis ich gemerkt habe, dass dieser Mann eigentlich ein fantastischer Songwriter ist. Und so habe ich mir die Platte dann natürlich doch zugelegt. Und ich war überrascht, wie falsch ich dazumal lag. Man kann nämlich überaus schnell dem Eindruck verfallen, dass Peter Licht wie einer dieser albernen NDW-Musiker klingt, der mit schrägen Texten um sich wirft. Aber wenn man dann langsam versteht aus welcher Haltung heraus diese Texte und die Musik entstehen, dann merkt man, dass dies unglaublich intelligente Musik ist und die vordergründig lustigen Texte durchaus sehr "ernst" gemeint sind. Licht versteht es wie kein anderer deutschsprachiger Texter, mit Sprache zu spielen. Er findet Bilder, Formulierungen, Slogans und Satzgebilde, die frisch, überraschend und treffend wirken. Nicht umsonst hat er ja mit einem humorvoll, ernsten Text einst den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewonnen. "Esprit muss es haben" heißt es in "Heiterkeit" und genau, dies hat seine Musik. Da spricht er dann ein paar Gedanken aus wie: "Wir sind jung und machen uns Sorgen über unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt", was als pure Äußerung eigentlich ziemlich dämlich klingt, aber diese Zukunftsangst auf den Punkt bringt und so sehr surreal wirken lässt. Die Musik dazu setzt dem ganzen dann noch die Krone auf: Eine Sitarpredigt, die dann später in schmissigen Electrodance übergeht.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Audio CD
Großartig. Deutsches Liedgut auf dem Gipfel seiner Möglichkeiten. Klar, Andreas Dorau läßt massiv grüßen, aber das Gute bleibt gut für alle Ewigkeit. Inzwischen, man schreibt September 2002, mag ja Grönemeyer für viele das Maß der Dinge sein, aber Peter Licht schießt einfach den Vogel ab, was die genial-alberne Behandlung der deutschen Sprache angeht. Aber wie komme ich überhaupt dazu, die beiden zu vergleichen? Der eine ist Quetschdosen-Expressionist, der andere Absurdist der leichtesten Sorte. Und die Musik? Einfach zum Gernhaben. Süße Melodien, die hängenbleiben und einen nicht mehr loslassen. Die schönste Begleitung durch dunkle Tage - Licht im Tunnel eben. Danke für dieses Meisterwerk.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Wer auf Wohnzimmer-Pop á la Paula, Quarks und 2raumwohnung steht und dazu noch ein Faible für schräge Texte hat, wird diese Platte lieben. Peter L. ist die neue Lichtgestalt unter den ewig mißverstandenen Poeten. Ich erwarte voller Ungeduld den Nachfolger dieses Meisterwerks.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
um ganz ehrlich zu sein, absolut spitze!!! die CD kam ca. eine woche nach der bestellung an (also paar tage früher als angekündigt) war gut verpackt und in dem zustand, wenn nicht sogar besser als wie beschrieben. zur musik von peter licht brauche ich ja nicht viel zu sagen. der kauf hat sich aber auf jedenfall gelohnt. den verkäufer kann ich nur weiterempfehlen.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
PeterLicht ist einfach etwas Besonderes. Den kann man nur lieben oder hassen. Ich liebe das, was er mit der deutschen Sprache macht - über alle seine Alben hinweg.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Seit 8 (acht!) Jahren höre ich jetzt dieses Album mehr oder weniger regelmäßig. Und wenn ich dann tagtäglich meine Tageszeitung (laut Umfeld eine, die für die "gehobenere" Leserschaft fabriziert wird) aufschlage und die dort propagierten Meinungsverschnörkelungen sehe, sehne ich mich mehr und mehr nach der "Einfach- & Verständlichkeit" der Slogans, die PeterLicht mit dieser, seiner Debutplatte unter's Volk mischt.

Zur besseren Erklärung: Wer die minimalistischen Ansätze von Andreas Dorau mag, wer aber auch ein Herz und eben Hirn für Gesellschaftsthemen und -kritik hat, der oder die wird mit großer Wahrscheinlichkeit diese Platte genauso in seinen Geist schließen wie ich.

5 Sterne. Und Danke Peter Licht für die Anspielung auf die N'Gong Berge und die dazugehörigen Parkplätze!
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Format: Audio CD
Ich hatte ja nur das Sonnendeck geahnt, aber was sich auf dieser Platte befindet ist im Ausmaß noch viel größer. Klasse Texte mit tiefgang und coole Electro-low-fi Mucke. Stücke wie "Meide die Popkultur" werden mich noch länger begleiten. Peter vielen Dank!
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Format: Audio CD
Seit Jahren hat diese CD einen festen Platz in meinem CD-Player, seit wenigen Jahren auch im iPod. Irgendwie kann ich mich an dieser Platte nicht satt hören. PeterLicht schmeichelt den Songs durch originelle Sounds und eine Wortwahl, die über den Dingen steht. Die Leichtigkeit des Seins sozusagen. Während ich seine Bücher durchaus kritisch betrachte, finde ich auch die Nachfolgeplatten vor allem sprachlich sehr gelungen. Ohrwürmer und Melodien voller Charme sind aber auf den Folgeplatten nicht in dieser Vielzahl vorhanden, wie auf "14 Lieder". Diese Platte kann ich Fans deutscher Indie-/Elektro-Pop-Musik wärmstens empfehlen. Charme ohne Ende, Lebensgefühl und Kritik verpackt in Kinderlieder. Irre. Irre gut.
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