Ratgeber Smart Home: Netzwerk & Router

Alles rund um Ihr vernetztes Zuhause und Router, Repeater, PowerLAN und Netzwerklösungen. Wie gefällt Ihnen unser Ratgeber? Wir freuen uns über Ihr Feedback.

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Netzwerk und Router: Die Schaltzentrale im intelligenten Zuhause

Mit einem Internetanschluss und PC, Smartphone oder Tablet verfügen Sie bereits über die Grundlagen für die Einrichtung Ihres persönlichen Intelligenten Zuhauses. Mit der Einbindung netzwerkfähiger Einzelgeräte können Sie Ihr Heimnetzwerk jederzeit einfach und schrittweise erweitern. Ein Netzwerkanschluss macht aus allen aktuellen Geräten geeignete Kandidaten für das Intelligente Zuhause. Auch wenn es keine allgemeingültige „beste Variante“ gibt: Die Schritte zu einem Intelligenten Zuhause sind per Plug & Play vergleichsweise einfach geworden. Worauf es bei Internet und Router ankommt, erfahren Sie in diesem Kapitel.


Vernetztes Zuhause



Internetzugang und Übertragungsarten

Das Netzwerk überträgt Daten aus eigenen Quellen wie PC oder dem Internet an Empfangsgeräte, die diese Daten lesen können. Je größer die Datenmenge, die dabei übertragen wird, desto entscheidender ist die Geschwindigkeit für eine reibungslose Wiedergabe. Musik belastet das Netzwerk noch vergleichsweise gering, so dass auch langsamere Verbindungen ausreichen. Für den Datentransfer von größeren Datenmengen wie zum Beispiel bei hochauflösenden Bildern, Videos in HD-Qualität oder TV-Streaming ist eine gute Verbindung Voraussetzung.


Welche Geschwindigkeit für welche Ansprüche?

Um die Möglichkeiten der Heimvernetzung insbesondere für TV- und HD-Video Streaming zu nutzen, benötigen Sie einen Internet Anschluss mit mindestens 12 Mbit/s. Dann können auch mehrere Personen im Haushalt die gemeinsame Internetverbindung ohne spürbare Geschwindigkeitseinbußen teilen. Für HD-Streaming sind höhere Geschwindigkeiten ab 16Mbit/s besser geeignet.


Schnelle Verbindungen nicht nur mit DSL

Alternative Internetverbindungen


Alternativ und wenn DSL nicht verfügbar ist, kommen Sie auch auf anderem Weg zu schnellem Internet: z.B. durch Kabel Internet, das den TV Anschluss nutzt, Mobilfunk oder Satellit. Kabel Internet bietet ebenso wie DSL maximale Downloadgeschwindigkeiten bis 100 Mbit/s zu vergleichbaren Kosten. Ob der Anschluss an Ihrer Adresse verfügbar ist, können Sie auf den Seiten der Anbieter überprüfen. Bei manchen Anbietern kommt je nach Tarif eine Monatsgebühr für den bereit gestellten Router dazu. Per Satellit kommen Sie auch ins Internet, wenn andere Alternativen nicht zur Verfügung stehen. Ist schnelles Internet an Ihrem Ort nicht verfügbar und Sie nutzen bereits eine SAT-Schüssel für den Fernsehempfang, kann dies für Sie interessant sein. Spezielle Modems stellen die Verbindung mit dem Rechner her und werden vom Anbieter gestellt. Internet per Satellit ist allerdings vergleichsweise teuer. Eine gute Alternative mit schnellen Übertragungswerten bieten LTE-Tarife. Vom Ausbau des LTE-Netzes profitieren besonders ländliche Gebiete, da die LTE-Anbieter an gesetzliche Vorgaben zu deren Erschließung gebunden sind und den Ausbau des LTE-Netzes entsprechend schnell vorantreiben.


Router – Herzstück der Heimvernetzung

Router

Der Router verbindet mehrere Computer und netzwerkfähige Geräte zu einem gemeinsamen Netzwerk und regelt den Datenaustausch der angeschlossenen Geräte. Er ist die Kommunikationszentrale im vernetzten Zuhause. Wie ein Verkehrslotse regelt der Router den Datenverkehr, indem er erkennt, welche Anfrage von welchem Gerät gesendet wird und auf welchem Gerät empfangene Daten ausgegeben werden sollen.

