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Verschwundene Arbeit - Von Barometermachern, Drahtziehern, Eichmeistern, Lustfeuerwerkern, Nachtwächtern, Planetenverkäufern, Rosstäuschern, ... und vielen anderen untergegangenen Berufen Gebundene Ausgabe – 15. März 2010

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Rudi Palla wurde 1941 in Wien geboren und arbeitet als Autor und Filmemacher in seiner
Heimatstadt. Zu seinen Publikationen zählen u.a. Die Kunst, Kinder zu kneten. Ein Rezeptbuch der Pädagogik (1997); Unter Bäumen. Reisen zu den größten Lebewesen (2006) und Kurze Lebensläufe der Narren (2008).

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Format: Gebundene Ausgabe
"Aufpassen wie ein Haftlmacher", heißt doch ein Sprichwort, aber was war ein Haftlmacher? Der Taufpate von Joseph Mohr, Textdichter des weltberühmten Weihnachtsliedes "Stille Nacht", war Abdecker (und Scharfrichter). Sesselträger brachten "Touristen" auf den Salzburger Hausberg, den Gaisberg. Mandolletikrämer in den Straßen Wiens. Welche Qualitäten musste eigentlich eine Amme haben? Was machte ein Schopper, ein Schinder, eine Fratschlerin, ein Laternenträger?

Mehr als 200 ausgestorbene Berufe hat Palla auf 250 Seiten aufgelistet. Mal nur wenige Zeilen lang, mal eine ganze Seite erklärt, oft aber auch Beschreibungen über mehrere Seiten finden sich in diesem höchst interessanten Buch. Farbige Abbildungen und Zeichnungen erstaunen den Leser immer wieder. Dieses Lexikon der verschwundenen Berufe ist sehr gut recherchiert, was auch eine dreiseitige Bibliografie (Quellenangaben) untermauert. Der Schwerpunkt, so scheint mir, liegt auf Berufen, die man einst in der österreichischen k.u.k. Monarchie fand. Aber es wird immer wieder auch auf Nachbarstaaten Bezug genommen und Berufe vorgestellt, die es in Mitteleuropa gar nicht gab.

Der Leser wird des Öfteren ein "aha"-Erlebnis haben, da die Erklärungen viele interessante Informationen zu Tage fördern. Es ist gut verständlich geschrieben. Spezialwissen muss der Leser nicht unbedingt mitbringen, von manchen berufsspezifischen Ausdrucken abgesehen. Ein Buch, das nicht nur Geschichtsbegeisterte erfreuen wird, sondern jedem, der eine nostalgische Ader hat, gefallen könnte.
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Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENT am 28. März 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Seit dem Beginn der Industrialisierung hat sich die Arbeitswelt verändert wie noch nie zuvor. Man kann sogar argumentieren, der Wandel der Berufswelt hätte mit der Entwicklung des Buchdrucks begonnen. So gibt es heute nirgendwo mehr Skriptorien und selbst die Buchdrucker firmieren heute unter dem Namen Drucktechniker, ja ihre modernen Erben sind schon oft mehr Grafiker als Techniker. Doch auch wenn Manufakturen durch automatisierte Produktionsprozess ersetzt wurden, für viele der verschwundnen Berufe sind neue entstanden, man denke nur an Mechaniker und allerlei Techniker. Kein Grund also für Kulturpessimismus.

Manche Berufsbilder haben sich nur verändert oder sind lediglich aus Mitteleuropa verschwunden. Einzig dort wo menschliche Körperkraft gefragt war kann man wirklich davon sprechen, dass der Mensch durch die Maschine ersetzt wurde oder wo werden heute noch Ruderer beschäftigt. Anderes existiert in moderner Form noch heute. Armbruster und Schwertschmiede wurden zu Büchsenmachern und sind heute in der gleichen Branche Ingenieure und Designer, werden die konkrete Arbeit durch Maschinen und angelernte Arbeitskräfte erledigt wird. Selbst der Abtrittanbieter lebt in den Anbietern öffentlicher Bedürfnisanstalten und Aufstelltoiletten fort. Wie gesagt, viele Berufe, etwa der des Bergarbeiters oder Scharfrichters, sind oft nur aus Mitteleuropa verschwunden. Rudi Pallas Thesaurus steht daher nur für die spezifischen mitteleuropäischen bzw. zum Teil sogar rein österreichischen Verhältnisse.

Interessiert man sich für die Thematik ist Pallas Werk auf jeden Fall ein Gewinn.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dieses Werk ist eine komplett illustrierte, aktualisierte Neuausgabe des Buchs "Verschwundene Arbeit. Ein Thesaurus der untergegangenen Berufe", das 1994 von Hans Magnus Enzensberger in "Die Andere Bibliothek" herausgegeben wurde. Sie finden in diesem erstklassig aufgemachten Lexikon einen Überblick über ca. 180 Berufe vergangener Zeiten - überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Um einige Beispiele zu nennen: Sie haben sicher schon einmal die Begriffe "Büchsenmacher", "Drahtzieher" oder "Läufer" gehört. Mit "Büchsenmachern" sind hier nicht etwa die Männer gemeint, die nur Töchter zeugen, sondern die Meister des metallverarbeitenden Gewerbes, die Waffen zusammenbauten und überarbeiteten. Die Ausbildung zum Büchsenmacher gibt es sogar heute noch - er bedient mit seinen Erzeugnissen Jäger und Schieß-Sportler. Beim "Drahtzieher" denkt man an jemanden, der die Fäden in der Hand hat, und ein bisschen stimmt das sogar. Der Drahtzieher hat Metalldrähte hergestellt, aus denen eine ganze Reihe anderer Produkte gefertigt wurden: Nägel, Näh- und Stecknadeln, Ketten, Siebe, Ösen u.a.. Die "Läufer" sind nicht nur Figuren beim Schach, sondern waren Bedienstete, die vor den Wagen- oder Reitpferden vornehmer Herrschaften herliefen, um freie Bahn zu schaffen oder zu leuchten. Nach der Französischen Revolution starb dieser Beruf rasch aus.

Autor Rudi Palla hat die "verschwundenen" Berufe auf 260 Seiten alphabetisch aufgeführt, so dass man sie mit Hilfe des zweiseitigen Registers schnell finden kann. Es handelt sich bei den meisten um Männerberufe, aber es sind auch von Frauen ausgeführte Tätigkeiten genannt, überwiegend aus dem süddeutschen und dem Wiener Raum.
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