Damit Sie die maximale mögliche Geschwindigkeit erreichen, müssen Internet- und Routergeschwindigkeit aufeinander abgestimmt sein. Mit einem schnellen Router können Sie die fehlende Internet-Geschwindigkeit nicht ausgleichen - umgekehrt kann ein zu langsamer Router auch schnelle Internetverbindungen ausbremsen.

Nicht immer können Sie den Router frei auswählen. Der sog. Routerzwang bedeutet, dass Internetprovider für eigene Angebote entweder eigene oder vorgegebene Routermodelle unterstützen. Dann können Sie nicht ohne weiteres einen anderen Router nutzen, da Funktionen wie Internettelefonie (VOIP) eingeschränkt oder nicht nutzbar sind. Informieren Sie sich daher im Vorfeld bei Ihrem Internetprovider, welchen Router diese mitliefern bzw. ob ein Wechsel möglich ist.



Router-Geschwindigkeit und -Reichweite

Per Netzwerkkabel beträgt die maximale Geschwindigkeit des Datentransfers bei Fast-Ethernet 100 Mbit/s, mit Gigabit-Ethernet liegt diese bei 1.000 Mbit/s. Die drahtlose Datenübertragung per WLAN ist deutlich langsamer als die kabelgebundene Übertragung. Für datenintensive Programme und Dienste wie TV- und Video-Streaming sind ältere WLAN-Standards nicht mehr ausreichend, erst WLAN-n und WLAN-ac bringen die nötigen Übertragungsraten mit. Bei drahtlosen Netzen nimmt die Sendestärke mit der Entfernung zum Router oder auch durch Wände und Decken ab. Neuere WLAN Standards, die den 5GHz Frequenzbereich nutzen, übertragen Daten zwar schneller, dafür aber mit geringerer Reichweite.


Theoretische und praktische Geschwindigkeit

Die Produktangaben zu Brutto-Geschwindigkeiten der Datenübertragung werden in der Praxis fast nie erreicht. Das liegt daran, dass Hersteller maximale Werte angeben, die nur unter idealen Bedingungen herrschen. Funken mehrere Netze gleichzeitig, was in Wohngegenden praktisch immer der Fall ist, reduziert sich der Datendurchsatz teilweise erheblich. Die tatsächliche Datenrate, auch Nettodatenrate genannt, liegt bei ca. 50 Prozent der angegebenen Werte.


Kabel- oder WLAN-Router?

Kabel- oder WLAN Router?

Kabel in der Wohnung – das ist lästig, unflexibel und bei quer durch den Raum verlegten Kabeln manchmal als Stolperfalle sogar gefährlich. Viele Geräte - viele Kabel, das sieht außerdem auch sehr unschön aus und passt nicht zum modernen reduzierten Wohnen. Drahtlose Datenübertragung ist flexibler und bietet sich insbesondere für die Heimvernetzung an. Während die kabelgebundenen Netzanschlüsse große Daten auch über weite Strecken fast verlustfrei transportieren, gilt das nicht für die drahtlose Datenübertragung. Das Thema Geschwindigkeit ist daher insbesondere für WLAN-Router relevant. WLAN-Standards geben Auskunft über die maximale Geschwindigkeit, mit der Daten ausgetauscht und verarbeitet werden können.


WLAN-Standards

Die Abweichungen zwischen Brutto- und Nettogeschwindigkeit gelten insbesondere für WLAN-Standards. Ältere Router mit WLAN-g Standard erreichen eine maximale Datenübertragung von 54Mbit/s. Da auch hier die effektive Nettoübertragungsrate nur etwa die Hälfte beträgt, reicht das für datenintensive Netzwerkanwendungen wie Video-Streaming nicht aus.

Aktuellere Modelle arbeiten mit WLAN-n und kommen auf Übertragungsraten bis zu 600 Mbit/s - netto bleiben davon unter Alltagsbedingungen immer noch durchschnittlich 240 Mbit/s. Für viele Anwendungen im Intelligenten Zuhause ist das ausreichend. Am schnellsten funken Router im WLAN-ac Standard mit einer Bruttogeschwindigkeit von bis zu 1.300 Mbit/s, mit Nettowerten von etwa 400Mbit/s bringt WLAN-ac Vorteile für datenintensive Anwendungen wie Streaming von HD-Inhalten.

In dicht besiedelten Gegenden und Mietshäusern mit vielen Parteien nutzen immer mehr Haushalte WLAN. In den Funknetzen kommt es dabei zu Überlagerungen mit anderen Geräten. Mit der Folge, dass die Übertragungsqualität sinkt und es zu Ausfällen kommen kann, wenn der Nachbar seine Drahtlosgeräte anschaltet. Das wird bei Musik- und Videoübertragung zum Problem, da solche Überlagerungen zu Aussetzern führen können. Dual-Band-Router, die gleichzeitig auf zwei Frequenzen arbeiten, lösen dieses Problem, indem störungsanfällige Streaming-Inhalte im robusteren und weniger überlasteten 5GHz Frequenzband übertragen. Auf dieser Frequenz können bis zu 23 WLAN-Funknetze gleichzeitig nebeneinander funken, ohne die Datenübertragung zu stören. Bei WLAN-Übertragung im 2,4 GHz Frequenzband sind es gerade mal drei, was die hohe Störungsanfälligkeit gerade in Ballungsräumen erklärt.

Router Verschlüsselung für mehr Sicherheit

Der Router ist das einzige Gerät im Heimnetzwerk, das eine öffentliche IP Adresse im Internet besitzt. Damit ist er auch das Einfallstor für schädliche Programme aus dem Netz und sollte hohe Sicherheitsstandards erfüllen. Wählen Sie bei WLAN-Routern immer eine verschlüsselte Verbindung mit einem sicheren Passwort. Gegenüber dem WEP-Verfahren älterer Routergenerationen ist das WPA-Verschlüsselungsverfahren sicherer. Am besten geschützt sind Sie aktuell mit WPA2-fähigen Routern.



Welche unterschiedlichen Router gibt es?

Router ohne Modem

Router ohne Modem

Wenn Sie bereits ein leistungsfähiges Modem besitzen, können Sie einen Router ohne integriertes Modem für die Gerätevernetzung nutzen. Router ohne Modem sind zudem unabhängig von der Art des Internetzugangs, ob nun der Netzzugang durch Telefon- oder TV-Kabel bereitgestellt wird. Mit einem WLAN-Router erweitern Sie ein bislang kabelgebundenes Netzwerk auf drahtlose Internetnutzung. Haben Sie einen älteren Vertrag mit Internet per Kabel statt DSL können Sie so Ihr Netzwerk erweitern.


Router mit integriertem Modem

Router mit Modem

Für den Internetzugang braucht auch der Router ein Modem. Ist Ihr Modem veraltet, oder haben Sie keines, bieten sich Geräte mit integriertem Modem an, in den meisten Fällen ist das ein DSL Router. Für Internet per Kabel, LTE oder Satellit gibt es ebenfalls passende Router mit Modemfunktion. Vorteil der Router mit integriertem Modem: Sie brauchen nur ein Netzteil und auch nur eine freie Steckdose und sind flexibler in der Aufstellung Ihres Routers, der sich nicht in der Nähe des externen Modems befinden muss.


Sonstige Routerfunktionen

Ein Router kann auch als Telefonanlage dienen, wenn er Voice Over IP (VoIP) fähig ist. Der PC kann dabei zum Telefonieren ausgeschaltet bleiben. Einige Router unterstützen DECT Telefonie (engl. Digital European Cordless Telephony). DECT ist ein internationaler Funk-Standard für Telekommunikation, der hauptsächlich für Schnurlostelefone genutzt wird. Mit einem DECT stehen Ihnen erweiterte Telefoniefunktionen zur Verfügung.

Die Printserver-Funktion per USB-Anschluss macht jeden angeschlossenen Drucker zum Netzwerkdrucker von dem aus alle Geräte im Netzwerk drucken können. Weitere USB-Anschlüsse erlauben die einfache Einbindung weiterer USB-Geräte wie z.B. externe Festplatten oder USB-Sticks. Deren Daten stehen dann ebenfalls allen angeschlossenen Geräten zur Verfügung.

Für Familien eignen sich Router, die Einstellungen zur Kindersicherung bereit stellen. Damit kann die Dauer der Internetzeit gesteuert werden und jugendgefährdende Webseiten werden automatisch per Blacklist blockiert. Mit einer Nachtabschaltungsfunktion können Sie Stromverbrauch und Strahlung des Routers reduzieren. Hat der Router eine Gäste WLAN Funktion, können Sie Freunden und Besuchern eingeschränkten Zugang zum Internet ermöglichen. Vorhandene Dateien im Netzwerk sind über den Gästezugang nicht sichtbar.


Vorteile von Multifunktionsroutern

Je mehr Funktionen ein Router übernehmen kann, desto weniger Kabel und freie Steckdosen brauchen Sie. Wo sonst für jedes Gerät eine eigene Netzversorgung notwendig ist, kommen Sie bei den Multifunktionsroutern mit einem einzigen Netzkabel aus. Das spart außerdem Platz und Kompatibilitätsprobleme zwischen verschiedenen Geräten kommen erst gar nicht auf.

Router fürs Heimnetzwerk – Darauf sollten Sie achten

Bei einer geringen Funkleistung von 54Mbit/s mit dem WLAN g-Standard oder bei Fehlen einer Gigabit LAN-Verbindung ist die Neuanschaffung eines Routers sinnvoll und notwendig, wenn Sie die Vorteile der Heimvernetzung nutzen möchten. Die meisten Internetprovider stellen ihren Kunden zum Datenvertrag auch einen Router kostenlos oder gegen eine monatliche Nutzungsgebühr zur Verfügung. Dieser passt zur Bandbreite des Internetzugangs und den Leistungen, die Sie von Ihrem Provider zusätzlich beziehen.

Achten Sie immer auf eine schnelle Datenübertragung aller Komponenten in Ihrem Heimnetzwerk. Insbesondere für die drahtlose WLAN-Übertragung kommen dazu Geräte ab WLAN-n oder WLAN-ac in Betracht. Ein USB 3.0 Anschluss sorgt z.B. bei externen Festplatten für schnellen Datenzugriff. Auch hier gilt, dass ein schneller Router Geräte mit langsamen Übertragungsstandards nicht schneller macht. Das gilt auch für Komponenten mit älteren WLAN-Standards.



So erweitern Sie die Reichweite Ihres Routers

WLAN-Repeater und PowerLAN – Internet aus der Steckdose

PowerLAN und Powerline

Die Übertragung per WLAN in Wohnräumen hat bekannte Schwächen: Je weiter der WLAN-Router vom vernetzten Gerät entfernt ist, desto geringer die Geschwindigkeit und desto häufiger kommt es bei Streaming-Inhalten zu unerwünschtem Ruckeln oder gar Aussetzern. Muss der Router über Stockwerke oder durch viele Wände Daten transportieren, kann sogar der Aufbau von Webseiten unerfreulich lange dauern.

Die Reichweite können Sie durch WLAN-Repeater oder PowerLAN erhöhen. Mit einem WLAN-Repeater können Sie die WLAN-Reichweite vergrößern, allerdings halbiert sich dabei die Datenrate. Power LAN bringt dagegen die LAN Geschwindigkeit Ihres Routers über die Stromleitung auch in weiter entfernte Räume.

Bei PowerLAN benötigen Sie immer ein Set aus mindestens zwei Adaptern, während Sie bei WLAN-Repeatern die Reichweite durch das Anschließen eines Geräts erhöhen können. Ausschlaggebend ist die Beschaffenheit Ihrer Wohnräume. Viele PowerLAN Adapter können per Kabel oder drahtlos genutzt werden, wenn die Modelle über einen integrierten WLAN-Repeater verfügen. Auch die Kombination beider Techniken ist möglich. Die Erweiterung des Internets durch beide Lösungen ist zudem sicher, da sie über das Stromnetz erfolgt.

Insbesondere, wenn Sie Lösungen für das intelligente Zuhause in Ihr Netzwerk einbinden wollen, helfen die kabellosen und kabelgebundenen Reichweitenverstärker, um den störungsfreien Datenaustausch auch in großem Abstand vom Router zuverlässig zu ermöglichen.

WLAN-Repeater

Diese Geräte empfangen und verstärken das Signal des Routers und erweitern so die Reichweite per einfachem Plug and Play. Sie können beispielsweise eingesetzt werden, wenn die Router-Reichweite in Wohnungen für manche Räume nicht ausreicht und diese auf einer Ebene liegen. Da jeder WLAN-Repeater die Datenrate halbiert, ist die Kombination von mehreren WLAN-Repeatern in den meisten Fällen nicht empfehlenswert.

PowerLAN Adapter

Stahlbetonwände und Fußbodenheizungen sind Hindernisse, die die Reichweite des drahtlosen Internets stark begrenzen. Ohne Bohren oder Kabel zu verlegen können Sie Ihr Netzwerk per PowerLAN Adpater ganz einfach über die Stromleitung erweitern. Auch um unterschiedliche Stockwerke mit Internet zu versorgen ist PowerLAN gut geeignet. In den meisten Modellen ist eine Steckdose integriert, die Sie so weiterhin nutzen können.

PowerLAN Adapter


Die Reichweite des Internet über die Steckdose beträgt bis zu 300 Meter, wobei die Länge des Stromkabels entscheidend ist, nicht die Wohnraum-Meter. Datenraten von 500Mbit/s sind für TV- und Video-Streaming geeignet, auch wenn die tatsächliche Geschwindigkeit bei diesen Geräten im Praxiseinsatz geringer ausfällt. Neueste Geräte haben Datenraten von bis zu 1200Mbit/s

Tipp

Wollen Sie mehrere Räume mit PowerLAN ausstatten, sollten Sie zueinander kompatible Modelle nutzen. Für Geräte vom gleichen Hersteller ist das in der Regel der Fall, Modelle unterschiedlicher Hersteller sind unter Umständen untereinander nicht kompatibel. Bei Zertifizierung nach dem HomePlug-AV Standard können Sie sicher sein, dass auch unterschiedliche Hersteller-Modelle zuverlässig zusammen arbeiten.


Netzwerk Festplatten – alle Daten immer überall verfügbar

Netzwerk Festplatten / NAS

Wenn Sie Ihre Daten sowohl im Heimnetzwerk als auch von unterwegs abrufen möchten, können Sie dies mit einer Netzwerk Festplatte oder NAS (Network Attached Storage) tun. NAS werden per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden und stehen damit allen Geräten im Heimnetzwerk zur Verfügung. Über Apps ist der Zugriff auf Ihre Daten via Smartphone oder Tablet von unterwegs komfortabel möglich.

Eine Netzwerkfestplatte lohnt sich vor allem für sehr umfangreiche Mediensammlungen und wenn Sie alle Ihre Filme, Fotos, aufgezeichnete Filme, Videos und Musik von einem zentralen Speicherplatz aus für alle angeschlossenen Geräte abrufbar machen möchten. Mit einem NAS-System können Sie eine geschützte private Cloud mit riesigem Speicherplatz von zwei und mehr Terabyte nutzen.

NAS-Systeme für den Privatgebrauch gibt es mit und ohne eingebauter Festplatte. Sofort startklar sind Systeme mit eingebauter Festplatte. Bei NAS-Systemen ohne Festplatte müssen Sie die Festplatte individuell dazukaufen. Bietet das System mehr als einen Festplattenslot, können Sie auch ihre eigenen Festplatten einbauen. Die darauf enthaltenen Daten stehen dann jedem PC, Tablet und Smartphone als Netzwerkfestplatten zur Verfügung.

Für den Einsatz zu Hause eignen sich einfach zu bedienende Consumer NAS-Systeme – im Unterschied zu professionellen Modellen für kleinere Unternehmen. Letztere erfordern Netzwerkkenntnisse, die für den Einsatz als Medienspeicher nicht notwendig sind. Mit der My Book und My Cloud Serie bietet Western Digital Lösungen, die für den Einsatz zu Hause optimiert sind und leicht einzurichten sind, ebenso wie die Link Station Modelle von Buffalo.



Viel Platz und sicherer Datenschutz

Angebotene Kapazitäten von 1TB bis 8TB geben Ihrer Mediensammlung ausreichend Platz. Bei zwei Festplatten mit jeweils 2TB können Sie zum Beispiel entscheiden, ob Sie den gesamten Speicherplatz von 4TB für Ihre Daten nutzen wollen, oder eine Platte zur Sicherung Ihrer Daten nutzen möchten. So bleibt Ihre Mediensammlung stets gesichert, selbst wenn eine Festplatte ausfallen sollte - ein gleichzeitiger Plattenausfall tritt so gut wie nie ein. 2TB bieten ausreichend Platz für etwa 3.000 Filme im DivX Format.


Fast ein PC

In NAS-Systemen stecken nicht nur eine oder mehrere Festplatten, sondern Prozessor, Arbeitsspeicher und ein Betriebssystem mit praktischem Nutzen für Ihr Heimnetzwerk. Ein integrierter Mediaplayer für Fotos, Videos und Musik bringt im Heimnetzwerk besonders dann Vorteile, wenn Empfangsgeräte diese Funktion nicht haben oder wenn Sie mobil auf Ihre Daten zugreifen möchten.

Tipp

Besonders komfortabel für den Datenabruf von unterwegs sind NAS-Systeme mit Cloud-Speicher. Damit werden Daten automatisch auf allen Geräten aktualisiert und Sie können diese auch offline nutzen. Achten Sie auf möglichst hohe Datenraten für Lese- und Schreibzugriff, wenn Sie NAS auch einsetzen wollen, um Filme über das Netzwerk anzuschauen. Da NAS-Systeme in der Regel rund um die Uhr angeschaltet sind, lohnt auch ein Blick auf die Verbrauchswerte im Standby Betrieb.

Netzwerk Festplatten bringen entscheidende Vorteile mit:


Netzwerk Festplatten bringen entscheidende Vorteile




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Fragen & Antworten

Was bedeutet der Begriff „vernetztes Zuhause“?

Das vernetzte Zuhause – auch Smart Home, intelligentes Wohnen oder Konvergenz genannt – bedeutet ein Zuhause nach Maß, ganz auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Vorlieben zugeschnitten. Private Medieninhalte wie Musik, Filme und Bilder können unabhängig von ihrem Standort genutzt werden, indem sie nicht mehr nur stationär auf dem PC oder Speichermedium zur Verfügung stehen, sondern von netzwerkfähigen Endgeräten im ganzen Haus wiedergegeben werden können. Wo Sie wollen und wann Sie wollen. Für das vernetzte Zuhause gibt es von günstigen Einstiegslösungen bis hin zu High-End-Lösungen unterschiedlichste Szenarien.


Was benötigt man für den Einstieg in das vernetzte Zuhause?

Für den Start brauchen Sie im Prinzip nur drei Komponenten als Grundausstattung: Einen Internetzugang, einen Router und einen PC oder Notebook. Meist hat man schon alles davon im Haus. Schon damit können Sie in das vernetzte Zuhause einsteigen. Mit netzwerkfähigen Einzelgeräten können Sie Ihr Heimnetzwerk schrittweise erweitern.


Was ist ein Router und welche Voraussetzungen muss er im Heimnetzwerk mitbringen?

Der Router verbindet mehrere Computer und netzwerkfähige Geräte zu einem gemeinsamen Netzwerk und regelt den Datenaustausch der angeschlossenen Geräte. Er ist das Herzstück und die Kommunikationszentrale im vernetzten Zuhause. Die Leistungsgrenzen des Routers sind für das gesamte Netzwerk entscheidend. Mit einem veralteten Router können Sie selbst aktuellste und schnellste Endgeräte nur in gedrosselter Geschwindigkeit nutzen. Haben Sie einen Router der schon einige Jahre in Betrieb ist, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Gerätegeneration. Unter Umständen ist ein Heimnetzwerk mit mehreren Geräten erst durch einen Routerwechsel überhaupt nutzbar.


Kann ich einen Fernseher in mein Heimnetzwerk einbinden?

Ja, wenn das TV-Gerät netzwerkfähig ist, ist dies kein Problem. Damit haben Sie zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Nutzung von Daten auf dem TV-Bildschirm. Hat Ihr TV kein Empfangsmodul für den Empfang von HDTV, benötigen Sie einen Receiver. Ihr Heimnetzwerk im Wohnzimmer ist mit einem HD-ready-Fernseher und einem leistungsfähigen Receiver bereits gut ausgestattet. Die Wiedergabe der Inhalte von PC und Co. übernimmt der Receiver und bringt Ihre Medieninhalte auf den TV-Schirm.


Was ist ein 4k Receiver?

Gerade im Bereich der High End Lösungen hat sich auf dem Receiver Markt besonders viel getan. Für Liebhaber extrem scharfer TV-Bilder gibt es in der Oberklasse 4k-Upscaling Geräte, die das HD-Fernsehbild auf noch höhere Auflösung hochrechnen. Voraussetzung ist ein Fernseher, der eine entsprechend hohe Auflösung wiedergeben kann. Der obligatorische Netzwerkanschluss im High End Segment sorgt dafür, dass die Geräte ausbaufähig sind und sich nahtlos in das Heimnetzwerk einfügen.


Auf welche Merkmale sollte ich beim Kauf von netzwerkfähigen Geräten generell achten?

Bei der Neuanschaffung von netzwerkfähigen Geräten sind schnellere Verbindungen langsameren immer vorzuziehen. Bei Herstellern, die Updates anbieten, sind Sie prinzipiell auf der sicheren Seite gegen allzu schnelles Veralten der Systeme. Außerdem sollten Sie die Geräte nach verwendbaren Anschlüssen überprüfen, insbesondere zu Komponenten, die Sie schon haben und weiternutzen möchten. Mehr, vielfältige und schnelle Anschlüsse sind immer besser. HDMI, WLAN, Gigabit LAN und USB Anschlüsse (ab USB 2.0, besser 3.0) verschaffen Ihnen größtmögliche Flexibilität. Mit schnellen Anschlüssen können Sie die immer höheren Datenaufkommen der Angebote voll nutzen und bleiben gleichzeitig abwärtskompatibel mit älteren vorhandenen Geräten, die Sie dadurch weiternutzen können. Aktuellste Geräte unterstützen USB 3.0, dadurch werden Kopier- und Speichervorgänge deutlich beschleunigt. Bei Mediaservern und Geräten für TV und Audio Empfang wie Receivern, Blu-ray-Playern etc. sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass Ihr Wunschmodell mit möglichst vielen Formaten zurechtkommt.


Kann auch meine Hifi-Anlage bzw. mein Surround-System mit ins Netzwerk?

Wer Wert auf eine gute Akustik legt, Musik in mehreren Räumen hören möchte oder sich Raumklang ins Heimkino holen möchte, kommt an einer separaten Audiolösung nicht vorbei. Hier gibt es eine Vielzahl von Lösungen, so dass vom Einsteiger bis zum Audiophilen wirklich jeder seine perfekte Heimnetzlösung finden kann. Die Einbindung ins Heimnetzwerk selbst ist einfach: An Ihre Hifi-Anlage können Sie alle TV-Geräte anschließen, an spezielle AV-Receiver für Surround-Sound ebenfalls.


Kann ich mein Heimnetzwerk später nachrüsten und ausbauen?

Ja, mit schnellem Internet und einem schnellen Router können Sie der weiteren Entwicklung auf dem Gebiet der Heimvernetzung entspannt entgegensehen. Nicht alle Geräte müssen ausgetauscht oder ersetzt werden, sondern lassen sich weiter nutzen und auf einfache Weise ins Heimnetz einbinden. Sobald Sie Ihren Fokus kennen, können Sie gezielt loslegen und sich Ihr Wunschmodell ohne Reue zulegen – sofern es über einen Netzwerkanschluss verfügt. Wenn Sie auf Streaming-Standards achten und überprüfen ob Anschlüsse für vorhandenes Equipment vorhanden sind, können Sie Ihre eigene Heimvernetzung schrittweise und budgetschonend ausbauen.


Wie kann ich Streaming Services aus dem Internet nutzen?

Online Videotheken befinden sich entweder schon auf Ihrem Smart-TV oder werden vom Receiver, einer TV-Box oder anderen netzwerkfähigen Geräten bereit gestellt. Haben Sie Ihren Fernseher vor 2010 gekauft, können Sie wahrscheinlich nicht ohne zusätzliches Empfangsgerät auf die Inhalte der Online Videotheken zugreifen. Das geht allerdings mit einer Reihe von externen Geräten Ihres Heimnetzwerkes: Per Blu-ray-Player, bei denen sich auch ältere Geräte nachrüsten lassen, per HDTV-Receiver, Apple- oder Videoweb TV und sogar mit Spielekonsolen wie der Playstation 3. Derzeit unterstützen unterschiedliche Hersteller jedoch nicht alle verfügbaren Online-Videotheken, sondern meist maximal zwei.


Welche Geschwindigkeit sollte mein Internetzugang haben, wenn ich ein Heimnetzwerk aufbaue?

Für ein Einsteiger-Heimnetzwerk sind Datenraten ab 6.000 Kbits/s zu empfehlen. Grundsätzlich gilt: Höhere Datenraten sorgen für schnelleren Datendurchsatz. Wer hochauflösende Daten wie HD-Filme streamen und auf mehreren Endgeräten ruckelfrei ansehen möchte, sollte Übertragungsraten ab mindestens 16Mbs/s wählen, besser sind 50Mbs/s und 100MBs/s Datenübertragungsraten.


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